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BMW M5 und M6 Competition Paket - Ein schnell(er)es Wiedersehen mit dem M6

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Mit dem Competition Paket bekommen die stärksten BMW-Modelle zusätzliche Kraft. Doch darum geht es nur bedingt. Wir haben M5 und M6 mit verbessertem Handling getestet.

MOTOR-TALK-Redakteur Philipp Monse testete das Competition Paket für M5 und M6 in Estoril MOTOR-TALK-Redakteur Philipp Monse testete das Competition Paket für M5 und M6 in Estoril

Circuito do Estoril – Ein Jahr und einen Monat ist es her, dass DTM-Pilot Bruno Spengler mir zeigte, wie man mit einem M6 umgeht. Jetzt, im Sommer 2013, zeigt uns die M GmbH den M5 und den M6 mit Competition Paket. Leider ohne Bruno Spengler, dafür mit 15 PS mehr (also jetzt 575 statt 560 PS) und einer verbesserten Drehmomentkurve. Das maximale Drehmoment des V8-Bitubro (680 Nm) liegt jetzt bis 6.000 Umdrehungen an.

Um die Leistungssteigerung geht es beim Competition Paket allerdings nur bedingt. Schließlich dürften die 15 neuen Pferde auch für geübte Fahrer kaum spürbar sein. Laut BMW steht stattdessen verbessertes Handling im Vordergrund.

Auch der M5 tut, was die Hand des Fahrers befiehlt Auch der M5 tut, was die Hand des Fahrers befiehlt

Das Fahrwerk wird noch straffer

Damit die Schwergewichte M5 und M6 noch leichtfüßiger um die Kurven tänzeln, haben die M-Ingenieure die Federungs- und Dämpfungssysteme sowie die Stabilisatoren straffer ausgelegt. Der Competition-M5 liegt außerdem nochmal einen Zentimeter tiefer.

Eine neue Abstimmung der Regelung des Hinterachsdifferenzials soll für bessere Traktion sorgen, die überarbeitete Kennlinie der Lenkung die Präzision beim Einlenken verbessern.

Optisch und akustisch ist das Competition Paket durch exklusive 20-Zöller sowie eine Sportauspuffanlage mit schwarz-verchromten Endrohren zu erkennen. Verfügbar ist das Paket für BMW M5, M6 Coupé und Cabrio sowie für das M6 Gran Coupé.

Der M6 lässt sich von Haus aus etwas leichter manövrieren als der M5 Der M6 lässt sich von Haus aus etwas leichter manövrieren als der M5

Auf ein paar Runden in Estoril

Die Competition-Veränderungen sorgen bei allen Modellen für eine um 0,1 Sekunden bessere Beschleunigung von Null auf Tempo 100 km/h. Der M6 schafft den Spurt so in 4,1 Sekunden. Auf 200 km/h fährt er nun 0,2 Sekunden schneller.

Das klingt nicht nach einem Quantensprung und ist auch auch auf der Rennstrecke kaum spürbar. Spürbar sind dagegen, Anpassungen im Stabilitätsprogramm: Der sportliche "M-Dynamic"-Modus ist noch „offener“ ausgelegt. Drifts sind so auch im "abgesicherten Modus" möglich, was mir die erste Ausfahrt versüßt. Entgleiten mir die 1.925 Kilogramm des edlen Sportschiffs dann doch einmal, fängt die Elektronik sie im wirklich allerletzten Moment wieder ein.

Die weiteren Veränderungen des Competition Pakets ließen sich mit einem Jahr Abstand zum Vorgänger nicht erspüren. Dafür bedürfte es einer direkten Vergleichsfahrt – am besten mit Beratung durch einen Rennprofi wie Bruno Spengler.

Aber, wie vor einem Jahr: Erstaunlich, wie kinderleicht die 2-Tonnen-BMW auf der Rennstrecke manövrieren. Dieses Paket ist was für Rennfahrer. Im Alltag dürften das straffere Fahrwerk und die verbesserte Lenkung kaum Vorteile bieten, und driften ist da meistens auch nicht angesagt.

So fasziniert Normalsterbliche nur noch der Preis: 8.500 Euro kosten die 15 Mehr-PS samt Abstimmung, Tieferlegung und Sportabgasanlage oben drauf auf den M6-Basispreis von 124.000 Euro. Gekoppelt übrigens mit einer Surround-Anlage, die mit 4.950 Euro in der Preisliste steht. Wer hat, der kann.

Avatar von granada2.6
Mercedes
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