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VW Golf Alltrack: Erste Bilder - Der jagt lieber über die Autobahn als durch den Wald

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Der Alltrack ist die kernigste Version des Golf. Seine Plastikplanken scheinen für die Buckelpiste gemacht zu sein, seine neuen Motoren zielen aber klar auf die Autobahn.

Zwei Zentimeter mehr Bodenfreiheit sind gut für Buckelpisten, aber schlecht für Höchstgeschwindigkeit und Verbrauch Zwei Zentimeter mehr Bodenfreiheit sind gut für Buckelpisten, aber schlecht für Höchstgeschwindigkeit und Verbrauch Quelle: VW

Wolfsburg – Manchmal fragt man sich tatsächlich: Was hat sich Hersteller X bei Auto Y gedacht. Eine Menge, ohne Zweifel. Bekanntlich hat die Suche nach dem Sinn viel Philosophisches. Ist das nicht toll? Dein Auto, dein Seelenheil.

Was das mit dem neuen Golf Alltrack zu tun hat. Nun, der Name des Autos sagt es schon. Der ist für alle Strecken gemacht. Soll heißen: Mit serienmäßigem Allradantrieb 4motion (mit Haldex-Kupplung) und zwei Zentimeter erhöhter Bodenfreiheit eignet er sich besser als ein Serien-Golf für bucklige Wege aus Erde und Stein.

Zwei starke, neue Motoren im Variant

Der Unterfahrschutz ist, soweit der Wissensstand heute, nur angedeutet. Plastikplanken rundum verhindern gelegentlich mal das Andocken des lackierten Blechs an Baum, Stein oder Einkaufswagen. Der Radar-Sensor in der unteren Schürze muss entweder aus dem Bundeswehrbestand kommen oder nie ins Gelände dürfen Der Radar-Sensor in der unteren Schürze muss entweder aus dem Bundeswehrbestand kommen oder nie ins Gelände dürfen Quelle: VW

Das ist alles gut, aber viel Show. Denn mit den eigens für den Alltrack designten 17-Zöllern aus Alu wühlt keiner gerne in der Kiesel-Matsch-Pampe.

Dazu wären die beiden neuen Antriebe im Golf Alltrack, der nur als Variant angeboten wird, fast viel zu schade. Der 1.8er-TSI mit 180 PS ist im Golf-Kombi der stärkste Benziner, der 184-PS-TDI der stärkste Selbstzünder. Beide gibt es nur mit dem 6-Gang-DSG.

180 PS und 184 PS für 217 und 219 km/h

Der 1.8er-Turbo stellt ab 1.350 Umdrehungen sein Drehmomentmaximum von 280 Newtonmetern bereit und beschleunigt den Golf Alltrack in 7,8 Sekunden auf 100 und maximal bis auf 217 km/h. Als Verbrauch gibt VW 6,8 Liter an.

Noch schneller in der Spitze soll der 184-PS-TDI fahren. Diskutiert wurde dazu bereits hier auf MOTOR-TALK. Aktuell fehlen uns noch genaue Informationen von VW, aber 219 km/h soll das Auto schaffen. Genau so schnell wie sein Schwestermodell eben, der Skoda Octavia Scout. Auch dazu wurde auf MOTOR-TALK bereits ein Thema geöffnet. Aber langsamer als der Fließheck-Golf-GTD soll er sein. Der schafft 230 km/h Spitze. Sein Durst soll sich wie gewöhnlich bei 5,1 Liter einpendeln.

Die 17-Zöller wurden eigens für den VW Golf Alltrack designt Die 17-Zöller wurden eigens für den VW Golf Alltrack designt Quelle: VW

Drinnen wird es eher fein als grob

Beim Blick ins Innere des Alltrack-Golf ruft man auch eher „Oha“ statt „Waidmannsheil“.

Lederlenkrad, Ambiente-Beleuchtung, dazu besondere Sitzbezüge, Leuchten im Fußraum und allerlei weitere Extras.

Zum Preis der Alltrack-Modelle sagt VW bislang nichts. In den Handel kommen die Autos im Frühling 2015. Dann auch mit 110er- und als 150er-TDI.

Avatar von Timo Friedmann (timobenshalom)
Volvo
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