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Wie wirkt sich der Reifenluftdruck auf das Zentraldifferential aus?

Themenstarteram 27. April 2019 um 14:32

Moin. Ohne erkennbare Ursachen ist mein Verteilergetriebe gestorben. Das, obwohl ich mit meinem Discovery3 nur auf befestigten Strassen und mit mäßiger Geschwindigkeit fahre.

Grundsätzlich fahre ich mit vorgeschrieben Luftdruck. Dabei ist aber häufig der Luftdruck an den Hinterrädern ca. 0.2 bar höher als der Tabellenwert. Auch ist das Profil an den Hinterrädern höher. Somit fahre ich letztendlich mit unterschiedlichen Drehzahlen am Zentraldifferential im Verteilergetriebe. Manchmal bis 1.000km am Stück.

Können solche kleinen Drehzal-Differenzen auf Dauer das Zentraldifferential zerstören?

 

Beste Antwort im Thema

@TMD007

Bei einem echten permanentangetriebenen Allrad und ich glaube der Discovery des TE ist ein solcher, hat das VtG immer ein Mitteldifferential.

Bei den meisten heute als Allrad bezeichneten Fahrzeugen auch bei manchen von Landrover handelt es sich nicht um einen echten Allrad sondern um einen im Normalbetrieb 2 Radantrieb, der nur bei Bedarf über Elektronik automatisch zugeschaltet zum Allrad wird. Hier fehlt das Mitteldifferential, wird auch nicht benötigt, da es eigentlich ein 2Radantrieb ist.

Aus der Steinzeit ist der Allradantrieb welcher mechanisch oder elektromechanisch bewusst zum Allrad wird aber eigentlich auch ein 2 Radantrieb ist, auch hier fehlt das Mitteldifferential und dieser Allradtyp nimmt den Betrieb auf griffigem Untergrund übel, wenn man vergisst den Allrad wieder auszuschalten.

Es gibt eigentlich nur diese 3 Allradtypen und der letztere kompensiert das fehlende Mitteldifferential bei nicht vorschriftsmäßiger Benutzung möglicherweis mir einem Getriebschaden.

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Um unterschiedliche Drehzahlen auszugleichen ist ein Differential aber eigentlich da.

Das liegt dann wohl eher an der Automarke und weniger am Prinzip. :eek: :D

Das Verhältnis von "Schieben" der Hinterachse und "Ziehen" der Vorderachse bei hoher Last auf der Autobahn ist in der Tat eine Belastung für das VG.

 

Der Reifenluftdruck ist dabei zu vernachlässigen.

 

Was hat der Discovery genau für ein Allradsystem?

Themenstarteram 27. April 2019 um 15:16

Zitat:

@Green-Hell schrieb am 27. April 2019 um 14:46:06 Uhr:

Das Verhältnis von "Schieben" der Hinterachse und "Ziehen" der Vorderachse bei hoher Last auf der Autobahn ist in der Tat eine Belastung für das VG.

Der Reifenluftdruck ist dabei zu vernachlässigen.

Was hat der Discovery genau für ein Allradsystem?

Es ist permanent zugeschaltet und geht direkt auf das vordere und hintere Ausgleichsgetriebe. Das VTG hat eine zusätzliche Untersetzung und div. Geländeadaptionen. Diese ganzen Zuschaltmöglickeiten nutze ich nicht.

Vielleicht ist es ein Land Rover-spezifisches Problem. Da LR für diesen Wagentyp eine sehr detaillierte Luftdrucktabelle für unterschiedliche Beladungen vorschreibt, kam der verdacht auf die Dauerbelastung des Differentials auf. Normaler Weise hat ein Differential ja nicht viel zu tun. Ein ungleicher Rad-Radius beaufschlagt aber das Differential zu 100%.

@MrRover

 

Ich denke, dass alle Auto/Getriebehersteller das "Verspannungsproblem" des Antriebstranges bei

"echtem" Allradantrieb im Griff haben.

Dass Dein VtG den Dienst aufgekündigt hat, würde ich unter pP verbuchen. Irgend ein Montage oder Teilefehler im VtG wird wohl der Auslöser sein. Ein Gebrauchsproblem dürfte bei Deiner Art der Fahrzeugnutzung, so wie du sie beschreibst, sehr unwahrscheinlich sein. Der Reifenfülldruck ist es mit Sicherheit nicht.

 

Anmerkungen so nach dem Motto" es ist ein Markenproblem" ist nur ein Nachplappern von Vorurteilen.

Der LR hat noch einen echten permanenten Allradantrieb, bei dem das zentrale Differenzial jegliche Verspannung bei Kurvenfahrt oder ungleichen Abrollumfängen ausgleicht. Nur wenn man es manuell sperrt, treten auf festem Untergrund schädliche Verspannungen auf, weshalb man diese Funktion nur auf losen Untergründen verwenden soll.

Ein Defekt am Verteilergetriebe / Zentraldifferenzial sollte also andere Gründe haben.

Hallo, glaube auch dass es mehr ein Qualitätsproblem ist,

würde auch direkt Automarke/ty Bj / Motorleistung vergleichen,

bei grenzwertiger Qualität wirkt sich Reifenprofil usw stärker aus.

berechne mal anhand reifendurchmesser die drehzahldifferenz der räder. (exel, 1000Km)

Zitat:

@quadrigarius schrieb am 28. April 2019 um 10:21:22 Uhr:

Anmerkungen so nach dem Motto" es ist ein Markenproblem" ist nur ein Nachplappern von Vorurteilen.

Irgendwoher muss dieses Vorurteil aber herkommen oder nicht? Früher, als ich noch an Geländewagen schraubte, beruflich und auch privat, war das sehr wohl berechtigt.

Außerdem schrieb ich nicht, das es ein Marken-Problem ist, sondern nur, das dies wahrscheinlicher ist, als das es vom unterschiedlichem Reifendruck und/oder geringfügig größeren Reifen kommt.

@4Takt

DU schriebst, das sei wohl mehr ein Markenproblem als ein Gebrauchsproblem.

 

Ich denke es ist einfach ein Defekt, wie er vorkommt, weil überall, bei jedem Hersteller im Fertigungsprozess oder beim Zulieferer Fehler gemacht werden oder das verwendete Material fehlerhaft sein kann.

 

Vor allen Dingen müssen wir, was deutsche Hersteller betrifft ganz kleine Brötchen backen, denn Manipulation (Benz Mercedes VW Audi) halte ich für schlimmer- weil Vorsatz.

 

Mit Deinem Hinweis unterstellst Du, dass andere Hersteller schlechte Ware anbieten, bei der der Crash schon vorprogrammiert ist.

 

Vor "100" Jahren war jeder französche Wagen und auch Fiat,Alfa ect. nach 1 Jahr eine Rostlaube.

Bei Fiat gab es( F) ehler (i) n (a) llen (T) eilen.

 

Inzwischen hatten diese (Schrottfirmen) schon 6 d-temp Motoren im Angebot als die deutschen nur 6 e Norm Notoren liefern konnten.

 

Bei VW konnte man ein Großteil des Programms noch zu Beginn dieses Jahres nur abgespeckt kaufen, weil die Firma nicht in der Lage war fristgerecht für alle Fahrzeuge im Programm die neuen Verbrauchswerte anzugeben.

Da hast du wohl recht. Fiat und französische Autobauer haben ihre Hausaufgaben gemacht und sind heute eher besser, als deutsche Fabrikate, aber wo ist denn da ein Widerspruch zu meinem Beitrag?

Zitat:

@quadrigarius schrieb am 28. April 2019 um 14:08:24 Uhr:

Du schriebst, das sei wohl mehr ein Markenproblem, als ein Gebrauchsproblem.

Stimmt, das weiß ich aus eigener Erfahrung, das Land Rover schon seine Problem hatte, die die Japaner, wie Toyota und Mitsubishi, aber nicht hatten.

Zitat:

@quadrigarius schrieb am 28. April 2019 um 14:08:24 Uhr:

Mit Deinem Hinweis unterstellst Du, dass andere Hersteller schlechte Ware anbieten, bei der der Crash schon vorprogrammiert ist.

Das ist deine Sichtweise, ich wollte damit nur sagen, das es Hersteller gibt, die es besser können. Ich kenne mehrere, die bei Land Rover arbeiten, aber japanische Geländewagen fahren. Selbst, wenn die es inzwischen nicht besser können, sind sie aber deutlich billiger.

@4Takt

"Das Bessere ist der Feind des Guten".

Deshalb wird es immer Hersteller geben, welche das Eine oder Andere besser können als der Mitbewerber. Es kommt für den Normalverbraucher immer auf die Summe der Nutzungsvorteile an-

Ein Auto ist sowohl von seiner Vielfalt aber auch seiner technischen Konplexität und natürlich auch von der Unterschiedlichkeit der Erwartungen welche ein Käufer mit einem KFZ verknüpft nicht in ein Gut/Schlecht Schema zu pressen, noch dazu unter Zuhilfenahme von Uraltmeinungen, verallgemeinerten Einzelerfahrungen, V o r urteilen.

Es gibt meines Erachtens keinen Hersteller der aus breiter Kundensicht alles besser kann!

Und Dein Beispiel, dass Land Rover Mitarbeiter Japaner fahren weil diese billiger sind ist kein Beleg für Deine Argumentation, dass der VtG Schaden des TE wohl eher an der Marke als am Gebrauch liegt.

Ich denke, dass bei der heutigen Art der Fahrzeugproduktion bei allen Marken für den Kunden die Möglichkeit besteht ein Fahrzeug zu erwischen, welches schon in der Produktion den kapitalen Schaden verinnerlicht hat. Lies doch mal in anderen Markenforen.

Ausnahmen mögen die Manufakturen sein, denn dort laufen die Produktionprozesse anders.

Um mit Deinen Worten zu sprechen:

"Heutzutage haben alle Hersteller ihre Hausaufgaben gemacht"

und unterscheiden sich zumindest in technischer Qualität und dem damit ursächlichen Gebrauchs und Nutzwert nur noch marginal.

Zitat:

@MrRover schrieb am 27. April 2019 um 14:32:07 Uhr:

 

Können solche kleinen Drehzal-Differenzen auf Dauer das Zentraldifferential zerstören?

Unter umständen ja! Das ist normal kein Zentraldifferentaial sondern ein Verteilergetriebe...da ist kein Diff drin!

Ich kenne das von anderen Fahrzeugherstellern das der max Profilunterschied 2-3mm vorn zu hinten nicht überschreiten sollte. 0,2bar Luftdruckunterschied sollte vernachlässigter sein.

Bei Fahrzeugen mit Automatischem Allrad sitzt im Vtg häufig eine Lammellenkupplung die unter dem Drehzahlunterschieb leidet(erhöhter Verschleiß oder starkes Geräusche)

 

MfG

@TMD007

Bei einem echten permanentangetriebenen Allrad und ich glaube der Discovery des TE ist ein solcher, hat das VtG immer ein Mitteldifferential.

Bei den meisten heute als Allrad bezeichneten Fahrzeugen auch bei manchen von Landrover handelt es sich nicht um einen echten Allrad sondern um einen im Normalbetrieb 2 Radantrieb, der nur bei Bedarf über Elektronik automatisch zugeschaltet zum Allrad wird. Hier fehlt das Mitteldifferential, wird auch nicht benötigt, da es eigentlich ein 2Radantrieb ist.

Aus der Steinzeit ist der Allradantrieb welcher mechanisch oder elektromechanisch bewusst zum Allrad wird aber eigentlich auch ein 2 Radantrieb ist, auch hier fehlt das Mitteldifferential und dieser Allradtyp nimmt den Betrieb auf griffigem Untergrund übel, wenn man vergisst den Allrad wieder auszuschalten.

Es gibt eigentlich nur diese 3 Allradtypen und der letztere kompensiert das fehlende Mitteldifferential bei nicht vorschriftsmäßiger Benutzung möglicherweis mir einem Getriebschaden.

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