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Christoph2605

Blog vonChristoph2605

30.08.2015 20:21    |    Christoph2605    |    Kommentare (6)

Hallo liebe Freunde des weiterhin rollenden Altgerümpels.

 

Wir waren am 16.08. beim „Königstein Classic 2015“.

Um es vorwegzunehmen: Das war unsere erste

Teilnahme, aber sicher nicht die Letzte.

 

Nach Wochen großer Hitze hat es an diesem Sonntag nur

einmal geregnet. Pünktlich um 06:30 (unserer geplanten

Abfahrzeit) hat der Regen begonnen und hat dann Abends

so um 22:00 wieder aufgehört.

 

Mit frisch ge-rain-X-ter Frontscheibe und Freude über die

gesunkenen Temperaturen sind wir nach Königstein gerollt.

 

Das große Starterfeld mit gut 120 KFZ überwiegend aus

den Baujahren zwischen 1965 und 1980 hat sich zunächst im KTC Königstein getroffen,

wo die techn. Abnahme, ein Frühstück und Fahrer-Besprechung durchgeführt wurde.

 

Da wir mit dem (bei weitem) ältesten KFZ eine geplante Startzeit um ca 11:00 Uhr gehabt hätten,

war man so freundlich uns eine vorgezogene Startnummer (67) zu vergeben. Diese war auf den

Listen der Kontrollstellen natürlich nicht belegt und das hat dann im Verlauf prompt für Verwirrungen

gesorgt… Naja – irgendwas ist halt immer.

 

Der eigentliche Start erfolgt dann in der Fußgänger-Zone in Königstein und von da auf Umwegen

über den Feldberg.

 

http://www.usinger-anzeiger.de/.../...-fuer-kalte-kuehler_16014410.htm

 

An die großen- und kleinen- Gemeinheiten der einzelnen Veranstalter bei den Fahr-Aufgaben muss

man sich immer erst gewöhnen; Wir waren zufrieden und der Ford ist schön gefahren.

 

Beiliegend auch die Fahrstrecke, die unser Geo-Tracker mitgeschrieben hat.

( Ich finde es grundsätzlich gut, wenn mir mein Auto melden kann, wo es ist…)

 

Dem Team der „Königstein Classic“ merkt man an, dass schon viele Rallyes gefahren wurden.

Gemeine Aufgaben, geteilte Strecken und sich kreuzende Spuren führten zu einem kurzweiligen

Tages-Ablauf (Wir freuen uns immer, wenn es nichts bringt, dem Vordermann hinterherzufahren).

 

Die Auslastung im Rallye-Betrieb war so groß, dass wir an dem Tag überhaupt keine eigenen

Fotos aufgenommen haben ( ja - ich weiss - is blöd - ich gelobe Besserung)

 

Für das Wetter waren uns die ca 200km Fahrstrecke fast zu viel…. Die Fahrer der „sportlichen Wertung“ hatten (natürlich) nichts gegen die Strecke, reklamierten aber mangelnde Zeit ?

 

Irgendwas ist immer…

 

Nach der Ziel-Durchfahrt haben wir den Ford nach Hause gebracht, und sind im „neuen Auto“

zur Abend-Veranstaltung zurückgekehrt.

 

Das Abend-Essen war gut.

Die Sieger-Ehrung um 20:00 war für Sonntags als „noch ok“ einzustufen.

 

Was soll ich sagen: 2 schöne Pokale für den Ersten Platz in der Altersklasse (des Autos).

Wir hätten übrigens auch bei der sportlichen Wertung den ersten Platz in der Altersklasse belegt.

 

Auf der HP des Veranstalters http://www.oldtimerfahrt.adac-oc-koenigstein.de/

findet Ihr Die Wertungen und die Ergebnis-Listen; sowie die Auflösung des Fahrtenbuches und die

Fehler an den Kontrollen . Fotos sollen angeblich auch demnächst gepostet werden.

 

Wir hatten Spaß, der Ford ist toll gelaufen und es war ein schöner Tag.

Daraus folgt: Wir kommen wieder.

 

Jetzt haben wir erstmal Rally-Pause und wir sind für ein paar Ausfahrten mit der BMW R100

und mit dem Datsun ZX angemeldet.

 

Ich werde berichten.

LG Christoph

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22.08.2015 07:37    |    Christoph2605    |    Kommentare (9)

Bertha Benz hat gerufen.

So lautete schon das Intro zu meinen Betrachtungen

im Jahr 2013. ( http://www.motor-talk.de/forum/bertha-benz-hatte-gerufen-t4643529.html )

 

Geschichtlich ist überliefert, dass Bertha Benz in den

Schulferien im Jahr 1888 ( vor 127 Jahren ! ) mit ihren

Söhnen Richard und Eugen in den Wagen von Ihrem

Ehemann Carl Benz gestiegen ist, um die Familie in

Pforzheim zu besuchen.

Über die Feldwege dieser Zeit wurde gefahren (und

dieses KFZ wurde wohl auch viel geschoben) und

Bertha hat tatsächlich Pforzheim erreicht und auch

den Rückweg nach Ladenburg ( Mannheim) wieder

bewältigt.

 

In der Gegenwart findet die Bertha-Benz-Fahrt (www.Bertha-Benz-Fahrt.de) als Event auf der

Bertha-Benz-Memorial-Route (http://www.bertha-benz.de/) traditionell alle 2 Jahre statt.

 

Eingeladen werden KFZ bis BJ 1930 und ein offenes Geheimnis ist, dass ALLE

Vorkriegs-KFZ „mitgenommen“ werden. Wer also ein „Vorkriegs-Auto“ hat, sollte

zu der nächsten „Fahrt“ im Jahr 2017 unbedingt eine Anmeldung senden.

 

Abgesehen von einer guten und netten Organisation, den schönen Hotels und den

netten Teilnehmern dieser Ausfahrt handelt man in der Gewissheit, sich auf

„Historischem-Boden“ zu bewegen. Unabhängig davon ist es eine der unglaublich

seltenen Möglichkeiten, Fahrzeuge mit einer 18xx vor dem Baujahr auf offener

Landstrasse in Aktion zu erleben.

 

Ich bin da immerwieder ergriffen und freue mich dass da auch solche Youngtimer

wie unser 1929er Ford Tudor als Teilnehmer gerne gesehen werden.

 

Wir haben uns also früh bei der Familie Baier ( bzw der Organisation) angemeldet und

sind in freudiger Erwartung am Freitag dem 31.07.2015 nach Mannheim gereist.

 

Für unseren geliebten Tudor ist die Strecke von 100 Kilometern (im Vergleich zum Beispiel

zu unserer Reise nach Rom im Mai 2015) eher ein Spaziergang und so sind wir trotz

ausgiebiger Pausen um 14:00 in den „Mai-Markt-Hallen“ (der Messe in Mannheim)

angekommen. Die Fahrzeuge wurden Alle in der Messe-Halle sicher abgestellt und auch

die Abendveranstaltung fand dort statt. Nette Gespräche mit alten- und neuen-Freunden

sowie sehr gutes Essen ließen den Abend viel zu schnell vergehen. Das als Unterkunft

vorgeschlagene Maritim-Hotel ist „angemessen“ und die Betten ausreichend groß.

Leider habe ich nicht so gut geschlafen – Da war wohl ein Bier zu viel im Spiel.

 

Sämtliche nötigen Bus-Transfer und auch der Gepäck-Transfer von Mannheim nach

Pforzheim wurden von der Organisation angeboten/übernommen. Der Vor-Start am

Samstag dem 01.08.2015 erfolgte in den Mai-Markt-Hallen und der Start der

Bertha-Benz-Fahrt dann in der Fußgänger-Zone in Mannheim der „Mannheimer Planken“ .

 

Viele Zuschauer haben das Gefühl vermittelt, ein Super-Star zu sein und die komplette

„Bertha-Benz-Fahrt“ führt durch andauerndes freundliches Zurückwinken zu Schmerzen

in den Armgelenken. Das nimmt man sicher gerne in Kauf. Auch das Ford-Ahooga-Horn

wird praktisch pausenlos bemüht und ist bei den Passanten sehr beliebt.

 

Die Fahrt führte am Carl-Benz-Museum vorbei bis auf die „Fest-Wiese“ in Ladenburg.

15 Kilometer Fahrstrecke vor der ersten Zwischenverpflegung.

Respekt: Wenn das so weitergeht, platze ich irgendwann.

 

Nach der Fest-Wiese fahren wir ca 2 Kilometer, um dann auf die Fähr-Überfahrt zu warten.

Eine Fähre, die max 6 Fahrzeuge mitnehmen kann, braucht halt so ihre Zeit.

Das macht uns nichts – Man kann sich mit den Fahrzeug-Besatzungen vor und hinter sich

unterhalten speziell und um so mehr, wenn man die Fahrzeuge noch nicht kennt.

 

Nach der Überfahrt geht es weiter bis nach Wiesloch, wo man dann an der

Stadt-Apotheke vorbeigelotst wird.

 

Die Stadt-Apotheke ist die erste überlieferte Tank-Stelle der Menschheits-Geschichte

und Bertha-Benz kaufte dort Ligroin um das KFZ zu betanke ( Ligroin war der

Verkaufs-Name für Benzin. Benzin hätte schon damals feuer-geschützt und separat

gelagert werden müssen; Ligroin wurde als „Reinigungsmittel“ in Ballonflaschen im

Verkaufs-raum der Apotheken gelagert.)

 

Das Ligroin für die Teilnehmer 2015 wird in Chemischen-Glas-Röhrchen vor der

Stadt-Apotheke verteilt und ist „nur zu inneren Anwendung am Menschen“ vorgesehen.

 

Danach ist schon bald wieder anzuhalten, weil den Teilnehmern ein Eis spendiert wird.

Respekt – so wenig fahren wir sonst nur selten ?

 

Naja – Insgesamt muss man schon irgendwie nach Pforzheim kommen und so ist der

Nachmittag etwas „Fahr-Intensiver“ und die Strassen leider auch relativ stark frequentiert.

 

Bei der Ankunft in Pforzheim ist in der Stadtmitte die Fußgängerzone abgesperrt und

unglaubliche Menschenmengen drücken sich um die KFZ. Der von mir sehr verehrte

Herr J. Hübner hat dort die Moderation übernommen und er weiß zu JEDEM Fahrzeug

viele Details und Geschichten; Der Mann ist Klasse und die Zuschauer freuen sich

über die vielen Informationen.

 

Wir nehmen einen weiteren kostenlosen „Snack“ und begeben uns aber schon bald

in das nahe gelegene Parkhotel. Dort waren wir schon oft – Das Hotel ist schön und

wir sind gerne dort. Leider kommen wir nicht dazu den Pool zu nutzen, weil wir uns

für die Abendveranstaltung vorbereiten müssen.

 

Busse bringen uns ins Gasometer Pforzheim wo die Abendveranstaltung stattfindet.

( Carl-Benz hatte in den Gas-Werken-Pforzheim gearbeitet und während seiner Zeit

dort die Bertha bei einer Tanz-Veranstaltung kennengelernt. )

Das Gasometer ist Heute eine Event-Location http://www.gasometer-pforzheim.de/ .

Eine geniale Wandbemalung (Rom im Jahre 312) bringt uns zum Staunen und das

SEHR gute Abendessen tut ein Übriges.

Wir hatten einen wunderschönen und lustigen Abend, sind aber froh als uns der Bus

wieder ins Hotel bringt. Noch nie war ich nach so kurzer Fahrstrecke dermassen müde.

 

Am Sonntag dem 02.08.2015 erfolgte dann die Rückfahrt nach Ladenburg. Der Start

in der Fußgängerzone ist für die Uhrzeit ( 10:00 Uhr) erstaunlich gut besucht . Die

Rückfahr-Strecke ist praktisch leer und wir haben einen wunscherschönen Tag.

Alte Autos vor und auch Alte Autos hinter uns, herrlich.

 

Die Mittagspause erfolgt traditionell bei einem sehr großen Mercedes Händler mit

gutem Essen und ausreichend Erholungs-Zeit.

 

Im weiteren Reise-Verlauf werden die Orte besucht, wo verschiedene Arbeiten am

Original-Auto durchzuführen waren. So ist zum Beispiel das Haus des Schuhmachers

zu sehen, bei dem Bertha-Benz einer Intuition folgend Leder-Beläge auf die harten

Brems-Backen der Bremse aufnähen ließ. Es ist damit auch sicher, dass Bertha-Benz

die Bremsbeläge erfunden hat.

 

Die Fahrt endet um 14:30 für uns auf der Fest-Wiese in Ladenburg, wo vor VIELEN

Zuschauern die Teilnehmer-KFZ noch einmal einzeln vorgestellt werden und jeder

Teilnehmer eine Gedenk-Plakette erhält.

Ein weiterer Snack – natürlich und wir begeben uns auf die Rückreise nach Frankfurt.

Es ist noch sehr heiß geworden und wir wollen zeitig zu Hause sein.

 

Was für ein genialer Event. Wir kommen wieder und freuen uns dass es solche speziellen

Ausfahrten für sehr alte KFZ gibt.

 

Wir sehen uns ganz sicher bei der nächsten „Bertha-Benz“ 2017.

Viele Grüße Christoph

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