Fahrzeugaufbereitung als Neben-/Kleingewerbe..
Hi,
ich hab mal folgendes Anliegen und bräuchte hierzu mal eure Meinung:
Ich möchte professionelle Fahrzeugaufbereitung anbieten..Das ganze, neben meinem jetzigen Job, als Nebengewerbe.
Im Moment mache ich nur mein Auto und die Fahrzeuge unserer Bekannten und deren Freundeskreis..das Ganze als Gefallen und ohne Bezahlung..
Da die Leute immer sehr zufrieden sind habe ich mir den Schritt überlegt es mal als Nebengewerbe zu betreiben..
Den Überblick über die nötigen Techniken und Produkte habe ich soweit schon, da ich abundan mal bei nem Kumpel von mir (Aufbereiter) ausgeholfen habe..
Wie würdet ihr denn mit nem Nebengewerbe anfangen:
Sollte man zwingend eine der Schulungen machen um ein "Zertifikat" zu besitzen?
Kann sich mal jemand der Leute ,die auch mal als Nebengewerbe angefangen haben, melden..Würd gern mal hören wie ihr damals angefangen habt das ganze gewerblich zu machen.
Gruß Patrick
Beste Antwort im Thema
******Zertifikat für Fahrzeugaufbereiter**********
Hiermit wird Herrn MTK-V632 das Zertifikat überreicht.
so macht 500€.
Bist du nun besser als einer ohne Zertifikat? NEIN!!!
Ok macht sich an der Wand vielleicht besser als ein Poster von Pamela Anderson(wobei ich Pam vorziehen würde). Manche Kunden sind davon auch bestimmt beeindruckt aber spätestens wenn die Ihr Fahrzeug in Empfang nehmen (kann) das Zertifikat hinfällig sein. Kann-weil es eben im Vorfeld sugerriert hat, dass hier ein zertifizierter Vollprofi am Werk ist, der in Wirklichkeit 0 Ahnung hat. (Kann und ist nicht auf dich bezogen)
Im Gegenzug ist nebenan einer , der "nur" eine Poster von Pamela an der Wand hat, jedoch bei der Fahrzeugübergabe den Kunden so beeindruckt, dass der immer wieder kommt und sogar zig Empfehlungen am Tag ausspricht.
Eine Schulung kann sehr sehr sinnvoll sein-genauso sinvoll kann es sein eine Schulung dort zu machen wo eine Schulung eben eine Schulung ist und nicht eine teuer bezahlte Verkaufsveranstaltung mit anschließender Aushändigung eines Zertifikats und eben nur Vorführung von teuren Produkten und sonstigem BlaBLA.
Eine Schulung kann deshalb ratsam sein, weil eben Dinge zu beachten sind, die man wissen muss, wenn man hochwertige Fremdfahrzeuge bearbeitet. Schließlich kommt Kundschaft zu dir, die Ihr Fahrzeug a) in guten Händen wissen wollen und B) ein überzeugendes Ergebnis in Empfang nehmen wollen und C) dafür eben Geld(unter Umständen auch sehr viel Geld) bezahlen oder C) das eben nicht tun weil sie nicht zufrieden sind und im ungünstigsten Fall D) du noch ne Menge Ärger und Kosten an der Backe hast weil du Mist gebaut hast und experimentiert hast. Grundsätzlich kann man nicht unbedingt einen Hobbywagenpfleger, der bereits Bekannte zufrieden stellen konnte, da er kostenlos deren Fahrzeuge bearbeitet hat mit einem geschulten Aufbereiter,also Vollprofi vergleichen. Mal ehrlich wer würde auch meckern wenn er sein Auto auch nur halbwegs gut und umsonst gemacht bekommen hat?
Ein guter Fahrzeugaufbereiter weiss immer und zu jeder Zeit, was die richtige Methode ist um ein maximales Ergebnis zu bekommen. (Das ist übrigens immer so auch bei Ärzten und und und). Ohne sich mit der Materie jedoch von Grundauf beschäftigt zu haben (im Vorfeld) und ohne sich immer wieder weiter zu bilden, wird man diesen Status nie erreichen. Fahrzeugaufbereitung(nicht einfache Pflege) ist nicht mal eben so erlernt. Da gehört (meiner Meinung nach) fundiertes Wissen und viel Lernbereitschaft und Fortbildung ebenso dazu wie vernünftiges Werkzeug und gute Mittel. Man kann eben auch ne Menge falsch machen-und es gibt nichts schlimmeres wie einen Kunden, der ne gute Arbeit erwartet und sein Fahrzeug mit nem größeren Schaden wieder in Empfang nimmt.
Es ist also nichts,absolut nichts gegen eine Schulung einzuwenden. Nur sollte diese wirklich gut ausgesucht sein- Hobbykurs für Hobbyputzer / Profikurs für Profiputzer und wenns wirklich gut ist meinetwegen auch mit Zertifikat. Da es den Beruf(geschützten Beruf) des Fahrzeugaufbereiters nicht gibt, kann dir jeder son Zertifikat ausstellen(siehe oben).
Zum Thema nebenberuflich. 2 Kollegen von mir haben eine mobile Fahrzeugpflege-kommen also zu dir nach Hause(zu deiner Arbeitsstelle usw) und machen dein Auto schön. Die beiden arbeiten noch hauptberuflich als Schlosser und haben noch ein anderes Nebengewerbe. Das funktioniert. Aber ich bezweifele ernsthaft, dass es angenehm ist Montagsmorgens aufzustehen, zum Kunden zu fahren, ein Auto zu machen, zum nächsten zu fahren, sein Auto zu machen, nach hause zu fahren und ne Stunde zu pennen(wenns klappt) und dann ab zu Arbeit auf Nachtschicht zu gehen, nach Hause zu kommen und dann wieder alles von vorne. Wie gesagt die beiden haben sogar noch ein weiteres Nebengewerbe und sind meistens gut platt. Aber die sind mittlerweile so gut, dass die demnächst 2 Leute einstellen, die dann die Pflege machen.
Zum Thema Schulungsanbieter habe ich bereits ne Menge geschrieben. Du weisst also wo und an wen du dich wenden kannst wenn du ernsthaftes Interesse hast gut geschult zu werden und vernünftige Mittel zu bekommen für einen akzeptabelen Preis.
Noch ein Rat- es gibt sicher viele , die die eine Meinung haben und noch mehr, die eine andere Meinung haben. Letztendlich kommt es aber auf dich und deine Meinung an. Denn Du bist der jenige der das letztendlich machen will-die Entscheidung ob du dich dafür geeignet hälst oder nicht, triffst also du . Ebenso bist du der jenige , der entscheidet ob deine Idee gut ist oder nicht. Wenn du deine Idee für gut hälst, wirst du auch alles dafür tun, damit andere deine Idee ebenso für gut halten und sich für dich entscheiden.
In diesem Sinne Amen!
Gruß der MHOB
25 Antworten
Warum muss eigentlich jeder Beitrag immer in einer Diskussion enden..😠
Versteh ich nicht....
Bitte mal die Überschrift lesen um was es hier eigentlich geht!!!!!!!
Zitat:
Warum muss eigentlich jeder Beitrag immer in einer Diskussion enden..😠
Versteh ich nicht....
Vielleicht weil dies hier ein Forum ist?
Wiki:
"Ein Internetforum (lat. forum, Marktplatz), auch Diskussionsforum, ist ein virtueller Platz zum Austausch und Archivierung von Gedanken, Meinungen und Erfahrungen. Die Kommunikation findet dabei asynchron, das heißt nicht in Echtzeit, statt. Englische Bezeichnungen dafür sind internet forum und webboard."
er meinte aber -in eine diskussion ,die nichts mit dem Thema ansich zu tun hat-denke ich
hier gibts übrigens auch brauchbare tipps:
http://www.bundesverband-fahrzeugaufbereitung.de/technik.html
@mhob
Ja genau so meinte ich das.DAnke nochmal für deine Links...
@zrx1200
Oh man zu deinem Beitrag..da fällt mir aber jetzt ma grad gar nix mehr ein..Ooooh Man..
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So das Ganze läuft an :-)
Heute haben wir nach langer Suche endlich eine Halle für unser Vorhaben gefunden..
Das Ganze auch noch billiger als wir gerechnet hatten.Soweit so gut..
Frage:
Fürs Nebengewerbe,welche zusätzlichen Versicherungen sollte man da abschließen?
Angenommen man macht ma nen Kratzer an Kundenfahrzeug oder sonstiges...
Gebäudeversicherungen sollte doch der Vermieter haben,oder ?
Gruß
HI,also ich selber bin Chef eines Fahrzeug pflege Unternehmens,ja man sollte heute eine Schulung machen,denn die die denken Sie können Professionelle Aufbereitung leisten,die irren sich meistens(nicht böse gemeint)Heute werden hoche Standards erwartet,dazu muss man sich mit Chemie auskennen anders bekommt man keine Qualität hin!
Man kann nicht jedes mal dem Kunde sagen,OH das habe ich auch nicht wegbekommen 😮(
Zudem kommen da auf einen mehr kosten zu als man denkt....
LG
Hallo!
Ich habe in den letzten 3,5 Jahren eine Autoaufbereitung aufgebaut. Meinem Vorredner muss ich vollkommen zustimmen und nachschieben, dass es auch nur allein mit der Chemie nicht gemacht ist....
Was du brauchst, sind Kunden - und das regelmäßig. Um die zu bekommen entstehen Kosten, auch regelmäßig. Ohne Startkapital fast ausgeschlossen.
Die Kosten für mein Projekt sind explodiert, ich hatte mich anfangs ziemlich blauäigig verkalkuliert und über die Zeit eine unbeschreibliche Menge Lehrgeld gezahlt.
Mein Tip: Ab zum Unternehmensberater, vorher telefonisch den günstigsten raussuchen.
mfG
autowertstatt.de
Da ich auch schon einen Autopflegebetrieb hatte, kann ich meinem Vorredner nur zustimmen!!
Mal privat ,,paar'' Autos zu machen ist die eine Sache - das Ganze gewerblich betreiben und davon PROFITABEL zu leben, ist die andere Seite.
Hab mich mal hier durchgelesen und muss sagen "Ich geb euch Recht!"
Bin auch so einer der son bisschen Hobbymäßig Autos macht! Innen wie Außen! das Problem mit der mobilen Autoaufbereitung sehe ich ein wenig anderst. Wollte auch sowas nebenher machen war mir aber bislang zu umständlich mit Gewerbeschein usw. aber wenn ich sowas machen würde käme das für mich ausschließlich in frage bei leute die eigenes Grundstück (Strom, Schatten, Wasseranschluss, Kaffeemaschine :-)) haben.
Genauso die Sache mit der Professionellen Fahrzeugaufbereitung! Es ist ja immer eine sache der Zielgruppe! Was ist denn mit den Leuten denen eine Wirklich professionelle Aufbereitung zu teuer ist und mit einer "Den Kratzer hab ich nicht weg bekommen!"- Aufbereitung zufrieden sind! Wenn der Preis denn passt! Das Meguiars und Co. nicht günstig sind ist mir klar. für eine normale Aufbereiterfirma auf jeden Fall nicht grad die Otto-Normal-Preisklasse! Dann schon eher Polytop oder eventuell 3M. Kenn mich da auch nicht so super aus was Preis-leistung angeht. Hab keine Solche Firma.
Eine Frage hätte ich da aber noch. Da das "Aufbereiten" mein Hobby ist und ich natürlich wie jeder andere es auch tun sollte Perfektion anstrebe. hab ich mir gedacht sowas kann ich ja auch als Freundschaftsdienst machen! D.h. jemand möchte ein Fahrzeug Kratzerfrei haben ich gehe zu dem jenigen biete ihm an "Ich mach deine Auto, und du Zahlst mir das Material!" Ist das Legal? Ohne Gewerbeschein?
Sicher würde ich damit auch gerne Geld machen aber einen Job habe ich bereits und mein Hobby will ich mir nicht leidig mache!
Gruß Drizzto
Hallo,
der Tip mit dem Unternehmensberater ist nicht schlecht. Denn bei,während und nach einer Geschäftseröffnung fallen eben Kosten an, die man so direkt nicht auf dem Zettel hatte. Ein Unternehmensberater kann eben hier aus Erfahrung sagen wo Kosten lauern und den Businessplan so dem entsprechend gestalten. Durch einen Businessplan, der von einer unabhängigen Stelle abgesegnet wurde, besteht die Möglichkeit auf ein Darlehen und eine Förderung. Solche Businesspläne, die bei der Kfw-Bank als förderwürdig anerkannt werden, sind aber sehr sehr teuer!!!
Das alles ist dann auch keine Garantie für einen Kundenstamm. Das sind alles Planzahlen. Wenn man persönlich nicht geeignet ist oder qualifiziert ist, ein Unternehmen aufzubauen und zu leiten , bringt der beste Businessplan nichts.
Es geht aber auch anders-ich kenne ein Beispiel /nein eigentlich zwei, wo mit Minimalem Einsatz gestartet wurde. Bei dem einen waren es 50€ und bei dem anderen 500 DM. Beide konnten über die Zeit ein lukratives Unternehmen aufbauen, ohne das Risiko eines hohen Darlehens tragen zu müssen. Beide haben heute ein gutlaufendes Geschäft. Das konnte aber nur funktionieren, weil eben die persönliche Eignung da war- eben der eiserne Wille, der Geschäftssinn und die Qualifikation.
Ich kenne auch einige Fälle wo ein Top-Business erstellt wurde und das Unternehmen dann binnen einem Jahr in Konkurs ging. Hier war eben nicht die Eignung usw. vorhanden. Selbständigkeit ist eben nichts für Jedermann/Frau.
Gruß der MHOB
Zitat:
@Autopflegedieankommt schrieb am 25. März 2008 um 22:26:05 Uhr:
HI,also ich selber bin Chef eines Fahrzeug pflege Unternehmens,ja man sollte heute eine Schulung machen,denn die die denken Sie können Professionelle Aufbereitung leisten,die irren sich meistens(nicht böse gemeint)Heute werden hoche Standards erwartet,dazu muss man sich mit Chemie auskennen anders bekommt man keine Qualität hin!
Man kann nicht jedes mal dem Kunde sagen,OH das habe ich auch nicht wegbekommen 😮(
Zudem kommen da auf einen mehr kosten zu als man denkt....
LG