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VW Tarok Concept (2018): Pick-up-Studie auf T-Roc-Basis - Vorne T-Roc, hinten Pick-up

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Dieser Pick-up wächst aus einem SUV: VW erweitert den kompakten T-Roc um eine Ladefläche. Der Tarok startet bald in Brasilien, später möglicherweise in Europa.

VW Tarok: Der Pick-up auf T-Roc-Basis startet zunächst in Brasilien VW Tarok: Der Pick-up auf T-Roc-Basis startet zunächst in Brasilien Quelle: VW

Sao Paulo – Bei VW rückt ein neues SUV in den Mittelpunkt. 2017 startete der T-Roc in der Kompaktklasse – ein Segment, das bei VW zuletzt nur der Golf bediente. Der T-Roc soll die alte Golf-Vielfalt in SUV-Form bringen: 2020 folgt eine Cabrio-Variante mit Stoffdach. In Brasilien kommt außerdem ein T-Roc Pick-up hinzu.

Das Kompakt-SUV mit Ladefläche heißt Tarok. VW zeigt eine Studie des Modells derzeit auf der Automesse in Sao Paulo. Bis zur Serie tut sich nicht mehr viel. Front und Flanke unterscheiden sich in vielen Details vom Spender. Das dürfte in der Serie so bleiben. Technisch ist er ein T-Roc.

VW Tarok: Kompakt-Pick-up mit SUV-Basis

VW Tarok: Der Pick-up fährt in der Fünf-Meter-Klasse VW Tarok: Der Pick-up fährt in der Fünf-Meter-Klasse Quelle: VW Ohne Kofferraum, dafür aber mit Ladefläche streckt sich die Studie in die Fünf-Meter-Klasse. Das bedeutet einen Zuschlag von knapp 80 Zentimeter gegenüber dem T-Roc. Trotzdem bleibt wenig nutzbare Länge auf der Pritsche übrig.

VW löst dieses Problem über die Architektur. Anders als die meisten Pick-ups bekommt der Tarok eine selbsttragende Karosserie und baut nicht auf einem Leiterrahmen auf. Doppelkabine und Pritsche sind fest verbunden. Das erlaubt eine Verlängerung nach vorn: Die Trennwand lässt sich umklappen.

VW verspricht, dass sich so sperrige Gegenstände (und bis zu eine Tonne Zuladung) bequem verstauen lassen. Eine ähnliche Möglichkeit hatte schon die Pick-up-Studie VW Atlas Tanoak angekündigt. Beim Amarok der Schwestermarke VW Nutzfahrzeuge funktioniert das nicht, Ladefläche und Innenraum sind hier voneinander getrennt.

Ethanol für Brasilien, Diesel für Europa

VW gibt eine Zuladung von rund einer Tonne an VW gibt eine Zuladung von rund einer Tonne an Quelle: VW Unter der Haube der Studie arbeitet ein Antrieb für Brasilien. Der 1,4-Liter-Turbobenziner des Tarok verträgt Ethanol, ein wichtiger Kraftstoff in Südamerika. VW legt ihn für Mischverhältnisse von 22 bis 100 Prozent Ethanol aus. Der Motor leistet 150 PS und treibt über eine Sechsgang-Automatik alle Räder an.

Über Märkte außerhalb Brasiliens denkt VW ebenfalls nach. Einen konkreten Hinweis liefert der Hersteller gleich mit: Ein 150-PS-Diesel soll ebenfalls im Angebot sein. Das klingt sehr europäisch. Vermutlich werden wir eine ganz ähnliche Studie also schon bald auf einer heimischen Messe sehen. Ob der Tarok tatsächlich in Europa startet, wird VW von den Reaktionen abhängig machen.

Der Tarok ist übrigens längst nicht der erste Versuch von VW, einen Pkw zum Pick-up umzubauen. In Brasilien bedient derzeit der Saveiro das gleiche Segment, allerdings nur mit zwei Türen. In Deutschland wurde einst aus dem VW Golf der Caddy. Den SUV-Look gab es bisher aber noch nicht.

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