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VW Golf 7 R: Erste Bilder - Was beim Golf R heißt, das nennt Audi S beim A3

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Der stärkste Golf heißt R. Dabei steckt in ihm mehr S als je zuvor. VW verpackt die Technik des Audi S3 in die Hülle des Golf 7. Wir haben uns das genauer angeschaut.

Auf der IAA zeigt VW den Golf 7 R. Die Technik und einige optische Details stammen vom Audi S3 Auf der IAA zeigt VW den Golf 7 R. Die Technik und einige optische Details stammen vom Audi S3 Quelle: VW

Wolfsburg – Beim Sprint von 0 auf Tempo 100 kann der Golf nicht ganz mithalten. Er braucht für diese Distanz 4,9 Sekunden und ist damit eine Zehntelsekunde langsamer als der Audi S3. Gründe dafür nennt VW nicht. Es kann eine Messtoleranz sein oder der Premium-Bonus.

Aber es fällt auf, dass der stärkste Golf abfällt. Und damit ist eigentlich alles gesagt. Beim Auto-Quartett und auf der Landstraße sticht der S3 den R aus.

VW Golf 7 R: Technischer Zwilling des Audi S3

Der Konzern-Vierzylinder treibt auch Audi S3 und Golf GTI an. Im Golf R leistet der modifizierte Direkteinspritzer 300 PS Der Konzern-Vierzylinder treibt auch Audi S3 und Golf GTI an. Im Golf R leistet der modifizierte Direkteinspritzer 300 PS Quelle: VW Ansonsten verbindet die beiden mehr als sie trennt. Beide Kompakte rennen mit 6-Gang-DSG abgeregelte 250 km/h schnell, beide trinken 6,9 Liter pro 100 Kilometer laut NEFZ-Prüfstand. Die handgeschaltete Golfversion ist 0,4 Sekunden langsamer und trinkt 0,2 Liter mehr.

Unterm Blech steckt zwischen den Domen der 300 PS starke 2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder samt Allrad-Strang mit Haldex-5-Kupplung. Bei Audi heißt er Quattro, bei VW 4Motion. Neben den inneren Werten gibt es auch äußerlich Parallelen. Beide tragen Spiegelkappen in Chrom-matt. Und eine Auspuffanlage, die mindestens zwei Endrohre zu groß ist.

Nur in der Buchstabierlogik verliert man sich wie ein Vorschulkind beim Scrabble. Auf dem Logo des einen stehen V und W, an den Flanken ein R. Der GTI ist langsamer, der S-Audi aber flotter.

Mit elektronischer Sperre und ohne ESP

Noch durfte den Golf 7 R niemand fahren. Außer Rennlegende „Striezel“ Stuck. Er umrundete mit ihm die Nordschleife in 8:15 Minuten. Damit rast der neue Golf R 15 Sekunden schneller durch die Grüne Hölle als sein Vorgänger. Dabei helfen dem Allradantrieb elektronische MOTOR-TALK-Redakteur Constantin Bergander im neuen Golf R. Die Sitze machen Lust auf flotte Kurven MOTOR-TALK-Redakteur Constantin Bergander im neuen Golf R. Die Sitze machen Lust auf flotte Kurven Quelle: VW Differenzialsperren („XDS+“). Oder das komplett deaktivierbare ESP (bei VW: „ESC“). Ein aktueller Golf GTI mit Performance-Paket fährt die Runde Nordschleife in 8:26 Minuten.

Wie seine Vorgänger trägt der neue Golf R eigene Schürzen, breite Schweller, getönte Rückleuchten, ein tieferes Fahrwerk und große Räder. Bi-Xenon und eine Teillederausstattung mit Sportsitzen sind Serie. Die festen Wangen versprechen Seitenhalt in schnellen Kurven.

Marktstart Golf 7 R: Ende 2013

Seinen ersten offiziellen Auftritt hat der Sportgolf auf der IAA in Frankfurt am Main. Im vierten Quartal dieses Jahres kommt er in den Handel. Sein Preis: 38.325 Euro – 575 Euro weniger als ein Audi S3.

Quelle: MOTOR-TALK

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