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Projekt "Irmgard"

Wenn Träume wahr werden und was sich alles dahinter verbirgt . . .

19.11.2018 21:34    |    BeetleJuice72    |    Kommentare (7)

Hallo liebe Käfer Freunde!

 

Viele Wege führen nach Rom, nur blöd wenn man nach Jesolo will. :)

 

Unter diesem Moto möchte ich Euch in diesem Artikel mal von meiner Projektvorbereitung, der dazugehörenden Planung und wie es Schlussendlich losging erzählen.

 

 

Frisch gewaschen...Frisch gewaschen...

Da stand sie nun frisch gewaschen in der Garage und ich?!

Voller Motivation und doch sehr Respektvoll vor den anstehenden Arbeiten...

Käferspezifisches Wissen?!

Gab es noch nicht wirklich viel...

Was nun???

Es musste eine Strategie her wie man solch ein Projekt am besten meistern kann. Doch wie startet man, wenn man nur das Fahrzeug, die Fahrgestellnummer und eine Motornummer hat? :confused:

 

Schritt 1: Motor-TalkMotor-Talk

Mein erster Schritt war es massiv Käferwissen aufzubauen. Recht schnell entdeckte ich das Motor-Talk Forum für mich. :) Jedoch überforderte mich der ein oder andere Beitrag, da ich mit den unterschiedlichen Baureihen, den ganzen verschiedenen Baujahren und Änderungen noch nichts anfangen konnte. Somit zurück zur Käfergeschichte :)

Da es zu meiner Irmgard vorerst keine Fahrzeugpapiere mehr gab, musste ich mal anhand der Fahrgestellnummer das genaue Baujahr herausfinden. Buginfo - Modellhistorie

Beim Umsehen auf dieser Website lernte ich auch viel über die anderen Modelljahre, kann einem ja später einmal natürlich von Nutzen kann.

Weiter ging es mit der Motornummer...

Auch hier konnte ich schnell mit Hilfe des Internets feststellen was das "D" vor der Nummer bedeutet. :)

1200ccm (1192ccm) bei eleganten 34PS.

Für alle weiteren tiefgründigeren Recherchen zum Thema Motor (und auch anderen Themen) kann ich euch nur wärmstens: Flat4 empfehlen.

 

Um nun das ganze Wissen, welches da auf einen zukommt zu bändigen, benötigt man entweder einen Sheldon Cooper oder eine gute Excel-Liste/Datenbank. :)

Ich entschied mich für Excel und begann mal das gesamte Fahrzeug in Kategorien zu unterteilen. Jedes mal wenn ich irgendwo etwas wissenswertes gelesen habe, legte ich die Info oder auch den Link entsprechend der Kategorie ab.

Somit hat man später beim bestellen von Ersatzteilen oder wenn man mal nach etwas sucht immer schnell eine komplette Übersicht und Datenbank parat.

 

Schritt 2:

Um nun etwas mehr ins Detail gehen zu können habe ich mir aufgrund von Empfehlungen ein paar Fachbücher organisiert.

Meine Tipps dazu:

1. VW Käfer - So wird's gemacht

2. VW Käfer - Jetzt mache ich ihn schneller (auch wenn er nicht schneller wird :) )

3. Motoren - von Helmut Hütten

 

Vorsicht! Motoren ist ein wirkliches Fachbuch und zum "für hier und da mal" sehr trocken und auch nicht ganz günstig €€€.

Nun waren vorerst mal die gröbsten Wissenslücken gefüllt :)

 

Schritt 3:

Jetzt kann es mit dem schrauben losgehen!... Dachte ich mir halt bis ich dann doch recht schnell merkte, dass es bereits mit abgebauten Kotflügeln, Trittbrettern, Kofferraumklappe, Motorhaube und der Beleuchtung zum ersten mal etwas unübersichtlich wurde... :D

Es muss sehr viel mehr System ins Spiel kommen!

Auf zum Baumarkt ein paar Regale, Boxen und Tüten organisieren um dem ganzen Ordnung zu verleihen.

Ab sofort wurde alles was zerlegt wurde Katalogisiert (Excel), in Boxen oder Tüten sortiert und anschließend in den Regalen verstaut.

 

Schritt 4:

Währenddessen ich mich mit Schritt 3 abplagte fiel mir eines auf... So einfach der Käfer von der Technik und vom Aufbau her auch ist, es ist fast unmöglich sich alles zu merken. Und jetzt das wichtigste... Es ist UNMÖGLICH überall anzufangen und alles zu zerlegen, auch wenn man noch so motiviert und euphorisch ist.

Deshalb erzähle ich Euch jetzt mal was von meinem Masterplan.

Nachdem ich Irmgard bereits in Excel Kategorisiert hatte, ging ich mal Kategorie für Kategorie durch und versuchte mal einige Arbeitsschritte zu erfassen. Man merkt recht schnell das man hierbei vom Zehntel ins Tausendstel kommt...

 

Schlussendlich entschied ich mich anhand meiner Erst-Analyse für folgende Vorgehensweise:

1. Motor -> ausbauen, zerlegen, prüfen, überarbeiten, zusammenbauen

2. Elektrik -> Kabelbaum ausbauen, erneuern

3. Interieur -> vorerst nur mal ausbauen und einlagern

4. Karosserie / Chassis -> die große Trennnung

5. Chassis -> reinigen, schleifen / strahlen, schweißen, versiegeln, beschichten

6. Fahrwerk & Bremsen -> reinigen, prüfen, überarbeiten, zusammenbauen

7. Chassis -> reinigen, schleifen / strahlen, schweißen, versiegeln, beschichten

8. Interieur -> überarbeiten, einbauen

9. Hochzeit -> alles sollte wieder an seinen Platz :D

10. SPASS HABEN!

 

Wobei ich hierzu auch sagen muss, der Spaß steht bei mir definitiv immer an erster Stelle! ;)

 

Wie habt Ihr Eure Projekte gestartet und wer hatte bzw. kämpft jetzt noch mit den selben Problemen die ich in der Planung und Organisation hatte herum? :)

 

In meinem nächsten Beitrag möchte ich Euch mal meine 5 wichtigsten Tools und Toys, welche ich beim Schrauben immer an meiner Seite habe, vorstellen. Zusätzlich werde ich Euch ein paar Einblicke in meinen Motorausbau und die ersten Zerlegearbeiten geben. :)

 

VW-Käfer - So wird's gemacht.VW-Käfer - So wird's gemacht.Jetzt mache ich ihn schneller.Jetzt mache ich ihn schneller.MotorenMotoren

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20.11.2018 08:19    |    Tobner

Erinnert mich an Sheldon Cooper, als er für eine Reise seine komplette Kleidung katalogisiert hat, um es "einfacher" zu machen :D

 

Klingt alles sehr durchdacht. Wenn ich mir das durchlese, hast du noch nicht viel Schraubererfahrung?!

Macht aber nichts, jeder muss mal anfangen. Die Idee mit den Tüten und Kisten ist in Ordnung. Mach noch einige Fotos von kleinen Details. Beispielsweise wie herum Schrauben sitzen, wo welche Kabel verlegt und befestigt sind, wie irgendwas zusammen gehört. Das sollte beim Käfer aber recht übersichtlich sein.

 

Ich möchte dir noch einen Tipp geben, so unter Schraubern ;)

Wie du schon selbst herausgefunden hast: Fang nicht an jeder Ecke wild an, sondern überlege dir einen Ablauf. Warum? Wenn du das Chassis zerlegst, abschleifst, dann den Motor zerlegst, danach das Fahrwerk zerlegst, dann am Motor weitermachst, danach die Elektrik anfängst und dann erstmal Bier trinkst, verlierst du den Überblick. Ich (und das habe ich bei meinen Aktionen gelernt, ganz subjektiv) versuche da einen roten Faden herein zu bringen. Beispiel BMW: Erst strippen, dann Hinterachse komplett, dann Vorderachse/Vorderwagen komplett, dann den Motor öffnen, überholen, zusammenbauen, dann interieur, dann Elektrik.

 

An vielen Fronten gleichzeitig kämpfen bremst dich aus und du verlierst die Lust. Weil du am Ende vor einem Trümmer stehst, der dir über den Kopf wächst. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht. Mir gefällt dein Projekt :)


20.11.2018 09:16    |    BeetleJuice72

@Tobner naja bis zu dem Zeitpunkt wo ich die angeführten Schritte durchgeführt habe hatte ich noch eher wenig Erfahrung was eine Restauration eines ganzen Autos betrifft. Schraubererfahrung sollte eigentlich vorhanden sein, da ich auch meine Motorräder immer selbst instand gehalten habe und auch von jungen Jahren weg stets meinem Vater bei seinen Amerikanern, etc. geholfen habe. :)

Vielen Dank für deine Tipps! ;)

Das mit den Fotos sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber da möchte ich näher in meinem nächsten Beitrag drauf eingehen.


22.11.2018 15:25    |    Max 0763

witzig "jetzt mache ich ihn schneller","verrät Frisierkniffe", früher "frisierte" man (wie beim Frisör) heute tunt man...trotzdem, es gab kein besseres Auto als einen Käfer zum modifizieren, bis hin zum Einbau eines Porsche Boxers....


27.11.2018 17:46    |    Amplifier

Wow. Respekt für dein Vorgehen. Im Zusammenhang mit Tobners Tipps fällt mir keine Sinnvollere Vorgehensweise ein.

Ich nehme mir ständig vor auch halbwegs so Zielführend vorzugehen.

 

Bisher hat es nur für "Fotos der wichtigen Sachen machen" und alle schrauben einer Baugruppe in einzelne Behälter zu machen gereicht.

 

Bisher habe ich trotz dieser stümperhaften Vorgehensweise noch jedes Projekt gut abgeschlossen.

 

Da sich im Laufe der letzten 13 Jahre einiges an Teilen angesammelt hat nehme ich mir schon seit geraumer Zeit vor mein Teilelager vernünftig zu Sortieren. Bisher Wunschdenken da mir da Momentan die Zeit fehlt das richtig anzupacken. Jedes Mal ärger ich mich das ich damals keine Gedanken daran verschwendet habe.

 

Ich gebe mir Zumindest mühe das es nicht schlimmer wird ^^

 

An den Sprüchen "Ordnung ist das halbe Leben" und "Einsicht ist der erste Weg zur Besserung" ist schon was dran.

 

Bleib so Strukturiert bei der Sache. Ich freue mich schon auf Weiter Geschichten :-)


28.11.2018 20:30    |    Ripatorget

Hallo !

Ich habe vor einigen Jahren ( 1965 )einen Käfer überholt. Ich habe damals die Karosserie von den Boden getrennt und zur Seite gestellt,danach mit der V Achse begonnen dannen Boden und anschließend H achse bzw Getriebe und Motor raus und instndgesetzt dh StößelRohre raus Zylinderköpfe runter und Öl Wanne ab . Dann diagnostiziert und entsprechend repariert ( alle Dichtungen neu und später) in umgekehrter Reihenfolge zusammen gebaut. Den Boden

hatte ich zwischendurch natürlich entrostet und gestrichen.

Nachdem der Boden ( Chassis ) fertig war habe ich mit der Instandsetzung der Karosse begonnen, alles ausgebaut und

zur Seite gelegt bis die Karosserie nackt war .um später Stück für Stück instand zu setzen.

Später habe ich diese nackte Karosserie lakieren lassen. In der zwischen zeit habe ich viele ZubehörTeile besorgt oder

repariert , um später alles schön der Reihe nach an der dafür vorgesehenen Stelle ver baut.

Diese Überholung dauerte etwa 1 Jahr aber alle Mühe war später beim fahren vergessen.

Nun viel Spaß !,


07.12.2018 07:51    |    BeetleJuice72

@Amplifier vielen Dank und ich werde mir Mühe geben! ;)

 

@Ripatorget finde ich auch gut! ;) Ich dachte mir ich mal lieber die Technik fertig bevor ich an die Schweißarbeiten ran gehe :)


13.12.2019 22:27    |    Ripatorget

Ich würde gerne mal wissen ,wie der Stand der Arbeit ist . Ich hoffe es hat alles funktioniert, bin sehr gespannt auf die Antwort, nur nicht aufgeben heute gibt s mehr Möglichkeiten an Infos zu kommen.

Liebe grüße Ripatorget


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