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Genfer Autosalon 2014 - Das sind die schönsten Neuheiten des Autojahres

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Auf dem diesjährigen Autosalon in Genf kommen die Kleinen groß raus und die Großen geben Vollgas. Wir zeigen Euch die schönsten Neuheiten.

So bunt wird das Autojahr 2014 So bunt wird das Autojahr 2014

Genf – Scharf, schnell, sparsam - auf dem Genfer Autosalon (6. bis 16. März) zeigen die Autohersteller, in welche Konzepte sie in den vergangenen Jahren ihre Zeit, ihr Geld und ihren Hirnschmalz gesteckt haben. Das beginnt bei den günstigen Drillingen 108, C1 und Aygo und reicht bis zum sehr teuren Lamborghini Huracán, vom Citroën Cactus bis zur V-Klasse. Der Reihe nach.

Ein schneller S1 und ein neuer TT

Audi zeigt in Genf den S1, einen kleinen Kraftprotz mit 231 PS, 370 Nm und großem Namen. Im Gegensatz zu der gleichnamigen, aber 30 Jahre alten Rallye-Legende verfügt der Neue nur über vier Zylinder. Aber immerhin hat der kleine Allradler 1 PS und 20 Newtonmeter mehr als ein Golf GTI Performance.

Der Audi S1 ist ein kleines Kraftpaket mit 231 PS und Allradantrieb Der Audi S1 ist ein kleines Kraftpaket mit 231 PS und Allradantrieb Quelle: Audi Die weitaus spannendere Neuheit steht nur wenige Meter daneben: Der TT ist das einzig neue Modell, das Audi in diesem Jahr zeigt. Bislang haben die Ingolstädter nur Skizzen veröffentlicht, doch die verraten bereits recht gut, wie die dritte Generation des kleinen Coupés aussehen wird: schnittig.

Vier Türen für die Familie

BMW bricht mit einer Tradition, die so alt ist wie das Unternehmen: Der 2er Active Tourer ist der erste BMW der Firmengeschichte ohne Hinterradantrieb, dem Platz im Inneren zuliebe? Das sorgt für jede Menge Gesprächsstoff unter den Traditionalisten und für jede Menge Platz im Innenraum des Kompaktwagens. Noch durfte niemand mit dem 2er Active Tourer fahren, doch BMW verspricht, dass er der sportlichste Van seiner Klasse werden soll.

Das BMW 4er Gran Coupé trägt zwar einen neuen Namen, hält sich aber mit Heckantrieb und Reihensechszylinder an BMW-Tugenden. Trotzdem verwirrt das Auto so manchen BMW-Fan. Erst taufen die Münchner das 3er Coupé in 4er um und dann erhöhen sie die Zahl der Türen doch wieder auf vier und hängen ein Gran Coupé dran. Das muss niemand verstehen.

Kunststoff an der Flanke und Radhäusern

Auf der IAA 2013 war der Citroën Cactus ein spaßiger Blickfang weit ab von der Straße. Doch jetzt machen die Wer hätte das gedacht: Die Serienversion des Citroën Cactus sieht fast genauso spaßig aus wie die Studie auf der IAA Wer hätte das gedacht: Die Serienversion des Citroën Cactus sieht fast genauso spaßig aus wie die Studie auf der IAA Quelle: Citroën Franzosen Ernst und bringen die Serienversion mit nach Genf. Und die sieht tatsächlich fast genauso komisch aus wie die Studie, mit viel Kunststoff an der Seite. Die „Airbumps“ sollen vor Kratzer im Lack schützen und können gewechselt werden. Allerdings gibt es sie bislang nur in Naturtönen – da geht noch mehr, Citroën.

Neben dem Cactus steht der C5 CrossTourer. Seine Plastikplanken an den Radhäusern erfüllen aber einen ganz anderen Zweck als die Airbumps: Sie sollen den Mittelklässler im Sinne des aktuellen Offroad-Trends robuster aussehen lassen und den Absatz etwas in Schwung bringen. Einen Allradantrieb gibt es allerdings nicht.

Der Ferrari California bekommt ein T hinter den Namen und einen aufgeladenen V8-Motor mit Spritsparambitionen unters Blech. Doch keine Angst: Beim neuen Ferrari schrumpfen wirklich nur Hubraum (von 4,3 Liter auf 3,9 Liter) und Verbrauch. Die Leistung steigt dagegen dank der künstlich zugeführten Luft um 70 PS auf 560 PS.

Kompakter Krawall und Hypersportler

Honda bringt das Civic Type R Concept mit zur Messe – die japanische Antwort auf den Golf R. Die Serienversion des kompakten Krawallos startet zwar erst 2015, dann aber mit voller Kraft. Honda verspricht, dass der 2,0-Liter-Vierzylinder mit variabler Ventilöffnungszeiten mindestens 280 PS leisten wird, möglicherweise wird er sogar die 300-PS-Grenze überschreiten. Und: Er soll den Type R zum schnellsten Fronttriebler auf der Nordschleife machen. Wir sind gespannt.

Der Hyundai Intrado zeigt, wie sich Peter Schreyer die Modelle der Koreaner in Zukunft vorstellt Der Hyundai Intrado zeigt, wie sich Peter Schreyer die Modelle der Koreaner in Zukunft vorstellt Quelle: Hyundai Nachdem Star-Desinger Peter Schreyer die Kia-Modellpalette aufgemöbelt hat, muss er jetzt bei Hyundai ran. Der Intrado ist zwar nur ein Konzeptfahrzeug, doch er trägt das neue Markengesicht der Koreaner. Und ganz nebenbei hat er eine neue Brennstoffzelle an Bord, mit großer Lithium-Ionen-Batterie und zwei Hochdrucktanks.

Jetzt wird es wild: 1.360 PS treffen auf ebenso viele Kilogramm. Das macht ein Verhältnis von eins-zu-eins, und genau deshalb tauft Koenigsegg seinen neuen Hypersportler Agera One:1. Wie schnell der überarbeitete 5,0-Liter-Biturbo-V8 den One:1 beschleunigt, verraten die Schweden alledings erst in Genf. Doch eines ist klar: Bis jemand Koenigsegg Agera One:1 ausgesprochen hat, hat der Wagen Tempo 100 erreicht.

Lamborghini zeigt in Genf den Gallardo-Nachfolger Huracán. Schon vor der Premiere melden die Italiener 900 Bestellungen für den neuen Sportler. Das dürfte an den bereits veröffentlichen Kraftdaten liegen: Zwischen den Achsen des Supersportlers sitzt ein 610 PS starker 5,2-Liter-V10-Mittelmotor mit einer Kombination aus indirekter und direkter Einspritzung. Das maximale Drehmoment liegt bei 560 Newtonmetern.

Und da wir schon bei den Supersportlern sind: McLaren präsentiert in Genf den neuen 650S, der sich zwischen den beiden anderen McLarens 12C und P1 ein Plätzchen gesucht hat. Denn dort klafft eine Lücke von 900.000 Euro. Hinter den Carbon-Sitzen des 650S arbeitet ein 3,8-Liter-V8-Motor mit zwei Turboladern - genau wie in den beiden anderen McLaren. Wie der Name andeutet, leistet er im neuen Modell 650 PS, also fünf Prozent mehr als im 12C. Damit und mit einem maximalen Drehmoment von 678 Newtonmetern soll er zu seinem größten Konkurrenten, dem Ferrari 458 Speciale, aufschließen.

Swarovski-Kristalle für die S-Klasse

Bei Mercedes gibt es gleich zwei spannende Neuheiten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Das heiße S-Klasse Coupé zeigt Das S-Klasse Coupé ist ein Oberklasseauto, bei dem der Besitzer selbst das Steuer in die Hand nehmen will Das S-Klasse Coupé ist ein Oberklasseauto, bei dem der Besitzer selbst das Steuer in die Hand nehmen will Quelle: Daimler gewagte Formen und lässt auf Wunsch 47 Swarovski-Kristalle in den Scheinwerfern, Blinkern und im Tagfahrlicht funkeln. Außerdem hat das Coupé als erstes Modell ein Fahrwerk mit neuartiger Neigefunktion, die bei Kurvenfahrten die Fliehkräfte ausgleicht.

Bei der V-Klasse zählt vor allem praktisches. Trotz des Van-Charakters soll es in der neuen V-Klasse wie in einem Mercedes-Pkw aussehen. Das gilt aber nur für die Pkw-Version. Wer einen Transporter bestellt, bekommt auch einen.

Auf dem Stand von Opel klappt der Adam sein Dach nach hinten und krempelt die Hosenbeine hoch. Seine erste Tour wird der Adam Rocks allerdings erst im Herbst unternehmen - und damit zu spät für die diesjährige Cabriosaison. Neben dem Rocks zeigt Opel den Astra OPC Extreme mit Überrollbügeln, Schalensitzen und mindestens 300 PS.

Bei Peugeot dreht sich alles um den neuen 108, der gemeinsam mit seinen Zwillingsbrüdern Citroën C1 und Toyota Aygo in Genf debütiert. Der etwas gewachsene Kleinstwagen bekommt ein paar technische Raffinessen sowie knallige Lack- und Dachfarben. Damit soll aus einem langweiligen 107 ein hipper 108 werden. Außerdem zeigen die Franzosen den Kombi des 308.

Von so viel funkelnden Sternen können Landwind und Brilliance nur träumen: Der Qoros3 hat beim EuroNCAP-Crashtest fünf von fünf Sternen erhalten. Und noch mehr. Die Schräghecklimousine aus China erreichte das beste Testergebnis aller 2013 gecrashten Pkw.

Der neue Twingo mit Hinterradantrieb

Beim neuen Twingo sitzt der Motor im Heck Beim neuen Twingo sitzt der Motor im Heck Quelle: Renault Bei Renault gibt es eine kleine Riesenüberraschung: den neuen Twingo mit Heckmotor und Hinterradantrieb. Dieses Novum verdankt der Kleinwagen seinem Geschwisterchen Smart, von dem in Genf noch nichts zu sehen ist.

Das hat Tradition: Jedes Jahr auf dem Genfer Salon präsentiert Rinspeed eine Verrücktheit auf Rädern. Dieses Jahr haben sich die Schweizer mit einem technischen Thema befasst: Was tun Autoinsassen, wenn das Auto in Zukunft alleine fährt? Quatschen und Tratschen wie im Café? Oder arbeiten? Der Rinspeed X-Change soll so bequem und flexibel sein wie die Businessclass im Flugzeug.

Mit der Vision eines sportlichen Coupés reist Skoda nach Genf: Die Studie Vision C gibt einen Ausblick auf das neue Gesicht des künftigen Superb und ist ein Vorgeschmack auf ein Octavia Coupé.

Daneben steht der höher gelegte Octavia Scout mit Plastikbeplankung und Allradantrieb.

Seat schickt den Leon Cupra mit 265 oder 280 PS und Frontantrieb ins Rennen mit seinen kompakten Geschwistern S3 und Golf R. Der Verzicht auf vier angetriebene Räder kostet zwar Traktion, spart aber Sprit, Gewicht und Geld. Und er ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu den beiden Kompakt-Sportbrüdern.

Bei Volkswagen steht der Golf GTE im Mittelpunkt. Damit der neue Spar-Antrieb gut startet, beschleunigt der GTE fast so kräftig wie der Golf GTI. Dafür sorgt die Kombination aus einem 150 PS starker 1,4-Liter-Turbobenziner mit 102-PS-Elektromotor. Beide gemeinsam leisten 204 PS. Laut dem sehr unrealistischen Zyklus für Plug-In-Fahrzeuge verbraucht der GTE nur 1,5 Liter je 100 Kilometer.

Der frisch geliftete Scirocco mit kantigerer Optik Der frisch geliftete Scirocco mit kantigerer Optik Quelle: VW Außerdem zeigt VW zwei geliftete Modelle. Der gestraffte Scirocco ist an dem geschärften Heck, der kantigen Karosserie und den zusätzlichen Instrumenten aus dem Beetle zu erkennen. Beim neuen Polo muss man drei Mal hinsehen, um ihn vom Alten zu unterscheiden. Dafür bleibt der Einstiegspreis (12.450 Euro) unverändert.

Schön zu sehen: In Genf steht auch die Studie eines möglichen Polo-SUV.

Avatar von sabine_ST
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