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Bericht einer positiven Schadensabwicklung

Themenstarteram 25. August 2020 um 16:43

Hallo zusammen,

 

mein Rentnergolf wurde Anfang August von einem gemietetem Wohnmobil von der BAB geschossen. Nach nicht mal drei Wochen ist der Schaden nun schon von der KRAVAG.ALLGEMEINE Versicherungs-AG, komplett abgewickelt. Soweit das Positive.

Leider bleibt es für mich ein Verlustgeschäft. Die gezahlte Nebenkostenpauschale (25 €) ist da schon ein großer Witz. Mein persönlicher Aufwand beläuft sich da wohl auf etwa 8 Stunden. Alleine die Umstände mit Polizei, Abschlepper, Mietwagen, umräumen, liegen schon bei über drei Stunden. Die Versicherung für meine Zwischenlösung (Rentnergolf 35 Ps weniger, gleiches Alter) wäre bei meiner bisherigen Versicherung, in der Haftpflicht ca. 100 € teurer. Mit dem Wechsel des Versicherers sind es immer noch 40 €.

Da mein Fahrzeug schon 14 Jahre alt war und >300 tkm auf der Uhr, war der optische Zustand dem Gebrauch entsprechend. Im Gutachten führten paar Dellen u. Kratzer zu einem relativ geringen WBW von 2.200€. Der technische top Zustand findet leider absolut keine Berücksichtigung. Letztes Jahr die Bremsanlage der HA für ordentlich Schotter saniert, glücklicherweise hatte ich mit den Korosionsschutzarbeiten am Unterboden nicht begonnen. Die wäre gänzlich für die Katz gewesen.

Abgewickelt wurde der gesamte Schaden über eine Rechtsanwaltskanzlei.

Da hier ja auch viele Versicherungsleute lesen u. schreiben und auch meistens zum RA raten, habe ich diesen Rat auch angenommen. Halte es aber letztlich, wie hier bei glasklarer Schuldfrage, an sich für unnötig. Leider liest man ja hier zu Hauf die haarsträubenden Kürzungsgeschichten. Der Ra hat knappe 350 €, für paar Briefe, in Rechnung gestellt. Das könnte man von der Versicherungswirtschaft auch anders lösen, wenn man offen auf den geschädigten zugehen würde, ihn über seine Ansprüche aufklären würde und eine Pauschale von 100 € für den Aufwand erstatten würden, wäre es eine Win-win-Situation für beide Seiten. Dem Geschädigten gönnt man aber nicht das Schwarze unterm Fingernagel.

Alles in allem bin ich jedoch sehr überrascht, dass die Abwicklung so zügig erfolgte.

 

Gruß

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13 Antworten

Interessant wäre nun zu wissen, wie die Schadenabwicklung gelaufen wäre, wenn Du es selber komplett abgewickelt hättest. :)

Themenstarteram 25. August 2020 um 17:20

Das ist eben die große Frage!

Ich denke, das die Versicherungswirtschaft selbst an ihrem miserablem Image entgegen wirken könnte. :)

Ist wohlgemerkt mein persönliches Empfinden.

Zur Information:

Nebentätigkeiten z.b. Beauftragung von Sachverständigen, Abschleppern und oder RA gehören zum Pflichtenkreis des Geschädigten und können bei der Bemessung der Auslagenpauschale nicht berücksichtigt werden.

Themenstarteram 25. August 2020 um 19:31

Könnten sicher schon.

Da hat aber der Lobbyist der Versicherungswirtschaft zu verhindern gewusst. :rolleyes: :rolleyes:

"Im Gutachten führten paar Dellen u. Kratzer zu einem relativ geringen WBW von 2.200€. Der technische top Zustand findet leider absolut keine Berücksichtigung. Letztes Jahr die Bremsanlage der HA für ordentlich Schotter saniert, glücklicherweise hatte ich mit den Korosionsschutzarbeiten am Unterboden nicht begonnen. Die wäre gänzlich für die Katz gewesen. "

 

Hallo,

ob das nun eine positive Abwicklung war?

Gruß

Moritz11

Themenstarteram 25. August 2020 um 19:55

Rechtlich gesehen ist das ja auch alles sicher in der richtigen Spur.

Problematisch ist ja auch, hier in de so eine alte Karre mit 300 tkm oben, praktisch kaum zu verkaufen ist oder halt über den Preis. Da kann man als Geschädigter nur beilegen.

Positiv bewerte ich den reibungslosen Ablauf. Ohne das vom WBV oder sonst wo nochmal was abgezogen wird und zeitlich unter drei Wochen.

Da bist du noch gut bedient mit den 2200.- WBW.

Mein 14 Jahre alter Fiesta, mit nur 75 000 km und fast frischer Hohlraumversiegelung und Unterbodenbehandlung wurde mit 2500.- WBW taxiert.

Aber Du hattest doch den SV selbst beauftragt.oder?

Hättest sein Gutachten auch hinterfragen können, wenn Du meinst es war zu wenig.

Was wurde Dir eigentlich an Restwert abgezogen?

Übrigens hab ich es ohne Anwalt, aber selbst von mir beauftragtem Gutachter gemacht.

Versicherung war die VHV.

Für Die 25.- Tacken Aufwandsentschädigung musste ich nach Erhalt der Überweisung des Gesamtbetrages, ging schnell etwa 14 Tage, natürlich nochmal extra anrufen. Hatten Sie in der Abwicklung "vergessen". :)

Themenstarteram 25. August 2020 um 21:10

Zitat:

@Kornpeter schrieb am 25. August 2020 um 20:57:50 Uhr:

 

Aber Du hattest doch den SV selbst beauftragt.oder?

Hättest sein Gutachten auch hinterfragen können, wenn Du meinst es war zu wenig.

Ja selbst beauftragt aber 100 km vom Wohnort entfernt. Da habe ich den vom Schleppservice empfohlenen Gutachter wie RA genommen.

Hinterfragen kann man, es war trotzdem in Stein gemeißelt.

Zitat:

Was wurde Dir eigentlich an Restwert abgezogen?

430 €, Reparaturkosten 21 k€

 

OK,Danke! Bei mir waren es leider satte 900 € Restwert die abgezogen wurden. Reparaturkosten 4500 €.

Gab also nur 1625.- plus 200€ Nutzungsausfall. Habe es günstig mit Gebrauchtteilen reparieren lassen plus etwas Eigenleistung und fahre es dafür heute noch. Vom Geld der Versicherung ist dabei allerdings so gut wie nix überblieben.

Also nix mit Reibach und Superdeal wenn Dir einer in die alte Karre fährt...

Themenstarteram 25. August 2020 um 21:20

Meiner war leider nicht mehr zu retten. :(

Na ja, die Schadensregulierung erfolgt auch nicht unbedingt mit dem Zweck, dem Geschädigten einen "Reibach oder Superdeal "zu ermöglichen. Der emotionale Wert eines alten Autos wird leider auch nicht in Euro ausgeglichen.

Wobei der Geschädigte hier doch richtig Glück hat - er hatte nicht die HUK als "Gegner". Die schaffen es z.Zt. wieder einmal, mich glücklich zu machen. Kürzung des SV-Honorars unter Hinweis auf ihre eigene Tabelle und benötigen bei fiktiver Abrechnung glatt die Reparaturkostenrechnung zur weiteren Bearbeitung.

Kann zum Thema „Schadensabwicklung mit der Kravag“ auch nur positives Berichten.

Habe meinen fremdverschuldeten Totalschaden über meinen Anwalt abwickeln lassen, es wurde immer zügig und ohne Abzüge bezahlt.

Einzig beim Nutzungsausfall sind wir uns noch nicht einig, da die Wiederbeschaffung dank Corona etwas länger als die üblichen 14 Tage gedauert hat.

Aber selbst da zeigen die sich gesprächsbereit.

Der Trick ist, das einschalten vom Anwalt gewesen, mach ich auch nur noch so ...seit dem gehen zwar trotzdem 1,2,3 Schreiben hin und her, aber lief dann doch relativ Problemfrei und wichtig, man muss selber nichts machen, ist nur Zuschauer am Spielfeldrand ...;)

Ganz anders bei meinem ersten unverschuldeten Unfall ... Katastrophe nie wieder alleine ...:D

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