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Christoph2605

Blog vonChristoph2605

13.10.2013 22:17    |    Christoph2605    |    Kommentare (14)

Highspeed bringt uns nicht weiter....Highspeed bringt uns nicht weiter....

Hallo Freunde des frühen Fahrgerätes.

 

Im meinem letzten Beitrag habe ich die technischen

Realistäten meines Fast- Neuwagens erläutert, den

ich damals (Schande über mich) ohne Gebraucht-

wagengarantie erworben hatte.

 

Zum Glück läuft das Auto wirklich gut und ich will

Euch schildern wie man fährt und wie man sich

fühlt wenn man damit fährt :o

 

 

 

Hier der Link zu dem oben erwähnten eher technischen Beitrag.

http://www.motor-talk.de/.../...-1929er-ford-tudor-sedan-t4713747.html

 

 

Also - wir wollen Ford fahren.

 

Papiere suchen und nachsehen ob die Kennzeichen "dran" sind.

 

Kühler-Verschluß bajonettmäßig aufdrehen und nachsehen ob noch Kühlwasser da ist.

Dabei ist es übrigens so, dass sich in dem drucklosen Kühler jeder "A" seinen eigenen

Wohl-Fühl-Wasser-Stands-Level einstellt.

Bei Unserem isses so dass auf der obersten Kühlerlammelle geradenoch ein bischen

Wasser zu sehen ist, also insofern alles ok. Übrigens ist das Kühlwasser ein Mix aus

destiliertem Wasser und Frostschutz.

 

Wir öffnen die linke Motor-haubenseite und prüfen den Öl-Stand.

Ja - der Peilstab sieht wie ein Peilstab aus.

Knapp unter "F" isses nett, also Haube zu und die 2 Riegel Federmäßig einfummeln.

 

Einsteigen.... Die Türen sind relativ kurz - Henry Ford war wohl fuzzelig klein.

Der Christoph ist 1,97 groß, weshalb er den Fahrersitz mal um 20cm nach hinten verlegte.

Das ist mit ein Grund, warum mit diesem speziellen Auto ausser mir (fast) niemand fahren kann.

 

Jedenfalls steigen wir also ein und ICH sitze prima auf dem Stühlchen.

 

Ich öffne den Benzinhahn. Der ist bei den 1928 und 1929 im Innenraum und

beim 1930er und 1931ern im Motorraum (rechte Seite).

Ich freue mich, dass der Benzinhahn im Innenraum ist, auch wenn der

natürlich so tröpflelig ist wie ne 84-jährige Prostata eben so tröpfelig ist ...

 

Wir wursteln den Nato-Knochen in seine Fassung und schalten den Strom ein.

 

Dann kommt der Zündschlüssel ins Schloss und wird nach rechts gedreht.

Man sollte dem Amp-Meter ansehen, dass da schon Strom unterwegs ist...

Nicht nervös werden, die Optima-Batterie kann 1000A Kaltstartstrom liefern;

Soviel braucht der Ford NIE....

 

Die mechanische Zündverstellung links am Lenker wird ganz nach oben geschoben

= Spät-Zündung.

Das ist extrem wichtig!!! NIE VERGESSEN !!!

Wenn der auf Frühzündung stehenbleibt, gibt es 2 Möglichkeiten.

1. Starten mit der Kurbel ergibt nen netten Schulter-/Arm-/Handgelenk-bruch

2. Starten mit dem E-Starter zerschlägt das Gehäuse vom E-Starter

Beides erscheint wenig lustig, weshalb wir Spätzündung wählen.

 

Den Handgashebel rechts am Lenker ziehen wir 1/3 nach unten;

Ein leicht erhöhter Leerlauf ist fürs Starten sinnvoll.

 

Weil ich ein Weichei bin, benutze ich den E-Starter ...

 

Wir drehen den GAV (Gemisch-Anreicherung) 1/4 Umdrehung nach links

um das Gemisch fetter zu machen.

 

Wir ziehen den Choke und treten auf die Mechanische Starter-Betätigung

(Der Magnetschalter am Anlasser war 1929 noch nicht erfunden und das

"Einrücken" des Starters wird mit einer strammen rechten Wade erledigt)

 

Der Motor dreht sich und der Amp-Meter macht nen links-Salto.

Nach ca 2 Umdrehungen (!) hustet der Motor und ich lasse den Anlasser wieder los.

Das macht Jeder irgendwie Anders- bei meinem Auto funktioniert das so....

Ich warte etwa 10 Sekunden und wenn ich dann wieder Starte, läuft der Motor sofort.

 

Wir ziehen die Zündverstellung halb runter und das ist die Stellung auf der ich

normalerweise fahre.

 

Der erste Gang ist (wie bei jedem Renn-Getriebe :cool: ) links hinten

(weil - links vorne ist der Rückwärtsgang)

 

Wir fahren ganz gemütlich los weil eh die Öle alle noch SEHR zäh sind.

 

Wenn das Auto rollt, läßte sich sogar der Lenker drehen, von dem man

im Stand des KFZ annehmen möchte, dass er irgendwie Festgewachsen ist.

 

Ergänzung: Beim Einsteigen sollte der Fahrer sich NICHT am Lenker in das

Auto reinziehen. In Umfangsrichtung kann man viel Kraft aufwenden, aber

in Lenksäulenrichtung verträgt der Lenker nichts und is labberig. Den kann

man GANZ LEICHT verbiegen.....

Tschuldigung - ich schweife ab....

 

Wir rollen und der Drehzahlmesser (den ich übergangsweise irgendwann

mal montiert hatte), nähert der 2000min-1 Drehzahl-Schalt-Schwelle.

 

Also vom Gas gehen - Kupplung treten - Gang raus - Kupplung loslassen -

Zwischen Gas geben - Kupplung treten und den 2ten Gang reinzimmern -

Kupplung loslassen.

 

Das sollte Geräuschlos möglich sein aber mit kaltem Motor und kaltem Getriebe

ist das schwer zumal Ihr mich nicht erinnert hattet, den Handgashebel etwas

nach oben zu bewegen. Weil der Motor jetzt schon relativ schnell Leerläuft,

knarzt das Getriebe (aber dass schadet nicht wirklich). Meiner Erfahrung nach

ist das A-Getriebe mörder-robust.

 

Neuer Gang - neues Glück.

Im 2ten ist tatsächlich Beschleunigung zu spüren.

Den 2ten drehen wir bis etwa 2200min-1, weil die Gangspreizung zwischen

dem 2ten und dem 3ten leider relativ groß ist.

 

Unser Auto hat eine "lange" 3,54er Hinterachsübersetzung die man schon ab

Anfang der 30er Jahre eingebaut hat (als die Landstrassen besser wurden) um

die Motor-Drehzahlen bei Überlandfahrt zu reduzieren. Durch die "lange Achse"

wird leider auch die Gangspreizung größer.

 

Egal wir müssen schalten ...

Also vom Gas gehen - Kupplung treten - Gang raus - Kupplung loslassen -

Zwischen Gas geben - Kupplung treten und den 3ten Gang reinzimmern -

Kupplung loslassen .- aaahh schon viel besser geschaltet.

:p

 

Et loooft

 

Im 3ten beschleunigen wir bis das Marschtempo erreicht ist.

 

Wir fahren meist zwischen 60km/h und 70km/h

und praktisch nie über 80km/h.

 

Ab 80km/h wird die Lenkung SEHR LEICHT und weil die Richtung "Geradeaus"

dann sowieso nur durch "Lenken" erzielt werden kann ist das schnelle Fahren

sehr anstrengend.

 

Ob man 70 oder 80km/h fährt, ändert am Urlaub und am weiteren Verlauf des

Lebens NICHTS .:p

 

Wers nicht glaubt, muß auf der Autobahn weiterhin mit 180km/h reisen :rolleyes:

(und muß gestreßt sein weil er nicht 190 fahren kann).

 

Wir fahren ausschließlich Landstrasse - je schmaler desto gut :eek:

 

Kurvenfahrt ist gewöhnungbedürftig, weil die alten Blattfedern stark dämpfen (wg Rost)

und dann bei seitlicher Last (in Kurven) plötzlich seitliche Neigung zulassen.....

 

Scheint Alles halb so wild - es gibt Fahrer moderner Autos die freiwillig viele Kilometer

hinter uns herfahren.

 

Apropos - wer unauffällig reisen will, sollte nen Testarossa oder Murciellago wählen.

Mit nem "A" unauffällig reisen geht nicht und irgendwie reagiert JEDER.

 

Mich freut es, wenn kleine Kinder oder sogar Viecher aufm Acker reagieren....

 

Aber ja - ich freue mich ja auch, wenn ich ein altes oder besonderes Auto sehe und

bin dem Fahrer dankbar dass er so viel Mühe und Kosten auf sich nimmt um mir

(schon als Betrachter ) so viel Spaß zu machen. Das hat nie mit Preis oder Alter zu tun...

Da ist ne Frage von Stil und Individualität.

Beispiel gefällig ? : Auch ein Piaggio-Dreirad zeugt von Stil.

 

 

Oh - Da winkt einer am Straßenrand.

Wer winkt, dem senden wir ein nettes Ahoga (Hupenknopf in der Mitte vom Lenker).

 

Heute war es kalt aber schön und wir waren zwischendurch zum Mittagessen in

der Klassikstadt in Frankfurt. Der Sprecher, Herr Hübner wußte schon dass wir

kommen, bevor er uns sehen konnte. Er kennt unser Auto ähh Ahoogahorn

schon lange genug.

 

Nachmittags sind wir noch etwas Main-Aufwärts gefahren und

wir haben uns noch schnell bei Freunden zum Kaffetrinken eingeladen .

 

Apropos - Der "A" hat keine Heizung.

Da isses kalt und als ich vor dem Losfahren Ulrikes Decke ausgeschüttelt hab sagte

der Kollege doch tatsächliich : "Na - schüttelst Du die Heizung aus?".

 

Übrigens... Das Amp-Meter sollte beim Fahren immer knapp über 0 im Plus stehen

(so bei PLUS 2 oder 3 ). Das ist wichtig, weil die Lichtmaschine KEINEN Regler hat

und wenn da zu viel Ladung kommt, dann kocht die Batterie.

Wie schafft man die Einstellung auf plus 3 Amps?

Ganz einfach - Man öffnet die Motorhaube links, schraubt den Deckel von der

Lichtmaschine und verdreht die 3. Kohle solange, bis die Ladung stimt.

 

Früher gab es eine Sommer- und eine Winter-einstellung.

Ich fahr immer mit der Einstellung, die das Fahren mit Licht zuläßt.

Auf Strecke fahr ich mit Licht, bei Kurzstrecke manchmal ohne Licht ...

Ich höre am Klang vom Horn, wie voll die Batterie ist.

Es gibt viele, die ihren A auf Drehstrom-Generator umbauen.

Ich mache dass nicht. Das Originalding tut auch und wenn ich Drehstrom

in nem Vorkriegsauto sehen muß, wird mir immer sooo schlecht.

 

Noch ein Wort zu den Bremsen.

Die sind mechanisch und Gestänge-betätigt.

Da gibt es VIELE die die Bremsen auf Saft-Bremse umbauen (Hydraulik).

Ich mache das nicht und empfehle, das nicht zu tun.

Wenn die Gestänge-Bremse gut ist, bleiben die Räder stehen, wenn man reintritt.

Mehr als blockieren kann eine Saftbremse auch nicht - oder???

 

So - wir sind jetzt viel gefahren, aber irgendwie bin ich nicht sicher ob das Gefühl rüberkam.

 

Dann muss ich klartext sagen : Es ist ein gutes Gefühl mit dem "A" zu reisen.

 

Tatsächlich macht UNS das viel Spaß mit dem Ford auf den Nebenstrassen und für

mein Leben gilt: "Fernweh braucht keine PS"

Das hab ich schon früh gelernt, hatte das aber zwischendurch wohl mal vergessen....

 

Je langsamer das Reisen, desto intensiver das Erlebnis.

Probierts mal aus und berichtet mir davon.

 

LG

Christoph


14.10.2013 00:33    |    Dortmunder 65

So hab ich mir das vorgestellt, beide Artikel zusammen bringen ein schönes Gesamtbild und Deine Art zu schreiben fesselt.

Danke für diese Einblicke.


14.10.2013 12:13    |    mat619

Ha, herrlich... Handgashebel, Choke, Gemischhebel, dieser Zündverstellung, Amperemeter... wie in einem Kolbenmotorflugzeug. Glaub wär regelmäßig ältere Sportflugzeuge bewegt, kann wahrscheinlich völlig ohne Umstellung 29er Tudor fahren. Bis auf Kupplung/Schaltung natürlich. :)

 

"Leaned" man das Gemisch eigentlich bei solch alten Autos eigentlich auch wieder nach dem Motorstart?

Bei Flugzeugmotoren wird mit maximal fettem Gemisch gestartet, warm laufen gelassen und dann für den restlichen Betrieb das Gemisch wieder soweit abgemagert, dass er gerade noch rund läuft, plus ein klein wenig "on top" in Richtung fett. Dort liegt der perfekte Kompromiss zwischen Verschleiß, Leistung und Spritverbrauch.

Ist insgesamt ein heikles Thema - ist das Gemisch zu fett, verkoken die Zündkerzen, ist es zu mager, wird er an Abgasanlage und Zylinderkopf zu heiß.

 

Gut, dass man sich damit bei Nachkriegsautos nicht mehr damit herumschlagen muss. Bei fast allen Flugzeugen aber heute noch alltäglich - Motorsteuergeräte, pff, neumodisches Zeug ;)


14.10.2013 15:37    |    Ascender

Daran kann man schon ein wenig nachvollziehen, dass es früher mehr professionelle Berufskraftfahrer gab - oder Chaffeur - wie man es eleganter ausdrückt.

 

Wobei der Ford da schon ein Massenmodell war.

 

Herrlich. Vielen Dank für den netten Einblick! Hat echt spaß gemacht zu lesen.


14.10.2013 17:56    |    Andi2011

Moin,

 

ich steige morgens in meinen Ford. Vorher hat er mich "erkannt" und die Türen selbst entriegelt, nachdem ich den Startknopf leicht berührt habe schnurrt der Motor fast unhörbar vor sich hin...

84 Jahre automobiler Entwicklung liegen zwischen unseren beiden Ford.

Schon ein krasser Gegensatz zu dem Erlebnis einen "T" zu starten, geschweige denn zu bewegen.

 

Zitat:

So - wir sind jetzt viel gefahren, aber irgendwie bin ich nicht sicher ob das Gefühl rüberkam.

Ja, es kam rüber und war ein Genuss!

Herzlichen Dank für diesen wunderbaren Blog, der spätestens seit heute in meinem Blog unter den zu empfehlenden Blogs aufgelistet ist! Wunderbar, ich freue mich auf mehr!

 

 

Es grüßt mit einem fröhlichen Ahooooga

Andi


14.10.2013 21:16    |    wazzup

Interessant zu lesen. Choke und Benzinhahn kannte ich ja schon, aber die anderen Einstellungen sind wirklich was für echte Abenteurer. Unglaublich wie kompliziert das in den Kindheitstagen des Automobils war. Wobei 95% aller Autofahrer heute schon mit einem einfachen Choke überfordert wären ^^


14.10.2013 22:11    |    UHU1979

Sehr interessanter Einblick in eine andere Ära des Automobils und lesenswert geschrieben.

Ein paar mehr Bilder wären noch schön. Der Mensch ist doch ein Augentier. :)


14.10.2013 22:15    |    Christoph2605

Hi all - Danke für die netten Comments....

 

@ Dortmunder

Wer sich (mit vielen guten Blogs) so verdient macht im MT, der ist herzlich eingeladen

mal ne Runde (mit) zufahren. Wie ich Deinen Blogs ansehe, sind da ja diverse Fotos

aus Frankfurt dabei :D Wenn Du mal wieder hier bist und das Wetter ok ist....

Melde Dich !

 

@ Mat 619

Die meisten machen das Gemisch sofort wieder mager (ausser dem kleinen Christoph,

der das regelmäßig vergisst und dann an der Tanke dafür bezahlt).

Den Choke muß man praktisch sofort wieder loslassen und den GAV sollte man

auch bald SACHTE zudrehen (sonst macht man den Düsenstock kaputt).

Wenn ich hohe Leistung verlange, mache ich den GAV wieder etwas auf….

Ich habe genau dieses Auto um dem ganzen Elektronik-Schmutz nicht ausgeliefert zu sein.

 

@ Ascender

Jo - das ist VIEL anstrengender, als mit nem modernen Auto zu fahren.

Drum wirst Du (bei Ausfahrten von Vorkriegsautos) meist sehen, dass

die Männer fahren dürfen.

Unser Rekord waren 468km Landstrasse an einem Tag

von Harsefeld nach Frankfurt....

und VERSPROCHEN das mach ich nie wieder.

 

Hier ein kleiner Ausschnitt von diesem "Rekordtag"

http://www.youtube.com/watch?v=G50e9stINSw

Da gehts steil abwärts und wir lernen dass alte Männer nie reden

sollten während sie versuchen ein Vorkriegs-Auto durch den Acker

steil abwärts zu bewegen :p

 

@ Andi

Ja - neue Autos haben tolle "nice to have" Gimmicks....

 

Im einen Moment fährt man wundervoll und im nächsten Moment

steht man am Straßenrand und weiß nicht was los ist.

Wers noch nicht erlebt hat, werfe den ersten Stein.

 

Der ADAC kommt nach 90 Minuten.

 

Ich schwöre, dass ich beim Ford innerhalb von 90 Minute die komplette

Elektrik getauscht hab. Die liegt unter dem Rücksitz, was bei einem

tollen neuen Elektronikwunder sowieso grundsätzlich nicht möglich ist

:D

 

Spätestens wenn ich in einem Auto sitze was selbsttätig ne Vollbremsung

hinlegt, weil es sich vor einer leeren Hofeinfahrt erschreckt hat, bin ich aus

der Nummer raus.

 

Nix für ungut

 

Man kann ja nicht NUR alte Autoas fahren.... oder doch?

 

LG Christoph


14.10.2013 22:20    |    Christoph2605

Hi Uhu

Bei youtube heiße ich auch Christoph2605 und

da sind mehrere Filmchen für Augentiere ;-))

 

Grüße Christoph

 

Blöde Ausrede - Ich hab nur noch nicht raus,

wie man viele Fotos in nem Blog verteilt :confused:


14.10.2013 22:28    |    Dortmunder 65

Zitat:

@ Dortmunder

 

Wer sich (mit vielen guten Blogs) so verdient macht im MT, der ist herzlich eingeladen

 

mal ne Runde (mit) zufahren. Wie ich Deinen Blogs ansehe, sind da ja diverse Fotos

 

aus Frankfurt dabei :D Wenn Du mal wieder hier bist und das Wetter ok ist....

 

Melde Dich !

Da komme ich drauf zurück, ich war Sonntag schon auf den Sprung zur Klassikstadt!

Ich brauche etwa 20 min. dahin, je nach Ampelglück! Leider musste ich ein anderes Versprechen halten.

Danke für die Einladung, das ist einfach spitze. Ich schreibe ja auch erst 10 Monate und bis auf einige Wenige kenn ich die meisten Fahrzeuge nicht aus Erfahrung.

 

Gruß Dorti


15.10.2013 10:23    |    Andi2011

Zitat:

Spätestens wenn ich in einem Auto sitze was selbsttätig ne Vollbremsung

hinlegt, weil es sich vor einer leeren Hofeinfahrt erschreckt hat, bin ich aus der Nummer raus.

Nix für ungut

Man kann ja nicht NUR alte Autoas fahren.... oder doch?

Moin,

 

och kein Problem Christoph, wenn du in meinen Blog siehst wirst du feststellen, dass ich durchaus in beide Richtungen Alt wie Neu affin bin und was Autos und die zugehörigen Liebhabereien angeht, durchaus tolerant. Einheitsbrei gibt's in der Welt ja genug:D;)

 

Grüße

Andi


15.10.2013 11:13    |    V8-Junkie

Wahnsinn, gegen deinen Ford ist ja mein Chevy (Bj.79) ein richtiges High-Tech Gefährt.

Danke für den Einblick in die Anfangszeit des Automobils.


15.10.2013 11:32    |    Andi2011

V8-Junkie, dein Caprice ist definitiv ein High-Tech Gefährt, vor allem gegen die meisten deutschen Fahrzeuge aus dem Baujahr 1979:D;)

 

Grüße

Andi


15.10.2013 19:58    |    Christoph2605

Ach nö Leute – ich woll ja nun niemand Angst machen vor nem alten Auto .

Soooo richtig tragisch ist das mit den Einstellungen nicht.

 

Beispiel Handgas: Wie sich der Motor anhören sollte, weiß man ja ungefähr

und wenn er zu schnell läuft, drückt man den Hebel (rechts am Lenker) nach oben

 

Beispiel Zündverstellung: Wenn das Auto beim Beschleunigen die Wurst nicht vom Teller zieht, …

dann ist alles in Ordnung…

ähhh ich meine

… dann wird wohl die Zündung falsch stehen.

Dann verstellt man die und wenner plötzlich rennen will, wars wohl richtig.

 

Das zu beschreiben und zu lesen ist schwieriger, als es durchzuführen.

 

Die meisten Funktionen der durchschnittlich 100 Bordcomputer die wir

Heute in neuen Autos so spazierenfahren, sollte man kennen.

Wie wollt Ihr den Launch-control einstellen wenn ihr nicht wisst, welche Stellung

welches Verhalten erzeugt??

 

Bis ich die Funktionen moderner Bedienelemente am Ampera (Geschäftswagen)

verstanden habe, muß das Auto wohl wieder zurückgegeben werden

 

Ich bin ganz sicher :

10 Mal Vorkriegsauto fahren und JEDER weiß Bescheid.

 

Und wenns Auto nicht funktioniert, nen billigen Satz Schraubenschlüssel raus

und frisch ans Werk.

 

Die Dorfschmiede, die die Autos bis zum Krieg betreut haben , die hatten nicht

mehr Ahnung als Jeder Einzelne von uns hier bei MT.

 

Wenn was nicht tut, zerlegt man das, denkt drüber nach und weiß wie es besser wäre .

 

VERSPROCHEN !

 

Zusätzlich isses so:

Bei nem neuen Auto fährst Du auf der Autobahn und :

- der Wasserflansch platzt und in 5 Sekunden is das Kühlwasser weg….

- oder irgendein Motorsteuergerät fällt aus …..

- oder ne Spritpummpe fällt aus….

Dann stehst Du auf der Autobahn….

 

Bei nem Alten Auto isses anders!

Wir sind im April nach Sylt und nach 50 Kilometern (bei Bad Nauheim)

sagt meine Frau: Der macht komische Geräusche……

2000km später waren wir wieder zu Hause und der machte immernoch

komische Geräusche. Da war das dann so deutlich dass ich den U-joint

getauscht hab und die Welt war wieder schön.

Alte Autos bleiben nicht einfach stehen.

Die teilen mit, dass irgendwas nicht stimmt und GELEGENTLICH

sollte man mal nachsehen.

 

Da das Auto meine Basteleien wohlwollend honoriert und

jede Bastelei die Situation verbessert hat, isses wohl das richtige

Auto für mich.

 

LG Christoph


04.11.2014 20:07    |    gert-kiel

Ich hatte einen Bericht zu dem tollen Aufsatz über einen FORD A für Christoph eingegeben. Wo bleibt der jetzt?
Gruß gert@oldtimerauto.de


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