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Wie wird entladener Akku refresht?

Themenstarteram 17. September 2012 um 10:07

Hallo,

meine Varta blueline 75A, erst 1 Jahr alt ist leider durch einen noch nicht genau lokalisierten Fehler jetzt nach 3 Tagen Parken auf 11,3V abgesunken.

Ein Aufladeaktion von 10 Stunden mit einem intelligenten elektronischen Ladegerät führte zu einer Spannung von 12,6 V, diese fiel dann aber im abgeklemmten Zustand nach ein paar Stunden auf ca. 12,2 V zurück. Das reicht natürlich nicht zum Starten des Motors.

Auch eine 150 km Autobahnfahrt (gestartet mit Starthilfe) führte direkt danach zu ca. 12,6V und danach wieder auf ca. 12,2V.

Welche Möglichkeiten gibt es, den ausgebauten Akku professionell zu refreshen?

Ich hoffe, man kann ihn noch retten?

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29 Antworten

ok, das war mir nicht erkenntlich, ich hatte das verlinkte Gerät beim ersten lesen des Posts auch nicht als sooo grottenschlecht eingestuft. (die Beschreibung klingt vernünftig die Rezensionen lesen sich gut an so im überfliegen)

ich wollte nur sagen, dass es die von dir avgegebenen Geräte eh bei conrad gibt.

Ein sogenannter 12V Akku hat auch, wenn er leer ist, noch gut 12V!

Alles, was unter 11,9V liegt, gilt als sowas, von absolut leer!

Lässt man die Spannung aber noch darunter absinken, schädigt man den Akku unwiederbringlich! Der hat dann einen Schlag weg...

Wir haben solche Akkus früher mit 60V Gleichspannung wiederbelebt (hier sollte man aber schon wissen, was man tut. Sonst könnte man sich im OP bei einem Schönheits-Chirurgen wiederfinden!!), aber auch das funktioniert nur kurzzeitig. Dauerhaft ist auf so einen Akku kein Verlass mehr!

Einen Blei-Akku, der eine Leerlaufspannung von unter ca. 11V hat, kann man getrost als kaputt ansehen.

Das gilt alles nur für die Fälle, in denen alle sechs Zellen noch arbeiten. Sind da Zellenschlüsse aufgetreten, ist der ganze Akku sowieso Schrott!

Denn den Schlamm, der das verursacht hat, kann man nur aufwirbeln, aber nicht rausräumen. Irgendwann setzt er sich wieder, und verursacht wieder einen Zellenschluss.

Und nur noch am Rande: In einen Blei Akku darf man, außer destilliertem Wasser, nichts nachfüllen! Bei den modernen gekapselten Akkus nicht mal mehr das! Aber auch entfernen darf man da nichts: Das ist ein geschlossenes System!

Und wer versuchen will, einen toten Akku mit hohen Gleichspannungen temporär wieder zum Leben zu erwecken, sollte sich gewahr sein, daß er hier mit ziemlich gefährlichen Stoffen experimentiert!!

so long...

 

Themenstarteram 21. September 2012 um 13:24

Zitat:

Original geschrieben von Triumph BGH 125

Einen Blei-Akku, der eine Leerlaufspannung von unter ca. 11V hat, kann man getrost als kaputt ansehen.

So, der Akku (Varta E43 Blue Dynamic, 72Ah) ist beim Händler reklamiert, der testet gerade noch 24h an seinen Spezialgeräten, hat aber schon bei der Abgabe mit einem Kurztest angedeutet, dass er vermutlich defekt ist.

Wie ich geschrieben habe: Offensichtlich sind aktuelle Autobatterien bei einmaliger Tiefentladung um 11,5 V gleich als Schrott einzustufen - da sie ja nicht mehr so wiederzubeleben sind, wie sie im Originalzustand waren.

Da ich leider immer noch nicht die Ursache der Entladung weiß, bleibt mir wohl nur übrig, aufwending den Ruhestrom und alle möglichen Stromfresser einzukreisen. Sonst kann ich noch weiter reihenweise Akkus verheizen...

Welche Möglichkeiten gibt es denn:

a) eine zusätzliche Warnfunktion im Auto einzubauen, die mir permanent bzw. ab Unterschreitung einer bestimmten Spannung der Batterie einen Alarm auslöst?

Die standardmäßige "Batteriewarnleuchte" im Cockpit zeigt wohl nur eine Spannungsdifferenz zwischen Akku und Lichtmaschine beim Fahren an (also eine defekte Lichtmaschine - oder eine völlig leere Batterie - also damit völlig sinnlos, weil viel zu späte Warnung) - nicht aber die Spannung des Akkus selbst im Stand.

b) einen (elektronischen?) Tiefentladeschutz der Batterie - auch mit Zündung aus - nachträglich einzubauen?

Dieser Schutzmechanismus sollte also bei Unterschreitung einer bestimmten Voltzahl des Akkus einsetzen, und dann auch verhindern, dass der Ruhestromverbrauch, ein evtl. Kriechstrom oder ein angeschalteter Verbraucher im Stand den Akku unter einer bestimmten Voltzahl leersaugt. In einen solchen Fall müsste die gesamte Stromverbindung einfach unterbrochen werden.

Gibt es solche Schutzschaltungen bzw. Warneinrichtungen?

Warum gibt es so etwas eigentlich nicht schon gleich serienmäßig???

Vielen Dank für Eure Tipps

 

Es gibt so Batteriwächter, die schalten bestimmte Stromkreise dann ab wenn ein Schwellenwert unterschritten wird.

@TE

 

Version a.)  Die Ladekontrolleuchte im Cockpit brennt nur, wenn die LIMA nicht mehr Ladespannung für die Batterie bereitstellt.

Die Batterie wird durch diese Kontrollleuchte nicht geprüft.

Die Ladekontrollleuchte ist mit der LIMA (oder mit den Steuergerät und weiter vom Steuergerät mit der LIMA) verbunden, Klemme D+/DF an der LIMA (Erregerspannung, geregelt vom Regler in der LIMA).

 

Version b.) zum Tiefenentladeschutz, wäre gefährlich, da z.B. ggf bei einer Verkehrssituation der Motor ausgehen würde, da der Tiefenentladeschutz alle Verbraucher abschaltet (Motor, ABS, Servo usw).

Bei dem Starten im Winter z.B. kann die Spannung auch mal auf 8 V zusammenbrechen, dann würde der Tiefenendladeschutz auch alles abschalten und der Motor nicht starten.

 

Wenn Du umbedingt ständige Kontrolle über die Batteriespannung haben willst, baue Dir ein Voltmeter ein, der die Batteriespannung anzeigt.

 

Auch der Ruhestrom könnte durch ein eingebauten Amperemeter ständig kontrolliert werden.

 

Erst mal prüfen, ob überhaupt ein erhöhter Ruhestrom fließt! Falls ja, Ursache festellen und Fehler beseitigen.

Wie mein Vorredner schon schrub: Eine automatische Unterspannungsabschaltung ist sinnlos und gegebenenfalls sogar gefährlich. Von einem Amperemeter halte ich nichts. Einen Unterschied zwischen 20 mA und 80 mA wird man damit auch nicht zuverlässig erkennen.

Ansonsten hatte ich schon weiter oben geschrieben, was weitere Ursachen für das vorzeitige Ableben sein können.

Daß Bleiakkus bei Tiefentladung sterben, und wo die Schwelle für die Tiefentladung ist, ist nichts aktuelles, sondern schon sehr lange so.

Was neu dazukam, ist daß Autos heute auch permanent sehr kleine Ströme ziehen, was diese Art von Akku gar nicht verträgt!

Diese Akkus lieben es eher, wenn sie immer wieder mal kurz und knackig mit 100 Ampere (z.B. durch den Starter) belastet werden. Das können sie sehr gut. Dauerhaft kleine Ströme töten sie...

Das ist bei neueren Fahrzeugen ein bekanntes Problem, für das es aber keine billige Lösung gibt!

Die richtige Lösung wäre eigentlich, daß man das Bordnetz in zwei Stromkreise aufteilt: einen, mit einem Blei-Akku, der die Power liefert, und einen mit z.B. einem Lithium-Ionen-Akku, der für den Kleinkram arbeitet. Letzteren könnte man dann sogar noch durch den ersteren puffern.

Es gibt mittlerweile sehr viele verschiedene Akku-Typen, die alle irgendwo ihre Daseinsberechtigung haben, da sie alle sehr spezifische Eigenschaften haben.

So ist z.B. der viel gescholtene NC-Akku noch lange nicht tot, denn der hat zwar den üblen Memory-Effekt, kann aber sehr hohe Ströme liefern.

Mancher Akkutyp will bei voller Ladung gelagert werden, andere eher leer, spezielle sogar am besten bei Dreiviertel-Ladung...

Manche Akkus mögen's heiß, andere kalt... u.s.w.

Im Auto gibt es halt bisher nur den Blei-Akku, und der hat halt seine Schwächen bei kleinen Strömen. Das ist eines der größten technischen Probleme unserer Zeit! Wer das lösen kann, kommt ganz groß raus!

Bisher ist es jedoch Stand der Technik!

Wer sich mit der Materie etwas beschäftigt hat, kommt mit einem einfachen (analogen) Voltmeter sehr gut aus. Analog deshalb, weil diese Digital-Voltmeter einfach oft nicht schnell genug reagieren, um eine sinnvolle Anzeige zu bringen. (Es sei denn, sie können dann Min- und Max-Werte speichern)

Da sieht man dann, wie die Spannung z.B. beim Vorglühen, oder beim Starten einbricht. Oder, wie hoch die Spannung im "Leerlauf" ist (eigentlich nicht wirklich Leerauf, denn dazu müsste man die Batterie abklemmen!). Aber man kann da schon einiges herleiten...

so long...

Zitat:

Original geschrieben von Triumph BGH 125

Daß Bleiakkus bei Tiefentladung sterben, und wo die Schwelle für die Tiefentladung ist, ist nichts aktuelles, sondern schon sehr lange so.

Das kann man nicht verallgemeinern, denn das gilt vor allem für Blei-Säure-Starterakkus. Die sind tatsächlich nicht zyklenfest. Eine häufige Entladetiefe von mehr als 30 % führt zum vozeitigen Ableben. Eine einzige Tiefentladung kann sie ruinieren. Andere Bleiakkus (Gel, AGM) sind durchaus zyklenfest und mitunter sogar tiefentladefest.

Es ist auch nicht ganz richtig, dass Starterakkus unter den kleinen Dauerströmen leiden. Sie leiden nur an der Entladetiefe, die bei längerer Standzeit daraus resultieren kann. Ein Batterie-Trennschalter kann hier Abhilfe schaffen. Wenn das ansonsten keine negativen Folgen hat (Radio-Programmierung geht verloren o.ä.), kann man die Batterie im Stand abschalten. In meinem letzten Womo war der Starterakku (2006 gekauft) unter dem Fahrersitz. Der Griff zum Natoknochen ging automatisch. Der Starterakku lebt noch und werkelt in meinem neuen Bus weiter (die Gel-Bordakkus von 2005 auch).

Bleiakkus leiden u.U. auch an den heute üblichen, relativ hohen Ladespannungen der Lichtmaschinen.

Serienfahrzeuge verfügen eher nicht über einen Natoknochen (wie ich ihn auch z.B. vor allem im Boot -hier weniger wegen der Entladung einsetze, sondern weil ich nicht zusehen möchte, wie sich langsam mein Antrieb gegen die Steganlage in Wohlgefallen auflöst...-, aber auch im Wohnmobil für die Aufbau-Batterie einsetze).

Jeder Autohersteller und Händler kann mittlerweile ein Lied davon singen, was diese niedrigen Ströme mit den Starterbatterien, die üblicherweise in Autos verbaut sind, anrichten:

Fahrzeuge, die vom Werk ausgeliefert werden, müssen in einen Transportmodus versetzt werden, der verhindert, daß die Batterie durch Steuergeräte etc. entladen wird, und das Fahrzeig mit defekter Batterie beim Kunden ankommt. Ausstellungsfahrzeuge hängen mittlerweile so gut wie immer an so einem kleinen Multilader (z.B. C-Tec), um zu verhindern, daß der potentielle Kunde sich in ein Ausstellungs-Fahrzeug setzt, in dem die gesamte Elektronik spinnt!

Gel-Akkus entwickeln ihre volle Stärke dann, wenn sie permanent an einer Erhaltungsladung hängen. Das nutzt man z.B. in Alarm- oder Feuermelde-Anlagen.

In diese Akkus füllt man Kieselsäure ein, um die Säure einzudicken (ähnlich dem natürlich vorkommenden Kieselgur, das aus Nitro-Glyzerin Dynamit macht: Damit kam Alfred Nobel irgendwann mal groß raus, denn er hat Nitro-Glyzerin damit beherrschar gemacht!).

Doch das führt dazu, daß der Akku nicht mehr so hohe Ströme liefern kann, was besonders bei extremer Kälte wehtun kann...

so long...

Hallo,

ich bin sicher dass unter den Bedingungen 11,3 nach 3 Tagen, 12,6 V nach dem Laden und dem Absinken der Spannung auf 12,2 V eine Zelle des Akkus einen Kurzschluss hat Es fehlt eine Spannung von 2 - 2,4 V.

Gruß Plopper

Ein 12V-Bleiakku hat niemals über 14V Klemmenspannung.

Fertig isser trotzdem. Nach einer Tiefentladung kann man von den Dingern nichts mehr erwarten.

Zitat:

Original geschrieben von Kung Fu

Ein 12V-Bleiakku hat niemals über 14V Klemmenspannung.

Fertig isser trotzdem. Nach einer Tiefentladung kann man von den Dingern nichts mehr erwarten.

Doch, doch, u.U. könnte sogar 14,8 V anliegen, nur wenn die Spannung auf über 15V anliegt, wird so langsam die Bleibatterie anfangen zu kochen. Das kann man dann an der Ausgasung feststellen oder beim direkten Blick in die geöffnete Zelle, wenn sich die Luftblasen bilden.

 

Jo und wenn du den an die Steckdose klemmst, haste sogar 230V Wechselspannung dran - goil. :) Ich dachte es war klar, dass die Leerlaufspannung vom Akku gemeint ist und nicht irgendeine drangeklemmte Ladespannung - aber so kann man sich irren.

Irgendwas um 13.6V oder so duerfte recht gut sein ;)

Aber wie der TE sich das vorstellt gehts es eh nicht!

english: refreshed

Deutsch: erfrischt / aufgefrischt

"refresht" ist ein Kulturverbrechen das jeder Bleibatterie den Garaus macht! :p

Ihr solltet euch alle schaemen! Man ist bereit Tage zu verplembern und complizierte "Edel" High tech Ladegeraete zu kaufen (typisch Deutsch) um eine Batterie zu retten die a.) unrettbar ist, und b.) kaum 100 Dollar wert ist. :rolleyes:

Da stimmt irgendwas nicht ganz...

 

Gruss, Pete

Eine Batterie, die "refresht" werden muß, hat schon einen Schlag! Das ist einfach so.

Daß moderne Ladegeräte das auch ohne spezifisches KnowHow billig können, kann einen noch über eine kritische Zeit retten, denn diese Ladegeräte kosten heute kaum mehr was.

Früher haben wir das mit Spannungen um die 48-60 Volt händisch gemacht. Der Effekt war der, daß dadurch der Schlamm aufgewirbelt wurde, und die Batterie wieder eine kurze Zeit lang funktioniert hatte.

Aber auch ein noch so teures und ausgefeiltes Ladegerät kann eine Batterie, die defekt, oder ausgelutscht ist, nicht wirklich wiederherstellen, weil es einfach die chemischen Vorgänge, die da bereits abgelaufen sind, nicht so einfach rückgängig machen kann...

Der große Vorteil der modernen Ladegeräte a`la CTec liegt darin, daß man damit eine Intakte Batterie sehr viel schonender laden kann, und so eine Batterie auch lange Zeit per Dauerladung am Leben erhalten kann. Früher hat man da so eine Batterie mit einem der "Gaskocher*" geladen, dann einen kleinen Lastwiderstand drangehängt und entladen, und dann mit dem Gaskocher von vorne begonnen. Das macht so ein CTec heute automatisch, ohne daß man da eingreifen muß. Typisches Beispiel: Die Motorrad- oder Cabrio-Batterie, die eingewintert wurde.

so long...

* Als "Gaskocher" sehe ich diese unsäglichen Ladegeräte, die lediglich aus einem Trafo und vier Leistungs-Dioden bestanden haben...

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