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Golf 2 16V Turbo für 5000Euro bauen

20.06.2012 21:02    |    darksite-de    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: 16V Turbo, 5000Euro, Golf

So mal wieder was neues. Ich habe mir jetzt doch Zeit eingeräumt um das Auto fertig zu stellen (weiter zu bauen).

Bitte habt nachsehen, wenn es online mit Bildern schleppend geht, da mir bauen im Moment wichtiger ist. Aber ich dachte ich bin euch ein paar neue Bilder schuldig.

In der Zwischenzeit wurde der Motor aufgearbeitet, hier ein Übersichtsfoto. Da jeder weiß wie ein Motor von innen aussieht spar ich mir hier Fotos. Verschleißteile wurden erneuert, also sämtliche Dichtungen, verstärkte Ölpumpe und neue Wasserpumpe, Lager usw. Anbauteile wurden gesäubert und gestrahlt(was fürs Auge) Aber ich mag den Gammel einfach nicht.

Block wurde für Turbobetrieb und die angestrebte Leistung angepasst (Stichwort Verdichtung). Aus Kostengründen gibt es dabei mir bekannt 3 Möglichkeiten, wie Verdichtungsreduzierplatte und 2 Kopfdichtungen, gefiel mir aber nicht wirklich. Eine andere Möglichkeit besteht darin eine andere Kurbelwelle zu verbauen und die 3te, die ich allerdings zu spät mitbekommen habe, eine geänderte stärkere Kopfdichtung, woraus sich der Turbobetrieb über die geänderte Verdichtung ergibt .

Ich habe Variante 2 gewählt, mittels anderer Kurbelwelle. Somit kommt man auf etwas weniger Hubraum (ca.1847ccm), aber man hat schon mal eine "Turboverdichtung".

Da aber dadurch eine für meine Ansprüche sehr niedrige Verdichtung rauskommt und dadurch das Ansprechverhalten des Turboladers leidet und der Teillastbereich nicht optimal werden, wurde durch auslitern von Zylinderkopf und Raum zwischen Kolben und Rumpfplanfläche bestimmt, um wie viel der Rumpf geplant werden muss, damit eine Verdichtung von ca.8,3 zu 1 rauskommt. Dabei wurde das Maß der später zu verwendeten Zylinderkopfdichtung mit herangezogen, :-). Da durch das Planen (Kosten-Null)dann die Steuerzeiten nicht mehr 100% stimmen, braucht man natürlich noch ein verstellbares Nockenwellenrad (Eigenbau-Kosten Null), um das leichte Verdrehen zu kompensieren. Nockenwellen sind ABF(Tausch mit dem Motorenbauer – Kosten Null), da diese die größtmöglichen Steuerzeiten und Hübe haben.

Unten kommt noch ein Schwallblech rein und ein Luftölkühleradapter mit integriertem Thermostat.

Somit ist der Grundmotor im Großen und Ganzen fertig.

Kosten für die Verschleißteile werden nachgereicht, habe ich die Rechnung noch nicht, da ja noch Zeugs gebraucht wird.

Weiterhin habe ich mich mit der hinteren Bremse beschäftigt. Es soll ja unbedingt eine 280x22 werden. Da es das serienmäßig nicht gibt, musste also ne Lösung her. Das einfachste waren Bremsscheiben, aber Golf IV Variante, wegen größerer Topftiefe als alte VR6 VA Scheiben(Ebay-Zimmermann ca.120Euro, kann jeder selbst gucken)und Sättel sowie Träger vom S3; R32 oder ähnlich. Bei der hinteren Bremse hatte ich Glück, diese habe ich vor langer Zeit für 175 Euro incl. Versand in der Bucht geschossen.

Da es sich ja um einen Frontkratzer handelt, der ja Bremsscheibe und Radnabe in einem hat war die Adaptierung anfangs ein Problem, ein Syncro wäre besser gewesen. Nun gibt es ja im Netz diverse Firmen, die Umbausätze für die HA anbieten. Schaut man sich das mal genauer an, ist die Lösung eigentlich relativ einfach. Auch gibt es ja Umbausätze mit Polo, und Lupo teilen um auf die 256x22 umzurüsten, aber eben nicht auf 280x22 und nicht preiswert. Im Netz bieten diese Firmen spezielle Radnaben an, wozu es aber auch kein gültiges nützliches Zertifikat für eine später positive Eintragung, gibt. Warum also nicht die hintere Bremsscheibe umfunktionieren als Radnabe? Das Material ist ja schon mal das richtige. Nach Rücksprache mit dem später abnehmenden Prüfer, dem ich 2 Lösungsvorschläge vorschlug, und mit den Internetvorschlägen kam, entstand diese „Pilotlösung“.

Original 5-Loch HA Bremsscheibe wird der Bremsring nur soweit abgedreht, das die neue Bremsscheibe drüber geht mit 1mm Spiel zwischen Radnabe und neuer Bremsscheibe. Somit wird die Einschraubtiefe der Radbolzen nicht gemindert. Die Kraftübertragung von Bremsbelag auf Bremsscheibe zu Rad erfolgt über die Radbolzen, aber die Bremsscheibe muss zentriert (Rundlauf->sonst evtl. Vibrationen)sein. Da der Prüfer kein Materialabtrag von der neuen Radnabendicke wollte, musste ein (zwei, pro Seite einer) Zentrierring (Stahl)angefertigt werden. Somit ändert sich aber auch die Spurweite um jeweils 6mm pro Seite, was aber später mit entsprechenden Distanzscheiben und meinen gewählten Felgen (ET55) korrigiert werden kann. Somit ist die Bremsscheibe schon mal da wo sie sein soll. Verlängerte Radbolzen müssen dann ebenfalls verwendet werden. Die Anschraubpunkte der Sattelträger zur Achse erfolgt über angefertigte Distanzstücke die jeweils mit A8 HA hochfesten Bremsschrauben befestigt werden. Man sieht auch, dass die Adapter noch nicht 100% sind, da der Bremsbelag zu weit außen liegt, diese werden abgeändert und neu gefräst. Am Ende hoffe ich das es so funktioniert wie ich denke und das alles per Einzelabnahme eingetragen wird, wenn nicht muss ich doch auf ne kleinere Bremse hinten rückrüsten.

Auch der Unterschied von Kugel und Gabelkopfanbindung BKV sei hier mal bildlich dargestellt.

Bremssatttel HA sind auf 2 Bildern noch nicht lackiert, war probehalten,:-).

 

PS: Bald ist der Krümmer fertig (nur noch formiert endschweißen), eines der für mich kopfzerbrechensten Bauteile an diesem Projekt bis jetzt.


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