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1er BMW Steuerkette wechseln nötog?

BMW
Themenstarteram 18. Mai 2019 um 10:41

Hallo,

ich habe bereits das ganze Internet auf den Kopf gestellt, aber noch nicht das Richtige gefunden. Und zwar geht es um einen Bmw, 116i EZ 8-2008 mit 122 PS (3-Türer). Das Fahrzeug ist immer gewartet worden und hat nun 110.000km auf der Uhr. Ich würde es gerne kaufen, aber habe Bedenken wegen der Steuerkette. Die wurde bisher nicht ausgetauscht. Ist dieses Modell noch sehr von dem Steuerkettenproblem betroffen? Und muss man die Steuerkette generell wechseln lassen, auch ohne Symptome? Oder kann es sein, dass die Kettte nie gewechselt werden muss und bis zum Schluss hält? Also sollte man die Kette sozusagen in einem Intervall sowieso tauschen? Oder ratet ihr mir vom Kauf ab?

Danke im Voraus für die Hilfe!

Liebe Grüße ????

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7 Antworten

Das Thema interessiert mich auch sehr, hat doch meine Frau genau den gleichen 1er... Der N43B16 Motor hat eine Simplexkette so dünn, wie beim Fahrrad und zusätzlich eine Kettenscheine aus Kunststoff... Wir haben jetzt Mal sicherheitshalber den neuen Ketten Spanner bestellt, da der um nur €50 eine gewisse Sicherheit gegen das gefährliche Schlagen der wenig gespannten Kette auf die Kunststoffscheine bietet... Zudem haben wir die Start Stopp Automatik raus programmieren lassen...

Die Steuerkette dürfte nicht das alleinige Problem sein, sondern eher die aus Kunststoff gefertigten Führungsschienen und Kettenspanner. Der Weichmacher aus den Kunststoffschienen ist nach 10 Jahren entwichen, und die Teile härten aus und werden deshalb brüchig, und liegen dann in der Ölwanne rum und verstopfen das Ölsieb.

Kettenspanner und Führungsschienen gehören aus gepressten Baustahlblech einer gewissen Güte der Stärke 2,5mm gefertigt, die wären nicht nur leichter sondern auch haltbarer. Kunststoff gehört in keinen Verbrennungsmotor, daß lernt man schon im Studium, also ist das eine böswillige Fehlkonstruktion, zu Lasten der Zweitverbraucher.

Der sauteuere Ölwechsel bei BMW hat seinen Sinn, denn die verwenden ein spezielles Kunststoff-Additiv in dem Öl. Ölwechsel sollte aber eh nach max 15.000 Km erfolgen, und beim Gebrauchwagenkauf sogar umgehend.

Zitat:

@BMWBernd320d schrieb am 18. Mai 2019 um 14:30:49 Uhr:

Der sauteuere Ölwechsel bei BMW hat seinen Sinn, denn die verwenden ein spezielles Kunststoff-Additiv in dem Öl. Ölwechsel sollte aber eh nach max 15.000 Km erfolgen, und beim Gebrauchwagenkauf sogar umgehend.

Mindestens genau so sinnvoll ist es, ein Öl mit der genauen und richtigen BMW Freigabe zu verwenden. Also LL01 oder LL04, je nach Vorschrift. Die Kettenspannschiene dankt das.

Scheckheftgepflegt ist für mich ein Negativkriterium, speziell bezüglich des Ölwechsels. Das kann nämlich nach meiner Meinung im Extremfall heißen, dass nur alle zwei Jahre oder nach 30 000 km das Öl gewechselt wurde.

15 000 km können nach meiner Meinung bei reinen Langstreckenfahrzeugen ein bisschen überzogen werden, wenn ein xW-40 Öl verwendet wurde. Bei Kurzstreckenwagen sollten man bei deutlich unter 10 000 km das Öl wechseln. Das freut die Steuerkette. Nur meine Meinung!

Bei reiner Kurzstrecke sogar schon bei 8.000 Km, Wasser und Spritrückstände sammeln sich im Motoröl, bis das Öl nur noch 50% beträgt, der Rest ist nur noch schmierunfähiger Müll.

Kein Wunder wenn Ölabstreifringe versuppen und die KGE-Membrane/Schläuche zugekleistert sind, dann fängt die Karre an zu spinnen und die MKL leuchtet auf.

Regelmäßiger eher verfrühter Ölwechsel und die Batterie regelmäßig nachladen, dann macht das FZ fast keine Probleme, und bei Automatik-Getriebe eine Ölspühlung veranlassen, auch wenn etwas teuer.

Die Führungsschienen wollt ihr aus Metall machen? Sind nicht sämtliche Kettenschienen bei Verbrennungsmotoren aus Kunststoff um die Reibung zu verringern? Gerade bei der hohen Drehzahl ist Metall auf Metall keine gute Lösung, das weis man auch ohne studiert zu haben. ;)

Mit den richtigen Ölsprühdüsen im Motor konstuktiv richtig verbaut, gäbe es kein Reibungsproblem. Der Motor soll ja nur max 150.000 Km laufen/halten und dann ist ein Neukauf erwünscht. An die nachfolgenden Kunden des FZ hat man schon gedacht, die werden mit überteuerten Ersatzteilen versorgt, oder müssen selber schrauben.

Zitat:

@e36driver89 schrieb am 18. Mai 2019 um 19:15:56 Uhr:

Gerade bei der hohen Drehzahl ist Metall auf Metall keine gute Lösung, das weis man auch ohne studiert zu haben. ;)

Nicht unbedingt. Die Nockenwellen (Metall) laufen ja auch auf den Stößeln (Metall) der Ventile. Zugegeben, die erforderliche Genauigkeit wird bei Autos mit Hydrostößeln und bei Motorrädern (hohe Drehzahl!) mit austauschbaren Shims unterschiedlicher Dicke erreicht, weil doch einige Vorgänge das Ventilspiel beeinflussen. Außerdem werden diese Bauteile mit reichlich Öl versorgt.

Um die Frage korrekt zu beantworten, müsste man sich mit den Reib- und Verschleißeigenschaften der Werkstoffe der Kette sowie der Schiene auseinandersetzen.

Verbaue ich eine Simplexkette aus mechanisch sehr belastbarem Stahl mit beschissenen Reibeigenschaften oder eine Duplex-, Triplexkette aus einem weniger belastbaren Stahl aber guten Reibeigenschaften?Was passiert mit dem Kunststoffabrieb vs. dem eventuellem Metallabrieb? Welche Rolle spielen die Additive in den Ölen, insbesondere im Hinblick auf die Kunststoffschiene? Was passiert nach 5, 10, 15 Jahren? Nach 50tkm, 100tkm, 150tkm? Kurzstrecke, Langstrecke?

Es ist zwar schonmal ein Ansatz, verschiedene Punkte 1:1 gegeneinander aufwiegen zu lassen (also z.B. Kunststoffschiene vs Metall etc.). Aber um eine Fragestellung qualifiziert zu beantworten, muss man doch eher quantitativ arbeiten, d.h. sich mit greifbaren Zahlenwerten befassen, Versuche durchführen etc. Das kann leider kein Forumheld. Hat aber jemand in der Motorenentwicklung bei BMW sicherlich gemacht und man wollte sicherlich etwas Dickeres als eine Fahrradkette verbauen, aber wenn die Blödmann-BWLer aus dem Controlling einen Strich durch die Rechnung zu machen, dann ist das halt so.

Zitat:

@e36driver89 schrieb am 18. Mai 2019 um 19:15:56 Uhr:

Gerade bei der hohen Drehzahl ist Metall auf Metall keine gute Lösung, das weis man auch ohne studiert zu haben. ;)

Erstaunlich, was man alles im Studium lernt :D

Um zur eigentlichen Frage zurückzukommen:

Ja, die Steuerkette ist scheiße. Prüfe erstmal, ob sie schon locker ist (bei kaltem Motor und offenem Öleinfülldeckel versuchen, die Steuerkette zu bewegen, sie sollte stramm sitzen).

Ist sie locker -> nicht kaufen.

Den neuen Kettenspanner würd ich aufjedenfall einbauen, wenn noch nicht bereits im Rahmen eines Service-Termines getan.

Start-Stopp immer ausmachen oder rausprogrammieren (aufpassen: evtl. Steuer"betrug")

Aufs eigene Fahrprofil achten: Nicht ständig Kurzstrecke ballern. Dafür kann man sich auch einen Smart kaufen. Dem Auto zuliebe eher längere Strecken fahren (z.B. Pendelstrecke 30km hin+ 30km zurück).

Regelmäßiger Ölwechsel, ich machs alle 15tkm. Also einmal zwischen dem Serviceintervall. Das Forum https://oil-club.de/ ist bzgl. der Ölauswahl sehr interessant und hilfreich. Man kann sich auch eine Ölempfehlung aussprechen lassen. Hier ist meine: https://oil-club.de/index.php?...

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen. Ich habe schonmal anderswo einen Beitrag dazu verfasst, da kannst du gerne in meinem Profil nach einem älteren Beitrag schauen.

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