206cc mit fürchterlichem Fahrverhalten
Hallo.
Habe ein großes Problem mit dem Fahrverhalten meines 206cc. Seit nun 3 Wochen steht er in der Werkstatt (erst Peugeot, jetzt freie Werkstatt) und keiner kennt ne Lösung.
Beim Beschleunigen zieht der Wagen nach rechts und beim Lastwechsel bzw. Bremsen gehts ab nach links. Fühlt sich an wie Glatteis unter Vorderachse. Das Problem kam von jetzt auf gleich. Morgens zur Arbeit war alles ok. Dann stand er ca 7 Std. auf dem Parkplatz und beim Auffahren auf die Autobahn fiel es mir dann zum ersten Mal auf, dass der Wagen bei Vollgas nach rechts abbiegen wollte.
Bisher wurden die Spur eingestellt, die vorderen Stoßdämpfer wegen nicht korreketem Sturz ausgewechselt, die Antriebswellen überprüft und gereinigt, die Räder von vorne nach hinten getauscht. Jetzt soll an der HA mit Distanzscheiben rumexperimentiert werden. Aber das kann ja keine Lösung sein, die die Ursache beseitigt.
Es sei vielleicht noch erwähnt, dass der Wagen ein 206cc von 05/2005 mit 57000 km auf dem Tacho. Vor etwa 3 Monate kam er vorne mit H&R Federn 35mm tiefer und ein Querlenker wurde erneuert. Außerdem schlug ich mich seit einigen Wochen mit massiven Schaltproblemen rum. Vom 1. in den 2. Gang hat es immer heftig geknallt und das Getriebeöl war auch voller Spähne. Hängt es vielleicht mit dem Getriebe bzw. dem Differential zusammen?
Was ist da kaputt oder verstellt?
Kennt jemand so ein Phänomen und eine Lösung?
Gruß CS1102
28 Antworten
Hallo,
nachdem sich lange nichts mehr getan hatte, habe ich den Wagen seit gestern wieder und tatsächlich ist der Problem größtenteils behoben.
Es wurde die Servolenkung erneuert und der Wagen fährt nun für unempfindliche Personen geradeaus. Da ich jedoch jetzt etwas sehr sensibilisiert für dieses Problem bin, habe ich immer noch das Gefühl, dass er bei starkem Beschleunigen leicht nach rechts drängt und bei starkem Bremsen muss man immer noch mit der Lenkung nach rechts korrigieren. Der Meister ist der Meinung, dass das durch die Tieferlegung kommt, da die Spurstangen nun in einem anderen Winkel stehen als im Serienzustand.
Kenne jedoch andere tiefergelegte 206er und die fahren 100% geradeaus. Naja, wenigstens hab ich den Wagen erstmal wieder und fahren kann man so auch. Aber so richtig glücklich bin ich damit noch nicht.
Gruß CS1102
Wenn du keine laufrichtungsgebundenen Reifen hast fertausche sie mal vorne von rechts nach links und umgekehrt. Bei angehobenen Fzg überprüfe dabei gleich ob auch deine Bremsen einwandfrei lösen. Ein fester Bremsklotz kann genau so zu einseitigen ziehen führen wie auch ein Reifen der sich einseitig abgelaufen hat. Solltest du neue Reifen haben erübrigt sich der tausch natürlich.
Da du eine neue Lenkung erhalten hast gehe ich davon aus das alle Traggelenke vor der einstellung der Spur überprüft wurden
Mfg
Hallo,
ich habe laufrichtungsgebundene Reifen. Die Werkstatt hatte aber auch ganz andere Räder zwischenzeitlich zum Testen drauf. Die Bremsanlage wurde während der gesamten Diagnosezeit auch komplett zerlegt und wieder zusammengesetzt. Also daran kann es nicht liegen. Ich frag mich jetzt nur, ob eine Tieferlegung von nur 35mm (allerding nur an der VA) so eine Auswirkung auf die Spurstangen und das Fahrverhalten haben kann. Aber wie gesagt kein Vergleich zu vorher. Es ist nur noch minimal.
Gruß CS1102
Das glaube ich persönlich weniger da es ja auch andere 206 ohne das Problem gibt. Wenn alle Traggelenke gut sind sollte man noch die 2 Silentblöcke (Gummiaufhängung) an dem Querlenker überprüfen ob sie nicht ausgeschlagen sind
Mfg
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Die Querlenker sind ok. Es wurden testweise zwei komplett neue verbaut. Das war noch vor dem Austausch der Lenkung und hatte keine Verbesserung gebracht. Darum kamen die alten wieder rein, die auch nirgendwo ausgeschlagen sind.
Danke für die weiteren Informationen,obwohl es scheinbar immer noch nicht 100% gut ist.Was meinte eigentlich der Getriebefachmann zu dem Problem?
Hallo,
der Getriebespezialist war derjenige, der im Endeffekt das eigentliche Problem mit der Lenkung diagnostiziert hat. Zudem ist er der Ansicht, dass das die Synchronringe definitiv runter sind und das Getriebe bald fällig ist. Dennoch waren sich alle sicher, dass das schlechte Fahrverhalten und das defekte Getriebe in keinem Zusammenhang stehen.
Dass der Wagen immer noch nicht 100% spurtreu beim Beschleunigen ist wird nun auf die Tieferlegung geschoben. (Federbeine stehen beim 206 zu gerade, deshalb kein negativer Sturz, Drehmoment drückt auf die Spurstangen, usw.) Aber so ganz überzeugt bin ich da nicht, ob das wirklich sein kann (Hätte ja sonst jeder abgesenkte 206er, oder nicht?). Deshalb hätte ich hierzu gerne noch einmal eine professionelle Meinung gehört.
Danke und Gruß
CS1102
Ich hab jetzt selber nochmal ein ganzes Wochenende recherchiert und darüber nachgedacht.
Dass die Spurstangen nach einer Tieferlegung in einem anderen Winkel zum Lenkgetriebe stehen als im Serienzustand ist ja erstmal normal und nicht weiter schlimm bei moderater Tieferlegung. Wenn sich das überhaupt im Fahrverhalten bemerkbar macht, dann beim Einfedern in zügig gefahrenen Kurven mit Bodenwellen und ähnlichem.
Da mein Wagen aber immer noch beim Beschleunigen leicht nach rechts und beim starken Bremsen leicht nach links zieht, gibt es für mich nur eine plausible Erklärung.
Die Tieferlegungsfedern weisen zu hohe Toleranzen auf, sodass mein Wagen (wie ein kippelnder Stuhl über die Diagonalachse wackelt) ständig mehr Traktion auf dem linken Vorderrad und somit auch auf dem rechten Hinterrad hat als auf dem rechten Vorderrad und dem linken Hinterrad.
Dadurch zieht das linke Vorderrad beim Beschleunigen stärker nach vorne als das rechte Vorderrad und das Auto fährt leicht nach rechts. Wird nun stark abgebremst, hat der linke Vorderreifen abermals mehr Haftung und bremst den Wagen auf der linke Seite mehr ab und folglich fährt das Auto beim Verzögern nach rechts. (Vom Prinzip her als wäre ein Bremskreislauf ausgefallen, nur nicht ganz so heftig :-))
Das wäre dann, sofern ich richtig liege, die ganze Zeit über die eigentliche Ursache des schwammigen Fahrverhaltens gewesen, den die defekte Lenkung in der Auswirkung noch heftig verstärkt hat.
Scheint mir soweit plausibel und ich werd es morgen in der Werkstatt nochmal ansprechen.
Gruß CS1102
Hallo,
also an der Tieferlegung lag es definitiv nicht. Die wurde zwischenzeitlich rückgängig gemacht, mit dem Ergebnis, dass der Wagen noch übler auf der Straße lag.
Also wenn noch irgendjemand eine Idee hat, bin ich sehr dankbar.
Gruß CS1102
das hört sich ja alles furchtbar an...
hatte vom eröffnungsthread her gedacht, dass es der gleiche fehler wie bei dem mir vorliegenden 206 ist:
richtig, wie auf glatteis. völlig indifferentes fahrverhalten. beim los lassen
des lenkrades in rechtsposition, geht es wie gewohnt zurück..beim loslassenaus linksposition....geht´s weiter nach links.... beim bremsen und gasgeben hat man das gefühl, die kiste überlegt erstmal, wohin es gehen soll......
nun such ich nach abhilfe bei den völlig vergammelten domlagern...höre aber hier, die waren es nicht????
querlenker rechts sind zwar die gummis lose, aber das kann es nicht sein, das war links auch schonmal, das merkte man gar nicht.
nun wird alles was irgendwie verschlissen aussieht an der achse neu...incl bremse
da bin ich ja mal gespannt, ob es dann weg ist.
DAS PROBLEM IST GELÖST!
Das Differential war defekt.
Testweise haben zwei Bekannte von mir (wäre in jeder Werkstatt unbezahlbar gewesen) das Getriebe eines anderen 206er mit gleicher Motorisierung eingebaut. Mein 206cc fuhr damit wieder einwandfrei geradeaus und spurtreu. Habe daraufhin mein gesamtes Getriebe inkl. Differential instand setzen lassen.
Ich danke allen, die sich bemüht haben mir hier zu helfen und hoffe mit meiner Lösung anderen Peugeotgeschädigten viel Ärger und Frust ersparen zu können.
Gruß CS1102
😉 zum glück hab ich selbst keinen 206 🙂
aber bei dem objekt, das ich (immer noch) vor hab, hat sich auch noch ein ganz anderer fehler herausgestellt: in der antriebsachse rechts ist ein lager des tripodegelenks(am mittellager) zerfallen.... das ding gibt es natürlich ausgerechnet für peugeot nirgends. und die welle kostet auch eine kleinigkeit.
ich denke mal, das auch da ein teil des merkwürdigen fahrverhaltens von dem klemmenden gelenk kam.
man lernt nie aus!
in der tat, das habt ihr ihm gesagt....
übrigens, ich halte den 206 für einen sehr guten kleinwagen, solange er technisch o.k. ist.
das war aber bei den "franzosen" schon immer so. es bedarf einer besonderen mentalität im reparaturfall.
wer will denn schon gleich ein getriebe wechseln? schon das wechslen der rechten antriebswelle scheint rein optisch kein vergnügen.
und die gesamte vorderachse ist verglichen mit anderen fabrikaten ein fürchterlich knapp zusammengefügtes ding, was die reparaturen so schwierig macht. die teile sind original sau teuer. und geben überproportional früh den geist auf. und zwar gründlich.
wiess der teufel, woran das liegt.
aber fahren lassen sie sich wie ein "grosser". komfortabel, schnell, geräumig. wenn ich den mal fahre, vergesse ich wirklich immer, dass ich in so´ner kleinen hutsche sitze.
ich glaub, ich kleb mal´n (plastik- 😉 )stern auf die haube.