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Audi V8 - Ein Kindheitstraum wird Stück für Stück war

Der lange Weg vom 1600 Euro billigen, heruntergerittenen Audi V8 4.2 zu einem voll restaurierten Originalmodell in Top Zustand!

01.08.2009 23:56    |    apial    |    Kommentare (13)

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Img 0410

Hallo liebe Lesende,

 

heute geht es also weiter mit dem Berichten :)

Was ist zwischenzeitlich passiert? Nun ich habe einen neuen Luftmassenmesser ersteigert und eingebaut. Läuft gut aber ich konnte noch keine Miniprobefahrt in der Tiefgarage machen :D

Ein Freund hat nun eine Werkstatt gemietet und so wie es aussieht kann ich ab September dort fest schrauben mit eigenem Platz ect. dann kannst endlich RICHTIG los gehen.

 

Bis es soweit ist darf ich mich mit anderen Probleme rum ärgern, als ich neulich nach knapp 2 Wochen zum Auto kam und aufschließen wollte passierte garnichts.

Ich schaute ob ich vergessen hatte etwas auszumachen aber das war nicht der Fall.

Also schaltete ich ein Multimeter zwischen Minuskabel und Batteriepol und maß den Ruhestrom.

Was sahen meine entsetzen Augen, 0,24A ! Das war eindeutig zuviel. Ich zog Sicherung um Sicherung und auf einmal war der Strom auf unter 0,07A

Gespannt schaute ich auf die Sicherungsbeschreibung und laß:

"Prozessor Kombiinstrument, Parksperre und Bremslicht"

 

Die Bremslichter und die Parksperre konnte ich ausschließen, also widmete ich mich dem Kombiinstrument. Vom V8 Forum bekam ich inzwischen den heißen Tip, am Kombi sitzt eine extra Platine auf der widerum ein Relai sitzt. Diese geht wohl gern kaputt und das Relai zieht dauerhaft an. Also ab zum Auto und genau hingehört. Und siehe da, das Relai klickt sofort beim Anschluß der Batterie, härt dann aber nicht wieder auf wie es eigentlich sein sollte.

 

Also erstmal ausbauen dachte ich mir :)

Dachte ich, denn bei solchen Aktionen merkt man schnell das der V8 eines der ersten Modelle von Audi mit dieser Art Innenraumdesign ist. Was bei meinem A6 mit 3 Schrauben und 10 Minuten erledigt ist dauerte beim V8 über 30 Minuten :(

Es sind etliche versteckte Schrauben zu lösen und dann darf man das komplette Oberteil des Amaturenbretts ausbauen bevor man ans Tacho kommt *ätz*

 

Naja egal ;)

Also Tacho draußen und Platine ausgebaut (siehe 1. Bild) sah alles gut aus aber naja ...

Die Platine gibt es natürlich NICHT einzeln, macht 1200 Euro für ein neues Kombinstrument (na klar hab ja sonst nix zu bezahlen)

 

Also das Ding nochmal genauer angeschaut, ein paar Widerstände,Dioden,Z-Dioden und Transistoren außerdem ein IC. Erfreulicherweise waren ALLE Bauteile korrekt beschriftet und nach kurzer Recherche erhältlich. Selbst der IC ist noch zu bekommen und gott sei dank "dumm" also nicht programmierbar und somit einfach austauschbar :)

 

Nachdem ich gestern abend alle Widerstände durchgemessen hatte (waren alle ok) machte ich mich heute auf den Weg zu Conrad um die Dioden und Transistoren als Ersatzteile zu besorgen. Den IC wollte ich erst wechseln falls das andere nichts bringt.

Am Nachmittag lötete ich gleich fleißig los (siehe 2. Bild) und war nach einer guten Stunde fertig. Somit war alles auf der Platine neu außer der IC.

 

Gespannt ging ich zum Auto und baute alle an. Batterie an, Relai klickte wieder "NEIN" doch was war das, nach ca. 5 Sekunden hörte man noch ein klicken! Das Relai löste wieder "JA!" :D

 

Alles durchgestet, geht alles wie es soll. Multimeter angeschlossen und gemessen: 0,10A (also im normalen Bereich)

Somit 1200 Euro gespart und das Risiko das ein gebrauchtes auch bald kaputt geht.

 

Das ganze für 2,60 Euro und insgesammt 3 Stunden Arbeit, so mach Schrauben doch Spaß :)


02.08.2009 11:14    |    murxer666

Respekt!

 

Sobald irgendwo Strom drauf ist verzweifel ich.

Glückicherweise lies sich damals mein RelaisProblem

mit Heisskleber und Isolierband lösen.

 

Solche elektrischen Fähigkeiten wie du hätt ich auch gern.

 

Murxer


02.08.2009 13:42    |    apial

@murxer666

 

Vielen Dank aber so berauschend sind die Kenntnisse nun auch nicht ;)

Ich habe ein paar Grundlagen aus meinem abgebrochenen Fachabitur Elektrotechnik behalten und auf denen kann man halbwegs gut aufbauen.

Zudem sind solche Sachen wirklich nicht so schwer. Wenn ich am 2003er A8 von Vati schraube dann wirds erst richtig hässlich ;)

 

Hier z.b mal der Ablauf wie der Komfortblinker im A8 funktioniert:

nhand des Fahrzeugzustandes (Zündung ein, Motor läuft, Crash, Zündung aus) stehen dann verschiedene Funktionen zur Verfügung.

 

"Richtungblinken rechts" beim A8´03:

Voraussetzung: Zündung ein

 

1. Der Fahrer betätigt den Blinkschalter E2 nach rechts.

Dieser sendet ein widerstandscodiertes Signal zum Steuergerät für Lenksäulenelektronik J527.

 

2. Das Steuergerät für Lenksäulenelektronik leitet die Information "Richtungsblinken rechts" über den CAN-Komfort zum Zentralsteuergerät für Komfortsystem J393 weiter.

Anmerkung: (1) Hier entsteht wahrscheinlich auch das Signal für den Spurwechsel (kurzes Antippen des E2).

(2) Der Begriff "Information weiterleiten" ist, glaube ich, nicht richtig. Die Steuergeräte legen Informationen auf den CAN-Bus, welche von allen Steuergeräten gelesen werden. Falls irgendein Steuergerät Interesse an dieser Information hat, wird es weiterverarbeitet, ansonsten ignoriert.

 

3. Vom Zentralsteuergerät für Komfortsystem werden anhand der empfangenen Informationen Priorität und die Blinkart festgelegt.

Anmerkung: Liegt die Information "Crash" vor, wird das Richtungsblinken ignoriert und "Crash-Blinken" wird ausgeführt. Wenn "Zündung aus" -> Parklicht. usw.

 

4. Das Zentralsteuergerät für Komfortsystem steuert die Lampen hinten rechts über das Steuergerät für Rückleuchten hintern rechts J691 an und das Steuergerät für Bordnetz J519 steuert die Lampen für Blinklicht vorn rechts M7 sowie den Seitenblinker rechts M19 an.

 

5. Das Diagnose-Interface für Datenbus J533 legt die CAN-Information "Richtungsblinken rechts" auf den CAN-Kombi.

Die Kontrollleuchte im Schalttafeleinsatz blinkt daraufhin.

 

6. Die Blinkleuchte am Anhänger wird vom Steuergerät für Anhängererkennung J354 angesteuert, welches die Botschaft "Richtungsblinken rechts" empfangen hat.

 

Dieser Ablauf ist aus dem SSP 288 "Audi A8´03 - Verteilte Funktionen".

 

 

Wenn einem da nicht schlecht wird weis ich ja auch nicht mehr :D


03.08.2009 13:01    |    maxl 909

Conrad Zentrale Wernberg?


03.08.2009 13:18    |    apial

@maxl 909

 

Nein, nromale Filiale in München


03.08.2009 13:21    |    maxl 909

aso ;) weil wenn dann wäre das ja gleich ums Eck... Würde mir gerne mal nen V8 aus nächster nähe ansehn


03.08.2009 16:41    |    motorina

Zitat:

Wenn einem da nicht schlecht wird weiss ich ja auch nicht mehr:D

Mir ist schlecht bei solch einer Beschreibung:mad: ... da kann man nichts selbst mehr machen ... also bleib ich bei den älteren Audis - obwohl der V8 schon reizvoll wäre (hatte mal den 200 turboquattro - zuviel Elektrik/Elektronik für mich ... schade drum).

 

Grüsse,   motorina.


08.08.2009 20:29    |    E-Einzelkaempfer

@ apial,

da hattest du aber mächtiges Glück bei der etwas älteren Platine.

Mit der Methode bist du derzeit hoffnungslos aufgeschmissen, wo doch nur noch SMD-Teile und µPC´s verlötet werden.

Hätte mir an deiner Stelle mal den Schaltplan gleich mit erstellt (bei den paar Bauteilen), dann kann man eventuell später (oder von Elo-Profis) noch nachvollziehen, an was es gelegen haben könnte.

Denn mit der Weise des Wechselns aller einfachen Bauelemente, kann es, muß aber nicht, klappen.

Und das Gesicht nach dem ersten Fehlversuch ist sicher auch nicht schön anzusehen (grübel, was kann das denn nur wieder sein)!

Und an was es nun wirklich gelegen hat, wird man nun auch nicht mehr nachvollziehen können.

Aus der Sicht eines elektronischen Ursachenforschers, war das eine einmalige Chance, leider.

Könnte ja durchaus noch andere Betroffene geben, die das gleiche Problem plagt.

Was ich aus deinem ersten Bild und dem zugehörigen Datasheet des IC´s entnehmen kann, hat die Kontakleiste der Platine sämtliche Eingänge des elektron. schwarzen 16-Füßlers nach außen geführt.

Ist also schnittstellenmäßig nur ausführendes Organ, auf den ersten groben Blick. Welche genaue Funktion die Platine ausführt ist wohl auch nicht bekannt?


11.08.2009 11:07    |    Frankiboi

Gratulation! Aber hätte es nicht gereicht das Relais zu ersetzen, dass klebt dann gerne mal fest... und haste auch gleich eine Diode darüber gelegt um den Schaltfunken zu löschen, sonst ist das Relais bald wieder hinüber....

((Defekte Widerstände erkennt man gleich an der verbrannten Farbe...))

Selbigen Probleme waren beim Warnblinkschalter des A4 das Scheiß Relais gibt irgend wann den Geist auf....


11.08.2009 15:40    |    E-Einzelkaempfer

Hier ist aber einer scheinbar ganz fit in Audi-Elektronik !!!

Auch wenn man Hobby-Funker ist, der Tip mit der Diode ist wohl ziemlich unbestätigt.

Oder kann man da ein Beispiel bringen, an dem ersichtlich wird, daß für hochbelastete Kontakte parallelgeschaltete Dioden den Abrißfunken mindern?

Kann mich entsinnen, daß dafür immer ein Kondensator eingesetzt wurde, siehe Zünd-Unterbrecher im Kfz (Funkenlösch-C).

Und ansonsten kommt da allenfalls ein Snuber-Glied hin.

Und ich glaube auch, daß wenn einer alle Bauteile auf der Platine wechselt, noch genug Sehkraft in der Optik hat, um zu erkennen, daß eventuell der Relaiskontakt festklebte.

Wenn man dazu das Relais schon Klappern (Anziehen) hört, wird wohl auch kein Kontakt festgeklebt sein.

So viel zu den Tips meines Vorredners.


11.08.2009 16:13    |    Frankiboi

hahaha, man legt ein Funkenlöschdiode über die Relaiskontakte, ja das ist in der Tat so, dass macht man bei Koaxrelais eben so wie bei Relais von Benzinpumpen zB. ZXR Pumpen, der Kondensator tut lediglich Entstören.......und richtig, das ist das erste was man überprüft ,dass eigentliche Relais und wenn es dann nicht mehr anzieht weil es schon verschmaucht ist dann ist das fast das selbe wie wenn es fest brennt und im übrigen Amateurfunker, nicht Hobby Funker das sind die CB Funker aber frag ruhig.....

Das war einfach nur Glück, fragt sich nur wie lange wenn die Kontakte des Relais nicht gereinigt wurden, denke das wurde gemacht sonst hält es nicht lange.... besorge Dir mal ein Elektronik Buch, da steht drinnen wie man Relais- Funken löscht und zwar mit einer Diode und das ist bestätigt!

:)

G.Frank

Edit: solltest du Beispiele anhand von Bildern benötigen sag Bescheid, ich sende Dir welche!

Und dann habe ich nur Gratuliert zum Erfolg und nichts anderes...eventuell noch einen Tipp gegeben...., darfst gerne mal meine Fred`s zu gewissen Themen wie Blinker...audi blablabla ansehen.....:)


11.08.2009 16:33    |    Frankiboi

Für die ungläubigen......siehe Pic`s oder mal googeln Funkenlöschdiode, ((hier noch ein Auszug aus einen Datenblatt-> die THM 446 und 447 besitzen beide eine Funkenlöschdiode Freilaufdiode zum Schutz von Schaltelementen um vor vorzeitigen Abbrand, udn Überspannungsspitzen zu vermeiden...wer es noch nicht glauben sollte der sollte einfach den Mund halten wenn er keine Ahnung hat, ist so....und Unterbrecher Zündung ist was ganz anderes ....

Edit: oh schade,man kann die roten Pfeile sehr schlecht erkennen, aber die diejenigen die ein Relais von einen Apfel unterscheiden können die finden die Pfeile, wobei der eine bei den Buchsen als Verpolschutz dient.....

So es soll sich hier niemand angegriffen fühlen.....aber das musste mal klargestellt werden.....

Und noch was, das hat nix mit Audi Elekronik zu tun gar nix das sind einfach Grundlagen der Elektrotechnik.....


Bilder

11.08.2009 22:21    |    E-Einzelkaempfer

Hallo Frankiboi , ganz ruhig bleiben, ich wollte dich ganz sicher nicht maßregeln.

Nur ist das hier ein Forum für Kfz-Technik, da sind bedingt Elektronik-Kenntnisse vorauszusetzen. Und entschuldige bitte den Hobby-Funker, Amateurfunker sind natürlich ein paar Klassen drüber mit Lizenz und Abschluß (denke ich).

Den Sachverhalt hast du aber immer noch nicht richtig klargestellt.

Jeder Nicht-Elektroniker würde jetzt bei so einem Problem einfach ne Diode, und dann kommen die Fragen: ja wie denn nun da reinschalten?

Glaub mir ich mach den Job schon über 25 Jährchen, aber das was du so absolut anhimmelst, ist etwas komplizierter.

Zur Überspannungsbegrenzung an induktiven Bauteilen ( Motoren / Schütze / Relais ...) kommt parallel zur Wicklung (nicht zu den Kontakten) eine Freilaufdiode in Sperrichtung gepolt. Und die so nahe wie möglich an die Wicklungskontakte, nicht an die Schaltkontakte. Damit wird die aktive Technik (Halbleiter) vor der induzierten Überspannung beim Ausschalten des Arbeitsstromes des Bauelementes geschützt (Gegeninduktion). Und vllt. auch noch gegen Übersprechen auf andere parallel laufende Leitungen.

Das sieht man auf deinem zweiten Bild auch ganz deutlich, wenn der rote Draht die Plusleitung ist.

Auf dein Beispiel mit dem Koaxrelais (HF-Technik), das wird garantiert nicht auf die zu schaltende Leitung gepackt, dann kannste das Relais nämlich gleich mit´ner Drahtbrücke kurzschließen. Da verwechselst du was, dort wird ganz sicher auch wieder die Relaisspule mit einer Diode entkoppelt.

Denn HF geht auch über Dioden ohne gr. Hindernis drüber (Gleichrichtung), und das Relais wäre mit den Schaltkontakten wohl etwas wirkungslos, wenn dem so wäre.

Du kannst dich aber gerne mal in einem Forum für Elektroniker (mikrocontroller.net) informieren, habe da jetzt die Problematik eingestellt.

Zur absoluten Klärung deiner Theorie wäre aber mal ein Schaltplan von Interesse, denn auf den Fotos kann man zwischen Kontakten und Wicklung nicht unterscheiden.

Lassen wir uns von den Fachleuten im anderen Forum leiten.


12.08.2009 15:27    |    Frankiboi

Leider war mein Text weg, noch mal in Kurz Form, im Obrigen Abschnitt hast Du recht, genau so ist es...., zur Diode die wird natürlich nicht an die Arbeits Kontakte sondern an die Spulen Kontakte mit der Kathode zur Plus Seite eingebaut (gelötet), gleiches gilt für HF Relais wie für reine Arbeits Relais in meinen Transverter sehr schön zu erkennen auf (Bild 1), das kleine Relais rechts ist in dem Fall das Arbeitsrelais welches vom Sequenzer angesteuert wird und mein HF Relais das kleine schwarze ganz aus Metall (Bild 4) Lastlos zu schalten, sonst würde die Eingangsstufe und die Relais Kontakte abfackeln, das hat etwas mit der Übersprechdämpfung der HF Relais zu tun welche aber für und jetzt mal belanglos sind.

Eine Verpolschutz Diode wird in Fließrichtung eingelötet also in die Plus Seite von der Spannungsquelle kommend an die Anode die Kathode zeigt dabei in Richtung des Verbrauchers.....

Auf den Bildern ist alles selber gebaut, auch der eigentliche Transverter der das 10 GHz Signal ermöglicht, es war ein SMD-BAUSATZ von DB6NT, die Endstufe die knapp 6 Watt HF auf 10 GHz liefert habe ich defekt auf einen Flohmarkt gekauft und selber repariert......, das Gehäuse ist auch selber entworfen die Frontplatte aus Eloxierten Alu gefräst, der Kühlkörper auf den Flohmarkt gekauft, alle Mechanischen und Elektrischen Arbeiten wie Aufbau d und Bestückung der SMD Platine, Abgleich der Baugruppen alles selber gemacht, wen es interessieren sollte Frequenzzähler bis 12 GHz vorhanden Powermeter von HP 435B und 436A mit Meßkopf bis 24 GHz vorhanden, das ist aber eine andere Materie.....

G.Frank

 

Oh isch sehe gerade, ich habe ich im Beitrag vom 11.08. um 16.13 nicht richtig Ausgedrückt, nicht Relais (Arbeits)kontakte sondern Spule....



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