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KBA findet keinen Hinweis auf illegale Abschalteinrichtung bei BMW 320d - Update: KBA entlastet BMW in Abgasaffäre um 3er

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Update: Das KBA hat keine illegale Abschalteinrichtung beim BMW 320d gefunden. Die Abgasemissionen auf dem Rollenprüfstand und auf der Straße seien nicht zu beanstanden.

Der DUH-Chef Jürgen Resch hatte Vorwürfe gegen BMW erhoben, eine illegale Abschalteinrichtung einzusetzen Der DUH-Chef Jürgen Resch hatte Vorwürfe gegen BMW erhoben, eine illegale Abschalteinrichtung einzusetzen Quelle: dpa/picture-alliance

Düsseldorf - Update: Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat den Autobauer BMW entlastet. Die Behörde war einem Vorwurf der Abgasmanipulation bei einem BMW 320d nachgegangen. Jetzt teilte die Behörde mit, die Testergebnisse ließen keinen Schluss auf eine unzulässige Abschalteinrichtung zu. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Insider über den Vorgang berichtet.

Der private Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte den Münchnern nach Fahrtests vorgeworfen, bei einem BMW 320d Touring des Baujahres 2016 womöglich eine illegale Abschalteinrichtung einzusetzen. Bei solchen Einrichtungen sorgt eine Software der Motorsteuerung dafür, dass die Diesel-Abgasreinigung nur unter Prüfbedingungen auf voller Leistung läuft.

KBA stuft Prüfbedingungen der DUH als unnormal ein

Die Münchner Staatsanwaltschaft hatte kurz darauf eine Vorprüfung eingeleitet. Die läuft aktuell weiterhin. Eine Sprecherin bestätigte, eine vorläufige Einschätzung des KBA zu den Vorwürfen erhalten zu haben. Man warte jedoch noch auf den offiziellen Eingang der endgültigen Einschätzung, so die Sprecherin.

Die Untersuchungen der DUH hatten ergeben, dass die Abgasrückführung oberhalb von 3.500 Umdrehungen abgeschaltet werde. Die Organisation wies darauf hin, dass eine solche Drehzahl "bereits bei 47 km/h im zweiten Gang, 70km/h im dritten Gang, 87 km/h im vierten Gang und 112 km/h im fünften Gang" erreicht werde. Der BMW 320d war mit einer Achtgang-Automatik ausgerüstet und erreicht sein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern zwischen 1.750 und 2.500 Touren. Laut dem KBA sind die von der Deutschen Umwelthilfe ermittelten Ergebnisse mit erhöhten NOx-Emissionen "auf nicht normale Betriebsbedingungen zurückzuführen."

BMW hatte die Messmethoden der DUH scharf kritisiert. BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich lässt sich anlässlich des KBA-Fazits mit den Worten zitieren: „Die KBA-Testergebnisse zeigen in aller Deutlichkeit: Das geprüfte Fahrzeug wurde nicht manipuliert. Das Vorgehen der DUH halten wir deshalb für unseriös und ohne jegliche Aussagekraft.“

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