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Erstes (Pendler-)Auto nach dem Studium

Themenstarteram 24. Juli 2019 um 19:21

Hallo zusammen,

seit einigen Wochen schwirrt mir das Thema "Autoanschaffung" im Kopf herum. Ich möchte mir Zeit lassen damit, der Wagen soll erst um Weihnachten herum gekauft/geleast werden, da ich mich bis Ende November noch in der Probezeit befinde. Aber man kann ja nicht früh genug anfangen, Info's heranzuholen

Kurz zur Ausgangslage: Ich habe Maschinenbau studiert und arbeite nun als Entwicklungsingenieur in einem mittelständischen Unternehmen. Dies liegt ziemlich genau 45 km entfernt (jeden Tag also rund 90 km). Zurzeit nehme ich den Zug, zahle mit einem Monatsticket 200 €. Allerdings möchte ich gern flexibler sein und somit wenigstens die Möglichkeit haben, den Weg auch mit dem Auto zurückzulegen. Manchmal fallen Züge ja auch aus, vor allem im Winter. Zudem ist man dann auf der Arbeit nicht mehr so sehr daran gebunden, genau Feierabend zu machen, wenn auch der Zug kommt.

Weiterhin möchte ich gern die Möglichkeit haben, am Wochenende mal in die Heimat zu fahren (ca. 150 km), die ich zurzeit immer mit Zug fahren muss.

Ich verdiene für den Einstieg ganz gut, habe Netto 2400 € mtl. zur Verfügung. Miete zahle zur Zeit noch wenig, da ich noch in der Studenten-WG wohne (ca. 330 €). Nächstes Jahr möchte ich aber eventuell dann auch umziehen. Abzüglich aller Fixkosten (Versicherung, Handy, Verträge) habe ich etwa 1600 € die mir zur freien Verfügung stehen. Wird mit höherer Miete irgendwann dann wohl noch weniger.

Da ich als Student immer nur mit dem Fahrrad/Straßenbahn/Bus unterwegs war (in Hannover kommt man so eh schneller voran :D) habe ich mich nie mit dem Thema Auto beschäftigt.

Nun hoffe ich, dass ihr mir Empfehlungen geben könnt, was die Anschaffung betrifft.

Also zunächst einmal stichpunktartig, welche Anforderungen das Auto erfüllen sollte

- Automatikgetriebe (ist ein MUSS!)

- sollte "sportlich" sein und Spaß machen (150-250 PS)

- Pendler-Fahrzeug --> Rückbank braucht nicht soooo viel Platz (also eher ein kompakteres Auto)

- möglichst geringer Kraftstoffverbrauch (da jeden Werktag 90 km gefahren werden)

- gute Soundanlage/Freisprecheinrichtung (höre super gern Musik, bin selbst Hobbymusiker!)

Das sind die Sachen, die mir wichtig sind. Trifft wahrscheinlich auf viele Fahrzeuge zu. Aber deshalb bin ich ja hier! :)

Die weitere Frage wäre, wie ich das ganze am besten finanziere. Da ich gerade erst in den Job eingestiegen bin und mir als Student nichts ansparen konnte, wird es mit Einmalzahlung schwierig. Deshalb habe ich auch schon über Leasing nachgedacht. Was haltet ihr davon?

Freue mich über ernst gemeinte Meinungen und Kommentare!

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9 Antworten

Ich gehe mal von 25tkm / J. aus und sehe daher eher einen Diesel vor.

Für 25tkm auf 48 Mte z.B. einen Ford Focus 2.0 Diesel 150 PS Titanium bei sixt leasen kostet so ab knapp 300€ / Mt. Nur mal als Bsp für den Einstieg. Damit sind dann nach 4 Jahren €14400 weg, das Auto auch.

Für rund 11T€ gibt's nen 4-5 jährigen Astra J 2.0 CDTi 165 PS, Euro 5 mit 40-60tkm gelaufen, ohne Garantie, was für eine Finanzierung eher ungünstig ist. Zudem natürlich die Risiken von Gebrauchtwagen, wobei Du die mit Deinem Einkommen wohl recht gut im Griff hättest. Aber bei gleicher Rate ist der Opel nach 3 Jahren Deiner, Restwert so um die 4-5 T€ geschätzt, sofern dann noch ein Markt für Euro 5er besteht. Kannst Du überhaupt noch mit Euro5 Diesel kutschieren, oder fährst Du in fahrverbotene Städte?

Für Neuwagen in der gewünschten Leistungsstufe / Ausstattung ist sogar bei 20T€ kaum Auswahl. Der Wertverlust ist höher als beim Opel, dafür gibt es Garantie auf wenigstens 2 Jahre.

Reicht das mal für einen ersten Überblick? Leistung, Automatik und geringer Verbrauch schränken das Angebot ein, da wärst Du beim Leasing flexibler.

Sound kannst Du im eigenen Auto freier gestalten als im geleasten, abhängig von Deinen Ansprüchen.

Schreib doch mal, wo du unterwegs bist. Da ich mich in der Region Hannover auch sehr gut auskenne.

Manche Strecke lohnt wirklich nicht, mit dem Auto zu fahren.

Ansonsten ist ein geringer Spritverbrauch und möglichst viel Spaß ~ 200 PS irgendwie ein Widerspruch.

Dann lieber einen potenten Benziner fürs Wochenende und Freizeit kaufen, und die tägliche Pendelei trotzdem mit Bus & Bahn machen. Senkt die Kosten, denn Kraftstoff und Verschleiß kosten ja auch.

Themenstarteram 25. Juli 2019 um 9:29

Hallo, erst einmal vielen Dank euch beiden für die Antworten.

@Railey Deine Vorschläge schaue ich mir nach der Arbeit in Ruhe an

@Deloman auf deine Frage gehe ich schnell ein:

Ich wohne in Hannover (Mitte) und arbeite in Hameln (~45 km). Mit Zug dauert es von Haustür zu Firmentür ca. 1 Stunde.

Ca. 1 mal im Monat (eher seltener) fahre ich nach Osnabrück zu meiner Familie (ca. 150 km).

Was gibt es denn so für "potente Benziner"? Den Gedanken mit weiterhin den Zug zu nehmen hatte ich auch schon. An sich gefällt mir das Zug fahren auch.

Allerdings kommen dann zu den 200 € monatlichen Kosten für das Zugticket zusätzlich noch die Autokosten dazu. Im Abo wäre das Zugticket etwas günstiger.

Wenn du selbst schon einen Umzug ansprichst, kommt für dich nächstes Jahr ein Umzug an den Arbeitsplatz in Frage, oder möchtest du in Hannover bleiben?

Wäre ja auch etwas sinnfrei, wenn das Fahrzeug in einem Jahr nur noch steht.

Oder ist es eventuell möglich ein Firmenfahrzeug über den Arbeitgeber zu bekommen?

Wenn du umziehen willst, wäre Leasing jetzt sehr falsch, da du ja noch nicht weißt, wie weit du dann vom Arbeitsort entfernt wohnst. Das kann in unnötige Kosten münden. Selbst die Frage ob Benziner oder Diesel lässt sich so jetzt noch nicht beantworten.

Ich würde daher an deiner Stelle erst mal weiter Zug fahren und wenn du unbedingt zusätzlich ein Auto haben willst, was günstiges bis 5.000 € kaufen und dann ggf. als Anzahlung nutzen für den längerfristigen Wagen.

Ich würde auch erstmal die Umzugspläne konkretisieren. Du kannst strategisch so ziehen, dass du eine Bahnstation für den Weg nach Hameln in der Nähe hast. Mit dem Auto kannst du zur Arbeit immer dann fahren, wenn es sich wegen Terminen oder Aufgaben wirklich lohnt. Überlege, wie oft du die Annemlichkeiten von Hannover nutzt und ob es evtl. reicht nach Hannover für die Freizeit ab und an hinein zu pendeln. Wenn von deinen Studi-Kollegen alle nach und nach mit dem Studium fertig werden und sonstwo hinziehen und man selber wegen der Arbeit wenig Zeit hat, verringern sich vielleicht die Gründe in H zu wohnen.

Ich würde mich auch in der Preisklasse 5000Euro für jetzt umschauen und dann ggf. in ein, zwei Jahren, wenn sich mit Beruf, Wohnort und Privatleben alles richtig eingependelt hat, das wirklich zur Situation passende Auto suchen.

Danke für die Informationen. Ich kenne die Ecke, weil ich eine Zeitlang nach Bad Münder gependelt bin.

Zeitlich spart man nichts. Für die Strecke nach Hameln braucht man mindestens 50 Minuten, unter 45 (=60 km/h Durchschnitt, 1 km pro Minute) ist praktisch nicht machbar bei der Tür-zu-Tür-Berechnung.

Finanziell spart man auch nichts. Es gibt ja fixe und kilometerabhängige Kosten. Bei den Kilometerabhängigen hast du mind. 120 Euro Kraftstoff im Monat, dazu noch erheblichen Verschleiß an Reifen und anderen Teilen sowie Wertverlust aufgrund der Kilometerleistung.

200 Euro kostet das sicher im Monat, bei besser motorisierten Fahrzeugen auch mehr.

(Die Fixkosten für Steuer und Versicherung lasse ich mal außen vor.)

Die Entscheidung Auto vs. Bahn ist halt eine Patt-Situation. Man wählt das, was bequemer ist. Fast 2 Stunden im Auto täglich nerven schon viel. Die Bahn nervt hingegen bei Unpünktlichkeit. Es gibt Strecken mit ständiger Verspätung ("Verspätung eines Vorausfahrenden Zuges" :rolleyes: oder ähnliches, steht ja immer aktuell in Netz), andere haben kaum welche. Bei ständigen Verspätungen macht das auch keinen Spaß.

Und dann, sind an der Wohnung oder der Arbeitsstelle Parkplätze vorhanden, oder muss man jeden Tag 3x um den Block fahren?

Fällt die Entscheidung "pro Bahn", kannst du dir auch einen netten Wagen kaufen, für die Freizeit. Z.B. Polo GTI. Den kann man dann auch länger behalten.

Bei rd. 2.000 Kilometern monatlich lohnt das nicht. Da solltest du eher auf den Verbrauch und die Wirtschaftlichkeit achten, denn sonst gehen die Kosten durch die Decke. Und nach 5 Jahren hast du 120.000 km drauf gefahren und musst ihn irgendwann tauschen, wenn du nicht ständig in der Werkstatt Teile tauschen willst. Egal was, Stoßdämpfer, Radlager, Einspritzanlage, Turbo, alles unterliegt ja dem Verschleiß und ist irgendwann kaputt.

Fazit: Ganz aufs Auto verzichten würde ich nicht, auch wenn das machbar wäre. Mietwagenstationen gibt es besonders rund um den Hbf. (Hauptbahnhof für Nicht-Einheimische :D ) reichlich, Car-Sharing auch.

Wenn du trotzdem Auto fahren willst: Die Pendelei mit 2 x 1 Stunde im Auto ist irgendwann aber auch nicht mehr toll. Dann lieber noch mal die Wohnung wechseln und Richtung Arbeitsstelle ziehen, wenn das machbar ist.

Fahre auch 45 km jeden Tag pro Strecke - sind aber zum Glück nur 30 Minuten bei mir.

Ich würde mir für knapp 100km auf jeden Fall etwas komfortables kaufen und/oder ein Auto auf das du jeden Tag Bock hast einzusteigen :)

Als Vernunftauto würde ich zu einem Golf GTD greifen - mit 184 PS hat der ja trotzdem noch ausreichend Leistung.

Themenstarteram 25. Juli 2019 um 22:12

Hallo zusammen.

Der Tenor geht ja doch eher Richtung "weiterhin erstmal (hauptsächlich) den Zug nutzen". Eine Kollegin von mir hat auch ein Auto und wohnt in Hannover, sie meint auch, dass sie tatsächlich lieber mit Zug fährt. Firmenfahrzeug ist nicht möglich.

Zum Thema Umzug: also ich bin in Hannover schon sehr verwurzelt, ich spiele hobbymäßig in einer Band. Aktuell gefällt mir das Stadtleben schon noch sehr. Ich wohne aktuell SEHR zentral, etwas weiter außerhalb kann ich mir aber auch vorstellen. Das würde auch das Thema "Parkplatz finden" mit sich bringen. Auf der Arbeit gibt es genug Parkplätze. Vor der Haustür sieht es da (glaube ich) schlechter aus. Weiß es gar nicht so genau, da ich ja nie das Problem hatte bisher. Aber Freunde und Familie, die mich besucht haben, haben eigentlich immer irgendwas gefunden. Also ich würde schätzen, dass ich die nächsten 2-3 Jahre auf jeden Fall noch im Großraum Hannover wohnen werde, vielleicht 5-10 km näher Richtung Arbeit.

Ich weiß auch nicht, ob Leasing dann so eine gute Lösung ist. Gibt es da nicht flexible Verträge, die sich anpassen lassen?

Die vorgeschlagenen Fahrzeuge werde ich mir mal ansehen! Ein Golf spricht mich generell auf jeden Fall an.

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