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Quo vadis Kawa KZ 440?

Ein Newbie unter den Schraubern versucht sich an einer Kawa KZ 440 von 1980, die seit knapp 20 Jahren nicht mehr bewegt wurde. Viel zum Kaputtmachen gibt es nicht, aber viel zu Lernen!

28.05.2020 20:01    |    BMWFreeRiderO    |    Kommentare (4)

Etwas traurig schaut sie aus
Etwas traurig schaut sie aus

So, nach Tagen der Schraubpause ging es heute ein bisschen weiter. Viel Zeit hatte ich heute nicht, da ich beschäftigt war, Teile für ein Nebenprojekt zu besorgen, welches mir bei der Restauration der Kawa helfen soll - mehr in einem späteren Blogartikel dazu :cool:

 

Also kurzerhand Schraubenschlüssel und -dreher rausgeholt und ran an den Blinker. Den kriegte ich zwar locker - aber nicht ab. Und zwar weiß ich nicht, wie ich das Kabel, welches in den Blinker hineingeht, lösen soll.

 

Egal, weitermachen, vorne, Vorhaben: Tacho abbauen - und dann auseinanderbauen.

 

Dafür widmete ich mich erst dem Vorderlicht, um mir etwas Platz zu verschaffen und öffnete dies auch gleich dabei. Viel Kabel, mehr gibt es da auch nicht zu sehen.

 

Dann, Schrauben und Muttern vom Tacho gelöst, Lampen rausgenommen und sicher verpackt (schließlich funktionierten die ja noch).

 

Dabei habe ich immer mehr den Eindruck, dass dieses Motorrad mal ein lebendiges Biotop darstellte: überall Spinnennester vergangener Generationen (also immerhin nichts mehr, was da rumkrabbelt und rumbrütet).

 

Nun hatte ich es auch geschafft, den Tachokörper auszubauen und wollte diesen auseinandernehmen, da sich auch hier, zwischen Tachoblatt und Glas, ein altes Spinnennest befindet. Doch Pustekuchen, da komme ich nicht weiter.

Zwar konnte ich die zwei Schrauben auf der Rückseite lösen, sodass der Kilometerzähler jetzt locker ist, aber bekomme die Rückseite nicht aus dem Gehäuse.

Erst versuchte ich es mit sanfter Gewalt (aka Gummihammer), später damit, dass Blech hinten hochzubiegen, dann wieder Gummihammer. Es half alles nichts, bombenfest. Der silberne Chromring lässt sich drehen, aber das bringt nichts. Wahrscheinlich ist dieser Tacho nicht dafür gedacht, ihn in Einzelteile zu zerlegen. Doch wenn Spinnen ihren Weg hineinfinden, bleibt einem ja nichts anderes übrig.

 

Außer natürlich einen neuen Tacho, aber das will ich nicht, der ist ja noch gut! Komponenten, die aus mehreren Teilen bestehen, aber sich nicht in diese zerlegen lassen, wenn eines dieser Teile kaputt ist: grrrr :mad: Es sind diese kleinen Dinge, die einen aufregen.

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28.05.2020 20:36    |    Jungbiker

Ich glaube, man muss am Tacho die zwei Buchsen rausdrehen.

Sieht so aus, als ob es dafür ein Spezialwerkzeug gibt.

Ich würde es mal mit einer Kombizange probieren. Greiffläche mit Gaffertape abkleben.

Dann gibt´s keine hässlichen Spuren.

 

https://goparts.eu/.../meters--80-a1--


28.05.2020 21:40    |    440erStan

Hallo,

 

ich würde das Kabel vom Blinker unter der Sitzbank trennen. Bei meinen Original-Blinkern die allerdings rund sind,

schraubt man das orangene Blinkergehäuse ab und da ist eine Mutter die man losschrauben kann. Dann lässt sich

das ganze Geraffel rausnehmen, allerdings kann man dort die Kabel nicht einfach lösen, die sind mit der

Birnenfassung fest verbunden. Mich haben die globigen Dinger genervt und mir Miniblinker bei Louis geholt, die waren damals grade als Schnäppchen im Angebot.

Beim Tacho kann ich dir leider nicht weiter helfen, da hab ich selbst noch nichts dran gemacht. Zur Not kann man da auch einen in der Bucht schießen falls man nicht weiterkommt.


04.06.2020 14:56    |    BMWFreeRiderO

Moin!

Danke für die Tipps, ihr beiden! War auch schon etwas auf der Suche und habe etwas zu dem Thema gefunden (in englischsprachigen Foren), lasse es euch wissen, wenn es da was Neues gibt!

 

Momentan hänge ich gerade am Vergaser der GPZ 500 S, die ich ja FAHREN und nicht ZERSCHRAUBEN will. Aber auch da fällt ab und zu was an.

 

Ja, gibt da ganz nette Modelle im Internet. Mal schauen, zur Not flexe ich den originalen mit dem Dremel auf. Aber das nur als letzte Option. Wage mich da demnächst mal ran.


05.06.2020 00:57    |    440erStan

Moin!

Hab's gerade gelesen mit der GPZ, mein erster Gedanke war...wieviele Moppeds hat er denn noch :-)

Spaß beiseite, hol dir die Reparatursets dann biste auf der sicheren Seite und vor allem, verlasse dich nicht auf das

Ultraschallen, hab ich bei meiner 440er auch gemacht und es war "Geld zum Fenster rausgeworfen", ein Kanal war

danach immer noch verstopft und den hab ich dann mit Vergaserreiniger und Druckluft freigeblasen.

Es stimmt leider, man kann sich halt bei eBay oder sonstigen Portalen auf nichts verlassen, es ist halt leider

Realität bei Gebrauchtteilen das man da keine Garantie bekommt. Der Verkäufer von dem Motor hat mir

erzählt, er habe sich den Motor als Ersatz gekauft und auch nie eingebaut gehabt. Mag stimmen oder auch nicht,

jedenfalls hab ich dadurch ne Menge gelernt und bin heute noch Stolz drauf, dass ich das so hinbekommen habe.

Habe für den Einbau des Motors, was ja alleine nicht zu schaffen ist die Hilfe von einem ehemaligen Arbeitskollegen

gehabt. Der ist ja gottseidank ein versierter Schrauber von dem ich mir immer wieder mal gute Tipps hole.

Habe einen Motorein-u. ausbau zuvor mal an einer Daelim 125 mal gemacht, da ging es noch da der Motor nicht allzuschwer ist alleine.

War jetzt am Pfingstmontag wieder mal mit meinen beiden Schwagern (Quad Yamaha Reptor) unterwegs + einem

KTM-Quad 990, war jetzt nicht so prickelnd und man muß die 440er dann auch ziemlich fordern um mitzukommen.

Ich fahre eigentlich gerade mit der 440er lieber alleine, da hat man den Streß nicht so.

Die nächsten Tage werde ich mal wieder einen Öwechsel machen so nach ca. 6000 km, ich nimm es da nicht so genau...ist ja keine Garantie mehr drauf ;-) aber glaube mir nimm kein synthetisches Öl bei der 440er sondern nur mineralisches. Ich nimm da das Procycle von Louis 15 W 40 oder 20 W 40 das reicht, hatte das auch immer in meiner VN 1500 und die lief nach über 70 000 km immer noch astrein.


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