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In einem Punkt sind sich Politiker, Automobilindustrie und Wissenschaft weitgehend einig: Elektroautos sind die Verkehrstechnologie der Zukunft. Auf der Straße hat die Zukunft bereits begonnen: Seit Anfang des Jahres werden die ersten echten Elektroautos in Deutschland verkauft. Uns interessiert nun, wer von Euch bereits Erfahrungen hinterm Steuer von Elektroautos gesammelt hat.
Keine Frage, während die Industrie zwar fleißig forscht und sich auf den großen Automobilmessen, wie derzeit in Shanghai, die spektakulären Studien stapeln, sind die Autokäufer noch sehr zurückhaltend. Die heute erhältlichen Elektroautos gelten nicht nur als teuer und außerhalb der Ballungszentren bedingt alltagstauglich - sie sind es auch. Der Mitsubishi i-MiEV als erstes in Deutschland erhältliches reines Elektroauto geht mit einem Listenpreis von 34.990 Euro an den Start und bietet dafür die Ausmaße eines Kleinwagens, eine begrenzt autobahntaugliche Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h und eine Reichweite von maximal 150 km. Je nach Außentemperatur und Fahrstil ist die Batterie auch schon mal nach 60-80 km leer.
Konkurrenten für den i-MiEV gibt es auf dem deutschen Pkw-Markt bisher nicht, wenn man den Tesla Roadster mal nicht mitzählen möchte. Im Nutzfahrzeugsektor sind Exoten wie der EcoCarrier von Ecocraft im Angebot. Zwar exportiert Nissan seinen Leaf bereits nach Europa, und auch andere Hersteller wie Renault und Ford verkaufen bereits regulär ihre ersten Elektroautos, zu haben sind diese Fahrzeuge aber zuerst nur in Ländern, in denen der Kauf von Elektroautos staatlich gefördert wird. So soll der Nissan Leaf in der EU zwischen 20.000 und 25.000 Euro kosten – in Ländern, in denen die Anschaffung mit ca. 5.000 Euro subventioniert wird.
Wer hat schon mal in einem Elektroauto gesessen? Trotz alledem: Peugeot, Citroën und Mitsubishi haben die erste Charge des i-MiEV im Handumdrehen verkauft. Viele davon stehen jetzt in Firmenfuhrparks oder im Fahrzeugbestand von Autovermietungen und Car-Sharing-Unternehmen. Und da sind die kleinen, lautlosen Flitzer durchaus auch für normale Autofahrer greifbar. Andere Hersteller wie Mercedes-Benz haben eine kleine Auflage ihrer Testflotte an Privat- und Firmenkunden verleast.
Quelle: MOTOR-TALK |
verfasst am 21.04.2011
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