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joshy198

A4 B6 - Viel zu Reparieren

22.03.2020 21:35    |    joshy198    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: A4, Audi, B6/8E

Juni 2019

 

Es stehen wieder mal Reparaturen am Programm. Wie jedes Jahr im Sommer wird das Auto nochmal gründlich durchgecheckt und gewartet, ehe es irgendwann zwischen Mitte Juli und Ende August in den Urlaub geht.

 

Knapp 220T km hat das Fahrwerk gehalten, und dann war Schluss. Seit das Fahrzeug in meinem Besitz kam, wurde es aber häufig auf Straßen bewegt, die ein Puzzle aus Asphaltflecken darstellten oder mit Geschwindigkeitsbarrieren verunstaltet wurden. Dementsprechend hat das doch in die Jahre gekommene Fahrwerk gelitten und nun war's halt so weit. Der erste Dämpfer (Vo/Re) war durch und hinten ist's nur noch ne Frage der Zeit.

Hab' mich daher entschlossen, gleich alles auf einmal zu machen, da ich da die wenigste Zeit verliere. Für die Dämpfer VO muss sowieso alles runter, also kann ich da direkt alles tauschen, also

 

- Federn

- Dämpfer

- Domlager

- Staubschützer

 

Die "Böse Schraube" wird vermutl. auch kein großes Problem darstellen, da sie aufgrund des Querlenkerwechsels letztes Jahr gerade offen war.

 

Als Dämpfer kommen Sachs Supertouring rein, bei den Federn kommen ebenfalls Sachs zum Einsatz, die Domlager sind von SKF (Vo) und Lemförder (Hi). Staubschutz kommt von SKF (Vo) und Sachs (Hi).

 

Außerdem wird hinten die Bremse erneuert, da die Scheiben entsprechend verrostet sind und sich auch leichte Riefen gebildet haben. Die Bosch hat 3 Jahre und 60T km gehalten. Damit bin ich persönlich nicht wirklich zufrieden und als Ersatz kommen wieder Brembo zum Einsatz, da ich mit denen, genau wie mit den teureren ATE, bisher bessere Erfahrungen gemacht habe, sowohl in Bezug auf Haltbarkeit, als auch auf die Bremsleistung.

 

Eigentlich hätte ich die Reparaturen erst für Anfang Juli geplant gehabt, aber da ist mir der defekte Dämpfer zuvorgekommen, naja wird so auch zum schaffen sein... Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass die anderen Dämpfer ähnlich stark kaputt waren.

 

Neben der geplanten, aber außerplanmäßigen Reparatur gesellt sich auch diesmal wieder unerwartetes dazu. Die KGE scheint wohl am Ende ihres Lebens angekommen zu sein und wird, wenn ich schon am Schrauben bin, mitgewechselt. Leider gibt es das Teil nur Original oder von reinen Aftermarket Produzenten. Ich hab' jetzt nicht direkt Probleme damit, Teile bekannter Aftermarket Hersteller zu verbauen, nur ist das immer ein Abwägen zwischen Preis und Arbeitsaufwand. Bei Teilen, die sich schnell tauschen lassen (z.B. Bedieneinheit für Fensterheber,...) greife ich gerne auf solche Teile zurück, da sie im Falle eines erneuten Defekts kaum Probleme verursachen und schnell zu tauschen sind. Leider ist die KGE beim 2.5er nicht ganz so schnell getauscht, daher hab' ich mich dann doch dafür entschieden, das Teil bei Audi direkt zu kaufen. Mit etwa 100€ ist das natürlich im Vergleich zum Nachbau für knapp 30€ doch etwas schmerzhaft.

Das Originalteil wird übrigens von Hengst hergestellt.

 

 

Federn, Dämpfer, Domlager, Bremsen hinten und KGE sind nun neu. Irgendwie denkt man beim Einkaufen nie an alles, so auch in diesem Fall. Die Federn an der HA werden in den nächsten Wochen nochmal rauskommen, um die Gummipuffer zu wechseln. Bei der Gelegenheit werde' ich die Unterlegteller für das Schlechtwegefahrwerk mit rein montieren, um dem typischen Hängearsch vom 8E entgegen zu wirken.

 

Die Arbeit an sich verlief leider auch nicht ganz ohne Zwischenfälle. Obwohl die Querlenker (und die Schrauben) erst letztes Jahr erneuert wurden, saßen diese wieder ziemlich fest. Diesmal hat es die Fahrerseite erwischt, an der sich die böse Schraube nicht mehr öffnen ließ. Die Mutter ging zwar noch wie an der Beifahrerseite ohne größere Probleme ab. Die Schraube an sich aber nicht. Leider ist der Kopf trotz großer Vorsicht abgerissen. Irgendwie haben wir es dann geschafft, den Schrauben nach hinten über das Gewinde mit der Mutter raus zu ziehen.

 

Die HA verlief im Gegensatz dazu recht unproblematisch, einzig die Bremsleitung wird wohl nächstes Jahr zu erneuern sein, da die Kupplung zwischen Metallleitung und Bremsschlauch schon stark angerostet ist. Die Federn müssen, wie oben schonmal angemerkt, leider noch mal raus, um die Gummipuffer an der Feder zu wechseln. Um besser arbeiten zu können hab' ich dabei den Innenkotflügel demontiert. Leider war ich von dem, was ich dahinter vorfand negativ überrascht. Jede Menge Rost. Korrosionsschutz ist eigentlich etwas, was bei Audi lange Zeit großgeschrieben und ordentlich gemacht wurde. Dass man die Qualität über die Jahre mehr und mehr verringert hat, war mir klar, doch wie drastisch man dabei vorgegangen ist, hat mich dann doch stark negativ überrascht.

 

Im Gegensatz dazu sieht unser zehn Jahre älterer Audi 80 B4 deutlich besser aus. Dort findet man nämlich weder an der Karosse noch an den Türen nennenswert viel Rost, und das obwohl der Wagen schon lange keine Garage mehr gesehen hat, während mein B6 bis vor 3 Jahren ein Garagenfahrzeug war.

 

Das schöne Wetter und den freien Zugang ohne Federn und Dämpfer habe ich dann gleich genutzt, um den Rost mit einer Drahtbürste grob zu entfernen und die Stellen anschließend mit Brunox und Rostschutzfarbe zu behandeln. Ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, sollte aber in der Kombination mit ner größeren Menge Unterbodenwachs für ne Zeit lang gut sein.

 

 

Dann war noch die defekte KGE... die Reparatur an sich sah ja gar nicht so schwierig aus, hat sich aber etwas gezogen, da man für den Ölabscheider das V ziemlich ausräumen musste und der Filter dann nur mit viel Gefummel rauszukriegen war. Irgendwie ärgerlich, denn die Arbeit hätte mit deutlich weniger Aufwand vor 2 Jahren beim Kopfdichtungswechsel mitgemacht werden können. Dass der Ölabscheider wohl nicht mehr wirklich funktioniert hat, hat man deutlich an dem Entlüftungsschlauch vom Filter zum Lader gesehen, denn der war völlig verölt und auch vor dem Lader, unterhalb der Stelle, an der der Schlauch in den Ansaugtrakt mündet, hatte sich eine kleine Ölpfütze gebildet. Der Lader selbst scheint vom Spiel wohl auch nicht mehr der Beste zu sein. Naja, mal schauen, was da noch kommt.

 

Motor und Getriebeservice werden in den nächsten Wochen folgen, dabei kommen auch gleich die neuen Glühkerzen (diesmal von BERU) rein.

 

Etwa eine Woche später ist mir dann aufgefallen, dass hinten eine der Bremszangen wohl steckt. Hinten auf die Leitungen habe ich neue Muttern draufbördeln lassen und im Anschluss beide Sättel und die Schläuche gewechselt. Der eine Sattel hat schon ziemlich gesteckt. Ich hatte es beim Bremsen machen schon befürchtet, wollte es aber irgendwie nicht wahr haben, da das Teil dann doch noch zurückgedreht hatte und es wieder einigermaßen ging. Blöd gelaufen, aber was soll’s.

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