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Die Welt steht Kopf! Oder: "Wer macht den da die Preise kaputt?"

Themenstarteram 6. Mai 2002 um 22:48

Also mich kotzt das wirklich an!

Wieso unterliegen "AMI" Preise solch nicht nachvollziehbaren Preisschwankungen?

Ich meine wie soll man da kalkulieren???

Z.B. An und für sich war ich der Meinung das man für eine Corvette aus den 70'er für einen nicht Fahrbereiten Zustand c.a. 10.000 DM zahlt und für nen Wagen Fahrbereit mit TÜV, Zustand 3 so c.a. 15.000 - 16.000 DM zahlt.

Im März waren die Preis enoch ganz O.K.

Der Einstig lag zu meinen Erfreuen bei 15.000 EURO (!)

Doch was ist jetzt wieder bei WWW.Mobile.de los?

Da werden Wagen für wirklich kleines Geld feilgeboten.

Wagen Du augenscheinlich wirklich gut und/oder Zustand 1-2 sind.

 

Was soll das??? Wie soll man da noch kalkulieren?

Mich als Autohändler trifft das wirklich hart!

Den Wagen den ich mir gekauft habe, sieht zwar optisch nicht mehr so doll aus (Lack und Innenraum sind so gut wie hin(gewesen)), hat aber noch nen Gutes Fundament. (Motor, Getriebe, etc...)

Im Hinblick auf nen möglichen wiederverkaufspreis hat man ja nen gewissen restaurierungsspielraum.

Selbst die Werkstatt die meinen Wagen betreut war der Meinung das man für das Geld welches ich gezahlt habe, an und für sich nicht so einen Wagen in diesem Zusatnd bekommt. (ebendso meine Meinung)

Doch wenn ich mir so die Preise im Moment angucke kann ich nur den Kopf schütteln.

Da ist man doch von vorn herrein in der Verlustzone!

Scheiße ist das!!!

 

Swinger

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6 Antworten

haha

 

ha, da kann ich nur sagen: sei froh, das du Autohändler bist, und kein Computerhändler ;-)

Also Swinger, ich bin nicht der Meinung, daß das alles so überraschend kommt. Wenn man die Situation in Deutschland richtig analysiert, ist diese Entwicklung durchaus nachzuvollziehen udn war auch vorhersehbar! Schaut euch doch einmal die heutige wirtschaftliche Situation der potentiellen Kunden für solche Autos an: 'nem nackten Mann kann man eben nicht in die Tasche greifen! Oder?

In D gab es auch in der Vergangenheit keinen wirklichen Markt für solche Autos. Es war und ist immer nur eine "Szene" von Enthusiasten - und die meisten davon sind finanziell nicht gerade üppig ausgestattet. Viele sind sogar mehr oder weniger begnadete oder aus finanziellen Gründen Zwangs-Bastler, die solange schrauben, bis wirklich nichts mehr geht.

Mittlerweile geht aber vielen US-V8-Freaks, die sich das Hobby bisher gerade noch so eben leisten konnten, schlicht und ergreifend "die Luft aus" und da keiner mehr da ist, der die Autos überhaupt zu einem halbwegs "vernünftigen" Preis kaufen würde, bleibt nur der Weg über für jeden schmerzliche Preisreduzierungen, damit man das Objekt letztendlich nicht sogar verschenken muss.

Ein "unternehmerisches Risiko" wird vor allem dann gefährlich, wenn man sich möglicherweise zu spät Gedanken über die Situation macht. Aber ich will hier sicherlich keinen betriebswirtschaftlichen Vortrag halten. Deshalb nur soviel: mach's zur Zeit wie die Igel: GAAAAAAANZ vorsichtig!

Der einzige, der an uns US-Car-Freaks weiterhin richtig verdient (und das ohne das geringste Risiko) ist "Vater Staat". Vielleicht sollte der ein oder andere auch nur mal darüber nachdenken, wem er bei der nächsten Wahl seine Stimme geben wird. Aber das ist hier kein Politik-Forum, also sage ich dazu auch weiter nichts.

Harold

stimmt genau was harold sagt /schreibt. JETZT ist halt ein guter Zeitpunkt um zu kaufen (auch Exoten PKW). Ist genau wie an der Börse.... entweder behalten nd warten das die Kurse wieder steigen, oder billig, und unzyklisch, kaufen.

Sicher wird es dieses Jahr das ein oder andere Schnäppchen von Privat am US-Car Markt geben. Wie Harold schon richtig bemerkt hat, ist einigen Freaks die Luft ausgegangen. Aber davon provitiert Ihr Händler doch doppelt.... ich bin nicht der Meinung das die Preise am Boden sind, für gut erhaltene US-Cars mit guter Technik muß man immer noch sehr tief in die Tasche greifen und da spielt der Benzienpreis und der Steuersatz nur bei Neueinsteigern in Zukunft eine Rolle.

Wer einmal US Car fährt wird sich zu 95% immer wieder eins holen wenn auch die Dailytriver weniger werden. Ich für meine Wenigkeit könnte es nur schwer lassen einen V8 zu bewegen.

v8cars.net

Themenstarteram 9. Mai 2002 um 17:04

Ihr hab ja alle auf eine Weise recht.

Zur Erkärung ich verkaufe Opel.

Profitieren tue ich deswegen nicht.

Aber lasst uns mal dabei bleiben.

Unsere Filiale geht an und für sich gut in diesen schwierigen Zeiten.

Doch das ist nicht bei jedem der Fall.

In jeder Stadt um uns herrum (also im Umkreis von 15 KM)

gibt es eine Konkurenzfirma.

Selbige ist so gut wie zahlungsunfähig und löst sich z.z. auf.

Würden da aber als letztes Aufbümen eines sterbenden Sterns, alle ihre Neuwagen für 1000,- DM verramschen, währe die logische Folge das wird eher kurz als lang dichtmachen könnten.

Dieshalb gibt uns die Adam Opel AG ja auch immer eine unvermeidliche Preisempfehlung mit auf dem Weg.

So gerne ich selbige auch gelegentlich unterschreiten würde, so ist es doch gut das es sie gibt, da bei Autohäusern ohne Gebietsschutz es glatter wahnsinn wäre die Preise drastisch und sei es nur im Rahmen des Wettbewerbes, zu senken.

Genau das finde ich ist im moment das Problem mit den US-Cars.

Mag sein das einigen leuten die Puste, bei unserer momentanen wirtschaftlichen Lage, ausgeht.

Wenn sie aber Ihren Wagen lediglich abmelden würden, und in der Garage lassen, hätten sie keine laufenden Kosten.

Doch was passiert? Es werden Autos verkauft. Damit das dann noch schneller geht, werden sie unter Preis angeboten, was wiederum sämtliche sich noch nicht schlüssige US-Car Besitzer automatisch unter Zugzwang setzt.

Nach dem Motto: "Soll ich nun verkaufen oder doch besser abwarten was passiert? Ist es vieleicht doch besser jetzt mit geringen verlusten zu verkaufen weil ich später eventuell gar nichts mehr dafür bekomme? Usw, usw"

Die logische Konsequenz ist eine nach unten ziehende Preisspierale die immer und immer mehr Besitzer vor die o.g. Frage stellt. Soll ich oder soll ich nicht!

-Sie werden!

Was lernen wir daraus?

In Finanziel schwirigen zeiten, laufende Kosten drosseln und Materiel binden.

Ansonsten haben wir ein selbstgetrickten "Börsencrash"

 

Swinger

Swinger, Börsenregeln ziehen nicht bei Leuten, die Geld brauchen. Was soll jemand auch machen, der die paar Euros benötigt, die er noch für sein geliebtes US-Car bekommt. Ich habe schon genug gesehen, die dann plötzlich auf einen Golf Diesel umgestiegen sind und dann auch gar nicht mehr ihre vorher ach so markigen Sprüche dazu abgelassen haben.

Als Händler kannst Du die meisten US-Cars hier in D bis auf wenige Ausnahmen vom Zustand und Wiederverkaufsmöglichkeit wirklich vergessen, vor allem wenn Du mal berücksichtigst, welches Risiko Du eingehst, da es sogut wie keine Kunden dafür gibt. Die solch ein Auto verkaufen, wollen trotz des leider oft erbärmlichen Zustands möglichst viel dafür sehen und die wenigen, die dann bereit sind, es zu kaufen, wissen nur zu genau, daß sie auf Teufel komm raus handeln können und finden alle kleinen Fehler, um den Preis noch weiter zu drücken. Und die wenigen Autos, die wirklich in Ordnung sind, kommen sowieso nicht in den Handel.

Wir US-Car Fans lieben den V8-Sound und den Individualismus, aber wenn wir mal ganz ehrlich sind: leisten können sich die meisten dieses Hobby mittlerweile nicht mehr, unter anderem auch, weil unser Staat VIEL Geld braucht und das bekommt er frei nach dem Spruch: Hubraum ist eben durch nichts zu ersetzten, es sei denn durch noch mehr Hubraum!

Harold

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