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Opel Zafira Facelift 2016: Erste Bilder und Daten - Neue Front und neues Cockpit für den Opel-Van

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Der Opel Zafira schaffte es in den letzten Jahren oft in die Schlagzeilen. Nun macht Opel den Van mit neuem Gesicht und neuem Cockpit frisch für das letzte Lebensdrittel.

Beim Zafira Facelift streicht Opel die großen sichelförmigen Glaskästen über der Lichtanlage und setzt stattdessen auf einen kantigeren Look Beim Zafira Facelift streicht Opel die großen sichelförmigen Glaskästen über der Lichtanlage und setzt stattdessen auf einen kantigeren Look Quelle: Opel

Rüsselsheim - Mit dem Zafira hatte es Opel in den letzten Jahren nicht leicht. Zuerst entschied die GM-Tochter, dessen Bochumer Stammwerk zu schließen. Nach langer Debatte und viel schlechter Presse wird der Zafira heute in Rüsselsheim produziert.

Über den künftigen Nachfolger des Modells existiert seit 2012 eine Vereinbarung mit dem französischen Autobauer PSA: Das „CUV“, das Van- und SUV-Elemente mischen soll, wird auf der EMP2-Plattform der Franzosen im Peugeot-Stammwerk Sochaux gebaut. Zwischenzeitlich wechselte Opel jedoch die Strategie: Der neue Chef Karl-Thomas Neumann gilt nicht als Fan der PSA-Kooperation, aber Vertrag ist Vertrag.

Das neue Zafira-Cockpit: Ein größerer Bildschirm, mehr Übersicht und mehr Klarheit standen im Lastenheft Das neue Zafira-Cockpit: Ein größerer Bildschirm, mehr Übersicht und mehr Klarheit standen im Lastenheft Quelle: Opel Nachdem zuletzt noch die Abgaswerte des Opel Zafira mit dem neuen 1,6-Liter-Diesel in die Kritik gerieten, soll nun das Facelift des Zafira endlich wieder positive Schlagzeilen bringen. Ab September steht der Neue beim Händler.

Neue Front und neues Cockpit

An den bewährten Zutaten des Zafira ändert sich nichts: Der Van bietet bis zu sieben Sitzplätze, bis zu 1.860 Liter Gepäckraum und viel Variabilität. Die Front des Zafira hat Opel gründlich überarbeitet: Die großen, sichelförmig verglasten Scheinwerferflächen weichen zugunsten einer LED-Lichtanlage. Analog zum Mokka-Facelift baut Opel hier künftig das adaptive Lichtsystem „AFL+“ ein, das selbständig zwischen neun verschiedenen Leuchtmodi umschaltet. Hinzu kommt ein neuer Kühlergrill.

Im Innenraum schafft Opel, wie beim neuen Astra und dem Mokka-Facelift, die wenig übersichtliche Knopflandschaft ab und setzt stattdessen auf einen mittig platzierten Touchscreen. „Klarer, aufgeräumter und einfacher zu bedienen“ sei das neue Layout, befindet Chefdesigner Mark Adams.

Das neue Infotainment bietet eine deutlich verbesserte Auflösung, rechnet schneller und beherrscht die Handy-Kopplung per Apple Carplay und Android Auto. Über den Online-Dienst Onstar ist außerdem eine Hotspot-Funktion für bis zu sieben Endgeräte möglich. Lieferbar sind laut Opel die Intellilink-Systeme R 4.0 sowie 950.

Das Wichtigste am Opel Zafira bleibt seine Variabilität: Bis zu sieben Sitze, bis zu 1.860 Liter Gepäckraum und wahlweise Diesel, Benziner, Autogas- oder Erdgasantrieb Das Wichtigste am Opel Zafira bleibt seine Variabilität: Bis zu sieben Sitze, bis zu 1.860 Liter Gepäckraum und wahlweise Diesel, Benziner, Autogas- oder Erdgasantrieb Quelle: Opel

Motoren: Vorerst keine Details

Ob sich beim Antriebsprogramm etwas tut, dazu schweigt Opel bisher. Klar ist: Der in die Diskussion geratene 1,6-Liter-Diesel soll per Software-Update sauberer werden. Das hat Opel bereits im März angekündigt. Neben den Selbstzündern will Opel weiterhin Benziner, LPG- und CNG-Motoren anbieten.

Wichtige Neuentwicklungen wie die 1,6-Liter-Benziner und -Diesel waren im Zafira bereits bisher erhältlich. Derzeit reicht das Leistungsspektrum von 120 bis 200 PS. Zu erwarten ist, dass Opel den bisherigen 1,4-Liter-Benziner analog zum Astra durch einen Direkteinspritzer mit gleichem Hubraum ersetzt. Einen 1,0-Liter-Dreizylinder erwarten wir im schweren Zafira nicht.

Ab September steht der geliftete Zafira bei den Opel-Händlern, um noch mindestens zwei, eher drei Jahre im Programm zu verbleiben. Zwar hat Peugeot mit dem 3008 in der vergangenen Woche ein Modell vorgestellt, das viele Parallelen mit dem künftigen Opel-„CUV“ aufweisen wird. Aber die Produktion des höher gelegten Vans bei PSA in Frankreich erlaubt es Opel, beide Modelle eine zeitlang parallel zu vertreiben.

Zumindest, solange sich der Zafira noch lohnt: 2,7 Millionen Zafira verkaufte Opel bisher über alle drei Generationen, immerhin 13.700 waren es im Jahr 2015 in Deutschland. Wer auch künftig lieber einen klassischen Van als einen trendigen Crossover fährt, hat bei Opel somit noch einige Jahre Zeit.

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