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Datenbrille: Einsatz im VW-Werk Wolfsburg - VW-Lagerarbeiter scannen freihändig

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Die Testphase ist beendet: 30 Logistiker im VW-Werk Wolfsburg tragen bald Datenbrille statt Handscanner. Weitere Werke und Marken sollen folgen.

Datenbrille in Wolfsburg: Ohne Handscanner in der Logistik Datenbrille in Wolfsburg: Ohne Handscanner in der Logistik Quelle: VW

Wolfsburg – Im März 2015 setzte Ex-VW-Chef Martin Winterkorn für die Presse ein Lächeln und eine Datenbrille auf. Kurz vorher hatte Google den Verkauf der Brille beendet. Bei VW sollte ein zweites Leben beginnen: Der Hersteller startete eine Testphase im Werk Wolfsburg. Logistiker sollten mit dem digitalen Nasenfahrrad arbeiten.

Die Logistiker können mit zwei Händen arbeiten

Tatsächlich scheint die Datenbrille viele Vorteile gegenüber einem Handscanner zu bieten. Das Display zeigt Lagerort und Nummer des benötigten Teils an. Bei leicht zu verwechselnden Teilen wie Achswellen oder Frontscheiben meldet die Brille nach einem Blick auf den Barcode, ob es sich um die korrekte Version handelt. Die Arbeiter müssen kein Lesegerät aus der Tasche ziehen und können mit beiden Händen arbeiten.

VW betrachtet das Pilotprojekt deshalb als erfolgreich und startet jetzt den Serieneinsatz. 30 Mitarbeiter arbeiten derzeit mit einer Datenbrille. Der Einsatz sei in allen Fällen freiwillig. Demnächst sollen andere Werke und Marken nachziehen.

Die Brille kommt von Ubimax, ursprünglich dem einzigen zertifizierten Vertrieb der Datenbrille „Google Glass“ in Deutschland. Die Bremer Firma gibt an, Datenbrillen auch an BMW, Daimler und Toyota zu liefern.

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