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dieselverbrauch, wie man ihn senken kann?

Themenstarteram 30. März 2008 um 15:39

hallo in die runde,

gestern haben wir im kleinen fahrerkreis zusammengesessen und darüber diskutiert, wie man den verbrauch senken kann. unsere situation ist die, das ein auto mit 31 litern fährt, der nächste mit 34 litern und wieder ein anderer 37 liter durchlaufen lässt. die fahrzeuge werden alle ziemlich gleich eingesetzt und keiner von uns hat je ein "spritspartraining" mitgemacht.

daher auch meine frage: wer bietet so etwas an und was kann das kosten.

welche erfahrungen habt ihr "am berg" gemacht? hier gehen die meinungen ja auch etwas auseinander. der eine sagt, einen gang runter und mit drehzahl an den hügel, der andere überlässt es der automatik. was dann dazu führt, das die automatik später schaltet und somit etwas zeit verloren geht. oder ist es sogar herstellerbezogen, das der eine hersteller diese strategie empfielt und ein anderer eine ganz andere?

wie sind eure erfahrungen?

(wir fahren volvo, 440, 480 und 520er)

freundliche grüsse

johannes

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54 Antworten

Das I-Shift von Volvo ist von Hause so eingestellt, dass jeder Fahrer, der sich darauf verlässt, relativ günstig fährt. Das Eingreifen sollte dann schon gekonnt erfolgen.

Die Hersteller lassen das bewusste ökonomische Fahren unterschiedlich zu. Die Einen wollen, dass der Fahrer aktiv agieren kann und andere haben ihre Fahrzeuge gerne immun gegen den Fahrer.

Geh' doch mal auf die Webseite von Volvo. Dort gibt es so ein Teil, welches einem beibringen soll, verbrauchsgünstig zu fahren. Das wird Dir wohl die größte Hilfe sein.

Johannes,

A) lese mal im Computerdispay wieviel Standgas Zeit die einzelnen Fahrzeuge haben.

B) oft ist der kurzeste weg durch die Stadt nicht der preiswerteste Weg.

C) Im Berg hast du bei zehn Fahrern, zehn verschiedene Meinungen. Jede Steigung ist anders, von der Lange der Steigung, dem Verkehr und Umwelteinflussen i.e. Regen, Schnee und Wind.

Rudiger

Zitat:

Original geschrieben von rosenkranz

hallo in die runde,

gestern haben wir im kleinen fahrerkreis zusammengesessen und darüber diskutiert, wie man den verbrauch senken kann. unsere situation ist die, das ein auto mit 31 litern fährt, der nächste mit 34 litern und wieder ein anderer 37 liter durchlaufen lässt. die fahrzeuge werden alle ziemlich gleich eingesetzt und keiner von uns hat je ein "spritspartraining" mitgemacht.

daher auch meine frage: wer bietet so etwas an und was kann das kosten.

welche erfahrungen habt ihr "am berg" gemacht? hier gehen die meinungen ja auch etwas auseinander. der eine sagt, einen gang runter und mit drehzahl an den hügel, der andere überlässt es der automatik. was dann dazu führt, das die automatik später schaltet und somit etwas zeit verloren geht. oder ist es sogar herstellerbezogen, das der eine hersteller diese strategie empfielt und ein anderer eine ganz andere?

wie sind eure erfahrungen?

(wir fahren volvo, 440, 480 und 520er)

freundliche grüsse

johannes

der spritverbrauch ist von verschiedenen faktoren abhängig. das wären: motorisierung, bereifung, beladung, topographie, verkehrslage, fahrstil. beeinflussen kann man den verbrauch, in dem man den einen oder anderen faktor ändert. als fahrer hat man natürlich den größten einfluß. eine vorausschauende fahrweise ist natürlich immer das beste. wenn ich zum beispiel weiß, wo überholverbot ist, dann kann ich so fahren, daß ich nicht mit vollgas bis auf den vordermann heranfahre und dann bremsen muß. besser wäre es doch in einem solchen fall den berg mit "halbgas" zu bewältigen, so daß ich erst am ende des berges auflaufe.

Zitat:

Original geschrieben von rosenkranz

 

(wir fahren volvo, 440, 480 und 520er)

freundliche grüsse

johannes

Hallo, schließe mich den Vorredner an, mir allerdings nicht ganz klar ob ihr die LKWs untereinander Tauscht oder ob ihr wirklich bei 3 unterschiedlichen Motorisierungen identische Verbräuche erzielen wollt? Das würde per se nicht gehen!

Es kann also durchaus sein dass das Fzg den niedrigsten Verbrauch hat das den passenden Motor für eure Touren hat obwohl nicht der "beste" Fahrer draufsitzt.

grüße

Steini

Das muss doch mal wieder der Schwedenkenner ran! ;)

So zwingend muss es nicht sein, dass ein größerer Motor mehr verbraucht. Es kann sogar sein, dass der größere der Sparsamere ist. Die ist aber zwingend von der Antriebsstrangauslegung abhängig.

Die Ursache für den geringeren Verbrauch liegt darin, dass der Motor - aufgrund des besseren Kraft-/Leistungsverhältnisses - weniger drehen kann und somit schon systemebedingt weniger verbraucht und auch weniger verschleißt. Dazu kommt die höhere Geschwindigkeit, mit der beispieslweise verbrauchsintensive Manöver vollzogen werden.

Um mal ein Beispiel zu bringen. Gehen wir mal von zwei Motoren aus. Der Eine bekommt maximal 70 l/h zur Verfügung, der andere 90 l. Mit beiden Motoren wird eine 5%ige Steigung befahren. Der schwächere Motor (70 l/h) verlangsamt auf 50 km/h, während der leistungsstärkere die Steigung mit 75 km/h schafft. Die Steigung ist 10 km lang. Es handelt sich hierbei um ein Beispiel, welches ich in den letzten Wochen mehrmals befahren habe.

Der LKW mit dem kleineren Motor braucht 12 min für die Steigung und der größere 8 min. Erster konsumiert 14 l, zweiterer 12 l.

Wenn jetzt noch hinzu kommt, dass Ersterer selbst in der Verzögerung noch Treibstoff braucht, während der andere bei Nullförderung rollt, entstehen noch größere Unterschiede.

Man kann daraus erkennen, dass die Antriebsstrangauslegung (Motor, Getriebe, HA-Übersetzung) wesentlich für einen geringen Konsum ist. Darauf kann der Fahrer aufbauen und die bekannten Methoden umsetzen - sofern der Hersteller dies überhaupt zulässt. Muss der Fahrer dafür allerdings den Kaspar machen, wird er sich mit der Zeit überlegen, ob sein Chef wirklich einen geringen Verbrauch überhaupt will, wenn er solche Fahrzeuge beschafft.

Was am Meisten bringt: Schubabschaltung nutzen. Wenn das Auto rollt, aber kein Gas gegeben wird, verbraucht der Motor keinen Diesel. Diese Zeit, in der kein Gas gegeben wird, sollte maximiert werden. Ein 40-Tonner rollt elend lange... Jeder Bremsvorgang (egal ob Fussbremse, Motorbremse oder Retarder) ist verschenkte Energie.

Und sonst sollte man halt sinnvoll fahren. Das krasseste, was ich je gesehen habe, war ein Sattelzug, der im Stau (Stop and go in der Stadt) immer voll aufs Gas getreten ist, wenn er wieder eine Autolänge fahren konnte, um dann wieder voll zu bremsen. Bei solchen Leuten wundert mich dann gar nix.

Oder ein noch besseres Beispiel: Scania Young European Truck Driver 2007, Halbfinale in der Schweiz: wir waren glaub'ich zwanzig Kandidaten. Alle sind mit dem gleichen Sattelzug die gleiche Strecke gefahren. Der Schlechteste hat 25% mehr Sprit verbraten als der Beste. Ausgerechnet auf 100 km wären das 30 vs. 38 Liter... Und nur dass es klar ist: das Ziel war, mit möglichst wenig Verbrauch zu fahren. Jeder wusste also, was zu tun war. Dass der Unterschied so gross war, ist einfach nur beschämend, wenn ihr mich fragt.

Zeigt ziemlich deutlich wo das grösste Sparpotential sitzt: Auf dem Fahrersitz :p

Die Rechnung mit der Steigung kann ich dagegen so nicht bestätigen. Wenn man an einer Steigung mal von ausgeht dass die meiste Leistung für die Steigung selber draufgeht (also wenig Luft- und Rollwiderstand) muss der LKW mit 75km/h auch 50% mehr Leistung am Rad bringen als der mit 50km/h. Bei vergleichbarem Motorwirkungsgrad muss er dabei auch 50% mehr Sprit bekommen. Also 70l/h oder 115l/h. Real sogar eher mehr da bei dem schnelleren noch der höhere Rollwiderstand dazukommt.

Sprich schneller rauf ist nicht sparsamer. Hier geht es nur darum den Motor in einem möglichst optimalen Betriebspunkt zu fahren. Wenn der leistungsstärkere weniger am Berg braucht heisst das letztendlich nur dass er in einem günstigeren Betriebspunkt gefahren wird. Das beobachtet man sehr oft dass Fahrer bei schwächeren Motoren eher bestrebt sind die maximale Leistung rauszuholen und damit mehr Sprit verbraten als mit einem großen Motor der schon im verbrauchsgünstigen Bereich zügig bergauf kommt.

Wobei hier optimal auch wieder Auslegungssache ist. Optimal in Punkto schnell rauf, in Punkto sparsam rauf oder einen bestmöglichen Kompromiss aus beidem.

Gruß Meik

Zitat:

Wobei hier optimal auch wieder Auslegungssache ist. Optimal in Punkto schnell rauf, in Punkto sparsam rauf oder einen bestmöglichen Kompromiss aus beidem.

Lässt sich das überhaupt auseinanderdividieren?

Wer optimal den Berg hochkommt, der hat seinen Motor doch im Verbrauchsoptimum und ist damit am sparsamsten.

Um auch mit kleineren Motoren hoch zu kommen, braucht man dann, je nach Berg, den richten Antriebsstrang.

Wobei ich mir über die gesparten 4 min keinen Kopp machen würde.

 

Bei der Schubabschaltung muss ich noch was los werden.

Bei PKW ist es Unsitte geworden, aus Komfortgründen Kraftstoff einzuspritzen, obwohl man den Fuß vom Gas hat und den Berg runter rollt.

Ich würde da den entsprechenden Hersteller anrufen, bzw in der Werkstatt danach fragen.

Allerdings ist das immernoch weniger, als wenn man den Socken aufm Pedal hat.

FH16, erzähl doch mal was von der Scania Young Europian Truck Driver Meisterschaft.

Würde mich mal interessieren ;).

Disziplinen und Anforderungen. Und natürlich den Platz :).

Themenstarteram 31. März 2008 um 20:19

Zitat:

Muss der Fahrer dafür allerdings den Kaspar machen, wird er sich mit der Zeit überlegen, ob sein Chef wirklich einen geringen Verbrauch überhaupt will, wenn er solche Fahrzeuge beschafft.

hehe, das dumme ist nur, dass unser "großer" (chef) alle autos mit 31 liter fährt und unsere fahrer diese irren verbräuche hinbekommen. habe heute mit viel gefühl und verstand meinen 520er auch auf 31 liter bekommen. es ist aber nicht einfach und der spass bleibt etwas auf der strecke. im wahrsten sinne des wortes.

johannes

@Zielscheibe: hab einen neuen Thread eröffnet zum YETD ;-)

@rosenkranz: bei meinem Auto (wo ich seit 7 Jahren auf den Verbrauch achte) habe ich festgestellt, dass es mehr Sprit braucht, wenn ich in einem tiefen Gang beschleunige (braucht lange) anstatt beispielsweise im Zweiten recht hoch zu drehen (und bei erreichter Zielgeschwindigkeit natürlich sofort in den höchsten zu schalten). Fahrspass und günstig fahren schliessen sich also nicht aus ;-)

Trödeln beim beschleunigen ist also nicht nötig, aber ausrollen lassen ist ein Muss! Was ich im LKW auch angefangen habe, ist abwärts den Tempomaten auszuschalten. Ich fahre zumindest eine Strecke, wo ich ein seeehr langes Gefälle habe. Lasse ich den LKW einfach rollen, kommt die Schubabschaltung, er braucht keinen Sprit und rollt mit knapp über 80 km/h den Berg runter (je nachdem zwischen 80 und 90 km/h).

Wenn ich mit Tempomat 89 km/h fahre, schluckt er knapp 10 Liter. Da haben wir also bei weniger als 10% Geschwindigkeitsdifferenz eine Verbrauchsdifferenz von 30% (bezogen auf den Durchschnittsverbrauch von etwas über 30 Liter). Das wirkt sich verdammt gut auf dem langfristigen Durchschnitt aus!

Nur Mut!

Du brauchst nur den richtigen Ehrgeiz.

Ich hab bspw. schon Spaß, wenn ich nur über den anderen im Laster "throne" :D :D.

Wenn du jeden Tritt auf die Fußbremse und jedes Benutzen des Retarders als kleine persöhnliche Niederlage empfindest, dann bist du auf dem richtigen Weg.

Dann kommen mit der Zeit die kleinen Dinge, wie den richtigen Blick zu bekommen, für Gefälle, Verkehrssituationen vorauszuahnen, usw.

Langsam aufs Gas und langsam wieder runter. Eher zu wenig, als zu viel Pedal geben, ansonsten musst du wieder bremsen. Möglichst immer rollen, da das anfahren sehr viel Kraft und Diesel kostet. Nie über eine bestimmte Drehzahl gehen (Das Argument "Sonst zieht er nix" ist schließlich käse, weil die modernen NFZ ihr Nmax über ein Drehzahlband geben über dessen Ende man nicht dreht, weil er sonst WENIGER zieht).

Das hier ist zwar fürs Auto , aber Spritspartipps sind schliesslich fast universal.

Nur auskuppeln darf man mitm Laster nie!

Die wichtigste Voraussetzungen bringst du zumindest mit:

Dein Spritverrbrauch geht dir nicht am Arsch vorbei :D.

Denn: Lasterfahrer sind eigentlich die besseren Fahrer.

Niedriger Verbauch geht mit Entpsannung und wenig Verschleiss von Mensch und Maschine einher. Das kommt ganz von selbst.

Da der Mensch auch ein Gewohnheitstier ist, muss man nur die Gewohnheiten ändern und schon passt alles wieder. Nur ändern sollte man sich schon können ;).

PS: Cooler Chef :D

[Man korrigiere mich bitte, falls ich etwas falsches erzähle!]

Zitat:

Original geschrieben von rosenkranz

Zitat:

Muss der Fahrer dafür allerdings den Kaspar machen, wird er sich mit der Zeit überlegen, ob sein Chef wirklich einen geringen Verbrauch überhaupt will, wenn er solche Fahrzeuge beschafft.

hehe, das dumme ist nur, dass unser "großer" (chef) alle autos mit 31 liter fährt und unsere fahrer diese irren verbräuche hinbekommen. habe heute mit viel gefühl und verstand meinen 520er auch auf 31 liter bekommen. es ist aber nicht einfach und der spass bleibt etwas auf der strecke. im wahrsten sinne des wortes.

johannes

wenn du den spaß am lkw-fahren über den gasfuß definierst, dann solltest du deine einstellung zum beruf überdenken.

Zuerst sollte man den wirtschaftlichen Bereich des Motors kennen. Am besten wäre ein Muscheldiagramm, was man aber nur selten findet. Bei Nutzfahrzeugen gibt's (wenn man Glück hat) noch ein Vollastdiagramm wie im Anhang. Ist auch von einem Volvo D13A-Motor, also der verbaute Motor.

Damit kann man dann sehen, wo man am meisten Energie aus dem Kraftstoff bekommt. In unserem Fall liegt der bei Vollast bei etwas über 185g/kWh zwischen ~1250 und 1500 U/min.

Ob der Verbrauch bei einem anderen Lastzustand besser ist, wissen wir nicht. Ist uns erstmal auch egal, denn dann müssten wir auch noch beachten, dass wir im direkten Gang normalerweise ein Zahnradpaar weniger benutzen und deshalb dort weniger Verlustleistung (=> besserer Verbrauch) haben.

 

Zu den Bergfahrten gibt es, wie Rudiger gesagt hat, bei 10 Fahrer mindestens 11 Meinungen. Von daher erspahre ich mir das.

Ich gebe dir aber trotzdem ein paar Hinweise (ohne Gewähr für ihre Richtigkeit):

- Je schneller du fährst, desto größer wird der Luftwiderstand (bzw. die dafür verbrauchte Energie).

- Die Höhe des Bergs bleibt gleich und somit auch die Höhenenergie.

- Bergrunter bekommt man (Höhen)-energie umsonst. Normalerweise verwandelt man die aber mittels kleinerem Gang, Motorbremse, Retarder und Bremsen in Wärme um.

- Die Geschwindigkeit, die man im Berg verliert versucht man dann oben wieder zurückzuerhalten.

- Wenn man Bergaufwärts schaltet verliert man viel Geschwindigkeit.

 

nur meine wirren Gedanken...

edit:-Anhang hinzugefügt

Spritspartrainings bietet mittlerweile fast jeder Nutzfahrzeughersteller an, ebenso wie z.B. DKV, ADAC, Dekra und teilweise die Kraftfahrerverbände. Die Kosten dürften normalerweise (Kundenfahrzeuge, ein oder zwei Trainer und 6-10 Fahrer) bei etwa 125-200€ pro Fahrer liegen. Der KFZ-Anzeiger hat zurzeit auch eine Rubrik Sparsam unterwegs.

@FH16

Das mit der Schubabschaltung ist so gar nicht sicher. Was denkst Du, wie überrascht ich war, als der TGA im Schubbetrieb noch bis zu 10 l/h konsumiert hat?

Bei den kleinen Motoren ist es heute kaum mehr vernünftig möglich, den Verbrauch unter die 31 - 33 l zu bekommen. Bei einem größeren Motor geht das leichter. Vermutlich liegt das u. a. an der Immunisierung des Fahrzeugs gegen den Fahrer, aber auch daran, dass der Verbrauch planbar wird, egal welcher Fahrer und welche sonstige Situation.

Als Test empfehle ich einen Volvo mit I-Shift. 32 l sollte jeder erreichen können. Darunter zu liegen wird schon schwieriger, aber die 32 klappen fast immer.

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