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Der Traum einer Motorradreise, einige Fragen

Themenstarteram 1. Juli 2013 um 11:45

Moinmoin,

Als 19 Jähriger bin ich natürlich noch an die 25kW Grenze gebunden und fahre aktuell eine 250er Ninja, dennoch gefällt mir das Motorrad fahren ungemein und ich habe auch schon einige Kilometer abgespult.

Und da es zusammen mehr Spass macht, ist da meistens noch der ein oder andere Kumpel dabei.

und so kamen wir auch auf die Idee, mal eine etwas längere Tour als nur das Wochenende zu machen. Genauer gesagt so an die 3 Monate, quer durch Europa. Einfach da hin, wo wir gerade Lust drauf haben. Und so lange bleiben wie wir wollen oder bis uns das Geld ausgeht.

Nun, grob ist ja mal klar: Man braucht Geld, man lebt günstig, schnallt sich das Gepäck auf den Moppel und fährt los :D

Allerdings und auch wenn diese Reise noch ca. 2 Jahre in der Zukunft liegt, beschäftigen mich da noch 2-3 Dinge:

Reifen: Auch wenn wir ja irgendwie Urlaub machen wollen, steht doch das fahren im Vordergrund und 10 bis 150000 Kilometer werden es ja grob geschätzt sicher. Und da wir natürlich jung und Stur sind, kommt für uns ja kein Enduro in Frage und die Reifen einer Strassenmaschine a la Ninja machen ja kaum mehr weder 5000 Kilometer mit.

Nun, klar, der Gummi muss gewechselt werden. Ob selber (das kann ja nicht soo schwer sein) oder in der Werkstatt ist mal noch nicht so wichtig. Vielmehr frage ich mich da: wo krieg ich den ? Ich fahre ja nicht die kriminelle Serienbereifung, sondern momentan einen Pilot Sporty, der Kollege einen Pilot Power. Und, so ist es jedenfalls hier ist es so, dass die Reifen vom Händler/der Werkstatt erst noch bestellt werden müssen. Und das kann auch gut mal ne Woche dauern. Aber wir wollen ja nicht ne Woche vor einer Werkstatt zelten.

Wie löst man das am besten ? Wir können ja nicht die einzigen mit so einem Problem sein oder ? Oder ist es ausserhalb der Schweiz so, dass die gängigen Reifen eigentlich immer an Lager sind ?

 

Zweites Problem: Pannen. Wir sind beide keine Mechaniker und haben damit auch nichts zu tun. Gibt es sowas wie eine Art Crash Kurs für Motorradfahrer, wo man die häufigsten Ursachen für Pannen und deren Behebung "lernt", so dass man nicht gleich verloren ist, wenn in der Pampa was passiert ?

Sind hier evtl andere, die schon eine Reise in ähnlichem Rahmen gemacht haben ? Wie sieht es da preislich in etwa aus ?

Wir haben mal grob so um die 7000 Franken geschätzt, was aktuell knapp 5700 Euro entspricht. Klar, die Preise werden da etwas anders aussehen und geschätzt heisst hier etwa so viel wie "die erste Zahl, die uns einfiel.". Trotzdem könnte ein kleiner Einblick wie die Gesammtkosten so einer Tour aussehen und auf welche Kostenpunkte diese sich verteilen (Benzin, Verschleissteile, Essen, Übernachtungen..).

Auch wäre es interessant zu wissen, in welchen Ländern man generell günstiger durchkommt, welche Länder und Regionen generell zu meiden und welche quasi als Geheimtipp zu sehen sind.

Eigentlich gehen mir noch viel mehr Fragen durch den Kopf, aber die wollen mir natürlich gerade nicht einfallen. Vielleicht kommen hier infolge der Diskussion noch einige auf.

Danke schon mal im Voraus.

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19 Antworten

Billiger und abenteuerlicher wäre möglichst schnell nach Osteuropa. Aber bei deren Nebenstrassen ist eine Enduro eher geeignet als ein Supersportler. Und sowieso man sitzt auf einer Enduro besser.

Wie günstig es sein kann, sieht man z.B. hier: http://www.motowell.de/testmw/Motowell%20Tour%202.pdf

Nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt (x Sterne Hotel).

Nebst der Schweiz ist Skandinavien und Großritannien teuer. Sowohl Sprit als auch Unterkunft und Lebensmittel.

In Deutschland ist nur der Sprit teuer, deswegen kommen Eure Landsleute auch immer zum einkaufen rüber, Lebenshaltung ist in Ostdeutschland noch einmal billiger als in Westdeutschland.

Aber natürlich ist Polen usw. noch viel billiger.

Pannenkurse bieten manche Händler und Automobilclubs an. Natürlich gibt's auch einschlägige Lektüre, aber selber probieren ist viel lehrreicher.

Reifen sind im Zentrallager vorrätig, 2 Tage später beim lokalen Händler und montiert (zumindest im "großen Kanton"). Selber wechseln (ohne Montiermaschine) ist nur eine Notlösung für Mongolei & Co.

Ich würde eine größere Stadt als Basislager für ein paar Tage wählen und das dort vorbestellen und machen lassen. Dann muß das Mopped nur 1 Tag in die Werkstatt, kann nebenbei auch noch frisches Öl usw. bekommen.

Themenstarteram 1. Juli 2013 um 13:39

Naja, wenn ich mir das so überlege ist es sowieso ziemlich unüblich so eine Tour mit nem Supersportler zu machen, ganz klar. Aber irgendwie müssen wir uns ja vom Rest unterscheiden :D

Wir haben mal spontan so gedacht, dass wir vielleicht erst Richtung Genua (IT) fahren würden (also relativ gerade runter ans Meer) und dann eigentlich alles an der Küste entlang über Frankreich, Spanien, Portugal usw. fahren würden. Nur gegen Norden wirds dann auch irgendwie kälter und der Osten wäre mit Griechenland und ex Jugoslavien auch interessant. Also müsste man da noch quer über den Kontinent, mal sehen, da ist noch gar nichts final. Wir wollen wirklich einfach fahren bis wir keine Lust mehr haben und dann irgendwo das Zelt aufstellen bis wir Lust haben weiter zu fahren.

Aber so wie du das beschreibst, sollte man relativ gut damit fahren, wenn man einfach eine grössere Stadt ansteuert, ne Werkstatt sucht und da einfach mal nach neuen Gummis fragt und die sollte man dann auch in 2 Tagen haben ?

Nach einem Pannenkurs werd ich mich mal umschauen. Wusste nur nicht, wie ich diese Situation in einem Wort umschreiben würde - Pannenkurs. Danke :)

 

PS: Viele Schweizer fahren nach DE einkaufen, ja. Aber die meisten bedenken da gar nicht, dass die Fahrt den Preisunterschied wett macht :D

Im Zeitalter des Internets ist das doch alles einfach:

Reifen alle? Nächste größere Stadt raussuchen, Reifenfritze/Motorradhändler ergoogeln und für den nächsten oder übernächsten Tag Termin machen.

Reparatur dito. Etwas Fremdsprachenkenntnisse wären natürlich hilfreich auf so einem Trip.

Kosten: Kalkulier bei Camping etwa € 75,--/Tag, bei einfachen Hotels € 100 - 120/Tag. Für Essen, Getränke, Sprit, Unterkunft, sonstiges.

Natürlich wird's billiger, wenn Du am Tag nicht 2 Tankfüllungen verbrätst und man mehr "naturnah" wohnst, aber das ist so ungefähr ein Anhaltspunkt.

Wenn Du von der Schweiz aus startest hat das den Vorteil, dass es kaum ein Ecke Europas gibt, in der Du nicht mit max. 1 Übernachtung wieder zu Hause bist. Skandinavien mal ausgenommen.

Meine Kollegen und ich fahren öfter eine Motorradreise. Ob WE-Ausfahrt, 3-4 Tage, 6, 9 oder 15 Tage Reise.

Mit Tagesausfahrten kommen wir so auf 15 und 20‘000 Km p.a.

Und dann geht’s mal nach Süd Tirol, in die Dolomiten, auf Sardinien, Korsika, etc.

Im Juni waren wir die ersten beiden Wochen in Spanien. Direkt via Frankreich angereist in Bilbao begonnen, dann Rundfahrt, in Alfaro beendet und via Frankreich wieder retour.

Während 15 Tage sind wir ca. 5‘500 Km gefahren.

Auf einer solchen Reise fahren wir nicht ohne neu gewechselte Pneus los.

Und vorher googelt jeder für sich seine Händler-Garagen resp. klärt etwaige Pannenhilfe via tcs oder Assistance ab.

Eine BMW verbraucht im Durchschnitt mehr Öl als eine Kawa. Darum hat der ein oder andere BMW-Fahrer auch Motorenöl mit dabei.

Da wir die Töffs gut belasten, empfiehlt sich auch unregelmässig eine Reifendruckkontrolle.

Kawa hat Service-Intervalle alle 6‘000 Km.

Du bist also gut beraten, autorisierte Kawa Garagen vorher ausfindig zu machen, wo Du dann auch einen Service durchführen könntest.

Da hilft Dir sicher auch Kawasaki, die Du via Internet erreichen kannst.

In Abhängigkeit von Deinem Standards, solltest Du entsprechend Deiner Route mit Maut rechnen, Benzin-, Getränke-, Hotel- und Essenkosten.

€ 5‘700.- € reichen dann für 4 bis max. 6 Wochen. Ohne Reifen und Service.

Weite und lange Töffreisen, sind keine preiswerte Angelegenheit.

Wenn Du mit € 5‘700.- € drei Monate auskommen möchtest, dann käme Campen in Kroatien oder Griechenland, mit lastminute Flug hin und retour oder InterRail in Frage.

Themenstarteram 1. Juli 2013 um 14:19

Ja, Internet.

Das ist auch wieder ein Punkt: Strom. Zwar bin ich mit dem Computer und Smartphones vertraut (informatiker in Ausbildung) aber beides läuft auch nur, solange die Akkus geladen sind. Also muss man schon ab und zu die Zivilisation aufsuchen.

Mit Englisch sollte man in Europa ja schon irgendwie hinkommen in grösseren Städten. Meine Spanischkenntnisse beschränken sich leider auf die Speisekarte. Dafür spricht der Kollege fliessend französisch.

Die Kosten/Tag helfen mir schonmal sehr. Klar, dass diese Schwanken. Das mit den 2 Tankfüllungen pro Tag wird aber wohl so enden. Wir wollen fahren. Und ich mach mit der 250er 280km, der kollege mit der 600er gar nur 200km. Und wenn es so weitergeht, bezahlen wir in 2 Jahren ja auch das doppelte für den Sprit -.-

Was man bei den Strassenmotorrädern halt auch bedenken muss ist, dass man etwas weniger Platz hat. Allerdings fahren wir ja nicht durch die Wüste, wo man Essen, Trinken und Benzin für 3 Tage auf Vorrat haben muss.

Wobei wir sicherlich schauen werden, ob sich irgendwo ein Kanisterchen mit Benzin unterbringen lässt.

Ja, aus der Schweiz kommt man aus so ziemlich jeder Ecke schnell wieder zurück. Allerdings muss man eben auch erst mal irgendwo hin.

 

Und mir stellt sich noch eine Frage: Brauche ich innerhalb Europas eigentlich noch irgendwelche Visen (ist das der Plural von Visum ? :)) oder andere Dokumente ?

 

@Scooterman: Du rechnest also mit deutlich mehr Ausgaben ?

Wie gesagt, für Nächte wollen wir eigentlich schon campieren und nicht ins Hotel.

Wie schauts eigentlich im restlichen Europa mit wild Campieren aus ?

Bezüglich Distanz schätze ich mal 10000 bis 15000 Kilometer. Also wohl so 3 Sätze reifen und ca. 1500 Franken Benzin, wenn ich mich auf die Schnelle grad nicht verrechnet habe. Wobei das in 2 Jahren sicher deutlich mehr sein werden.

Bei so langen Reisen sind die Betriebskosten des Moppeds ein echter Faktor.

Ob Du 6 Liter/100 mit einem Supersportler verbrätst oder 4 Liter/100 mit eine DL650/F650 macht nach 10.000km je nach Spritpreis zwischen 300 und 400 Euro aus.

Ob Du auf 10.000km 3 Sportreifen oder einen Tourenreifen brauchst, macht dann mal locker 600 Euro aus.

Damit sind das schon ~1000 Euro Unterschied, bei exakt gleicher Strecke.

Ich plane für 2015 eine 9000km-Tour in drei Wochen. Ruhrgebiet - Rund um die iberische Halbinsel mit Abstecher nach Marokko.

Wenn ihr viel fahren wollt, habt ihr Europa in 3 Monaten komplett durch. Aber dann auch 30.000km gefahren.

Als EU-Bürger nicht. Aber Schweiz ist nicht EU. Keine Ahnung.

Themenstarteram 1. Juli 2013 um 14:35

Zitat:

Als EU-Bürger nicht. Aber Schweiz ist nicht EU. Keine Ahnung.

Nach Spanien komme ich eigentlich lediglich mit meiner Identitätskarte.

Denke nicht, dass die anderen Länder der EU dann anders sind oder ?

Wegen der Kosten …. am Beispiel unserer 15 Tage Nord-Spanien Rundreise:

Alle Angaben in €uro

1. Maut / 95.-

2. Benzin / 565.-

3. Getränke / 290.-

4. Essen / 580.-

5. Hotel / 769.-

Total: € 2‘299.- €

1.1 Maut könnte umfahren werden, wobei Km, Zeit und Benzinkosten steigen.

2.1 Benzin ist abhängig von Verbrauch und Entfernung.

3.1 Getränke: Abhängig auch von Temperaturen – vormittags, lunch, nachmittags und abends, dinner, abends. Total ca. Ø 20.- pro Tag. Hier könnte man einsparen.

4.1 Essen = Lunch, snack und dinner. Total ca. Ø 39.- pro Tag. Hier könnte man einsparen.

5.1 Hotels: 3-4 Sterne und ca. Ø 55.- pro Ü/F. Hier könnte man einsparen.

Dazu kämen Reifen und Service.

Wenn Du mit Einsparpotential anstelle der 2‘299.- von 1‘500.- ausgehen würdest, wären das noch Ø € 100.- € pro Tag. Mit denen solltest Du jedoch rechnen.

Drei Monate / 90 Tage x 100.- € = 9‘000.- € Ohne Reifen und Service.

Zitat:

Original geschrieben von ClisClis

Und mir stellt sich noch eine Frage: Brauche ich innerhalb Europas eigentlich noch irgendwelche Visen (ist das der Plural von Visum ? :)) oder andere Dokumente ?

Westeuropa bzw. sogar alle Schengen-Länder (und da gehört die Schweiz dazu) ist gar kein Problem. Die erkennen sogar ein Visum eines beliebigen Schengen-Mitgliedslands an (wenn z.B. ein Inder in Eurpa rumkurven möchte, braucht er nur 1 Visum).

Aber fernes Osteuropa (Russland & Co ... also Nicht-Schengen und Nicht-EU) erfordert eigenes Visum und eine spezielle Kfz-Versicherung (an der Grenze abschliessen).

Bekannte wollen jetzt im August die Adria mit 50ccm umrunden. 4 Wochen, 7000km.

Ich bin sicher, dass es davon wieder einen detaillierten Bericht mit Kostenaufstellung geben wird.

Bis auf die individuellen Fahrzeugkosten sollte das reproduzierbar sein. Man muß nur leidensfähig genug sein. ;)

Aber bevor Ihr zu einer 3 Monatstour aufbrecht, habt Ihr das doch hoffentlich mal für 1 Woche etc. ausprobiert? Schon beim zwischenmenschlichen ist es ein großer Unterschied zu einer Tagestour.

Reifen sind in Südeuropa kein Problem, weil die Italiener, Spanier und Franzosen viel Motorrad-verrückter sind als wir. Da sind die Reifen meist vorrätig. Die Vorhersage, wieviel Kohle benötigt wird, erfordert hellseherische Fähigkeiten. Im Schnitt dürften 50 bis 100 Euro pro Tag drauf gehen, bei 90 Tagen also zwischen 4500 und 9000 Euro je nach Lebensstil. Sonder kosten könnten neben Reparaturen auch Fährverbindungen, Bergungskosten oder Ruckfahrtickets der Bahn sein.

Lasst Euch nicht abhalten, plant ein wenig - aber nicht zu viel - und beginnt mit den "einfachen" Ländern, wo durch den ohnehin vorhandenen Tourismus eine gewisse Sicherheit besteht. Also Italien, Frankreich, Spanien, Portugal zuerst, dann rüber ins östliche Mittelmeer ... oder auch hoch nach Skandinavien bis zum Nordkap.

Viel Spaß.

Ich habe auf meinem Töff eine TopCase, Tankrucksack und 2 Koffer.

Bei 14 tägigen Töff-Reisen, mit Übernachtung im Hotel, habe ich fast keinen freien Platz mehr. Wobei ich die Möglichkeit einer zusätzlichen Packrolle, auf dem Sozius noch habe.

Auf einer Ninja wirst Du keine TopCase haben wollen und dafür lieber eine wasserdichte Packrolle auf dem Sozius mitnehmen.

Du kannst auch einen Tankrucksack, ggf. Rucksack (Achtung Packrolle auf Sozius) nutzen und Satteltaschen montieren. Doch irgendwann ist Schluss mit Gepäckmöglichkeiten.

Zelt, Schlafsack, ggf. Iso-Matte, Geschirr, Brenner, Lebensmittel, Handtücher, Lampe, etc. brauchen Platz.

Dazu kommen dann noch Regenschutz, Kleidung, Schuhe, Nessesair, etc. pp.

Du bist gut beraten, Dich für Ninja geeignete Gepäcksysteme zu interessieren.

Und anschl. dafür zu entscheiden, ob Camping und Reisegepäck für drei Monate auf einer Ninja untergebracht werden können.

Themenstarteram 1. Juli 2013 um 18:57

Danke schon mal für die Kostenauflistung.

Da wir fahren wollen und nicht vorhaben an ein bestimmtes Ziel zu reisen, werden wir bei der Maut sicherlich sparen können, da Autobahnen jetzt nicht soo viel Fahrspass bringen :D

Selbiges gilt für Hotels. Wir wollen da vorzugsweise wild oder auf Campingplätzen im Zelt übernachten.

Ein Schnitt um 80 Euro (mal ohne Reifen, Reparaturen etc) wäre schön. 100 Euro sind aber denke ich mal realistisch.

@Kanditadnr2: Wir haben vorerst ja auch mal vor, nur in Europa zu bleiben und eher Länder wie Frankreich, Deutschland, Spanien, Portugal und vielleicht noch etwas aus dem Osten (Griechenland, Kroatien, ...) zu bereisen. Skandinavien oder gar Übersee steht eigentlich nicht auf dem Programm. Da braucht man dann sicherlich andere Motorräder und nochmal etwas Zeit. Ich würde das zwar gerne machen, aber irgendwann muss man ja auch mal etwas arbeiten und Geld verdienen resp. sein Leben ordnen. Und diesbezüglich bin ich halt noch zu unschlüssig :D

Bezüglich Stauraum/Gepäckmöglichkeiten: Einen rel. grossen Tankrucksack habe ich bereits. Ebenso eine Gepäckrolle, Wasserdicht und relativ geräumig. Da wir im Sommer fahren, wird es ein relativ kleiner Schlafsack, eine dünne IsoMatte und ein Zelt sein. Das bringt man mal ganz locker in die Rolle. Um nicht zu viel Kleidung mitnehmen zu müssen, werden wir dann wohl ab und an auf einen Campingplatz gehen, wo es sauberes Wasser gibt und da alles waschen.

Da wir ja nicht gerade durch die Wüste reisen, müssen wir auch nicht extrem viel Lebensmittel vorrätig haben, da lässt sich auch Platz sparen.

Auch sind wir keine Diven, die x paar schuhe brauchen. Motorradstiefel und Barfuss reicht schon für vieles. Vielleicht noch ein paar Sandalen. Einfach nach der Einstellung "Bescheiden & günstig". Dafür dann lieber 1 mal die Woche in ein Restaurant was anständiges futtern gehen.

Und wenn alles gut läuft, werde ich die Reise mit einer 675er Daytona antreten und nicht mit der Ninja. Da hab ich hinten drauf noch ein wenig mehr Platz und könnte noch nen Rucksack oben drauf legen.

Wenn Du drei Monate mit dem Töff unterwegs sein möchtest und mit eine 675 Daytona liebäugelst, dann schau Dir mal alternativ Reise-Töff´s an, wofür es geeignete Gepäcksysteme gibt und die Fahrspass ermöglichen.

Bspw. Suzuki DL 650 V-Strom (Sport-Tourer)

Die verbraucht ca. 4-5 Liter/100 Km, hat 70 PS, v-max 185 Km/h und hat einen robusten Viertaker-zweizylinder.

Neu ca. 11‘300.- CHF, bei einer guten Occasion inkl. Gepäcksystem, ca. +/- 7‘000.- CHF

Diese wäre für Neben-/Strassen in Kroatien, Griechenland und Frankreich besonders geeignet.

Die Strassen in Deutschland, Spanien und Portugal sind eher in einem guten Zustand.

Themenstarteram 2. Juli 2013 um 15:59

ja, wenn es um vernunft ginge, wäre sowas definitiv die Lösung.

Eine Alternative wäre auch die CB Seven Fifty von meinem Vater.

Platz für Stauraum seh ich an meiner Ninja eigentlich genug. Oder ich vergesse einfach zu viel :D

Vom Komfort her ist ein Supersportler natürlich Schwachsinn. Da fehlt mir aber womöglich einfach die Vernunft.

Ausserdem soll eine Daytona irgendwann kommen. Und dann nur für den Urlaub noch ein anderes Motorrad zu kaufen ist irgendwie ein teurer Spass. Aber vielleicht sehe ich das in 2 Jahren mit anderen Augen.

400km/Tag sind imho mit der Ninja kein Problem.

Ob das auf dauer anders aussieht und ob es auf so einer Tour nicht deutlich mehr km/Tag werden, ist natürlich schwer abzuschätzen.

Der Vorteil des geringeren Benzinverbrauches ist aber nicht zu unterschätzen.

Auch kann man auf einem Tourer Reifen nehmen, die deutlich mehr Kilometer mitmachen als auf einer Daytona oder einer Ninja.

Falls ich natürlich vorhabe, noch weitere Touren, evtl auch in Länder, die kein so gutes Strassennetz bieten, zu Unternehmen, ist ein Zweitmotorrad wie die Suzuki sicherlich nicht verkehrt.

Allerdings macht mir fahren auf einer Supersportler sehr viel Spass und das Ziel solch einer Tour wäre auch irgendwie das fahren und nicht, sich irgendwelche Dinge anzuschauen oder einen langen Weg zurück zu legen. Sprich wenns zu unbequem wird, schlägt man halt das Zelt auf.

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