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Mercedes W123 230 TE Test

28.10.2014 22:41    |   Bericht erstellt von Sternstricher

Testfahrzeug Mercedes W123 230 TE
Leistung 136 PS / 100 Kw
Hubraum 2276
HSN 0709
TSN 342
Aufbauart Kombi
Kilometerstand 184000 km
Getriebeart Automatikschaltung
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer mehr als 5 Jahre
Gesamtnote von Sternstricher 4.0 von 5
weitere Tests zu Mercedes W123 anzeigen Gesamtwertung Mercedes W123 (1976 - 1986) 4.0 von 5
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Einleitung

Meinen ersten S123, einen 300 TD hatte ich 1992 gekauft und ihn ca. 1996 gegen einen 280 TE gewechselt. Im Frühjahr 1997 wurde ich in einen Unfall verwickelt, danch wagen der Wagen Schrott. Also kaufte ich mir einen 230 TE BJ 11/82 mit ABS und Airbag. Ca. 2002 habe ich ihn wieder verkauft - was für ein Fehler.

Letztes Jahr habe ich den Oldie meines Dads, einen 230 TE gekauft.

Insgesamt komme ich auf gut 400.000 Kilometer in 4 verschiedenen S123.

Die meisten davon habe ich sicher im 300 TD abgespult, gefolgt vom 230er (meinem alten).

Mit dem 230 TE, den ich letztes gekauft habe, bin ich seither nur ca. 1.000 Kilometer gefahren.

Galerie

Karosserie

5.0 von 5

 

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + 32 Jahre und kein Klappern oder Knarzen in der Innenausstattung
  • - Leider waren die damaligen Sitze nach 150 TKM bereits durchgesessen.. Dieses Jahr habe ich sie wieder aufgepolstert.

Antrieb

4.0 von 5

 

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Gemessen an seinem BJ sind die Fahrleistungen sehr gut.
  • - Aus heutiger Sicht sind 11 bis 12 Liter sicher zu viel.

Fahrdynamik

3.0 von 5

 

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Der Wagen super komfortabel (Niveauregulierung), hat einen vergleichbar kleinen Wendekreis (dank des Heckantriebs). Mein 230 TE hatte ABS. Das war sehr angenehm und die Bremsen waren standfest.
  • - Aus heutiger Sicht sind die Bremsen unterdimensioniert. Die Lenkung ist für mich der größter Schwachpunkt aller W123. Sie ist total indirekt und das Spiel um die Nullstellung bekommt man praktisch nicht weg.

Komfort

4.5 von 5

 

Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Gemessen am Baujahr ist er sehr komfortabel und auch ruhig.Die Bedienung ist typisch Mercedes und rein intuitiv. Da kann man nichts falsch machen, . Wie auch, bei nur 6 bis 7 Knöpfen. Schon damals hatte Mercedes serienmäßig getrennte Temperaturregler für Fahrer und Beifahrer.
  • - Die Sitzauflagen die vorderen Sitze sind zu kurz. Auf langen Fahrten neigen deshalb bei großen Menschen die Beine gerne zum einschlafen. Die Polsterung der Sitze ist nicht für die Laufleistung des Autos ausgelegt. Bereits bei 100 TKM war sie schwach, bei 150 TKM nicht mehr brauchbar.

Emotion

4.5 von 5

 

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Der Kombi hat klare Linien. Er ist einer der ersten Kombi die wie aus einem Guss wirken und nicht wie eine Limousine mit aufgesetztem Heck. Tolle Komposition aus Moderne (kantige Formen) und klassischen Fahrzeugbau (viel Chrom)
  • - Ein negatives Image hat er wohl durch den starken Rostbefall bekommen. Das sollte man aber relativieren. Die meisten anderen Fahrzeuge aus seiner Generation leiden unter der gleichen Krankheit. Es fällt nur weniger auf, da sie nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen.

Unterhaltskosten

KFZ-Steuer pro Jahr 100-200 Euro
Verbrauch auf 100 km über 10 Liter
Inspektionskosten pro Jahr 100-300 Euro
Werkstattkosten pro Jahr 200-500 Euro
Versicherungsregion (PLZ) 71229
Haftpflicht bis 200 Euro ()
Vollkasko bis 200 Euro
Außerplanmäßige Reparaturkosten Fahrwerk/Rost - Differenzial (500 €)

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Meinen ersten S123, einen 300 TD hatte ich 1992 gekauft und ihn ca. 1996 gegen einen 280 TE gewechselt. Im Frühjahr 1997 wurde ich in einen Unfall verwickelt, danch wagen der Wagen Schrott. Also kaufte ich mir einen 230 TE BJ 11/82 mit ABS und Airbag. Ca. 2002 habe ich ihn wieder verkauft - was für ein Fehler.

Letztes Jahr habe ich den Oldie meines Dads, einen 230 TE gekauft.

Insgesamt komme ich auf gut 400.000 Kilometer in 4 verschiedenen S123.

Die meisten davon habe ich sicher im 300 TD abgespult, gefolgt vom 230er (meinem alten).

Mit dem 230 TE, den ich letztes gekauft habe, bin ich seither nur ca. 1.000 Kilometer gefahren.

 

Wie man sieht hat mich der S123 nie wirklich losgelassen. Als sich letztes Jahr die Gelegenheit ergab, musste ich einfach zuschlagen.

Eine Form und Eigenständigkeit wie man sie heute leider nicht mehr antreffen. Ein sehr ausgewogener Mix an Materialien der 70er und 80er Jahre wie Chrom, Wurzelholz, Teppiche etc.

Er war nicht nur Kombi, er war ein frühes Lifestyle Fahrzeug. Im Gegensatz zu Kombis seiner Generation, kam er im Maßanzug um die Ecke. Der Laderaum ausgeschlagen mit Teppich, eine ausziehbare Laderaumabdeckung und eine ebenso ausziehbare Netzabtrennung. Das Heck nicht steil, sondern formschön angeschrägt.

 

Ich habe ihn gekauft weil er meine Emotionen geweckt hat. Sicher kann kann man ihn auch als Wertanlage kaufen. Derzeit sind in Deutschland noch knapp 1.000 S123 beim KBA gemeldet. Der TÜV wird die Zahl kontinuierlich schrumpfen lassen.

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

Wichtig ist immer die Substanz. Wenn der Rost erst einmal den Unterboden und die Stirnwand perforiert hat, wird es in der Regel sehr teuer. Es spricht für eine schlechte Wartung und extremen Reparaturstau. Das verschlingt dann direkt ein halbes Vermögen. Hier bedarf es schon sehr viel Liebe, um ein solches Fahrzeug noch einmal zu richten.

Bei kaputten Innenausstattungen und Fehlteilen sollte man ebenfalls vorsichtig werden. Einige Teile der Innenausstattung, insbesondere beim Kombi gibt es nicht mehr. Schwierig wird auch beim Holz, jedenfalls wenn man es gerne original hätte, oder bei den Armaturenbrettern. Leider neigen diese oft zu Rissen.

Wer den Wagen im Winter nutzen möchte sollte auf den Rost achten, insbesondere bei den frühen Modellen.

Gesamtwertung: 4.0 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 4.0 von 5 möglichen Sternen
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