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joshy198

A4 B6 - Viel zu Reparieren

23.03.2020 20:54    |    joshy198    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: A4, Audi, B6/8E

Nockenwelle mit abgeplatzer Nocke
Nockenwelle mit abgeplatzer Nocke

Juli 2019

Es reißt irgendwie nicht ab. Die Kiste scheint wirklich verflucht zu sein. Der Wagen hat extrem zu qualmen begonnen, also habe ich mich auf die Suche nach der Ursache gemacht. BEIDE Ladeluftkühler sind hinüber. Ziemlich ärgerlich, der rechte war noch keine zwei Jahre alt, aber halt billiger Schrott von vanwenzel. Der Scheiß kommt mir auch nie wieder ins Auto. Als Ersatz kamen ein Denso (links) und ein Nissens (rechts) zum Einsatz. Natürlich hat die Arbeit gefuchst wie wild und zum Schluss hat auch das Montieren der Stoßstange nicht so recht wollen. Da der Kübel auf der Bühne war, haben wir direkt am Motor und am Getriebe das Öl und die Filter getauscht. Beim Getriebeservice hat das mit dem Service Kit von ZF nicht so recht hingehauen. Beim Öl füllen ist die ganze Suppe rund um die Ölwanne wieder rausgekommen. Grund dafür ist die andere Ölwannendichtung. Beim letzten Service hatte ich ein Kit von MANN, dort ist ne viel dickere Dichtung drinnen, als im OE bzw. ZF Kit. Das Problem dabei ist, das sich die Ölwanne bei den Schraubenköpfen aufgrund der dicken Dichtung leicht verzieht, daher wird sie auch nur mit so einer dickeren Dichtung wieder dicht, weil die Wanne mit der dünnen Dichtung nicht mehr Plan aufsitzt.

 

 

August 2019

Es wird ernst. Wieder mal stark steigender Wasserverlust. Besonders auf sehr langen Strecken beginnt er richtig viel Wasser zu saufen. Knapp 1l auf 1000 km. Diesmal aber wohl wieder in den Motor rein. Befürchtung: Kopf verzogen oder gerissen. Naja ich fahr damit dennoch in den Urlaub. Muss halt Wasser zum Auffüllen mitnehmen.

Nach einem schönen Urlaub in Italien geht’s wieder zurück. Der Wagen ist den ganzen Urlaub über nicht bewegt worden. Direkt nach dem Starten lauter etwas unrunder Motorlauf. Also ab nach Hause, knapp 500 km. Die Fahrt verlief eigentlich ganz ok, obwohl der Wagen bei Last etwas rauchte. Kühlwasser musste ich natürlich ab und an mal etwas nachkippen.

 

September 2019

Der Wagen geht ab zur Instandsetzung. Beide Köpfe kommen runter, werden geprüft, ggf. geplant und der Turbo erneuert. Der KV ist überschaubar. Hoffentlich kommt nichts weiter dazu. Der unrunde Motorlauf macht mir etwas Sorgen. Könnte aber auch vom Kühlwasser kommen.

Kurze Zeit nachdem ich den Wagen abgegeben hatte, begannen die schlechten Nachrichten. Eine Nocke war abgeplatzt und hat sich verschoben. Daher wurde eines der Ventile nicht mehr betätigt. Das war auch der Grund für den unrunden Motorlauf. Blöd gelaufen. Ansonsten sind keine sichtbaren Schäden vorhanden. Ventile werden geprüft und beide Köpfe abgedrückt. Kurz darauf die nächsten schlechten Nachrichten: Ventilführungen völlig ausgeleiert und der linke Kopf hat einen Haarriss. Daher auch immer der starke Druck im Ausgleichsbehälter.

 

An diesem Punkt hatte ich eigentlich vor, das ganze abzubrechen, die Diagnose zu bezahlen und die Kiste irgendwo abzufackeln oder so. Irgendwie bin ich immer noch nicht sicher, ob das nicht der richtige Weg gewesen wäre. Nach einigem hin und her, hab‘ ich dann zwei fast neue Köpfe aufgetrieben (aus nem Unfaller, der kurz vorher revidiert wurde). Außerdem direkt 4 neue KS Wellen besorgt. Alles zur Werkstatt hin gebracht, dort wurde nochmal alles geprüft und zusammengebaut. Und siehe da, der Wagen läuft super und es ist quasi kein Druck mehr im Ausgleichsbehälter. Wagen abgeholt und sofort nach Salzburg, weil ich dort was erledigen musste. Angenehme Fahrt, bis auf einen großen Stein, der mir die Scheibe zerdonnert hat. Kurz bevor ich wieder zu Hause war, fing der Wagen dann zu sägen und massiv zu qualmen an. Der Spuk war allerdings nach wenigen Sekunden wieder vorbei. Gaaanz vorsichtig direkt wieder ab zur Werkstatt, nochmal nachprüfen lassen. Wieder bei der Werkstatt angekommen, wurde sofort festgestellt, dass der Wagen am rechten Ventildeckel Öl verliert, also Wagen wieder dort gelassen. Am nächsten Tag der Anruf. Nockenwelle hat gefressen, Kopf und Welle im Arsch. Die Werkstatt hat das aber ohne lange Diskussion begonnen zu richten. Neuer Kopf, neue Welle. Der Grund, wieso die Welle plötzlich gefressen hat, ist aber bis heute ein Rätsel.

 

Oktober 2019

Es will nicht so recht sein. Seit einiger Zeit vibriert der Waren manchmal im Leerlauf in Fahrstufe D. Die Werkstatt hat nochmals alles überprüft, konnte aber keine Probleme feststellen, außer dass wohl mindestens ein Motorlager defekt ist.

 

Dezember 2019

Motor- und Getriebelager sind neu. Das Vibrieren bleibt. Auch eine Prüfung der VEP und des Getriebeölstandes hat keine neuen Erkenntnisse gebracht.

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24.03.2020 13:06    |    SWAN

Welcher Motor?


24.03.2020 14:13    |    PIPD black

2,5er TDI.....was sonst?:confused:

Mit dem 1,9er gab es derlei Ärger nie.


24.03.2020 14:21    |    joshy198

@SWAN A4 B6, 2.5 TDI quattro mit 5-Gang Wandler

MKB: BAU

Abgeplatzte Nockenwellen bedeuten immer B-Motor, eingelaufene Nockenwellen im A-Motor

@PIPD black stimmt. Gab aber dafür andere. Aber stimmt schon, die 1.9er laufen, ganz egal ob VEP oder PD i.d.R. recht problemlos


24.03.2020 17:37    |    AudiJunge

Was hat der Motor denn gelaufen ?

 

Eingelaufene NW, undichte PDEs und undichte ZKD gibt es aber auch beim 1,9TDI, nur das es da in der Regel günstiger zu reparieren ist als beim 2,5TDI.

 

Die neue NW wird übrigens gefressen haben weil die Werkstatt zuviel Dichtmittel auf den äußeren Lagerdeckel gemacht hat, das wird dann beim anziehen in die Lagerstelle gedrückt und verhindert eine ausreichende Schmierung mit Öl;).


24.03.2020 19:04    |    joshy198

@AudiJunge zum Zeitpunkt der Reparatur ~220t km, aktuell Richtung 230t unterwegs. Aber in nächsten halben Jahr wird das Auto nur wenig bewegt. Wird also nicht viel hinzu kommen.

 

Das mit dem Dichtmittel habe ich auch schon von nem Bekannten Mechaniker gehört.

Kann Passieren. Auch dort arbeiten nur Menschen. Da die Firma das ganze aber ohne murren übernommen hat, fand/bzw. finde ich es nicht so schlimm.

Die zwei Bilder von dem Enduskop sind aber aktuell und erst vor kurzem gemacht worden, aber lt. Auskunft der Werkstatt "völlig normal". Dazu kommt aber ende ächster Woche ein neuer Eintrag, daher will ich nicht zu viel vorweg nehmen ;)


27.03.2020 08:15    |    OHCTUNER

Tja Hohlwellen , hab mal bei Mahle gesehen wie die hergestellt werden , aufgeschrumpfte Nocken geht gar nicht .

Vollmaterial Nockenwellen sind zwar schwerer , aber die laufen bei schlechter Schmierung wenigstens nur ein .


27.03.2020 17:23    |    Jamie89

Ich glaub mit deiner Reparaturhistorie hätte ich schon nen Anfall bekommen. Allerdings steckst du irgendwie schon zu tief drin, um ihn abzufackeln.

 

Ich war mir 2003 beim Neuwagenkauf auch unsicher, ob der 1.9TDI mit der damals recht neuen PD Technik und den 2000 Bar Einspritzdruck wirklich dauerhaft haltbar ist. Hätte mir aus dem Grund fast nen 2.5er bestellt, aber ne Probefahrt im 2.5er mit 163PS konnte mich nicht überzeugen, der 1.9er mit 130PS kam mir irgendwie agiler vor. So bin ich das Risiko eingegangen, da der 2.5er auch einiges teurer gekommen wäre.

 

Zum Glück kann man im Nachhinein sagen. Hat weit über 500TKM drauf und läuft.

 

Was haben sich die Konstrukteure nur bei den Nochenwellen gedacht. Das ist doch alles nur halbgar entwickelt und einfach auf den Markt geschmissen. Und der Kunde ist der Dumme.

 

Ich würd ihn fertig machen, bis er soweit zufriedenstellend läuft und dann soweit weg wie möglich verkaufen.


27.03.2020 18:21    |    joshy198

@Jamie89 die PD gab's doch da schon etwa 4 Jahre und den 2.5er hab's doch auch erst seit mj. 98.

Als ich mir den Wagen gekauft habe, habe ich natürlich gewusst, dass die NW einlaufen werden (AKE) oder mir die Wellen um die Ohren fliegen können(BDH, BAU). Allerdings sind viele 2.5er mit den IHU Wellen in den ersten 100t km zerflogen und ich habe das Risiko natürlich deutlich unterschätzt. Wenn die Wellen halten, machen die letzten ja auch weniger Probleme. Wenn bloß der Motor hin geworden wäre, wärs ja auch irgendwie OK gewesen, ist halt durch die vielen anderen Sachen sehr mühsam geworden.

 

Hätte ich ihn weit weg verkaufen wollen, hätte ich die Reparatur nicht mit 4, soner nur mit 1er neuen Welle und ohne Turbo gemacht. Klar, die Kiste war definitiv ein Griff ins Klo, und ich hätte das Auto eigentlich nach dem defekten Lenkgetriebe (2016) so schnell wie möglich loswerden sollen.

 

Mit den Vibrationen habe ich mich inzwischen abgefunden. Natürlich kommt dazu, dass ich recht empfindsam auf störende Geräusche und Vibrationen bin. Ich vermute inzwischen, dass die entweder aus dem Getriebe kommen (Masseschwung), oder durch die deutlich schwereren Schmiedewellen verursacht werden. Wieso das so gleichzeitig aufgetreten ist, werde ich vermutlich (und hoffentlich) nie erfahren.

 

Glück, dass ich viele kleinere Dinge selbst richten kann. Bzgl. Motor mache ich mir aktuell weniger sorgen, da es ja sowas wie Gewährleistung gibt.

 

 

Zum Thema verkaufen... Jetzt verkaufen, würde wohl den Schaden maximieren. Da hätte ich defekt noch nen geringeren Verlust gemacht. Mehr als 4k sind da sicher nicht drin, da der 2.5er ja nicht gerade nen guten Ruf genießt und EUR3 Diesel sind jetzt auch nicht mehr so beliebt. Da fahr' ich ihn liebe noch selber, riskiere, dass er mir um die Ohren fliegt und schlachte den dann aus, sollte tatsächlich das Getriebe hops gehen oder was ähnlich teures eingehen, wovon ich aber nicht ausgehe. Eine gute Ausstattung, für die man auch Geld bekommt, hat er ja. Positiv ist, dass ich durch das Auto zumindest einiges übers repareren gelernt habe, und vielleicht auch in Zukunft das ein oder andere technische Gerät wieder fit machen kann.

 

Eins ist jedoch sicher, VAG wirds wohl nach dem keiner mehr werden.


01.04.2020 15:52    |    FordTurbo

Mein AKE hat nach 334.000 4 neue Nockenwellen bekommen.

Grund war das sich ein Kipphebel gelöst hat aufgrund defekter Hydros und hat eine Welle kaputt geschliffen.

Bei dem Riesenaufwand habe ich ebenfalls die beschissene Spannarmlagerung vom Keilriemen neu gemacht. Selbst mit dem orignialen Spezialwerkzeug dämlich zu machen.

Da meiner auch im Stand vibriert hat, habe ich neue Motorlager verbaut, hat aber nix geholfen. Ich lebe damit einfach.

Bin am meisten erstaunt das das Automatikgetriebe noch nicht aufgeraucht ist bei dem Km Stand. Ziehe mit dem Wagen öfters Autos aufm Trailer.

Jaja der gute alte 2.5er, ich liebe und hasse ihn :D


01.04.2020 16:19    |    joshy198

Hi, kann ich nachvollziehen :D Aber das mit den vibrationen sind gute Nachrichten, dann besuche ich mir bzgl. dessen keine Sorgen machen. Hast du bei deinen das Getriebe Öl schon mal gewechselt?


01.04.2020 16:39    |    FordTurbo

Nö Sorgen brauch man sich keine machen, ich finds nur schade weil es für einen 6 Zylinder echt armselig ist.

Viele meiner Mitfahrer fragen mich deshalb ob was mit dem Motor nicht stimmt.

Der Vorbesitzer meinte das das auch schon länger bei ihm so war, also alles jut.

Ja wurde bei 290.000Km mit Filter gewechselt das erste Mal.


01.04.2020 16:55    |    joshy198

Stimmt. "Normal" ist es aber dennoch nicht. N Bekannter hat jetzt etwas über 300t drauf und dort vibriert nichts. Ist aber auch ein Handschalter. Und auch meiner hatte das vorher nicht. Da hätte ich mir eigentlich auch nenn 1.9er oder 2.0 tdi nehmen können. Wirklich schlechter gehen die auch nicht.


01.04.2020 17:09    |    FordTurbo

Ja beim Handschalter habe ich das auch noch nicht festgestellt. Die die ich kenne oder gekannt habe liefen völlig ohne Vibrationen im Stand.

Man muss ja nur einen Hauch das Gaspedal bewegen und schon vibriert nix mehr. Auf Stufe D kriegt der Motor viel Last und kann es nicht mehr so gut ausgleichen wie früher ?!? Nur ne Theorie....


01.04.2020 17:40    |    joshy198

Hab' schon probiert, die Leerlaufdrehzahl anzuheben, macht das Problem aber nicht besser, daran liegt's wohl eher nicht.


10.06.2020 11:57    |    FordTurbo

kleines Update bezüglich Vibrationen:

Da meine Getriebeölwanne undicht wurde und der Dieselfilter schon 100.000Km drin war musste ich tätig werden.

Getriebeöl gewechselt mit Filter und das ganze unbeabsichtigt zweimal.

Leider habe ich deine Erfahrung mit der labberigen Ölwannendichtung nicht vorher gelesen und mir ist mit dem Febisatz dasselbe passiert. Zugegeben hatte ich ernsthafte Zweifel das diese Dichtung dicht hält aber es ist ja wie immer, man will ja schnell damit fertig werden. Nach der Probefahrt sah man wie es überhall durchgedrückt hatte.

Jo dann ne Dichtung von Mann bestellt und die scheint irgendwie mit Kork verstärkt? Egal nochmal neues Öl draufgemacht und dicht war es.

Das einzig tolle ist jetzt das die Vibrationen im Stand weg sind!!!

Bin nun 3 Wochen gefahren und er läuft vibrationsfrei daher wird das kein Zufall sein schließlich war es vorher jedesmal, klar merkt man das tiefe wummern noch sag ich jetzt mal vom Motor aber das ist ja okay.

Was das nun genau bewirkt hat weiss ich leider auch nicht aber mich freuts. Oder war es der neue Dieselfilter? Keine Ahnung....


10.06.2020 12:14    |    joshy198

@FordTurbo Danke für die Rückmeldung.

Öl der Automatik wird bei mir alle 60t km gewechselt. Das Problem: wenn einmal die dicke Dichtung verbaut wird, wird es mit der dünnen nicht mehr dicht, weil die Ölwanne so dünn ist, das sich das Blech an den Schrauben leicht rein zieht.Der Ölstand stimmt auch.

 

Ich werde mal die Motorlager neu verkabeln. Da müsste ich mal was flicken (Marder), vielleicht liegts ja daran.


10.06.2020 12:36    |    FordTurbo

Gerne.

Ja da geh ich mit, schon beim lösen und anziehen der Öleinfüllschraube sah man wie sich das Blech gebogen hat.

Stabil sieht anders aus.

Einen Versuch ist es wert, stehen die Lager im Fehlerspeicher? Meine standen drin aber erneuern brachte nix.

Viel Glück weiterhin, ich warte schon auf die nächste Baustelle bei meiner Gurke.


10.06.2020 12:56    |    joshy198

Nö. Standen aber auch nicht drinnen, als der Marder das eine Kabel abgefressen hatte. Ich denke, da müssen schon beide hin sein. lt Stromlaufplan sind die ja parallel angeschlossen.


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