erhöhter spritverbrauch im winter?

Opel Kadett E

guten morgäään! 🙂

sagt mal, um wieviel steigt der verbrauch durchschnittlich bei kälteren temperaturen? ich schätze mal für mein auto (vergasermotor) inkl. winterreifen gut 1l im stadtverkehr, also von 8,2l/100km auf knapp über 9l/100km. Werde es natürlich bald sehen, bin bloß neugierig, was andere so für erfahrungen damit gemacht haben.

gruß, elessar

24 Antworten

Ja im Winter steigt der Verbrauch vor allem auf Kurzstrecken etwas an, insgesamt vielleicht ein Liter oder so. Da ich im Sommer aber auch öfters mal die Klima anhab gleicht sich das aber eh wieder aus ;-).

Wirken sich eigentlich Winterreifen spürbar auf den Verbrauch aus?

Ja, tun sie!

Wieviel das ausmacht kann ich nicht genau sagen, das hängt auch von den Reifen ab. (Dimension, Hersteller...)

Mit ca. 1l/100km mehr im Stadtverkehr muß man im Winter schon rechnen (bei extremer Kurzstrecke noch mehr).
Auf Landstraße und Autobahn (Mittel-/Langstrecke) ohne Erschwernisse wie Regen und Schnee 0,3 bis 0,5l.
Moderne Winterreifen kosten geschätzt höchsten 0,2 l/100km

Spritverbrauch

Mit einem Boardcomputer kann man sehen, dass das Fahrzeug deutlich mehr braucht, solange der Motor kalt ist. Und da der Motor im Winter länger braucht, um warm zu werden, steigt der Durchschnittsverbrauch vor allem bei Kurzstrecken.

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Die Winterreifen dürften vom Verbrauch her nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Wenn du im Sommer extrem breitere Reifen drauf hast (Bsp. 225 im Sommer 185 im Winter) ist der Unterschied schon ganz dahin...

Ich habe im Winter auch einen Mehrverbrauch von ca. 0,5-1Liter, je nach Wetterlage (Fahren auf Schnee kostet schon erheblich mehr Kraft)

Hallo,

habe jetzt mal nachgerechnet: von November bis Februar habe ich 686,7 Liter für 13887,8km getankt -> Durchschnitt 4,94, ansonsten 2000,39 Liter für 43931km -> 4,55. Wieviel vom Mehrverbrauch auf Reifen, Zusatzheizung, Licht etc. anfallen kann man spekulieren.

MfG

Thomas

den werten entnehme ich mal, dass du nen turbodiesel fährst? da verhält sich das mit der verbrauchsänderung ja nochmal ein bisschen anders, oder?

Tendenziell ist der prozentuale Unterschied zwischen "Motor kalt bei kaltem Wetter" und "Motor warm bei warmem Wetter" bei Dieseln (auch Turbodiesel) am geringsten.
Bei Benzinern dürfte er bei Einspritzern etwas geringer sein als bei Vergasern, wobei man mit dem guten alten Choke je nach Fahrbedingungen u.U. Vorteile hat.
Ideal ist wohl "Choke ziehen, anlassen, losfahren, Choke sofort ganz rein". Geht dann am besten, wenn man gleich >3km ohne anzuhalten fahren kann.

@Elessar
Du hast recht (1.7DTI).

@StefanGr13
Warum ist der Unterschied beim Diesel geringer? Spontan hätte ich gesagt, dort ist der Unterschied sogar größer, weil der Diesel deutlich länger zum warm werden braucht. Die Kühlwassertemperatur-Nadel bewegt sich bei mir erst nach rund 10km. Mein alter 190E 2.0 dagegen war schon nach 2km ein richtiges Heizkraftwerk.

MfG

Thomas

Noch ein Nachschlag:
ein weiteres Argument für einen (gegenüber Otto) erhöhten Verbrauch wäre auch der Winterdiesel. Wird auch in der Betriebsanleitung erwähnt.

MfG

Thomas

diesel hat jedoch keine neigung zum "vergasen". stattdessen vernebelt er nur. dies tut er in kaltem und in warmem zustand.

benzin vernebelt bei kälte und "vergast", sprich geht in feinsten dampf über bei wärme. daher ist die verbrennung bei höherer temperatur besser.

direkteinspritzer haben hier den vorteil, dass der benzinnebel nicht erst die ansaugbrücke passieren muss, wo er sich niederschlagen kann und das gemisch somit abmagert. das ist es teilweise auch, was der choke beim vergaser ausgleicht.

@stafangr13: du hast recht. choke ziehen, anlassen, losfahren, choke aus, weiterfahren funktioniert ganz gut, wenn es einfach nur geradeaus geht ohne zu schalten. habe selbst so eine strecke, wo ich das regelmäßig praktiziere. und wenn man mal doch in der zeit schalten muss, bleibt man halt ein bisschen am gas.
nur eines verstehe ich nicht: warum hat man mit dem choke unter umständen je nach fahrbedingungen vorteile?

Diesel sparsam direkt nach Kaltstart?

@TomS
Interessante Frage. Ich meine, selbiges gelesen zu haben (ohne ausführliche technische Begründung dafür aber als Grund, daß Diesel bei Taxifahrern "die erste Wahl" ist). Ist einige Jahren her (vor der Direkteinspritzer-Ära) aber dürfte prinzipiell heute immer noch zutreffen, auch wenn der andere Riesenvorteil von damals (sehr viel längere Motorlebensdauer) nicht mehr so ganz zutrifft.
Wie auch immer, ich könnte mir folgendes vorstellen:
Der Diesel als Selbstzünder muß (abgesehen vom Vorglühen) das Luft/Treibstoffgemisch allein durch Verdichtung zur Verbrennung bringen. Wenn der Bereich Brennraum (früher: Brennraum+Vorkammer) in etwa Betriebstemperatur hat (was nach vielleicht 20sec, längstens 1 min der Fall ist) macht es keinen Sinn mehr, wie bei einem Benziner "das Gemisch in der Warmlaufphase anzufetten". Praktisch unabhängig davon wie kalt der Rest des Motors noch ist.
Ein Benziner hat bekanntermaßen ein Starthilfe-/Kaltlaufmodus oder Choke weil er erst dann mit nicht angefetteter Mischung gut läuft wenn ein wesentlich größerer Bereich des Motors warm ist.
Haben moderne Diesel eigentlich ein erwähnenswertes Kaltlaufprogramm? Hab nie von sowas gehört...
Das heutige Diesel sehr lange zum warmwerden brauchen (und kleine Diesel Zusatzheizungen haben) ist kein Widerspruch dazu sondern Anzeichen für
1. einen drastisch besseren thermischen Wirkungsgrad = weniger Verlustwärme, die an das Kühlwasser abgegeben wird
2. die Tatsache, daß eben nicht wie beim Benziner ein Teil des Verbrauchs nur zur Aufheizung des Kühlwasser dient
Irgendwo muß es ja auch herkommen, daß Diesel mit praktisch gleichem Energieinhalt wie Benzin (+/-5%) trotzdem Fahrzeuge unter identischen Bedingungen mit einem Verbrauchsvorteil von 20-30% antreiben kann.
Lösung: geringere thermische Verluste

@Elessar
Genau das meinte ich damit.
Wenn man direkt nach dem Losfahren auf den Choke verzichten kann ist das ein Vorteil gegenüber einer Startautomatik, die ja genau das nicht weiß und erst abschaltet, wenn der Motor wirklich warm wird.
Und "u.U. ein Vorteil sein kann" heißt nur:
Man muß es auch wissen und machen und nicht wie die technisch wenig versierte Dame, die auf die Frage des Werkstattmechaniker "Warum sie denn immer mit gezogenem Choke fahre..." antwortet "daß das ein praktischer Griff ist um die Handtasche dran zu hängen..."
@alle Motortalkerinnen
Entschuldigt diesen nicht ernst (und nicht frauenfeindlich) gemeinten Choke (äh, joke): Durch eure Anwesenheit hier beweist ihr schon, daß ihr nicht zu einer solchen Kategorie gehört.

@StefanGr13
Der 1.7DTI ist zwar kein wirklich moderner Diesel (verglichen mit CommonRail der 2. Generation etc.), aber ich meine beobachtet zu haben, daß die Leerlaufdrehzahl in den ersten Sekunden etwa 100U/min höher liegt als bei betriebswarmen Motor. Das könnte aber auch am noch zähflüssigen Öl liegen. Wenn ich mit eingelegtem Gang ohne Gas zu geben rolle, hebt die Motorsteuerung auch die "Leerlaufdrehzahl" an. 1.G: 900, 2.:950, 3.:1000 U/min. Diese lastabhängige Regelung könnte eine explizite Kaltstartregelung überflüssig machen.
Der Diesel hat natürlich den Vorteil in einem sehr weiten Luft/Sprit-Verhältnis zu zünden. Der Ottokraftstoff soll verdampfen (und kondensiert an den kalten Wänden wieder, was im Brennraum zuwenig Sprit bedeuten würde, daher extra viel Sprit geben: Kaltstartanreicherung).
Nun reicht diese Erklärung aber nur für die ersten Kilometer aus. Danach ist der Ottomotor warm und man müßte nach zusätzlichen Gründen für einen erhöhten Winterverbrauch suchen. "Schadet" also kalte Luft bei warmen Motor dem Otto mehr als dem Diesel?

MfG

Thomas

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