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Online-Kfz-Zulassung ab 2019 möglich - Zulassen und Ummelden funktioniert bald online

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Eine große Entlastung für Bürger und Zulassungsstellen: Schon im kommenden Jahr soll das An- und Ummelden von Fahrzeugen und Anhängern online möglich sein.

Die erste Zulassung und Ummeldung eines Fahrzeuges soll bald online möglich sein Die erste Zulassung und Ummeldung eines Fahrzeuges soll bald online möglich sein Quelle: dpa/picture alliance

Berlin – Zulassungsstellen sollen moderner werden. Das Bundesverkehrsministerium will den Autofahrern ermöglichen, ihre Fahrzeuge online an- oder umzumelden. Eine entsprechende Verordnung ist bereits auf dem Weg. Wenn der Bundesrat zustimmt, soll die Online-Anmeldung bereits im nächsten Jahr möglich sein.

Aktuell müssen Autofahrer oder ein bevollmächtigter Vertreter bei der Kfz-Zulassungsstelle vorstellig werden. Besonders in großen Städten ist das ein Problem. Termine gibt es oft nur mit langem Vorlauf. In Berlin führte die Polizei deshalb kürzlich eine Razzia durch: Mindestens ein Mitarbeiter der Zulassungsstelle soll gegen ein Bestechungsgeld von 100 Euro kurzfristige Termine ermöglicht haben.

Online-Zulassung: Entlastung für Behörden und Autofahrer

Vieles soll schon bald digital gehen - die Kennzeichen müssen aber noch per Post ins Amt Vieles soll schon bald digital gehen - die Kennzeichen müssen aber noch per Post ins Amt Quelle: dpa/picture alliance Dieser Zustand soll sich insgesamt bessern. Bald können Bürger ihr Auto, Motorrad oder ihren Anhänger erstmals zulassen oder ummelden, ohne zum Amt zu fahren. „Wir wollen weg vom Papierkram und lästigen Behördengängen hin zu einer modernen, digitalen Verwaltung“, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) der Funke-Mediengruppe. „Künftig heißt es einfach: Klicken und losfahren.“

Ganz so simpel wird es nicht, aber insgesamt deutlich einfacher. Autofahrer benötigen dafür einen digitalen Personalausweis (Ausgabe seit 2010) und ein passendes Lesegerät. Das geht alternativ auch über die kostenlose Smartphone-App „AusweisApp 2“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Wie bei der analogen Zulassung sind eine Bescheinigung über eine gültige Hauptuntersuchung sowie eine Bestätigung für den Versicherungsschutz Voraussetzung. Landes- und HU-Plaketten geben die Zulassungsstellen allerdings nicht aus der Hand. Der Autofahrer muss deshalb die Kennzeichen per Post an die Zulassungsstelle schicken. Er erhält die beklebten Kennzeichen und seine Papiere auf dem gleichen Weg.

Abmelden geht, Anmelden folgt

Behördengänge sind zum Teil schon jetzt online möglich. Die Zulassungsstellen bieten bereits an, Fahrzeuge online abzumelden oder wieder zuzulassen. Voraussetzung dafür ist, dass Halter, Zulassungsbezirk und Kennzeichen sich in der Zwischenzeit nicht geändert haben.

Bisher werde diese Möglichkeit nur wenig genutzt, schreibt die „Berliner Morgenpost“. Das liege zum Teil daran, dass noch nicht jeder den digitalen Personalausweis besitzt. Hinzu kommt, dass eine Abmeldung auch in nicht zuständigen Zulassungsbehörden möglich ist – man kann von der Stadt also auf einen Landkreis ausweichen, der mehr Termine anbietet.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland fast 11 Millionen Fahrzeuge zum ersten Mal zugelassen oder umgemeldet. Bedarf für eine unkomplizierte und schnelle Abwicklung ist also vorhanden. Das Verkehrsministerium kündigte das Vorhaben schon 2015 an.

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