Extra Führerschein für Supersportwagen in Australien

In Australien wird für Fahrer von "Supersportwagen" eine eigene Führerscheinklasse eingeführt.

Zitat:

für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht bis zu 4,5 Tonnen, die ein Leistungsgewicht von 276 kW (375 PS) pro Tonne aufweisen

Die Behörden hoffen, durch die Extra-Weiterbildung für diesen "U-Führerschein" Unfälle mit diesen stark motorisierten Fahrzeugen zu reduzieren. Es gab wohl zahlreiche Unfälle mit tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmern, weil die Unfallfahrer die Kontrolle über ihre Sportwagen verloren.

Was mich interessieren würde: Was muss ich mir unter dem Leistungsgewicht von 375 PS pro Tonne vorstellen?
Mein Kleinwagen kommt nur auf einen Wert von 71,09 Leistungsgewicht 😛
Wieviel Leistungsgewicht PS/Tonne hätte im Vergleich dazu ein LKW oder Reisebus? Kennt jemand die Werte?

Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/.../

15 Antworten

LKW etwa 12-13PS pro Tonne.

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 4. August 2023 um 05:24:34 Uhr:


LKW etwa 12-13PS pro Tonne.

Oder 50-60 PS/t wenn man von einer leeren Sattelzugmaschine ausgeht.

Ein Porsche 911 GT3 RS würde z.B. bei 362 PS/t liegen wenn man mit dem Leergewicht rechnet. Also offenbar noch kein Supersportwagen für die Australier. 🙂

GT3 ist nur ein Sportwagen..

Supersportwagen ist dann nochmal die Klasse drüber, gehören wohl dann auch die Hypercars dazu. 375Ps/Tonne ist jetzt nicht soviel.

750Ps+ bei einen 2 Tonnen Auto.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie für die wenigen 750 PS-Fahrer einen extra Führerschein machen.

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Na, ist ja gut, dass das nicht für Mopeds gilt. Superbikes haben (pi mal Daumen) 200 PS bei 200 kg, macht 1000 PS bei einer Tonne... selbst mein olles 05er Superbike liegt mit seinen "nur" 175 PS weit darüber... 😉

Zitat:

@hg964 schrieb am 4. August 2023 um 08:54:35 Uhr:


Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie für die wenigen 750 PS-Fahrer einen extra Führerschein machen.

Doch, macht auch Sinn da viel die so ein Auto haben nach 2-3 Tiktok und Youtube Videos denken das Sie Walther Röhl sind und an der Traktionskontrolle Rumspielen müssen. Das geht dann oft Schief.

Mir ist es leider auch schonmal passiert mit Semislicks an einer kleinen noch nassen stelle das es mich weggedreht hat und im graben lag. (Auto ohne TC)

Zitat:

@hg964 schrieb am 4. August 2023 um 08:54:35 Uhr:


Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie für die wenigen 750 PS-Fahrer einen extra Führerschein machen.

Es müssen ja keine 750PS-Fahrzeuge sein.
Ich z.B. läge mit meinem Caterham mit nur 240PS auch voll in dem Bereich, der hat offiziell 457PS/Tonne. Da machts eben das extrem geringe Leergewicht von 525kg.

Die Frage lautet: Wen will das Gesetz schützen? Die Fahrer dieser Autos oder die anderen zumeist unbeteiligten Verkehrsteilnehmer?
Und ich denke, das ist auch der Knackpunkt, der die Ausformulierung eines solchen Gesetzes für den Gesetzgeber schwierig macht.
Ich bin nämlich davon überzeugt, dass ein Auto mit so geringem Gewicht und keinerlei Hilfsmitteln oder Assistenzsystemen (wie das beim Caterham der Fall ist) für einen jungen Fahranfänger mehr Risiken birgt, als eine grotesk motorisierte Limousine mit allen erdenklichen und technisch machbaren Rettungsankern.
So würde ich einem Fahranfänger einen Caterham auch mit der Hälfte der Leistung nicht so ohne weiteres zur Verfügung stellen wollen, schon gar nicht bei beispielsweise regennasser Fahrbahn. Und dafür benötigt man dann keinen Spezialführerschein (in Australien).

Andererseits - und damit sind wir bei den anderen Verkehrsteilnehmern - ist es mit letztgenannten Fahrzeugen auch für einen unerfahrenen Fahrer ein Leichtes, innerhalb kürzester Zeit eine riskant hohe kinetische Energie aufzubauen und damit andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Also mit anderen Worten, ich latsche einfach stumpf auf das Gaspedal und (beabsichtigt oder nicht) innerhalb kürzester Zeit hat mein 2-Tonnen Ungetüm Geschwindigkeiten aufgebaut, die je nach Einsatzort fern jeglicher Vernunft liegen. Gerade in Ortschaften ist das ja immer wieder ein Thema.

Vermutlich zielt dieser Gesetzesentwurf auch eher auf dieses zweite Szenario ab.
Ob das auch ein Thema für uns hier in Deutschland wäre, wage ich zu bezweifeln.
Aufgrund der Schwere einiger Unfälle glaube ich nicht, dass die beteiligten Protagonisten sich überhaupt der Tatsache bewusst sind, womit sie da spielen. Und da geht es nicht nur um den Führerschein.

Zitat:

@merolu schrieb am 4. August 2023 um 10:18:56 Uhr:


Superbikes haben (pi mal Daumen) 200 PS bei 200 kg, macht 1000 PS bei einer Tonne

Und 90% von denen die einen auf der Geraden überholen, kommen dann in den Kurven nicht vorwärts. 😁

Gilt das auch für Motorräder?
Meins hätte dann ca. 600 PS pro Tonne.
Und das ist eine Reiseenduro!
Dazu preislich meilenweit entfernt vom Supersportwagen.

Zitat:

@McFlyHH schrieb am 4. August 2023 um 14:03:04 Uhr:


Gilt das auch für Motorräder?

Erster Absatz: Explizit sind Motorräder und Busse ausgenommen.

Bei Motorrädern müsste man logischerweise nochmal 100kg für Fahrer inkl. Ausrüstung draufrechnen, weil es dort viel mehr ins Gewicht fällt wie beim Auto.

Für ein paar Jahre eine gewisse "Leistungsgewichtbegrenzung auf Zeit" für *alle* KFZ einzuführen würde ich auch nicht verneinen.

Ja , das werden auch alle hier gut finden die davon nichts mehr betroffen sein würden .

Ja, der Gedanke kam mir selbst in den Kopf - habe es trotzdem rausgelassen.

... die Grenze muß ja nicht beim Rentnershopper liegen. Wenn sich die "Kröten" aber schon beim Geradeausbeschleunigen Strecken und ein paar "mitnehmen" sind die wohl overszied unterwegs. Mit 0,1PS/kg braucht die ersten Jahre sicher keine jammern das er nicht ans Ziel zu kommen.

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