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Citroën E-Méhari: PSA-Version des Bolloré Bluesummer - Citroën baut ein Elektroauto für den Strand

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Dieses Modell bedeutet für Citroën einen tiefen Griff in die eigene Geschichte, dabei stammt der neue E-Méhari gar nicht aus eigener Entwicklung. Wieso, steht hier.

Bunt, lustig und aus Plastik: Der Citroën E-Méhari entspricht bis auf die Front dem Bluesummer, einem Elektroauto des Mischkonzerns Bolloré Bunt, lustig und aus Plastik: Der Citroën E-Méhari entspricht bis auf die Front dem Bluesummer, einem Elektroauto des Mischkonzerns Bolloré Quelle: Citroën

Köln - Die Anzeichen haben sich verdichtet, und da ist er auch schon: Citroën bringt den Plaste- und Strand-Klassiker Méhari zurück. Allerdings nicht auf Basis des 2CV, sondern als Elektroauto mit Namen E-Méhari. In Frankreich verkauft Citroën das Kunststoff-Cabrio schon ab Anfang 2016. Für Deutschland müsse man zunächst „die Einführungsmodalitäten klären“, heißt es.

Auf den ersten Blick mag der Schritt erstaunen. Aber MOTOR-TALK-Leser wussten es bereits: Seit September 2015 baut Citroën im Werk Rennes den Bolloré Bluesummer, einen offenen Viersitzer mit Elektroantrieb des Mischkonzerns Bolloré. Maximal 3.500 Fahrzeuge im Jahr umfasst die Kooperation zwischen PSA Peugeot Citroën und Bolloré.

Der Konzern, der unter anderem mit der Zigarettenpapiermarke „OCB“ groß wurde, hat die Lithium-Metall-Polymer Batterie nach eigener Darstellung selbst entwickelt. Im Bluesummer stecken laut Bolloré „20 Jahre Entwicklung“.

Viersitzer mit 48 PS

Das ist das Ausgangsmodell: Seit September produziert PSA in Rennes den Bolloré Bluesummer Das ist das Ausgangsmodell: Seit September produziert PSA in Rennes den Bolloré Bluesummer Quelle: Bolloré

Schon im Sommer kündigte PSA an, den Bluesummer über das eigene Händlernetz vertreiben zu wollen. Nun erhält das Modell sogar eine komplett neue Front mit Citroën-Nase und damit einen Platz im Citroën-Programm.

Die Fenster des Citroën E-Méhari bestehen aus Glas, das abnehmbare Dach aus Stoff. Die elastische Plastikkarosse sei gegen kleine Stöße unempfindlich und müsse nicht lackiert werden, schreibt Citroën. Die Franzosen bieten den Viersitzer mit umlegbarer Rückbank in vier Karosseriefarben und zwei Stoffdachfarben an. Hinzu kommen zwei verschiedene Innenbezüge, die nicht ganz zufällig an die IAA-Studie „Cactus M“ erinnern.

48 PS reichen dem E-Méhari für eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h, die Reichweite soll maximal 200 Kilometer betragen. An der Haushaltssteckdose soll das Aufladen eines leeren Akkus 13 Stunden dauern.

Französische Journalisten konnten den Bolloré Bluesummer, das Ausgangsmodell des E-Méhari, bereits fahren. Ihr Urteil: Für seine eingeschränkte Verwendbarkeit viel zu teuer. In Frankreich kostet der Bolloré Bluesummer demnach 24.000 Euro, abzüglich 6.300 Euro Elektro-Bonus. Hinzu kommt eine Batteriemiete von 79 Euro im Monat. Es ist jedoch möglich, dass Citroën über größere Stückzahlen ab 2016 einen niedrigeren Preis erreicht.

Citroën E-Méhari styled by Courrèges: Sitzprobe

Citroën E-Méhari: Technische Daten

  • Länge: 3,81 m
  • Breite: 1,87 m
  • Höhe: 1,65 m
  • Kofferraumvolumen: 200 - 800 l
  • Nennleistung: 35 kW (48 PS)
  • Batterie: Lithium-Metall-Polymer, 30 kWh
  • Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h
  • Reichweite Innerorts: 200 km
  • Außerorts: 100 km
  • Gewicht: Gewicht: 1.395 kg

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Renault
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