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Markierte Reifen - Für das perfekte Zusammenspiel

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Wo sitzt der Motor? Wie schwer ist das Auto? Wo wird es gefahren? Erstausrüstungsreifen sind auf das jeweilige Automodell abgestimmt - und das kann man auch spüren.

A N Z E I G E | Für McLaren setzt Pirelli auf speziell abgestimmte Reifen mit der Kennzeichnung MC1 A N Z E I G E | Für McLaren setzt Pirelli auf speziell abgestimmte Reifen mit der Kennzeichnung MC1 Quelle: Pirelli

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Breuberg - Schwarz, rund, unscheinbar - Autoreifen fallen in die Kategorie Tiefstapler. Dabei rollt ohne sie gar nichts. Mit einer Kontaktfläche von der Größe einer Postkarte sorgen Premiumreifen unter anderem für einen möglichst kurzen Bremsweg, geringe Abrollgeräusche und dafür, dass Autofahrer sicher in der Spur bleiben.

Idealerweise ist ein Reifen zudem genau auf die Eigenschaften des jeweiligen Fahrzeugs abgestimmt. Denn ein Sportwagenpneu muss andere Dinge können als ein SUV- oder Geländewagenreifen. Bei einem Hecktriebler ist das Gewicht ganz anders verteilt als bei einem Fronttriebler. All das und noch viel mehr Faktoren müssen bei der Entwicklung des Reifens bedacht werden.

Mehr Komfort, höhere Sicherheit

Aus diesem Grund arbeiten die Automobilhersteller sehr eng mit den Reifenherstellern zusammen, um sogenannte OE-Reifen (OE = Original Equipment) zu entwickeln. Neuwagen werden dann häufig zusammen mit - oder besser auf - diesen Erstausrüstungsreifen ausgeliefert. Als markierte Reifen mit der jeweiligen spezifischen Kennzeichnung des Fahrzeugherstellers gelangen sie darüber hinaus in den After-Sales-Market. So können Autofahrer wenn es an die Nachrüstung geht wieder die markierten Reifen wählen und langfristig mit den Reifen fahren, die speziell für ihr Automodell entwickelt wurden.

Der Vorteil solcher Pneus? Durch die feine Abstimmung auf das Modell, auf dessen Gewicht, die Positionierung des Motors, auf die Leistung und den Einsatzzweck, werden die Fahreigenschaften im Kompromiss über alle gewünschten Merkmale deutlich verbessert. Kein anderes Zubehörprodukt hat zudem einen vergleichbar starken Einfluss auf das Fahrverhalten und die Sicherheit des Fahrzeugs wie der Reifen. Denn der Reifen ist schließlich die einzige Verbindung zur Straße.

Markierte Reifen verbessern unter anderem den Geradeauslauf und den Komfort. Und sie garantieren einen gleichmäßigen Verschleiß über die gesamte Lebensdauer. Zudem sind alle Regelsysteme ideal auf die OE-Reifen abgestimmt. „Das gilt insbesondere für das ABS und die dadurch beeinflusste Länge des Bremswegs, sowie für das ESP und das dadurch ermöglichte Beherrschen des Fahrzeugs in kritischen Situationen und im Grenzbereich“, sagt Michael Wendt, Vorsitzender der Geschäftsführung von Pirelli Deutschland.

Zwei bis drei Jahre Entwicklung

Der erste Fahrzeughersteller, der eine eigene Reifenkennzeichnung forderte, war Porsche, im Jahr 1982. Heute haben fast alle Premium-Marken eine eigene Kennzeichnung für ihre Reifen. BMW-Pneus beispielsweise erkennt man an einem Stern auf der Flanke. Mercedes-Reifen haben ein MO aufgedruckt. Pirelli hat bislang mehr als 2.000 Herstellerfreigaben bekommen und über 1.600 markierte Reifen entwickelt.

Der Aufwand ist enorm. „Die Entwicklung eines Erstausrüstungsreifens dauert im Schnitt zwei bis zweieinhalb Jahre. Demgegenüber entwickelt ein Hightech-Unternehmen wie Pirelli einen Serienreifen in rund zehn bis 14 Monaten“, sagt Michael Wendt. Es geht um Chemie, Physik und Design. Die Experten tüfteln an der richtigen Gummimischung, der richtigen Steifigkeit und dem perfekten Profil. Ziel dieses Feintunings ist eine vollständige und exakte Abstimmung auf das entsprechende Fahrzeug. Denn, laut Pirelli hängen bis zu 50 Prozent der gewünschten Fahreigenschaften von den Erstausrüstungsreifen ab.

Die drei Phasen der Entwicklung

In der ersten Phase der Entwicklung werden das Fahrzeug und seine Fahreigenschaften analysiert. Zwei bis drei Monate lang führt Pirelli rund 200 Tests auf der Straße und auf Rennstrecken durch. Nun folgt die Entwicklungsphase mit rund 400 Tests im Labor und auf Prüfständen. Dies kann im Extremfall bis zu drei Jahre dauern. Für das Abspulen von bis zu 3 Millionen Testkilometern bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen muss der Reifenhersteller nochmals zwei bis sechs Monate rechnen.

Aufgrund dieser langen Zeitspanne muss die Entwicklung des OE-Reifens parallel zur Entwicklung des Autos stattfinden. Testfahrten müssen teilweise mit Prototypen durchgeführt werden. Für die Reifenexperten von Pirelli heißt das, dass sie heute schon an den Reifen für 2020 arbeiten.

Die Nachfrage nach solchen markierten Pneus steigt. Und demzufolge auch das Angebot. Im Jahr 2017 waren mehr als die Hälfte aller von Pirelli entwickelten Reifen markierte Reifen. Im Jahr 2013 waren es noch 38 Prozent. Sogar für einen Oldtimer von Porsche kann man heute schon einen Reifen in Erstausrüstungsqualität kaufen. Das Innenleben des Klassiker-Pneus zeichnet sich dabei durch modernste Technologie aus, sein Äußeres durch die zeitgemäße und somit stilsichere Optik.

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