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die kraft zu überraschen?

In diesem Blog widme ich mich unseren zwei identischen KIA Picantos (TA, Modell >2011) und dem hoch angepriesenen "KIA Qualitätsversprechen", welches vorallem aus 7 Jahren Garantie und 7 Jahren Inspektion besteht.

20.03.2014 22:33    |    AlexRK    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: 7 Jahre, Erfahrung, Garantie, Inspektion, KIA, Mängel, Picanto, TA

Beide Picantos
Beide Picantos

Herzlich willkommen zu meinem ersten Langzeitbeitrag - der zugleich mein erster Blog-Eintrag überhaupt auf MT ist. Ich betreibe bereits seit dem Kauf unserer Picantos einen eigenen Blog, für den ich an dieser Stelle aber keine Werbung mache. Da mir das MT schon oft geholfen hat und es für mich auch eine klasse Kaufberatung und Entscheidungshilfe darstellt habe ich mir gedacht, auch hier ein wenig von meinen Erfahrungen mit den Picantos und insbesondere auch dem derzeit hoch angepriesenen Qualitätsversprechen der Firma KIA zu berichten. Diese erste Beitrag umfasst bereits ein Jahr Erfahrung mit zwei Picantos, die in meinem eigenen privaten Blog bereits Seiten füllen. Um so besser finde ich es, hier einen langen Eintrag zu erstellen, der zugleich übersichtlich zusammengefasst ist - denn in einem Blog, in dem man jede Aktion einzeln dokumentiert, stehen am Ende doch viel zu viel Inhalte, Ihr kennt das :-)

 

Ich hoffe daher, dass sich dieser Beitrag nicht nur für Picanto-Besitzer (oder "Vor-Dem-Kauf-Steher") interessant lesen lässt, sondern auch für alle Anderen, denen es um die Qualitätsoffensive von KIA geht.

 

Nun aber zu den Rahmenbedingungen.

Diese stellen sich so dar, dass wir 2013 zwei KIA Picantos TA (aktuelles Modell, welches seit 2011 vertrieben wird) als Neufahrzeuge erworben haben. Beide Picantos sind so genannte "Edition 7"-Picantos. Die Version wurde rausgebracht, als man mit der Qualitätsoffensive warb. Die Zahl 7 ist ja der Kern dieser Offensive, gibt KIA doch aktuell 7 Jahre Garantie, 7 Jahre Inspektion, 7 Jahre Mobilitätsgarantie und 7 Jahre Naviupdates zu jedem verkaufen KIA Neuwagen dazu.

 

Die Edition 7 bringt eine solide - nun ja ich denke "erweiterte Ausstattung" trifft es - zu einem erschwinglichen Preis mit. So hat diese Edition 7 im Gegensatz zu den Grundausstattungen:

 

-Zentralverriegelung (aber ohne Fernbedienung)

-elektrische Fensterheber an allen Fenstern (3-Türer: vorne, 5-Türer: hinten und vorne)

-Aussenspiegel in Wagenfarbe

-Aussenspiegel beheizt

-Türgriffe im Chrom-Look

-Silberne Applikation an Armaturenbrett und Lenkrad

-Lederlenkrad und Lederschaltknauf

-4 Lautsprecher (2 vorne, 2 hinten) und Radiovorbereitung für ein 1DIN-Radio

-manuelle Klimaanlage

-höhenverstellbarer Fahrersitz

-Bordcomputer

 

Unseren ersten Picanto haben wir im April 2013 gekauft, den Zweiten im August 2013 (Auslieferung aber erst im September 2013)

 

Wie kam es zu den Picantos?

Begonnen hat alles mit einem wirtschaftlichen Totalschaden meines vorherigen 98er SEAT Ibizas. Eigentlich hatte ich noch gar nicht wirklich an den Neukauf eines Autos gedacht, als ich mehr oder minder zufällig den KIA Picanto entdeckte mit dem vollmundigen Versprechen, man bekäme quasi für Umsonst 7 Jahre Sorgenfreiheit dazu, als da heißt 7 Jahre Vollgarantie, 7 Jahre Inspektionen für Umsonst, 7 Jahre Mobilitätsgarantie sowie 7 Jahre Navikartenupdates (sofern das Auto denn werksseitig ein Navi hat). Das klang - frisch gebeutelt von diversen Reparaturen, die am Ende im Nichts versiebten - wirklich gut. Also ließ ich mir zunächst ausrechnen, was mich das Unterfangen kosten würde.

 

Hierbei merkte ich schnell, dass an Rabatt nicht viel rauszuholen ist... ausser man verzichtet auf das Qualitätsversprechen, was heißen würde, man hat "nur" die 7 Jahre Garantie. Dann wären, so der Verkäufer, einige hundert Euro Rabatt drin. Dies deswegen, weil der Händler wohl vom Verkaufspreis eine gewisse Pauschalsumme an KIA zurückführen muss, damit KIA wiederrum die Inspektionen bezahlt. Klare Sache = Verzichtet man auf diese Sorgenfreiheit, muss der Händler nichts an KIA zahlen und kann somit im Preis entgegenkommen. Quasi in Sekunden stand für mich fest, dass ich lieber auf einen größene Rabatt verzichte, und mich dementsprechend für die "Sicherheit" entscheide. Warum? Ganz klar! 7 Jahre Garantie heißt 7 Jahre zwangsweise zur Inspektion. Veranschlage ich realistisch für eine Inspektion 150-200 Euro, komme ich nach sieben Jahren auf 1050 - 1400 Euro Inspektionskosten. WENN die Inspektionen nicht teurer als 200 Euro werden. Da der Rabatt kleiner ausgefallen wäre, erklärt sich der Rest von selbst :-)

 

Eine Probefahrt, viele Formalitäten und rund zwei bis drei Wochen später hatten wir unseren ersten Picanto dann. Endlich Neuwagenduft, frische Ausdünstungen von giftigem Kunststoff - und trotzdem eine tägliche nasale Wohltat. Die ersten Eindrücke entsprachen der der Probefahrt. Für den Preis ein schniekes Auto. Eben das, was man erwartet hat. Optisch kein Blick von Billigheimer, alles wirkt sauber und gut verarbeitet und mutet sogar etwas hochwertig an. Das haben weiß Gott nicht alle Kleinstwagen dieser Kategorie - und ich saß in Allen :-)

 

Im August unterschrieben wir dann bei einem anderen KIA-Händler den Kaufvertrag für einen weiteren Picanto. Ebenfalls Edition 7, auch hier mit dem Qualitätsversprechen und somit wenig Rabatt. Selbst die Farbe ist gleich. Dieses mal musste das Fahrzeug aber erst von KIA geliefert werden. Lt. Tool beim Händler eine Sache, die in drei Wochen erledigt ist. Ich erspare mir Kommentare jeder Art, aber aus "sicheren" drei Wochen wurden über sechs Wochen. Bei Picanto Nr. 1 hatten wir das nicht, denn der stand bereits beim Händler bereit.

 

Verarbeitung und Mängel nach einem Jahr Picanto

Inzwischen haben wir die Picantos also 1 Jahr (Picanto Nr. 1) beziehungsweise gut ein halbes Jahr (Picanto Nr. 2) Inzwischen hat sich die anfängliche Begeisterung naturgemäß gelegt und wir wurden von einigen Mängeln geweckt und KIA-Werkstätten, die offensichtlich nicht Herr der Dinge werden. Aber von vorne:

 

Geräusche, Geräusche und Geräusche

Alles begann bei Picanto Nr. 1. Nach wenigen Monaten fing dieser an, diverse Geräusche von sich zu geben, die immerhin nicht vom Motor kamen. Im Detail ist hier von einem stark metallisch klappernden Geräusch von der Kofferraumklappe die Rede, welches bei jeglicher Bodenunebenheit kam. Hinzu gesellte sich ein sehr häufiges Kunststoff-Knarzen und Vibrieren aus zwei Stellen: Der Übergangsstelle zwischen Armaturenbrett und Fahrertür und aus der vollverkleideten B-Säule. Das Geräusch zwischen Armaturenbrett und Fahrertür kam stets bei einer gewissen Motorendrehzahl - aber auch nur, wenn das Auto gefahren wurde. Im Stand nicht. Die Geräusche aus der B-Säule kamen - oder kommen - bei Bodenunebenheiten und bei Fahrzeugverwindungen (Kurven, Straße wird in Baustellen schief etc.). Des Weiteren knarzte der Fahrersitz bereits sehr früh. Ungefährt so, wie alte Federkernmatratzen knarzen. Also wurde es nach nur wenigen Monaten Neuwagenspaß Zeit für den ersten Besuch beim Vertragshändler.

 

Nach einer kurzen Probefahrt meinte der zuständige Serviceberater, die Problemstellen soweit lokalisiert zu haben und anzugehen. Immerhin bekam ich kostenfrei einen KIA-Leihwagen. Das ist zwar kulant, aber bei derartigen Probleme nach nur wenigen Monaten für mich schon fast eine Selbstverständlichkeit. Dennoch habe ich "Danke" gesagt und nicht "Geht doch". Es dauerte nicht lange, und ich habe mein Auto zurück bekommen. Ich stellte schnell fest, dass nur das Geräusch vom Kofferraum weg war. Lt. Serviceberater war das Kofferraumschloss nicht fest. Die anderen Geräusche waren weiterhin da. Und so kam es zur erneuten Reklamation.

 

Wieder begann der Werkstattaufenthalt mit einer Probefahrt, wieder meinte der Serviceberater, alle Mängel lokalisiert zu haben. Wieder kostenfreier Leihwagen. Und im Resultat? Das Geräusch vom Armaturenbrett ist weg. Das wurde laut Serviceberater gelöst und wieder festgemacht. Das würde schonmal vorkommen. Auch der Sitz knarzt nicht mehr. Hier wurden Gelenke gefettet. Das Problem aus der B-Säule war scheinbar auch weg und ich sehr glücklich. Leider nur kurz. Wenige Kilometer weit weg ging es wieder los. Des Weiteren begrüßte ich nun ein neues Geräusch. Ein Vibrieren der Kofferraumklappe, das zwischen 40 und 60kmh im vierten und fünften Gang konstant da war - aber nicht immer. Das Geräusch geht weg, wenn jemand, der auf der Rücksitzbank sitzt, nur leicht gegen die Heckklappe drückt. Also was machen? Wieder reklamieren. Leider stellt sich der KIA-Vertragshändler jetzt quer. Die Mängel, die zuvor zweimal behoben wurden - inklusive schriftlicher Dokumentation - sollen nie da gewesen sein. Ich fühle mich mit einem schizophrenen Verhalten des bis dahin netten und kompetent wirkenden Serviceberaters konfrontiert. Es hilft nichts, man ist nicht weiter bereit, mir zu helfen, da die Mängel angeblich nicht existent wären und insbesondere nie existenz gewesen wären. Auf meine Frage hin, weshalb die Mängel dann zwei mal behoben wurden und dies auch schriftlich in Form eines Werkstattauftrages/Garantieantrages dokumentiert wurde entgegnete man mir dann leider keine geistreiche Antwort mehr.

 

Nun ist mein Rechtsanwalt in der Sache der akustischen Mängel aktiv und ich bin gespannt, wie das Ding endet. Eine Soundfile hängt an, welche ich an der B-Säule mal auf einer mehr oder weniger schadenfreien Straße bei der Fahrt aufgenommen habe. Ich denke ohne jede weitere Erklärung hört jeder die Geräusche, die NICHT da sein sollten. m4a-Format, welches mit dem iPhone aufgenommen wurde.

 

Auch Picanto Nummer 2 ist kein leises Stück. Die Geräusche, die ich weiter oben zwischen Armaturenbrett und Fahrertür beschrieb, hat Picanto Nummer 2 auf der anderen Seite auch - also zw. Armaturenbrett und Beifahrertür. Meine bessere Hälfte stört das aber nicht, sie hört immer Musik. Vielleicht wird es bei der ersten Inspektion angesprochen.

 

Auch von Hinten meldete sich ein unangenehmes Geräusch. Als wir "nur mal nachsehen wollten", kam uns bereits die Kofferraumverkleidung entgegen und der Übeltäter war so schnell ausgemacht. Der Seilzug des Tankdeckels (den man per Seilzughebel aus dem Fußraum der Fahrerseite von innen öffnen muss) hatte sich aus seinen ausgeleierten - aber nichtmal wenigen Monate alten - Halterungen gelöst. Wieder eingelegt ist einsweilen Ruhe im "Karton".

 

Aber das ist leider nicht alles.

 

Rissiges Leder, schlechte Kuh?

Inzwischen haben wir Picanto Nr. 2 und stellen bei dessen Lederlenkrad nach nichtmal drei Monaten fest, dass das Leder ringsrum rissig ist (siehe Fotos). Also auf zum KIA-Händler, der sichtlich erstaunt ist. Er erfasst einen Garantieantrag und meldet sich wenige Tage später zurück, dass KIA das Lenkrad im Rahmen der Garantie tauschen wird - für mich eine Selbstverständlichkeit. Um die Weihnachtszeit rum war es dann so weit - zwei Stunden abgegeben, neues Lenkrad dran. Soweit so gut, kann ja mal vorkommen. Nur wenige Wochen später waren wieder einige kleine Risse drin. Diesmal nur wenige. Wir warten hier mal ab, wie es weitergeht. Kommt Zeit, kommt erneute Reklamation.

 

Dummer Zufall? Von wegen! Der Picanto Nr. 1 hat nämlich diesen Monat ähnliche Probleme am Lenkrad gezeigt, es kam zu ersten Rissbildungen. Also habe ich auch diesen zu KIA gebracht (allerdings und wohlgemerkt nicht zu dem KIA-Händler, der sich derzeit wegen der akustischen Probleme quer stellt und vom Anwalt motiviert werden muss). Auch hier war man sichtlich erstaunt und versuchte es zunächst auf "Falsches Lenken" zu schieben. Schnell konnte ich dem Serviceberater klar machen, dass ich weder Handschmuck trage, noch meine Fingernägel im Leder vererwige oder gar meine Hände eincreme. Also unterschrieb ich auch hier einen Garantieantrag um wenige Tage später einen Termin zu vereinbaren, zu dem das Lenkrad ausgetauscht wird. Das war letzen Donnerstag (13.03.) dann der Fall. Auch hier: Zwei Stunden abgegeben und direkt wieder abgeholt. Und dann kam es faustdick. Keine ganzen vier Tage später, am Sonntag, 16.03., stelle ich wieder erste Risse im erst Tage alten Lenkrad fest (siehe auch hier Fotos). Ich reklamierte am darauffolgenden Montag sofort und stieß auf blankes Entsetzen des KIA-Mitarbeiters. Wieder verblieb es dabei, dass man sich bei mir melden wird.

 

Spritverbrauch

Dass man den Angaben auf den Verkaufsschildern nicht trauen kann ist klar. Ich erfasse über den Spritmonitor jede Betankung peinlichst genau und fahre vorausschauend und immer im Verkehrsfluss mit. Ich komme auf durchschnittliche 6,5l/100km, wobei ich keinerlei Unterschiede zwischen langen Autobahnfahrten oder kombinierten Fahrten habe. Der Spritmonitor bestätigt mir, damit im leicht hinteren Mittelfeld zu liegen. Auf Spritmonitor gibt es einige fast unglaubwürdig wenig verbrauchend Picantos, bei denen die erste Zahl des Durchschnittverbrauchs eine 4 ist, und viele, bei denen es eine 5 ist. Ich persönliche hatte bei mir sowohl Ausreißer nach oben, als auch nach unten - eher aber nach oben. Der geringste Verbrauch war einmal etwas um 6,3l/100km, der höchste (komischerweise nach einer relativ normalen Autobahnfahrt) bei 8,7l. Rundum gesehen bin ich damit mehr oder minder zufrieden. Sicher ginge auch weniger, hätte man z.B. den Unterboden ordentlich verkleidet.

 

Bisheriges (Mängel)fazit

Der Wagen scheint technisch OK zu sein. Immerhin habe ich jetzt morgens keine Angst mehr, dass der Wagen nicht ansprint. Die Verarbeitung allerdings ist es ganz offensichtlich nicht. Ich habe durch die beiden gleichen Picantos beste Vergleichsmöglichkeiten und es ist schon sehr auffällig - auch emotionslos und objektiv betrachtet. Ich finde insgesamt 4 Werkstattaufenthalte bei Picanto Nr. 1 innerhalb eines Jahres viel zu viel. Das hat nichts mit Sorgenfreheit zu tun und ich erwarte auch von einem "nur" 10.000€ teuren Auto, dass es nicht an allen Ecken und Kanten Geräusche macht. Vom Lenkrad gar nicht zu reden.

 

Schwer zu beurteilen, ob ich die Autos nochmal kaufen würde. Mir fehlen dauerhafte Vergleichsmöglichkeiten von anderen gleichpreisigen Autos dieser Klasse (mir fallen da ein: i10 (Schwestermodell vom Picanto) Aygo, Up und deren jeweiligen Schwestermodelle ein). Vielleicht meldet sich ja der Ein oder Andere über die Kommentarfunktion dieses Blogbeitrages.

 

Alles in allem finde ich - quasi als Zwischenfazit - den Picanto von den zuvor genannten Kleinwagenmodellen optisch sowohl innen als auch aussen am ansprechesten. Und das nicht nur, weil ich ihn selber habe. Ich bin da sehr objektiv. Wenn ich sicher wüsste, dass andere Kleinstwagen die Mängel hier nicht haben, würde ich es mir beim nächsten Neuwagenkauf sehr genau überlegen, nochmal zu KIA zu gehen. Sollte das inzwischen aber völlig Normal sein, wäre meine erste Wahl nach aktuellem Stand wieder KIA, weil ich finde, dass das Rundumangebot durch die 7 Jahre Vollgarantie und 7 Jahre Inspektion derzeit unschlagbar ist. Das habe ich beim Kauf der vergleichbaren Modelle (i10, Aygo, Up und Co.) nicht.

 

Ich versuche es jetzt so zu halten, hier in langen Abständen immer mal längere Updates einfließen zu lassen und würde mich über Kommentare sehr freuen :-) Mangels Rechtschreibprüfung in der Forensoftware hoffe ich, den Text nicht völlig vermurkst zu haben und verweise zum Schluss noch auf die zum Beitrag gehörenden Bilder....denn das Auge list mit ?! Natürlich tut es das.

 

In diesem Sinne,

 

AlexRK, der jetzt wunde Finger und eckige Augen hat


21.03.2014 00:39    |    Tete86

Schöner Blog ;) könnte es sein, dass das Leder vom Lenkrad sehr weich ist? Oder sieht das auf den Bildern nur so aus?

Mein Auto war (dank dem Forum:D) in den ersten 3 Jahren bestimmt wegen knapp 10 Mängeln in der Werkstatt.

 

BTW, bin ich blind, oder fehlt das Soundfile?


21.03.2014 06:17    |    AlexRK

Hi! Ich finde es sehr weich. Einer der erw�hnten Leihwagen war ein Kia Rio, ebenfalls mit Lederlenkrad. Das war ganz hartes Leder mit erkennbarer Struktur.

Die Soundfile hatte ich eigentlich angehangen. Sehe sie jetzt aber auch nicht. Da k�mmere ich mich am Nachmittag drum :-)


21.03.2014 13:16    |    HyundaiGetz

Geräusche bei einem Fahrzeug sind natürlich nie schön, aber man muss teilweise vermutlich unterscheiden was in dieser Fahrzeugklasse "normal" oder doch "unnormal" ist.


21.03.2014 15:35    |    AlexRK

...das ist das Problem. Jeder empfindet anders und ich habe somit keine ernsthafte Vergleichsmöglichkeit.


21.03.2014 20:39    |    patze_86

Hey, danke für den Beitrag, interessant zu lesen. Aus dem, was ich bis jetzt so gelesen und selbst erlebt habe würde ich sagen, dass Hyundai (dazu gehört ja auch KIA) an der einen oder anderen Stelle spart, um ihre unterm Strich doch sehr attraktiven Angebote leisten zu können. Die kochen halt auch nur mit Wasser.

So ist nicht nur das Leder sehr weich, sondern auch der Lack und noch dünn dazu.

 

Mein i30 ist jetzt 4 Monate alt und war bis jetzt ein mal ungeplant in der Werkstatt, da an der Stoßstange der Lack abging. Die Stoßstange wurde ohne Probleme über die Garantie komplett getauscht.

 

Was das Lenkrad betrifft, habe ich dort an einer Stelle auch schon leichte Kampfspuren, an denen ich aber wohl selbst schuld bin, da ich im Winter mit dem Reißverschluss meiner dicken Jacke dagegengekommen bin.

 

Unterm Strich bin ich dennoch sehr zu frieden, denn bei andern Herstellern hätte ich noch ordentlich drauflegen dürfen und dafür gestehe ich dem Auto durchaus einige Mängel im Detail zu.

 

Für dein nächstes Auto guck dir doch mal den neuen i10 an ;).

 

MfG


21.03.2014 22:43    |    AlexRK

So wird es wohl sein :-) Ja, der neue i10 sagt mit optisch auch bei Weitem mehr zu, als der Alte. Aber da ich meinen Picanto nun gerade mal ein Jahr habe, wird es mindestens noch 4-5 Jahre dauern, biss ich VIELLEICHT mal auf die Suche nach was Neuem gehe. Wer weiss was es dann gibt, obs die Marke bleibt und nicht vielleicht eine Fahrzeugkategorie höher geht.


22.03.2014 08:46    |    birscherl

Unser Picanto ist nur 1 Jahr alt und ich kann eigentlich nichts Negatives berichten. Einmal ging die Motorelektroniklampe an, der nette ADACler (Kia wickelt seinen Pannenservice über den ADAC ab) hat den Speicher gelöscht, das war’s dann auch. Der Motor läuft im Stand ein wenig unruhig, da werd ich mal ausprobieren, ob das am E10 liegt und das Ruckeln mit E5 weggeht. Sonst ist das Auto so, wie ich es mir vorgestellt hab: klein, wendig, laut und billig. Der Verbrauch hat sich bei mir auch bei über 6 Liter eingependelt, was ich sehr viel für ein Auto dieser Größe finde. Bei 95 % Stadtverkehr und Kuzstrecke überrascht mich das aber auch nicht sonderlich.

 

@Tete86: Was meinst du mit "Mein Auto war (dank dem Forum:D) in den ersten 3 Jahren bestimmt wegen knapp 10 Mängeln in der Werkstatt." Sind das Mägel, die dir gar nicht aufgefallen wären, wenn dich nicht jemand darauf hingewiesen hätte, dass sie eventuell exisitieren könnten?


22.03.2014 13:32    |    NormanMuc

Welche Motor-/Getriebekombination hast du denn?

Beim 1.2 mit 4-Stufen-Automatik wäre der Verbrauch sicher normal.

 

Zum Verlgeich: Mit dem Aygo brauche ich gut 7 Liter (60% Stadtkilometer, der Rest überwiegend Autobahn, dort meistens so schnell wie es Verkehr, Limits und Strecke zulassen; auch in der Stadt zügig: also auch mal bis kurz vor der Ampel am Gas bleiben, damit sich nicht noch wer davor drängelt; bei warmem Motor auch gern mal mit viel Gas beschleunigen) Mein Aygo hat MMT.

Bis jetzt hatte ich einen außerplanmäßigen Werkstattaufenthalt (kurz nach der 1. Inspektion leichter Ölverlust; Ölablass-Schraube + Dichtung wurden kostenfrei getauscht)

Das Fahrzeug wurde als Vorführwagen mit knapp 6 Monaten / knapp 1000 km erworben. Die Garantieverlängerung fürs 4. + 5. Jahr hat irgendwas zwischen 200 und 300 Euro gekostet. Inspektionen muss ich selber zahlen. Das Fahrzeug ist jetzt gut 2 Jahre alt und hat ca. 15.000 km.

Geräusche die mich stören bzw. unnormal sind habe ich bis jetzt keine festgestellt.

Der Vergleich zu den meisten anderen Kleinwagen ändert sich im Laufe diese Jahres allerdings, da viele neue Modelle herauskommen: Smart, Twingo, Aygo & Co., Corsa zudem neue Euro-6 Motoren spätestens für alle Erstzulassungen ab nächstem Jahr.


22.03.2014 17:37    |    Struppi22111

Das hätte Dir auch mit einer anderen Marke passieren können. Als meine EXE sich 2004 den neuen Megane2 gekauft hat, ist nach einem guten Jahr der Spoiler auf der BAB weg geflogen, die Fensterheber wurden 4-mal getauscht .. 5-Jahre später ist Ihr die Zylinderkopfdichtung abgebrannt bei 39tkm. Das Ding hat sie heute noch, da ist grade aktuell die Zylinderkopfdichtung wieder fällig.


22.03.2014 20:05    |    Suomi-Simba

Schön geschrieben!

 

Werden die beiden Kias in demselben Haushalt gefahren? Ich glaube, ich würde ständig zum falschen Auto rennen, zumal sie keine Funk-ZV haben :D


22.03.2014 20:44    |    adamhack_opc

tja musst dir wohl ein opel kaufen (:


22.03.2014 22:01    |    Katastro

Interessanter Blog - aber ich kann deine erfahrungen nicht teilen.

Unser Picanto ist jetzt auf über ein Jahr im Einsatz (1.2 AT Spirit) und von Geräuschen und auflösenden Lenkrädern kann ich nichts berichten.

 

Leidiglich der Verbrauch ist speziell auf der Autobahn absolut unangemessen.

Bei zügiger Fahrt (150-170) zieht der kleine sich schnell 12 Liter durch, gerade Nachts wenn man dieses Tempo konstant halten kann. Bei Vollgas 170-175 sind es dann fast 15Liter.

 

Anonsten kann ich nur noch die bescheidenen Serienlautsprecher (wir haben 6) ankreiden und die etwas knapp dimensionierte Klimaanlage bemängeln.

 

 

Wir würden bedenkenlos wieder kaufen.

 

 

mfg


22.03.2014 22:18    |    Fensterheber169

Toller Artikel

 

Aber das Material am Lenkrad sieht auch gar nicht aus wie Leder. Irgendwie wie so ein Kunststoff. Kenne das Leder vom Ersten Picanto und das sieht ganz anders aus. Das mit den Rissen ist echt komisch.

Hab ich noch nie gesehen. Das Leder am Lenkrad meines C4 sieht aus wie neu und selbst mein ehemaliger Ford Focus(15Jahre alt) hatte sowas nicht.

 

10 Ungeplante Werkstatt Aufenthalte sind zwar viel aber kannst dich trotzdem noch freuen.

Meine Eltern hatten mit ihrem Fiat Scudo im ersten Jahr fast 32 Aufenthalte in der Werkstatt. Das hat angefangen bei fehlenden Teilen(Träger im Dach fehlte, Innenraumdecke kam immer weiter runter) und ging bis zu kaputten Fensterhebern. Wir hatten den Leihwagen häufiger da wie den Scudo


23.03.2014 06:52    |    mannieg

Habe zwar einen Ceed Sw Mind EZ 8/11 auser einem abgessinem Zuziehband keinerlei Probleme

 

da klappert nix


23.03.2014 14:26    |    Uwe XXL

Die Sache mit dem Lenkrad ist leider fast normal und zieht sich durch alle Hersteller.

 

Uns schon am Volvo V70 und am Fiat 500 passiert, dort kam jeweils unter einer hauchdünnen Spaltlederschicht in beige der Schwarze durch. Dauerhaft Ruhe gibt das nur, wenn man es extern mit richtigem Lader beziehen lässt. Ich zahle da lieber 150 Euro extra, als dass ich mich jedesmal wieder neu ärgere, bzw. den Aufwand mit zum Händler fahren, streiten und warten betriebt. Da wird man nicht alt...

 

Die anderen Knazerein wären bei mir zur Jahreswartung dran und zwischendurch erträglich. Das Klappern vom Kofferaumschloss findest man sicher selbst, wenn es locker ist.

 

Wir jammern schon auf recht hohem Niveau.

 

Was die Spritangaben betrifft: die sind ohne Benennung des Antriebsstranges tatsächlich wertlos

 

Grüße


24.03.2014 10:35    |    Nardo36

Hallo!

Auch wir haben einen KIA Picanto 1.0 TA. (EZ 05/2011), also eines der ersten Modelle.

Über diesen Mangel bzgl. dem Lederlenkrad kann ich nichts sagen, denn wir haben dieses Extra nicht. (Haben die mittlere Ausstattungslinie "Vision ").

Von diversen Geräusche und so, können wir nichts berichten.

Für ein Kleinwagen hat man, wie wir finden, ein super Komfort (Federung, Sitze, Lautstärke) auf lange Strecken.

 

Was uns auch sehr stark auffällt ist eher der müde Motor, z.B. bei 30 km/h im 3.Gang ruckelt das Auto nur vor sich her. Das ist unser alter Coure L501 etwas spritziger.

Es ist leider Stellenweise etwas "Gefährlich" damit auf der Autobahn zu fahren. Stellenweise musste ich im dritten Gang runterschalten und Vollgas geben, damit ich bei den bergigen belgischen Autobahnen den Berg hoch komme (Beladen mit 4 Leuten + Gepäck für ein Wochenende) . Da wurde man öfters von den LKW überholt.

Auch der Verbrauch ist bei etwa 5,6 Liter auf 100km auch recht hoch, wie wir finden. Unser Coure L501 konnte das viel besser; 4,5 Liter auf 100km sind damit kein Problem.

 

Gruß


24.03.2014 12:01    |    HyundaiGetz

Zitat:

Leidiglich der Verbrauch ist speziell auf der Autobahn absolut unangemessen.

 

Bei zügiger Fahrt (150-170) zieht der kleine sich schnell 12 Liter durch, gerade Nachts wenn man dieses Tempo konstant halten kann. Bei Vollgas 170-175 sind es dann fast 15Liter.

Der Picanto ist eben kein "gutes" Autobahn-Fahrzeug und besonders die genannten Geschwindigkeiten sind für das Auto nicht passend. Der Picanto fährt bei 150 - 170 km/h schon am Leistungsende - kein Wunder das er dann ordentlich Sprit zieht.

 

Zitat:

Unser Coure L501 konnte das viel besser; 4,5 Liter auf 100km sind damit kein Problem.

Der Cuore hat eben einen sehr sparsamen 3-Zylinder Motor verbaut, deshalb die guten Werte. Dazu noch ein deutlich länger übersetztes Getriebe als der Picanto.


24.03.2014 16:22    |    NormanMuc

Der Cuore wiegt 'fast nix' und hat deshalb für die paar PS auch eine sehr gute Beschleunigung.

 

12 bis 15 Liter sind trotzdem übel! Mit dem Aygo brauch ich auf einer schnell gefahrenen Autobahnetappe nur ca. 7 Liter, allerdings muss man auf der Häfte der Strecke nicht von Vollgas ausgehen, wegen Verkehr und Geschwindigkeitslimits.

 

Selbst mit einem voll beladenen Passat hab ich bei (dort wo es möglich war) Vollgas mit ca. 200 km/h nur 10 Liter verbraucht (auf dem Hinweg unbeladen waren es 6,x)


24.03.2014 17:07    |    AlexRK

Hi zusammen,

 

Intressant, die Kommentare zu lesen.

 

Ja, beide werden im gleichen Haushalt gefahren. Zu unterscheiden nur am Parkplatz (wenn wir uns ihn denn gemerkt haben) und Kennzeichen (aber auch das ist fast gleich).

 

Wir haben in beiden Picantos den 1.0L 69PS Benzinmotor. Der Verbrauch ist auch unserer Meinung etwas zu hoch, allerdings scheinbar nicht unbedingt ungewöhnlich hoch, denn wir entsprechen im Spritmonitor schon noch dem Durchschnitt und fahren einiges an kürzeren Stadtfahrten.

 

Wir sind, um das nochmal hervorzuheben, grundsätzlich auch mit dem Wagen und der Preis-/Leistung zufrieden. Finden ja auch, dass der Picanto vom Aussehen und der optischen Verarbeitung höher angesiedelt ist, als man erwarten kann (gerade in Bezug auf den i10 der gleichen Modellreihe/Baujahrzeiträume).

 

Nur das Geklappere stört uns halt richtig. Die Lenkräder sind erstmal eher sekundär. Die sind optisch ein Problem. Klappern hingegen stört akut, gerade wenn es aus einer B-Säule kommt, die direkt am linken Ohr liegt. Da macht es die Nähe schon aus. Und leider ist es bei uns eben nicht so, als würden die Händler (verschiedene) das Geklappere sinnvoll in den Griff kriegen. Wäre es so, würde es gar nicht zur Diskussion stehen.

 

 

Viele Grüße :)


16.04.2014 20:47    |    Bert Benz

Zitat:

Klappern hingegen stört akut, gerade wenn es aus einer B-Säule kommt, die direkt am linken Ohr liegt. Da macht es die Nähe schon aus.

Knistern aus der B-Säule im Sommer: ein kostenloses Extra im Golf6, dazu gibt's seitenlange Leidensberichte...

selbst in einem Ferrari sollen die Nähte der Ledersitze schief sitzen und das Leder Falten werfen, nobody is perfect.

Gegen Knistern & Klappern hilft laute Musik, solange die Lautsprechern nicht scheppern! :rolleyes:

 

Beim Lederlenkrad war es bestimmt eine alte Kuh mit Cellulitis, oder Pferd! :D


03.04.2015 23:16    |    Trackback

Kommentiert auf: Kia Rio & Picanto:

 

Kaufempfehlung und worauf muss ich achten?

 

[...] Ich verweie mal diskret auf meinen Blog-Beitrag:

 

http://www.motor-talk.de/.../...usfuehrlicher-rueckblick-t4883212.html

 

1 Jahr Erfahrung mit 2 identischen Picantos.

 

Grüße ;D!

[...]

 

Artikel lesen ...


07.05.2017 11:59    |    new-rio-ub

22.03.2014 22:01 | Katastro

 

 

 

 

Interessanter Blog - aber ich kann deine erfahrungen nicht teilen.

 

Unser Picanto ist jetzt auf über ein Jahr im Einsatz (1.2 AT Spirit) und von Geräuschen und auflösenden Lenkrädern kann ich nichts berichten.

 

 

 

Leidiglich der Verbrauch ist speziell auf der Autobahn absolut unangemessen.

 

Bei zügiger Fahrt (150-170) zieht der kleine sich schnell 12 Liter durch, gerade Nachts wenn man dieses Tempo konstant halten kann. Bei Vollgas 170-175 sind es dann fast 15Liter.

 

 

 

Anonsten kann ich nur noch die bescheidenen Serienlautsprecher (wir haben 6) ankreiden und die etwas knapp dimensionierte Klimaanlage bemängeln.

 

 

 

 

 

Wir würden bedenkenlos wieder kaufen.

 

 

 

 

 

mfg

 

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Das ist mit jedem Fahrzeug das man mit Bleifuß (Vollgas) über die Autobahn scheucht. Da verbraucht auch ein VW Polo oder Golf gerne bis zu 25 Liter


07.05.2017 12:08    |    Katastro

Trotzdem, auch bei 130 ist der Verbrauch schon bei 8Liter, eindeutig Zuviel.


02.05.2018 07:58    |    new-rio-ub

Nach Aussage meiner Kia Werkstatt ist der Kia Rio III und der neue Kia Rio IV das beste in der Werkstatt unauffälligste Kia-Modell. Die kommen zur Inspektion und zu sonst nichts.


Deine Antwort auf "1 Jahr KIA Picanto TA - ein ausführlicher Rückblick"

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