Welche Bremsscheiben für 2009er T5

Volvo V50 M

Hallo,

ich habe 06/15 bei 133tkm vorne neue Bremsscheiben und Klötze verbauen lassen (Marke ATE wurde verbaut mit Nr. 24.0125-0197.1). Ich brauch die 320mm Variante.
Nun bei 170tkm ruckeln die Dinger beim Bremsen wie verrückt.
Sprich - ich möchte wieder wechseln lassen. Nur: Welche Scheiben verwenden. ATE dachte ich sind gut, aber die hats schon vor einigen km verzogen.
Welche Bremsscheiben sollte ich nehmen, die auch noch finanziell tragbar sind?

Papst

12 Antworten

Hallo Papst,

wenn es nur beim Bremsen auftritt:

  • Vorderräder auswuchten
  • Auflageflächen der Bremsscheiben säubern
  • Drehmoment einhalten

Gruß Frank

Vorderräder wurden gewuchtet bevor Sommerreifen draufkamen....

Ich hatte bisher auf allen Fahrzeugen ATE drauf und nie damit Probleme. Auch nicht mit den 320ern beim T5.
ich würde die einfach mal abmontieren, die Radnabe reinigen und schauen ob es weg ist bevor ich neue kaufen würde.

Hallo Oberhaupt der katholischen Kirche,

das Problem ruckelnder Bremsen liegt eigentlich nie an den Bremsscheiben - noch weniger, wenn es sich um hochwertige ATE handelt. Kurioserweise ist das Ruckeln nach dem Erneuern der Scheiben und Beläge oftmals für wenige 100 km weg und tritt erst danach wieder auf. Dieses Phänomen zieht sich quer durch viele Autotypen.

So auch mal an meinem BMW 530d, bei welchem ich daher aus eigener Erfahrung spreche. Damals neue ATE-Komponenten montiert, kurze Zeit Ruhe gehabt, dann ging das Geruckel umso heftiger weiter. Zum Glück hatte ich rasch reagiert und nicht gewartet, bis die Scheiben vollends krumm sind.

Das Problem kam bei mir von ausgelutschen Fahrwerkslagern, was nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist. Nachdem ich Zug- und Druckstreben der Vorderachse erneuert hatte, war das Ruckeln weg. Kurz zuvor war ich beim TÜV - der vollends zufrieden war und kein Spiel festgestellt hatte. Doch wo so viel Gummi wie heute "im Spiel" ist, fällt's oftmals gar nicht so eindeutig auf.

Wenn es vorne zu ruckeln scheint, kann es auch von den überfälligen Hinterachsstreben kommen. Das ist nicht immer eindeutig zu lokalisieren. 170.000 km wie bei Dir ist erfahrungsgemäß die Zeit, wo man seinem Fahrwerk mal ein wenig Beachtung schenken muss - auch wenn der TÜV noch nicht gemotzt hat.

Dass man auch auf freigängige und spielfreie Lagerungen der Bremssättel achten sollte, versteht sich hoffentlich von selbst. Wünsche viel Erfolg...

Grüße
Michael

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Ich bin mit Produkten aus dem Hause Teves immer gut gefahren.
Bei Bremsen gilt es auch, einen pfleglichen Umgang zu praktizieren.
So sind frische Komponenten anfangs eher zurückhaltend zu belasten, um die Teile aufenander einzuschleifen.
Aber auch im Normalbetrieb, bremse ich scharf aus hoher Geschwindigkeit bis auf 0 und bleibe dann auf der Bremse stehen, so erwärmt sich der Bereich, wo die Klötze anliegen übermäßig und die Scheibe kann/wird sich verziehen.
Zum Thema Volvo: Ich hatte noch kein Auto, wo sich Bremsverhalten, Verschleiß und vor allem Tragbild über einen so langen Zeitraum (ca 60tkm) dermaßen ideal darstellen, das ist echt begeisternd!

Erkennt eine Werkstatt wenn es an den Fahrwerksteilen hängen sollte?
Würde ich auch etwas in anderen Situationen merken - also nicht nur beim bremsen?

Normalerweise eher nicht. Da bereits geringes Spiel in den Achsgelenken ausreicht, um die Bremse ordentlich flattern zu lassen. Und meist sagt sogar der TÜV in diesem Stadium noch: "Alles OK". Und so feinfühlig sind die Wenigsten, um solch geringes Spiel beim Fahren zu bemerken.

Doch beim Ausbau der Achsteile sieht man dann meist schnell, dass es bereits höchste Zeit für den Austausch ist. Rissiges Gummi ist halt nur wenig "elastischer" wie neues - eingebaut sind die rissigen Bereiche meist gar nicht zu sehen.

So war's bei mir und meinem 530d und einigen anderen die ich kenne. Gerade haben wir den Polo eines Bekannten mit neuen Achsgummis versorgt - danach war er schwer beeindruckt, wie satt der nun wieder auf der Straße liegt. Und dabei hatte sein VW gerade mal 100.000 km drauf.

Hört sich alles plausibel an. Irgendwie habe ich aber doch Bauchweh einfach so Achsmanschetten oder diese Streben zu wechseln....

Brauchst Du ja nicht "einfach so" zu machen. Stück für Stück ausbauen und dann die Gummis anschauen, sind ja meist nur 2 Schrauben. Noch in Ordnung? Wieder rein damit. Rissig? Neue reinmachen.

Doch ich mutmaße mal, dass Du nach 170.000 km nicht mehr allzuviele einwandfreie Achslager finden wirst 😉

Ok. Also Achsmanschetten sind die Achslager?
Oben hattest noch was erwähnt von wegen zug und druckstreben?

Bei BMW heißen die so. "Achsmanschetten" sind die Faltenbälge der Antriebswellen. Die tauscht Du nur, wenn sie undicht oder rissig sind. Das siehst Du gut auch ohne Ausbau. Hat aber mit den eigentlichen Radaufhängungen gar nichts zu tun.

Ich spreche nur von den Achsgelenken. Also alles, was ein abgedichtetes Kugelgelenk oder in Gummi gelagertes Gelenk hat. Und die findest Du reichlich an jedem Auto.

Abgedichtete und mit Fett gefüllte Lager sind langlebig, Spiel erkennt man hier gut. Es darf überhaupt keins vorhanden sein - jedes noch so kleine fühlbare Spiel bedeutet: "Austausch". Solche starren Gelenke hat eigentlich nur die Lenkung, da die natürlich möglichst präzise sein soll. Auch an den Streben der Achsstabilisatoren findet man sie. Wie schaffen es technisch Planlose solche Gelenke trotzdem rasch zu ruinieren? Durchs Lenken im Stand, mit stehenden Rädern. Sollte man so nicht machen... lenken nur, wenn die Kiste zumindest ganz langsam rollt.

Anders sieht es bei den Gummigelenken aus. Die haben serienmäßig ein gewisses Spiel in alle Richtungen, was so beabsichtigt ist und für den nötigen Komfort sorgt. Das Auto soll ja schließlich sanft und weich abrollen und ein-/ausfedern. Rennwagen haben auch hier starre Gelenke für höchste Präzision, Komfort wäre dort kontraproduktiv. Wir Alltagsfahrer sind einfach zu verweichlicht 😉
Doch genau das macht die Prüfung so schwierig, denn wenn dieses definierte serienmäßige Gummispiel durch alten zigtausendfach vor- und zurückgedehnten und deshalb nun rissig gewordenen Gummi noch etwas größer wird, dann wird's immer schwammiger. Doch durch die schleichende Alterung tritt bei Dir ein Gewöhnungseffekt ein, Du kriegst das gar nicht mit beim Fahren.

Und sehen tut man's von aussen ja auch nicht, da die Gummis gut versteckt im Metall der Streben sitzen. Erst nach deren Ausbau erkennst Du oftmals den fortgeschrittenen Verschleiss. Dieses Problem haben auch die Werkstätten und die TÜV-Prüfer. Und somit flattern die Bremsen irgendwann und jeder schimpft auf die eigentlich hervorragende ATE-Qualität. Die können in solchen Fällen aber gar nix dafür 😉

Wichtig: Gelenkschrauben an Gummilagern immer erst festziehen, wenn das Auto auf den Rädern steht. Niemals auf der Hebebühne mit hängenden Rädern anziehen, sonst werden die Gummis beim Ablassen stark überdehnt und sind nach wenigen Kilometern schon hinüber. Schon so oft erlebt, dass ich's lieber erwähnen möchte.

Ok. Slso nicht die Achsmanschetten tauschen wenn ficht sonder die Achsdgelenke.
Ich rede mal mit meinem Schrauber. ...

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