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Top Ten: Asiatische Underdogs - Zehn Zweitürer wie Sambal Ulek

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Tolle Technik, interessante Optik und ganz viel Exklusivität: Diese asiatischen Zweitürer sieht man garantiert nicht jeden Tag. Unsere Top Ten der coolsten Underdogs.

Top Ten: Coole Asiaten mit zwei Türen Top Ten: Coole Asiaten mit zwei Türen Quelle: Nissan, Honda, Lexus

Von Arild Eichbaum

Berlin – Ein Blick auf die Straße ist manchmal so spannend wie Kofferraumvolumen und Anhängelast. Alles silbergrau, vernünftig, geleast, bedieselt. Um häufiger einen Exoten zu sehen, sollte man am besten selbst einen besitzen. Zum Beispiel einen Zweitürer aus Asien. Denn die können oftmals viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht.

Wir haben zehn heiße Asiaten gefunden, die im Straßenverkehr garantiert auffallen. Manche von ihnen sind kaum zu bekommen, einer ist kaum zu bezahlen. Dafür sind einige scharf wie Sambal Ulek. Auffallen wird man mit jedem von ihnen. Unsere Top Ten der asiatischen Underdogs mit zwei Türen.

Nissan Figaro

Retro-Cabrio auf Micra-Basis: Den Nissan Figaro gibt es in Deutschland nur selten Retro-Cabrio auf Micra-Basis: Den Nissan Figaro gibt es in Deutschland nur selten Großserientechnik mit einmaliger Retro-Optik: Der Nissan Figaro ist eigentlich ein Nissan Micra. Ein Jahr lang bauten die Japaner die Cabrio-Karosserie auf das Kleinwagen-Chassis. Ursprünglich sollte es nur 8.000 Autos geben. Wegen starker Nachfrage erhöhte Nissan auf etwas mehr als 20.000 Figaro.

Der 2+2-Sitzer fährt serienmäßig mit Ledersitzen und Klimaanlage. Der Zulieferer Clarion baute ein modernes Radio im Retro-Look für den Figaro. Ein 1,0-Liter-Vierzylinder leistet 77 PS – genug für 810 Kilogramm Leergewicht. Er wurde als Rechtslenker für den japanischen Markt gebaut, nur wenige Exemplare wurden nach Deutschland exportiert. Sie sind schwer zu bekommen, fallen aber auf jeden Fall auf.

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Daihatsu Copen

Kleiner, stadttauglicher Flitzer gesucht, aber bitte kein Smart Roadster? Dann passt vielleicht der Daihatsu Copen. Ursprünglich wurde er als Kei-Car, also als japanischer Kleinstwagen konzipiert. Viel ist deshalb nicht dran am Fronttriebler: Er baut 3,40 Meter lang und 1,48 Meter schmal. Auf 2,23 Meter Radstand finden zwei Personen Platz.

Daihatsu verkaufte ihn zwischen 2003 und 2010 in Deutschland – zunächst nur als Rechtslenker, ab Ende 2005 mit dem Volant auf der richtigen Seite. Die ersten Modelle treibt ein Zweidrittel-Liter-Turbo mit 68 PS an. Später kann ein Dreizehnhunderter-Sauger mit 87 PS. Die Fünfgang-Schalter spurteten in 9,5 bis 11,7 Sekunden von 0 auf 100 und erreichten 170 bis 180 km/h Spitze. Kleiner Haken: Mit offenem Dach bleibt fast kein Platz mehr für Gepäck.

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Honda S2000

Honda S2000: Drehorgel mit feinem Fahrwerk Honda S2000: Drehorgel mit feinem Fahrwerk Quelle: Honda Was für eine Drehorgel! Dieser Honda kommt mit schmalem Hubraum und ohne Aufladung auf 241 PS. Dafür dreht sein namensgebender Zweiliter-Sauger bis 9.000 Touren – viele Ferrari machen vorher schlapp.

Sein maximales Drehmoment von 208 Newtonmeter liegt bei 7.500 Umdrehungen an. Kein Problem für Honda – die Marke hat schließlich in Formel 1 und Moto GP viel Erfahrung mit Hochdrehzahlmotoren gesammelt.

Der S2000 ist so etwas wie eine aufregende Interpretation des Mazda MX-5: Ein kompakter, offener Sportler mit niedrigem Schwerpunkt, Frontmotor und Hinterradantrieb. Er sprintet in 6,2 Sekunden auf Tempo 100 und läuft 240 km/h Spitze. Aufpassen: Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind viele Rechtslenker unterwegs. Sie stammen in den meisten Fällen aus England.

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Mazda RX-7

Apropos Drehorgel: Kein Hubkolbenmotor dreht so schön hoch wie ein Wankel. Das Konzept ist weit seltener als der Otto, am Gebrauchtwagenmarkt dennoch gut verfügbar. Mazda baute drei Generationen lang den RX-7, einen Sportler mit Kreiskolbenmotor. „Wankel“ durfte Mazda ihn nicht nennen – die Rechte dafür liegen bei Audi. Einen passenden Motor hat Ingolstadt aber nicht im Programm.

Ab Werk leisten die RX-7 105 bis 239 PS. Späte Versionen für den japanischen Markt schafften sogar 280 PS. Aufgrund ihres geringen Gewichtes und der kompakten Bauweise erlauben die Antriebe eine fahrdynamisch günstige Einbaulage. Alte Modelle gibt es oft unverbastelt, neuere Autos der letzten Generation selten in Serienzustand. Tipp: das RX-7 Cabrio der zweiten Generation.

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Mitsubishi 3000 GT

Technikwunder: Mitsubishi 3000 GT mit Allradlenkung und adaptiven Dämpfern Technikwunder: Mitsubishi 3000 GT mit Allradlenkung und adaptiven Dämpfern Quelle: Mitsubishi So modern war 1990 kaum ein anderes Auto: Der Mitsubishi 3000 GT fuhr mit einem Biturbo-Motor, elektronisch geregelten Stoßdämpfern, aktiven Spoilern, Allradantrieb und Allradlenkung. Selbst heute ist der Japaner noch ein ernstzunehmender Sportler. Eine Tempobegrenzung gab es nicht, der 3000 GT rennt Tempo 280.

Unter der Haube steckt ein aufgeladener V6 mit 286 PS. Oft finden sich getunte Exemplare mit mehr Power. Eine Basisversion mit Saugmotor und Frontantrieb gab es ebenfalls. In Deutschland verkaufte Mitsubishi den 3000 GT ab 1992, ab 1994 mit überarbeiteter Optik. Technisch ist er in jedem Fall ein Highlight.

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Nissan 200 SX

Mit dem 200 SX mischte Nissan in den 80ern und 90ern sehr erfolgreich im europäischen Sportcoupé-Segment mit. Längs eingebaute Vierzylinder-Sauger und -Turbomotoren mit einer Leistungsspanne von 160 bis 220 PS sorgten bei relativ niedrigem Gewicht für ansprechende Fahrleistungen und wirtschaftlichen Unterhalt.

Untadelige Fahrwerke und ein großes Ausbaupotenzial locken Tuner an. Sie interessieren sich vor allem für die Turboversionen der Baureihen S13 und S14. Aus den Motoren lässt sich viel Leistung holen. Weniger komplex und dadurch empfehlenswerter sind allerdings serienmäßige Exemplare.

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Subaru BRZ

Seltener Zwilling: Der Subaru BRZ ist in Deutschland ein Exot Seltener Zwilling: Der Subaru BRZ ist in Deutschland ein Exot Quelle: Subaru Der Toyota GT86 verkauft sich schleppend. Im Vergleich ist sein Zwilling Subaru BRZ allerdings ein echter Exot. Seine Verkaufszahlen sind kaum erwähnenswert. Das könnte ihn langfristig zum gesuchten Klassiker machen. Bis dahin hat man aber eine Menge Spaß mit dem Auto.

Eine fast perfekte Gewichtsverteilung, eine 25-prozentige Torsen-Sperre und eine deaktivierbare Stabilitätskontrolle sind perfekte Grundlagen für ein agiles Fahrverhalten. Sein hochtouriger Vierzylinder-Boxer schöpft 200 PS aus zwei Litern Hubraum. Auf der Geraden ist er nicht schnell, in Kurven dafür umso spritziger.

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Toyota Supra

Mittlerweile ein Klassiker unter den Japanern: Die Toyota Supra entstand zwischen 1986 und 2002 in zwei eigenständigen Baureihen. Tuner mögen den Sportler sehr, weil sein Reihensechszylinder als sehr ausbaufähig gilt. Hinzu kommen ein gelungenes Fahrwerk und ein sportliches Layout. Der Motor sitzt längs vorn und treibt ausschließlich die Hinterräder an. Unter der Haube stecken Turbo- und Saugmotoren.

Serienmäßig leisten die Turbomotoren mindestens 204 PS, späte Antriebe sind 330 PS stark. Schrauber holen locker das Doppelte, manche sogar das Fünffache oder noch mehr Power aus den 3,0-Liter-Blöcken. Originale Autos sind rar. Späte Linkslenker mit Turbomotoren und Handschaltung sind fast nicht mehr zu bekommen und unverhältnismäßig teuer.

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Lexus LFA

Teurer Exot: Lexus LFA mit V10-Motor Teurer Exot: Lexus LFA mit V10-Motor Quelle: Lexus Der heißeste Lexus hatte nur einen kurzen Auftritt – aber was für einen! Zwischen 2010 und 2012 entstand der LFA in einer Kleinserie von 500 Exemplaren. Unter der Haube steckte ein 4,8-Liter-V10 ohne Turbo oder Kompressor. Er mobilisiert 480 Newtonmeter Drehmoment bei 6.800 Umdrehungen und 560 PS bei 8.700 Touren.

An der Hinterachse sitzt ein automatisiertes, sequenzielles Sechsganggetriebe. Es verteilt die Kraft ausschließlich an die Hinterräder. Der LFA sprintet in 3,7 Sekunden auf Tempo 100 und rennt 325 km/h Spitze. Durch das kluge Layout verteilt sich das Gewicht zu 48 Prozent auf die Vorderachse und zu 52 Prozent nach hinten. Noch seltener: Das Sondermodell Nürburgring-Edition mit mehr Power und besseren Fahrleistungen.

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Kia Elan

Der Lotus Elan erlebte einen zweiten Frühling in Korea: Nach dem Ende der Produktion erwarb Kia die Produktionsanlagen und baute den Roadster zwischen 1996 und 1999 als Kia Elan. Wesentlicher Designunterschied sind andere Rückleuchten, zudem fand anstelle des 1,6-Liter-Isuzu-Motors ein 1,8-Liter-Kia-Motor mit 151 PS Verwendung.

Der Elan war der erste Lotus mit Frontmotor und Frontantrieb. General Motors hatte kurz zuvor Lotus erworben und entschied sich für die Entwicklung, stoppte die Produktion aber nach drei Jahren. Mit 1.080 Kilogramm Leergewicht und einem gut abgestimmten Fahrwerk macht der Elan unter beiden Markennamen Spaß. Als Kia entstand er etwa 1.000-mal – eine echte Rarität.

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