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FAQ - Motoröl
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FAQ - Motoröl
Motoröle werden üblich ihrer Viskositätsklassen nach bezeichnet:
Die 1. Zahl gibt die Viskosität an, die im kalten Zustand des Öles anliegt. Diese wird üblich bei -20 bis -35°C ermittelt. Das "W" gibt an, dass das Öl Wintertauglich ist. Die 2. Zahl gibt die kinematische Viskosität bei üblich 100°C an.
Nur diese Werte, sagen aber nicht unbedingt etwas über die Qualität der Öle aus. Hier müssen noch weitere Werte herangezogen werden.
Hierzu zählt z.B. auch die ACEA-Klassifizierung. (European Automobile Manufacturers' Association)
Die ACEA ist ein Zusammenschluss der europäischen Fahrzeughersteller, die unter anderem die Ansprüche an ein Motoröl festlegt. Hier werden die Fahrbedingungen auf europäischen Strassen berücksichtigt. (Auch die in "D" teilweise freie BAB!!) Die US-Variante API, berücksichtigt dies weniger bis garnicht. Daher sind die ACEA-Klassen vorzuziehen.
Die wichtigsten Klassen beim PKW sind: A1, A3/B3/B4/C3, A5
Meist werden die Gruppen wie folgt angegeben:
oder bei Fahrzeugen mit DPF
Nun zu den chemischen Eigenschaften der Öle:
Hier wäre unter anderen der High-Temperature-High-Shear-Viskosität (HTHS). Der HTHS gibt die Schmiereigenschaften (Filmstabilität) des Motoröles unter hoher Scherbelastung und hoher Temperatur von 150°C wieder. Diese Belastungen treten z.B. am Kolben (Zylinderwand und Kolbenringe), sowie an den Stößeln auf. (mehr...)
Für die Qualität eines Öles, spricht auch die Fähigkeit, die bei der Verbrennung auftretenden und ins Öl gelangenden Säuren zu neutralisieren. Dies gibt der TBN-Wert an. (Total Base Number) Die Säurekapazität des Öles wird durch alkalische Additive erreicht. Hierzu zählen Detergentien (reinigende Additive) und Korrosionsinhibitoren (Rostschutzadditive).
Der TBN gibt den wichtigsten Anhaltspunkt für die Bewertung der Leistungsfähigkeit des Motoröls wieder. Je weiter der TBN absinkt, je weiter ist das Öl verbraucht. Hierbei sollte man den TBN, allerdings nicht auf "0" fahren. Gute Öle, weisen eine TBN von grösser 10 auf. Als Punkt an dem ein Öl als erschöpft gilt, wird 30-50% der ursprünglichen TBN angenommen.
Nicht alle Öle weisen eine TBN >10 auf. Öle, die für Partikelfilter geeignet sind, müssen sehr geringe Aschewerte aufweisen. Um die Aschewerte runter zu bekommen, müssen die Asche erzeugenen Komponenten reduziert werden. Dies sind in der Regel die Additive, die den Motor vor Schmutz und Korrosion bewaren. Sprich: Die Additive, die den Wert der TBN hoch drücken.
Moderne Leichtlauf-Öle und Öle für DPF, haben daher oft eine TBN von kleiner 8.
Vergleicht man jetzt ein gutes Öl nach ACEA-A3 mit einer TBN von ~12 mit einem üblichen Öl nach C3 mit einer TBN von ~6, stellt man fest, das das für DPF geeignete Öl, frisch die gleiche TBN aufweist, wo ein normales gutes Öl schon wieder abgelassen wird. Ein A3 hat also verbraucht die gleiche Säurekapazität, wie ein Öl der Klasse C3 (DPF geeignet) als Frisch-Öl aufweist.
Daher ist es nicht ratsam, solche Öle in einem Benziner oder einem Dieselfahrzeug ohne DPF zu fahren. Auch sollte bei Fahrzeugen mit DPF unbedingt der Wechselintervall eingehalten werden, damit das Öl immer genug Reserven hat, die Verbrennungsrückstände zu neutralisieren, die es ins Öl schaffen. Nichts ist schlimmer, wie ein korrosives Öl im Motor zu fahren!
Ein weiterer wichtiger Faktor, ist der Verdampfungsverlust. Dieser gibt an, wieviel ein Öl an flüchtigen Teilen verliert. Diese können zwischen 13-15% betragen. Gute Öle, haben geringere Verluste (Sie liegen unter 10%!)
Der Verdampfungsverlust ist einer der Hauptgründe für kurzweiligen Ölverbrauch. Dieser tritt häufig kurz nach dem Wechsel auf. in den ersten 2000km ist der Ölverlust am größten. Hier kann bis zu einem Liter Öl (je nach Öleinfüllmenge!), verloren gehen und es muss nachgefüllt werden. Ein kurzzeitiger Ölverbrauch nach dem Ölwechsel, deutet also nicht zwangsläufig auf ein Leck hin.
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...wird fortgesetzt!
PS: Wer Verbesserungen oder weitere Erläuterungen hat, nur zu! |







Dieser Beitrag ist für die FAQ gedacht!
Hochinformativer Artikel, anschaulich, übersichtlich und prägnant. Leider leidet die Lesbarkeit erheblich durch die vielen fehlerhaften Kommasetzungen, die die Satzstruktur oft völlig zerstören. Flüssiges Lesen wird verhindert und das nervt doch sehr.
Schmunzeln musste ich beim kurzweiligen Ölverbrauch. Nette Vorstellung
ist etwas kompliziert, aber das ist bei chemie halt so.
noch nicht habe ich verstanden, was ich denn fahren soll zum beispiel bei einem alten diesel tdci von 2001, also kein c3 öl sondern es reicht a3 b3 b4.
ich habe aber auch schon mit einem c3 zugelassenen öl ohne dpf beim alten diesel h bisher keine probleme...430000 km !!!
jetzt such und les schon die ganze zeit ich in diesem angebot von high performnces öl. die meisten leute verstehen diesen kram sowieso nicht. aber wichtig ist es auch.
Gruss