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VON PHILIPP MONSE Berlin - Wer am 21. Juni nichts vorhat, der kann den Sommeranfang feiern oder den Tag in einem der vielen Staus Richtung Süden auf der Autobahn ausklingen lassen. Er kann aber auch mit den 99 MT-Tipps in den Urlaub starten - ohne Stress. Seit dieser Woche Mittwoch beginnen nach und nach die Ferien in Berlin, Hamburg, und Brandenburg. Ein paar Tage oder Wochen später folgen die anderen Bundesländer. Um nach der Fahrt in den Norden, Süden, Osten oder Westen nicht urlaubsreifer als vorher zu sein, haben wir für Euch eine Checkliste mit 99 Tipps zur feinen Fahrt in die Ferien erstellt... Vorbereitung ist alles, ohne ist alles nichts 1. Plant die Reise früh und sorgfältig (z.B. mit den folgenden 98 Tipps). 2. Schaut Euch die Route vorher an. Dann könnt Ihr schon nach Ausweichrouten schauen. 3. Navis sind toll. Aber wenn es wirklich klemmt, geht nichts über eine detaillierte Karte 4. Apropos Navi: Checken, ob die Software stimmt. 5. Bei mehr 1.000 Kilometer Strecke (mit Kindern 800 km) sicherheitshalber schon vorher nach Übernachtungsmöglichkeiten schauen. Falls der Stau doch zu lang gedauert hat. 6. Dienstag und Mittwoch sind gute An- und Abreisetage. 7. Freitag, Samstag und Sonntag nicht. 8. Wer gestresst aus dem Büro kommt, fährt eher gegen die Wand als zum Ziel. Stress ist kein guter Beifahrer. 9. Danke, Bitte, Hallo, Ich brauche Hilfe. Es schadet nie, ein paar Wörter oder Sätze auf kroatisch, spanisch, italienisch usw. zu kennen. Also: Wörterbuch und/oder Reiseführer mitnehmen. 10. Zu Hause ist das schönste Heim. Also einer Vertrauensperson einen Schlüssel und die Pflege der Pflanzen anvertrauen. 11. Ist das Bügeleisen aus, die Waschmaschine leer, der Fernseher von der Steckdose getrennt? 12. Türen und Fenster zu Hause gut verschließen. 13. Etwas Bargeld in der Währung der zu bereisenden und zu durchquerenden Länder kann man vorher besorgen. Das ist im Ernstfall praktisch und spart Geld, wenn man auf einen günstigen Wechselkurs achtet. 14. Wessen Auto die besten Zeiten hinter sich hat, dem kann vor dem Urlaub das Abschließen einer ADAC Plus Mitgliedschaft nützlich sein. Damit wird man auch aus dem Ausland sicher heimgebracht. Andere Länder… 15. Verkehrsregeln und Gesetze der bereisten Länder sollte man vor dem Urlaub zur Kenntnis nehmen: Besonderheiten einprägen. 16. In vielen Ländern gibt es eine Lichtpflicht: Beispielweise in Dänemark und Italien. 17. Tempolimits variieren: Nur in Deutschland gibt es freie Fahrt auf Autobahnen! 18. In Polen ist der Grünpfeil nicht aus Blech, sondern leuchtet. Ist also neben dem normalen roten Ampellicht ein weiterer leuchtender grüner Pfeil, dann heißt es: Erst Anhalten. Und nur bei freier Bahn abbiegen. 19. Das Telefonieren im Auto mit Handy ist nur in Schweden erlaubt. 20. In Spanien darf man keine Kopfhörer benutzen. Es muss eine Freisprechanlage sein. 21. Für manche Länder benötigt man ein Visum: Beispielsweise Russland. 22. In Frankreich braucht man seit dem 01. Juli 2012 einen Alkoholtester im Fahrzeug. Den gibt es an Tankstellen, in Supermärkten, in Apotheken und – klar – in Diskotheken. Kosten: ca. 2 Euro. 23. In bestimmten Ländern muss die Anzahl der Warnwesten der Anzahl der Insassen entsprechen. Frankreich, Italien Luxemburg und viele osteuropäische Länder gehören dazu. Die Westen gehören nicht in den Kofferraum, sondern in die Fahrgastzelle. 24. Feuerlöscher sind in Bulgarien, Griechenland, Moldawien, Rumänien, Russland, der Türkei, der Ukraine und in Weißrussland Pflicht im Auto. In Polen gehören sie in dort zugelassene Autos. 25. Vorsicht gilt bei im Ausland geliehenen Mietwagen. Der Vermieter ist nicht verpflichtet, diese mit allen Utensilien auszustatten. Der Fahrer schon. 26. Ein Reserverad oder ein Reparaturset bzw. Reparaturspray sollte in Bosnien- Herzegowina, Serbien und Spanien an Bord sein. 27. Achtung Wohnanhänger: In Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien müssen für Gespanne zwei Warndreiecke mitgeführt werden. 28. In Estland, der Türkei und Zypern gilt das sogar für alle Pkw. 29. Das mobile Navi darf in Luxemburg nur in der linken unteren Ecke der Windschutzscheibe angebracht werden. 30. Ein Ersatzglühlampen-Set gehören in der Slowakei, Russland, Kroatien und Serbien immer an Bord. 31. In Serbien und Mazedonien sowie Bosnien-Herzegowina muss ein Abschleppseil im Auto sein. 32. Privates Abschleppen ist in Italien generell verboten. 33. Ladungen wie Fahrradträger müssen in Italien mit einer rot-weiß schraffierten, 50 x 50 cm großen Warntafel versehen werden. 34. In Italien ist das Mitführen von Kraftstoff in einem Reservekanister nicht erlaubt. 35. Parken in Frankreich: ist bei gelber Markierung am Fahrbahnrand verboten. 36. Kreisverkehr Frankreich: Falls nicht anders ausgeschildert, haben die Fahrzeuge, die in einen Kreisverkehr einfahren, Vorfahrt (Rechts vor Links). 37. Bei Regen darf in Italien und Frankreich außerhalb von Ortschaften maximal 80 km/h (Frankreich) bzw. 90 km/h (Italien) gefahren werden. Auf Autobahnen gelten 110 km/h (Frankreich und Italien). 38. Viele französische Tankautomaten akzeptieren keine deutschen Kreditkarten, auch wenn diese über einen Mikrochip verfügen. Promillegrenzen 39. Die Null-Promille-Grenze haben: Estland, Rumänien, Slowakei, Tschechien, und Ungarn. 40. Ab 0,2 Promille wird es in Norwegen, Polen und Schweden eng. 41. 0,5 Promille darf man in Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Mazedonien, Niederlande, Österreich, Portugal, der Schweiz, Serbien, Slowenien, Spanien, der Türkei und in Zypern haben. 42. Mit bis zu 0,8 Promille darf man in Großbritannien, Irland und Malta fahren. 43. Achtung: für Fahranfänger, Führer eines Gespanns und Motorradfahrer gelten oft abweichende Werte. 44. Wer in Italien betrunken fährt, muss sehr reich sein: die Strafen liegen zwischen 1.000 und 24.000 Euro. Der Führerschein ist für mindestens sechs Monate bis zu maximal zwei Jahre weg. Bei mehr als 1,5 Promille kann der Fahrer von seinem Auto enteignet werden. Maut 45. Für Österreich, Ungarn, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und die Schweiz müssen Autobahnvignetten besorgt werden. 46. In Norwegen gibt es vereinzelte Mautstraßen und City-Maut-Zonen. 47. Auch in Polen ist auf Teilen der A1, A2 und A4 eine Streckenmaut zu entrichten. 48. In Spanien gibt es Mautstellen auf Teilen des Autobahnnetzes. 49. Kroatien hat eine entfernungsabhängige Maut. 50. In der Türkei sind verschiedene Autobahnen mautpflichtig. Für den Notfall 51. Die Notrufnummer 112 gilt international. 52. Der Zentralruf der Autoversicherer (0180 - 25 0 26 oder 040 - 300 330 300) kann die zuständige Versicherung des Unfallgegners ermitteln. 53. Der ADAC hilft unter der Telefonnummer 0180 2 22 22 22. 54. Die Grüne Versicherungskarte kann den Ernstfall vereinfachen und ist in manchen Ländern Pflicht. Dazu zählen unter anderem Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Moldawien, Russland, Ukraine, Serbien und Montenegro, Weißrussland, Marokko, Tunesien, und die Türkei. 55. Der EU-Unfallbericht ist eine gute Grundlage für die spätere Klärung des Unfalls. 56. Aus dem Ausland lässt sich die verlorene Kreditkarte über die Telefonnummer +49116 116 sperren. Wichtige Dokumente 57. Wer fährt, braucht einen Führerschein. Also mitnehmen. 58. Trotz Schengener Abkommen: Gültigen Personalausweis oder Reisepass einpacken. 59. Eine Kopie des Fahrzeugscheins mitnehmen. 60. Grundsätzlich hilft es, ein Foto aller wichtigen Dokumente abzulegen. Also jede Karte, jeden Ausweis einmal fotografieren und sicher ablegen. Zum Beispiel im eMail-Postfach. Wird etwas geklaut, hat man so alle Nummern griffbereit. 61. Die Karte der Krankenversicherung sollte für den Notfall mitgeführt werden. Rund ums Auto 62. HU-Plakette? Check. Sie muss auch im Ausland noch gültig sein. 63. Ölstand? Check. Vor der Fahrt in Ruhe kontrollieren. Und nach der Zielankunft noch mal. 64. Auch moderne Autos verbrauchen Öl. Ein 1-Liter-Kanister reicht zum Nachfüllen und ist im Baumarkt billiger als an der Tankstelle. 65. Batterie? Check. 66. Kühlflüssigkeit? Check. 67. Wischwasser? Check. 68. Bremsflüssigkeit? Check. 69. Bremsscheiben und -beläge sollten noch genug Substanz haben. 70. Wischerblätter prüfen und ggf. erneuern. 71. Luftdruck? Check. Und zwar bei kalten Reifen. 72. Bei schwer beladenen Pkw den Luftdruck anpassen. Angaben finden sich im Tankdeckel oder an der Innenseite der B-Säule. Bestimmt aber in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs. 73. Ist das Auto hinten voll, die Leuchtweitenregelung des Abblendlichts regulieren. 74. Die Reifen sollten auf Schäden, ihr Alter (DOT Nr.) und die Profiltiefe geprüft werden. 75. Die Lichtanlage des Autos muss funktionsfähig sein. Vorher testen! 76. Lässt die Technik noch einen selbstständigen Wechsel der Leuchtmittel zu, sollten die gängigsten für den Notfall an Bord sein. 77. Wer sein Auto regelmäßig zur Inspektion bringt, wirft besser vor der Fahrt einen Blick ins Serviceheft. Logistik des kleinen Mannes 78. Formbare Taschen nutzen das Kofferraumvolumen besser als sperrige Koffer. 79. Große und schwere Gepäckstücke gehören im Kofferraum nach unten. 80. Verbandskasten, Pannenwerkzeug, Warndreieck und –westen sollten schnell erreichbar sein. 81. Das Haltbarkeitsdatum des Verbandskastens beachten. 82. Bereits auf der Fahrt benötigte Utensilien (Spielsachen für die Kindern, Getränke,…) sollten gut erreichbar sein. 83. Auf maximale Zuladung achten. 84. Auch Dachgepäckträger und Anhänger haben eine Belastungsgrenze. Vierbeiner an Bord 85. Hunden erleichtert der bekannte Korb oder die Decke die Reise im Auto. Die Vierbeiner angurten (mit Geschirr), in eine große Hundebox packen (sicherste Lösung) oder in den Beifahrerfußraum setzen. 86. Katzen gehören in eine Transportbox. 87. In vielen Ländern gibt es eigene Impfvorschriften und eine Chip-Pflicht. 88. Ausweispapiere prüfen. Steuer frei mit Kindern 89. Ausreichend Pausen einplanen. Auch der Nachwuchs braucht Auslauf und Beschäftigung. 90. Sonnenschutz an den Seitenscheiben sieht meist blöd aus, hilft aber wirklich. 91. MP3-Player, Handheld-Konsole oder Monitore in den Kopfstützen wirken bei Kindern Wunder auf langen Fahrten. 92. Old-School sind Spiele, Stofftiere und Bücher oder Ratespiele mit den Eltern. 93. Laute Spiele, die den Fahrer ablenken oder nerven, besser vermeiden. 94. Ist der Fahrer müde, braucht auch er eine Pause. Darum lieber mal kurzzeitig Augen zu an der Raststätte als auf der rechten Spur. Essen und Trinken und … 95. Getränke und leichte Snacks müssen unbedingt an Bord. 96. Eine kleine Reiseapotheke (Kopfschmerzmittel, Pflaster, Etwas gegen Übelkeit, Sagrotan-Tücher) gehört ins Handschuhfach. 97. Die gängigsten und die eventuell für das Urlaubsland empfohlenen Impfungen schützen. 98. Wird gern vergessen, ist aber wichtig: Sonnenschutz. Im Auto selbst wird man übrigens kaum braun. Nur 10 Prozent der UV-Strahlung dringt durch. 99. Steckdosenadapter aus dem Elektroladen daheim sind günstiger als die Billigware im Touri-Ort.
Mit dieser Liste sollte die Fahrt in den wohlverdienten Urlaub gelingen. Und falls Euch 99 Tipps nicht reichen, dann steuert doch noch weitere bei! Übersichten zu Mautgebühren und Verkehrsverstößen findet Ihr übrigens in unserer Galerie. Wir wünschen jedenfalls schon mal Gute Fahrt!
Quelle: MOTOR-TALK |
verfasst am 15.06.2012
Philipp Monse (granada2.6) 39















