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Ausgangsspannung Notstromaggregat stabilisieren

Hallo Leute,

bin heute zum ersten Mal hier. Falls ich im falschen Thema gelandet bin, entschuldigt dies bitte. :)

Ansonsten bin ich der festen Überzeugung hier jemanden zu finden, der mir bei meinem Problem helfen kann.

 

Ich fahre jährlich auf ein großes Musikfestival und würde dort gerne eine große Musikanlage an einem Notstromaggregat betreiben. Letztes Jahr hatte ich es schon einmal mit einem günstigen Baumarktaggregat probiert, aber leider ging diese sehr schnell in Probleme über. Da die Anlage eine schnell wechselnde Leistungsaufnahme hat (schwankt innerhalb von Sekunden zwischen 300W und 1,3KW), kommt der ordnungsgemäß dimensionierte Benzingenerator (Hat eine angegebene Leistung von 2kW und wurde dauerhaft mit 400Watt Grundlast belastet) regelmäßig aus dem Takt und die Spannungsregelung funktioniert nicht ordnungsgemäß. Letztendlich drehte der Motor plötzlich enorm hoch und der Generator lieferte laut dem eingebauten Voltmeter eine Spannung weit jenseits der 300V. Zudem ließ sich das Aggregat nicht mehr ordnungsgemäß ausschalten und ging nur noch durch ein beherztes Entfernen des Zündkerzensteckers aus. Glücklicherweise bewahrte der angeschlossene Überspannungsschutz meine Geräte vor weiteren Schäden.

Um dies zu vermeiden, möchte ich dieses Jahr vorsorgen. Und da hoffe ich auf eure Erfahrungen.

Ein größeres und stärkeres Aggregat (in Richtung Baustellengenerator) könnte laut Internetrecherchen die Lösung sein, aber dafür reichen meine finanziellen Mittel bei Weitem nicht.

Wie lässt sich dieses Problem der schwankenden Leistungsaufnahme regulieren?

Würde womöglich ein (oder mehrere) Betriebskondensator(en) Abhilfe schaffen? Ich hatte mir vorgestellt, diese von einem befreundeten Elektriker in ein Gehäuse einbauen zu lassen und diesen "Puffer" dann zwischen Generator und Anlage zu hängen.

Schon mal im Voraus ein großes Dankeschön für eure Hilfe!

25 Antworten

Oh je ... also mit Kondensatoren auf der 240 V - Ebene im Wechselspannungsbereich wird das nichts. Da stellt ein Kondensator nur einen Widerstand dar (er wird dann mit ca. 50 Hz geladen und entladen).

Ich vermute mal, dass Du mit einer PA-Endstufe arbeitest, die ein Schaltnetzteil hat (Behringer, theAmp o.ä.) Mit wirklich großen Kondensatoren könntest Du evtl. was bewirken, wenn Du die Gleichrichter innerhalb der PA-Endstufen auf der Gleichstromseite damit abpuffern würdest. Allerdings wird dann der Netzschalter der Endstufe(n) beim Betätigen recht bald Rauchsignale abgeben.

Zwei Ideen hätte ich aber.

Entweder setzt Du eine PA-Endstufe mit einem ganz konventionellen Trafonetzteil ein (z.B. irgendeine richtig dicke Crown, die auch gerne mehr als die doppelte RMS-Leistung haben sollte als die Boxen ... dann sind die Glättungskondensatoren am Netzteil ab Werk voraussichtlich groß genug, um nicht allzusehr auf der 240V Ebene mit der Last rumzusägen). Oder Du baust Dir ein anders gepuffertes "Netz" (Generator --> ausreichende Menge an identischen startfähigen Ladegeräten im Parallelbetrieb --> mehrere 12V-AGM Autoakkus in Parallelbetrieb --> mehre identische 12V-240V Konverter mit insgesamt gut 200% der bereits vorhandenen Leistung deiner Schaltnetzteil-PA-Endstufen. Das wird aber auch sehr teuer und (was schlimmer ist) verflucht viel Transportgewicht. Identische Komponenten sind im Parallelbetrieb nötig, weil bei verschiedenen Leistungsklassen die Gefahr des Aufschaukelns besteht (die stärkere Komponente pumpt die Schwache über die Leistungsgrenze hinaus auf und dann raucht es).

Eine Schaltnetzteil-PA-Endstufe nutzt nunmal das Netz als Puffer. An dem Fakt wirst Du nicht so einfach vorbei kommen. ;)

Ich würde auch an der internen Spannung der Verstärkeranlage ansetzen, da das eine Gleichspannung ist. Oft sind das z.B. 12V für den Einsatz im Kfz-Bereich, da ist ein Bleiakku als "Stützkondensator" die einfachste Lösung.

Ohne ausreichenden Generator wird es nichts, mit einer vom Netz betriebenen Anlage. Die Leistung schwankt enorm. Ohne Zwischenstufe kann man das fast vergessen. Mit Wechselrichtern die Leistung von 12V= auf 230V~ zu gehen, ist genauso Kostspielig, wie ein überdimensionierter Generator. Zumal dabei ebenfalls nicht sichergestellt ist, dass das die Wechselrichter dies auch mitmachen. Diese mögen die enormen Schwankungen ungefähr so gerne, wie der Generator.

Oftmals ist es sinniger, die Anlage zu tauschen und wie erwähnt, den Generator zum Laden von Akkumulatoren zu verwenden, die dann die 12V-Verstärker versorgen. Schwankungen im Gleichspannungsnetz lassen sich viel besser kompensieren, als bei 230V~.

Am einfachsten und wahrscheinlich auch am günstigsten ist es, KfZ-Verstärker mit deinen Boxen zu betreiben. Als Eingangssignal kann z.B. ein MP3-Player oder Smartphone herhalten.

MfG

Hallo ht4l

Erstmals Willkommen im Forum

Gibt es bei dem Musikfestival keinen fixen Stromanschluß?

Große Musikanlage und 2 kW Notstromaggregat

passen irgendwie nicht zusammen.

Ist die angegebene Leistung von 2 kW, die Motorleistung des Aggregates?

Müsste man nicht erst mal wissen, um welche Leistungsspitzen es geht?

Ich habe auch so einen Chinaböller mit 2,5 KW Dauerleistung. Beaufschlage ich den mit meinem 2 kW Winkelschleifer, geht das gezapple auch ab. Mit dem kleinen (850 W) geht es ganz gut. Bei einer entsprechenden Audioanlage wundert mich da nichts mehr....

Die Vergaserreglung ist nun mal eine einfache Proportionalreglung. Die Masse braucht Zeit. Ist etwa so, als würde man die Kupplung einfach schnarren lassen.

Fazit: Eine Anlage die über 12 Volt Akkus geht, oder einen gewaltigen Dieselgenerator.

Auf jeden Fall das falsche Forum? Das Problem müssten doch auch andere schon mal gehabt haben?

Hmm, würde es nicht auch eine 2500W USV tun welche vor die Anlage kommt? Diese müsste die Spitzen doch auch abfangen können und wird dann ja auch wieder geladen.

Hallo,

vielen Dank für eure bisherigen Antworten. Ich bin erstaunt wie schnell ihr auf meine Frage reagiert habt. :)

@berlin-paul, danke für deine ausführliche Erklärung. Deine Erklärung mit den 50hertz klingt plausibel, hatte da bisher gar nicht so genau drüber nachgedacht. Du hast es richtig erkannt, ich besitze ein größeres Aktivsystem von Thomann, welches vermutlich ein Schaltnetzteil zur Umsetzung nutzt.

@gobang und @Johnes, die Versorgung über die 12V Schiene klingt sinnvoll, zudem ist es wohl sicherer als mit irgendwelchen 230V Aufbauten herumzuhantieren.

@viktor12v, leider gibt es bei dem Festival keinen fixen Stromanschluss. Stehe dort mit meiner Anlage inmitten eines Feldes zwischen tausenden anderen Zelten und Autos.

Mein Generator bringt laut Typenschild eine Motorleistung von 4kW und eine elektrische Leistung von 2000VA.

@Gedoensheimer, tut mir leid wenn ich deiner Meinung nach im falschen Forum gelandet bin. Hatte mich bezüglich meiner Problematik schon im Netz umgeschaut, aber leider fast immer nur Meinungen à la "stärkerer Generator" oder "lass rattern" gelesen. Dennoch auch dir ein Dankeschön für deine Erklärung.

@steini111, hatte ich mir auch schon überlegt, aber finanziell für mich einfach nicht zu tragen. In dieser Leistungsklasse müsste ich da Preise jenseits der 1000Euro einplanen. Und das ist leider einfach zu viel für diese Geschichte.

 

Vermutlich werde ich mich nun danach erkundigen, wo ich günstig ausreichend große 12V Akkus beziehen kann und werde mir etwas mit 12V Autoendstufen bauen.

Danke an Alle! :)

Kannst du dir nicht ein stärkeres Aggregat ausborgen?

Leider nein, alle Bekannte von mir besitzen maximal Geräte bis 2,5VA elektrischer Leistung.

Ich erkundige mich mal, ob ich nicht günstig ein professionelles großes Aggregat mieten kann.

Entweder ein großes, oder mehrere kleine Aggregate

In die Aktivwoofer würde ich nicht eingreifen (denke an die 5 Jahre Garantie, falls die bei dir inkl. war).

Anstelle einer nötigen Hochleistungs-USV kommt noch etwas in Betracht. Das wird aber auch nicht in der 1k€-Klasse bleiben. Moderne Photovoltaikanlagen werden heutzutage meist mit einem sehr leistungsfähigen Netzpuffer-Akku vertrieben. Sowas könnte von den Leistungsdaten her passen. Unter 3k€ kommst Du da voraussichtlich auch nicht weg.

Wenn das alles nicht geht, bleibt nur ein Verkauf des Aktivsystems und Anschaffung der passiven Variante (klingt eh meist bÄsser :D) und die dann an hihgpower carhifi Endstufen (Lüfter nicht vergessen) auf 12V mit großen Akkus und Ladern an den Generator hängen. Da kommst Du mit 1k€ aber auch nicht weit und wegen einer Veranstaltung im Jahr, wo das in dieser Variante notwendig ist, würde ich diesen Aufwand nicht betreiben.

Kann Dir der Veranstalter dort keinen Netzanschluss liefern? Oder Dich zumindest strommäßig an die Hauptbühne(n) anhängen lassen? Die Netzseite ist eigentlich keine Zuständigkeit der Acts. ;)

Zitat:

@viktor12v schrieb am 21. Januar 2017 um 17:45:53 Uhr:

Entweder ein großes, oder mehrere kleine Aggregate

Vorsicht. Bei mehreren Generatoren braucht man ein gemeinsame Steuerungseinheit dafür, damit die vor dem Koppeln synchron sind und es danach auch bleiben.

Benzingenerator bei ebay verbimmeln und einmal jährlich einen ausreichend dimensionierten Dieselgenerator mieten. Übers Wochenende sollte das zum Schnäppchenpreis inclusive Lieferung und Abholung machbar sein, die Dinger werden normalerweise gewerblich genutzt und stehen am WE nur rum.

Willst du einen begrenzten Platz beschallen, oder einen großen Bereich? Soll das für eure Gruppe sein, oder eben für hunderte?

Wenn es nur eure Gruppe ist, langt ein gewöhnlicher CarHifi-Verstärker und ordentliche Boxen. Da muss man keine >1k€ ausgeben. Ich habe einen alten Eton Verstärker, der mit einem Akku und einem 20A Lader (Supply-Mode!) versorgt wird. Dieser beschallt bei Gartenpartys die halbe Gartenkolonie! Und das mit nur 400W RMS. Stereo wird ja wohl reichen! Je mehr Kanäle, je mehr Leistung frisst das Teil.

Ich habe ein altes CD-MP3-Autoradio und den Verstärker kombiniert und eine Art gedopten Ghetto-Blaster gebaut.

MfG

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