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vida´s kynismus seite

der volvo ist keinem gewachsen

31.10.2009 19:50    |    vidaman    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: 2009, 80er, Entfruster, Muntermacher, Soundcheck, Spandau Ballet

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Spandau Ballet

 

sie waren die new wave / romantic götter der 80er jahre: "Spandau Ballet"! nun, fast 20 Jahre nach ihrer trennung und rechtzeitig zum 30jährigen bandjubiläum, ist die band wieder in der kompletten originalbesetzung zusammen! und dieses ereignis wird mit einer gigantischen tour gefeiert. die einzelnen konzerte sind leider bisher allesamt in großbritannien, aber es sollen auch diverse auftritte auf europas festland folgen.

 

eine pressereife homage an diese band und ihrem neuen album kommt hier von jemand zu/m tage/lesen, der auch schon den motortalkern eine menge freude durch den SME machte :D "EIFEL ELCH" !!! doch lest selber:

 

Ein großer Musiker sang einmal „Music was my first Love… and will be my last“. Dieses Lied ist die Basis meines Lebens, glaube ich manchmal. Musik ist nicht alles, aber ohne Musik wäre zumindest mein Leben wie ein Leben im Koma… oder wie die Pflicht ohne Kür. Deshlab begleitet mich Musik, hauptsächlich per Radio auf meinen Wegen im Auto und im Büro, die Zeit beim Kunden muß ich natürlich opfern, aber von nix kommt nix. Sollte mal mein Heimatsender nicht erreichbar sein, pfeife ich mir gern Alben rein, von den meisten Compilations und Fremdzusammenstellungen halte ich in der Regel nichts. Soviel dazu. Vor diesem Hintergrund hat es ein Album entsprechend schwer, in kurzer Zeit oft gehört zu werden. Und deshalb kaufe ich auch selten neue Alben.

 

Und beim Hören des folgenden Albums überkam mich doch tatsächlich sogar die Lust, meine Eindrücke niederzuschreiben.

Spandau Ballet melden sich zurück.

 

Das aktuelle Album nennt sich „Once More“ und zeigt deutlich, daß die Jungs um Tony Hadley es nochmal wissen wollen. Aufmerksam geworden bin ich durch einen Auftritt der Brit-„New-Romantic“er in irgendeiner Revival-Show (vermutlich die Chart-Show ), bei der sie unter anderem auch ihre neue Single vorstellten. Dieses Album aber als „Best Of“ oder „Greatest Hits“ darzustellen, ist meiner Meinung nach trotz nur 3 neuer Lieder aber falsch. Der Variantenreichtum bei der Neuinterpretation ist so gut wie ein eigenständiges Album.

Mittlerweile hab ich das Album etwa 5mal komplett durchgehört. Mein persönliches Fazit: Sie sind wirklich zurück, und sie sind sich treu geblieben. Auch wenn die Jungs keine Jungs im eigentlichen Sinn mehr sind, die Stimme und den Wiedererkennungswert haben sie beibehalten.

 

Schon der erste Track „Once More“ zeigt die Unverwechselbarkeit von Spandau Ballet. Deutlich zu spüren ist, daß sie akustischer, also mit deutlich weniger Synthesizern oder elektronischen Instrumenten, daherkommen. Deutlich herauszuhören sind Gitarre, Saxophon und Klavier in allen Tracks.

Auch das 2. Lied „Cut A Long Story Short“ kommt schwungvoll, aber mit der typischen leichten Sentimentalität der Gruppe daher.

Völlig überrascht hat mich dann der 3. Track „Gold“. Jawohl, die Klassiker haben auch den Weg auf das Album gefunden. Aber nicht in der oft durchgeführten Variante mit härteren und/oder schnelleren Beats, sondern eher im Stil der MTV-Unplugged-Reihe. Dynamisch und wohlgefühlt kommt auch der Gesang daher. Nur ganz selten gehen die Gefühle mit Tony Hadley durch, dann versucht er ein ungewöhnliches Highlight zu setzen wie am Schluß von „Gold“.

 

Ein weiterer Klassiker folgt auf dem Fuß: „True“. Langsamer, ruhiger, aber mit weniger Schmalz bringen Spandau Ballet die Ballade zu Ohr. Gerade im Auto auf der Rückfahrt eines unangenehmen Termins kommt das Album bis hierhin sehr gut und bringt meine Stimmung in Richtung Feierabend. Das liegt wohl auch an der Länge des Liedes: ganze 5:45min. Meiner Meinung nach auch gut durch seinen lounchigen Charakter als Hintergrundmusik bei einer gemütlichen Runde zu empfehlen. Ob das am lockeren Saxofonspiel liegt?

 

„Chant No. 1“ kommt da deutlich belebender rüber. Hier spürt man auch die Freude der Jungs, wieder Musik zusammen zu machen. Und die markante Zeile „I Don´t Need This Pressure On“ zeigt, daß sie es zwar wissen wollen, aber doch nicht mit all dem Druck…

 

Jazziger, aber nicht weniger belebend wird das Album mit „I´ll Fly For You“ fortgesetzt. Da wird das Mitwippen zur unbewußten Lockerungsübung.

Und gleich im Anschluß kommt wieder ein Klassiker in neuem beschwingt-sentimentalem Gewand: „Only When You Leave“. Zwischendurch macht sich sogar ein leicht wohliger Schauer auf meinem Rücken bemerkbar. Musik geht halt doch unter die Haut…

 

Schaurig im positiven Sinne kommt dann auch „Through The Barricades“ daher. Eindeutig akustische, also handgemachte Musikinstrumente unterstreichen die geniale Interpretation von Tony Hadley. Martin Kemp beteiligt sich mit seinem Bass deutlich, aber unaufdringlich. Auch Gary Kemp mit der Gitarre fällt so auf. Das Arrangement haben echte Künstler aufgesetzt, keine geldgeilen Musikbosse. Danke hierfür.

 

„She Loved Like Diamonds“ startet mit Streichern und lockerem Rhythmus, doch auch hier ist deutlich die Sentimentalität spürbar, die die ehemaligen Makers zu ihrem Erfolg als Spandau Ballet brachten. Das kürzeste Stück auf dem Album neben dem folgenden Track…

 

Damit die Stimmung nicht kippt, folgt in erfolgreichem Clubbeat-Rhythmus „Communication“. Das kürzeste Lied, wobei ich manchmal das Gefühl habe, die Jungs schreiben zwar geniale Lieder, aber nicht unbedingt die besten Endungen…

Ruhiger startet „Lifeline“, das sich aber dann in bekannter Weise steigert. Auch hier spürt man deutlich den Spaß der Jungs beim Musizieren.

 

Was kann da noch kommen, fragt man sich, als die Streicher das Ende des Liedes einleiten. Ein kleines Gitarrensolo führt akustisch sauber überleitend zum vorletzten Lied „With The Pride“. Hier wird’s ein wenig melancholisch, was aber der Grundstimmung des Albums keinen Abbruch tut. Im Gegenteil: da das Lied nicht von anderen Instrumenten überladen ist, freut man sich quasi schon auf den nächsten Track, ohne das Ende dieses Tracks herbeizusehnen.

Als Abschluß gibt’s dann noch „Love Is All“ auf die Ohren. Und bringt mich so zurück zu meiner ersten Aussage… ?

 

Wie ich finde (und auch schon schriebte, schrubbte oder schrub oder schrabbelte oder wie auch immer) ein sehr harmonisches Album, das nicht dem sonstigen Bestreben alter Bands nach schneller Geldmacherei folgt. Entspannend, stimmungsfördernd, aber nicht runterziehend wenn man eh schlecht drauf ist, gehören Spandau Ballet generell ins Auto, da macht „Once More“ keine Ausnahme. Ganz klar eine Empfehlung, wenn man die Truppe schon in den 80ern mochte. Zum Glück hat die Singleauskopplung auch den Weg in die Radios gefunden, so bleibt zu hoffen, daß es nicht nur ein kurzes Aufflackern der Genialität war.

 

Übrigens: wenn es ein Album schafft, trotz Heimatsender-Erreichbarkeit abgespielt zu werden, ist das ein echtes Highlight. Das schafft so schnell kein Album – schon gar nicht 5x in fast 2 Wochen!!!

 

 

ich kann hier nur noch ein paar links hinzufügen;), wobei der zur "band - homepage" eigentlich ausreicht.

 

www.spandauballet.com

 

LG

Vidaman


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DEIN LETZTER WAGEN IST IMMER EIN KOMBI!

 

DIE WAHRHEIT, ÜBER DIE SCHÖPFUNG !!!!!!!!

Am Anfang war nichts außer Gott.

Eines Tages bekam er eine Gemüsekiste voller Erbsen.

Er fragte sich, woher sie kommen könnte , denn er kannte ja außer sich, niemanden.

Er traute der Sache erstmal nicht und ließ die Kiste einfach in der Kellerwolke stehen, oder besser schweben :rolleyes::D

Nach sieben Tagen :o, zerplatzten die Hülsen und die Erbsenkugeln schossen mit einem Knall und großer Gewalt ins Nichts :eek:

Oft blieben die Erbsen, die zusammen in einer Hülse gewesen waren, zusammen. Sie umkreisten sich gegenseitig :o

Sie begannen sogar zu wachsen und zu leuchten. :cool:

So wurde aber aus dem Nichts das Weltall.;)

Gott wunderte sich sehr darüber. Auf einer der Erbsen entwickelten sich später alle möglichen Lebewesen.

Darunter auch Menschen, die ihn kannten :eek::rolleyes::D und auch die Art von Mensch, die einen Volvo fuhr.

Fast alle zusammen, schrieben ihm die Erschaffung des Weltalls zu, und verehrten ihn dafür.

Gott wehrte sich Natürlich nicht dagegen.

Er grübelt nur bis heute darüber nach, wer zum Teufel, ihm die Kiste mit den Erbsen geschickt haben könnte. :confused:

(Vidaman baut keine Erbsen an:D)

Lieblingszitate

"Humor ist der Knopf ,

der verhindert,dass uns

der Kragen platzt"

J. Ringelnatz, 1883 - 1934

 

der "TopTipp" 27/03/2011