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VW-Konzernchef Müller nennt AfD 'rechtsextrem' - Ergebnis "schockierend"

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Üblich ist es nicht, dass sich Wirtschaftskapitäne zu Wahlen äußern. VW-Chef Matthias Müller hat dies getan. Er nannte die Bundestagswahl 2017 einen "historischen Einschnitt".

VW-Konzernchef Matthias Müller VW-Konzernchef Matthias Müller Quelle: dpa/Picture Alliance

Wolfsburg - VW-Konzernchef Matthias Müller hat das Ergebnis der Bundestagswahl 2017 als "historischen Einschnitt" bezeichnet. "Die alten Volksparteien verlieren dramatisch. Gleichzeitig wird die rechtsextreme und ausländerfeindliche AfD drittstärkste politische Kraft im Bundestag", teilte Müller am Montag in Wolfsburg mit.

Das zweistellige Ergebnis für eine solche Protestpartei sei "schockierend", so der VW-Chef. Es werde das Land verändern und die demokratische Stabilität auf die Probe stellen. "Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten politisch und wirtschaftlich erfolgreich gewesen, weil wir ein weltoffenes, tolerantes und international orientiertes Land sind", sagte Müller einer Mitteilung zufolge. "Dafür gilt es weiter zu kämpfen."

In der globalisierten Wirtschaftswelt führten nationaler Egoismus und Protektionismus in die Sackgasse und am Ende zum Verlust von Arbeitsplätzen. "Deutschland hat aufgrund seiner Geschichte eine besondere Verantwortung für Demokratie, Freiheit, Toleranz und Völkerverständigung. Wir im Volkswagen-Konzern stehen zu diesen Werten der europäischen und westlichen Zivilisation. Seit der Bundestagswahl mehr denn je." Volkswagen ist Deutschlands größter Industriekonzern mit weltweit mehr als 600.000 Beschäftigten.

 

 

Quelle: dpa

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