V60 BJ 2015 D3 Sehr hoher Ölverbrauch
Hallo an die Runde, ich habe folgendes Problem mit meinem V60: Er hat jetzt 117.000 km gelaufen und verbraucht ca. 1 L auf 1000 km. Er hat schon etwas Öl verbraucht als ich ihn als Jahreswagen mit 20.000 km erworben habe, aber seit ich die 100.000 km Schwelle überschritten habe, ist der Ölverbrauch stark angestiegen.
Ich war schon bei einem Volvo-Händler. Der meinte 1 L auf 1000 km sei noch innerhalb des Rahmens und im Übrigen könne man da eh nichts machen, weil man den ganzen Motor auseinander bauen müsste, um die Ursache zu finden und das würde sich nicht lohnen.
Dann war ich bei einem anderen Volvo-Händler, der hat sich den Motor mal etwas genauer angeguckt und hat dann den "Frischlufteinlassschlauchfilter-Turbolader" ausgewechselt, die "VD-Dichtung" ersetzt sowie die "Dichtung Ventildeckel" ausgewechselt. So steht es auf der Rechnung. Hat alles zusammen 800,- € gekostet.
Dann konnte ich immerhin 2.500 km fahren bis er wieder 0,5 l Öl haben wollte. Jetzt wollte er aber schon nach weiteren 500 km die nächsten 0,5 l Öl haben. Hat somit nichts gebracht.
Also was nun?
Auto verkaufen geht schlecht, weil man den Ölverbrauch wohl angegeben muss (sonst arglistige Täuschung) und damit nur noch sehr wenig für das Auto bekommt.
Weiterfahren und immer schön weiter Öl nachkippen? Oder droht dann ein Motorschaden?
Oder weiter Ursachenforschung bertreiben?
48 Antworten
Habe den Motor eben mal mit Taschenlampe und Spiegel abgesucht, kann kein Öl daran finden. Mit Vida kann ich mich nicht verbinden da BJ 2016. Mit vDash hat es jedoch geklappt. Da bekam ich sofort den Hinweis, dass ich checken lassen soll ob die neueste SW auf dem ECM aufgespielt wurde und das AGR gefixt wurde. Das kann nichts mit dem Ölverbrauch zu tun haben, oder? Das war doch dieses Überhitzungsproblem? Als Fehler war noch hinterlegt, dass wohl versucht wurde eine inkompatible Software aufzuspielen... waren echte Profis...
Im Serviceheft war bei der letzten Inspektion (146.000 km) kurz bevor ich das Auto übernommen habe vermerkt, dass VDD erneuert wurde. Das dürfte die Ventildeckeldichtung sein?
Kühlwasser sieht auf den ersten Blick gut aus. Strahlend grün.
Werde morgen mal bei der Volvo-Werkstatt anrufen :-( dass das so früh losgeht... gerade mal 8000 km damit zurückgelegt seit dem Kauf...
Naja, man könnte meinen, er wurde deshalb verkauft.. . VDD ist die Dichtung, ja. VDashbzeigt das mit der inkompatible ECM Software schlicht immer bei den VEAs, meine ich. Gegenstimmen?
OK dann würde das ja passen was die Software-Meldung angeht.
Ich werde morgen einerseits das Autohaus (Volvo Vertragshändler) kontaktieren wo ich das Auto her habe. Ist nicht mal ein halbes Jahr her und habe ja Garantie (Gebrauchtwagengarantie + Volvo Selekt)
Zusätzlich klopfe ich wie gesagt in der Volvo-Werkstatt meines Vertrauens an. Mal sehen was da raus kommt.
Was Deine PN anbelangt: Die Vida SQL-Datenbankmodifikation macht nichts anderes, als aus den Profilen der MJ15 neue für MJ 16-17 zu erstellen. Man geht dabei davon aus, dass innerhalb dieser Jahre keine größeren Hardwareänderungen vorhanden sind. Das beim ersten Auslesen der VIN die weiteren Felder ausgegraut sind, ist nicht weiterhin verwunderlich. Wähle im Fenster 'Fahrzeugprofil' ein Fahrzeug händisch aus, springe dann auf den Reiter Diagnostik, der, wenn Du den Schritt vorher nicht machst, nämlich ausgegraut ist. Danach wird die VIN neu geladen und das Auslesen der Fehlercodes sollte funktionieren.
Für die, die mehr Info dazu benötigen [KLICK]
Brain
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Zitat:
@Wertzius schrieb am 20. April 2021 um 20:43:30 Uhr:
Naja, man könnte meinen, er wurde deshalb verkauft.. . VDD ist die Dichtung, ja. VDashbzeigt das mit der inkompatible ECM Software schlicht immer bei den VEAs, meine ich. Gegenstimmen?
Den Prüfsummenfehler hat gefühlt jeder VEA. Keine Ahnung, ob das Problem hier an "zu neuer Software" der Steuergeräte nach einem Update liegt, die VIDA nicht mehr korrekt erkennt, oder das Problem andernorts liegt. Fakt ist aber, dass der Prüfsummenfehler bislang zumindest nicht nachvollziehbar bei jemandem zu konkreten Problemen geführt hat.
Es beschleicht einen allerdings der Verdacht, dass der Vorbesitzer vielleicht vom Öldurst gewusst haben könnte. Wenn die VDD bereits ersetzt wurde, könnte dies ein Schritt gewesen sein, um hierüber eine mögliche Quelle des Ölverlusts auszuschließen. Nachdem der Ölverbrauch dann noch immer blieb, wurde der Wagen womöglich verkauft. Wie gesagt, reine Mutmaßung, aber durchaus möglich.
Deine Möglichkeiten wurden ja bereits dargelegt:
- Mit Ölverbrauch abfinden. Tut im Geldbeutel nicht wirklich weh, hängt aber im Gewissen und besser wird damit auch nichts. Eher schlechter. Wenn das Öl über die Kolbenringe flöten geht, ist das zwar nicht wirklich geil für den Partikelfilter, aber in Anbetracht der Ölmenge in Relation zur verbrannten Menge Diesel, die ja ebenfalls ordentlich Ruß hinterlässt, würde ich mir zumindest bei der bisherigen Verlustmenge keinen Kopf machen.
- Dem Problem auf den Grund gehen. Motorenbauer ran holen statt der Vertragswerke, da erstere definitiv in aller Regel über höhere Kompetenz im Bereich der Motoreninstandsetzung verfügt.
Kompressionstest, ggf. Druckverlusttest und Endoskopie der Brennräume können dann mit höchster Wahrscheinlichkeit über den Grund des Ölverbrauchs aufklären.
Zitat:
@ralfs1981 schrieb am 20. April 2021 um 21:11:04 Uhr:
OK dann würde das ja passen was die Software-Meldung angeht.Ich werde morgen einerseits das Autohaus (Volvo Vertragshändler) kontaktieren wo ich das Auto her habe. Ist nicht mal ein halbes Jahr her und habe ja Garantie (Gebrauchtwagengarantie + Volvo Selekt)
Zusätzlich klopfe ich wie gesagt in der Volvo-Werkstatt meines Vertrauens an. Mal sehen was da raus kommt.
Toll, jetzt hatte ich eben schon so schön geschrieben und leider diesen Beitrag von dir übersehen 😁
Ja, wenn der Wagen vom Händler ist und du sogar noch im ersten halben Jahr der Gewährleistung bist, sollte ja alles etwas leichteren Herzens gehen. Das Stichwort lautet hier aber Gewährleistung. Diese ist gesetzlich geregelt und der Händler ist hier im ersten Halbjahr in der Beweispflicht, dass der Schaden erst durch dich entstanden ist (bei Ölverlust quasi nicht möglich, bzw. noch unmöglicher, das nachzuweisen). Und da du darüber hinaus eine Garantie abgeschlossen hast, wird er auch alles abrechenbare hierüber abwickeln und fertig.
Zitat:
@MPolle schrieb am 21. April 2021 um 15:07:33 Uhr:
Den Prüfsummenfehler hat gefühlt jeder VEA. Keine Ahnung, ob das Problem hier an "zu neuer Software" der Steuergeräte nach einem Update liegt, die VIDA nicht mehr korrekt erkennt, oder das Problem andernorts liegt. Fakt ist aber, dass der Prüfsummenfehler bislang zumindest nicht nachvollziehbar bei jemandem zu konkreten Problemen geführt hat.
Richtig! Wer den CEM-U030141 'Inkompatibilität Software mit ECM/PCM - Systeminterner Fehler' nicht findet, hat keinen Service 2.0 durchlaufen und veraltete Software im System :-)
Fazit: Freuen, man hat 2.0 bekommen. Der Fehler kann ignoriert werden - siehe Technical Journal!
Brain
@MPolle Diesel hinterlässt Ruß, Öl hinterlässt Asche, die unweigerlich zum "vollen DPF" führt. Der Ruß wird bei der Regeneration verbrannt, die Asche bleibt für immer. Es ist also nicht egal ob Öl oder Diesel verbrannt wird.
Ok, dass die Abbauprodukte der Oxidation durch Verbrennung bei Diesel und Motoröl chemisch nicht 100% dieselben sind, sage ich ja selbst (ohne jetzt Formeln an die Tafel schreiben zu können).
Aber Diesel = Ruß und Motoröl = Asche ist doch arg an der Realität vorbei argumentiert. Sowohl Diesel als auch Motoröl hinterlassen bei der Oxidation Ruß, weshalb Mitte der 2000er Jahre der sogenannte "Ruß"partikelfilter in Dieselfahrzeugen Einzug hielt.
Bei der regelmäßigen "Regeneration" wird der Ruß weiter verbrannt, wobei immer ein bisschen Asche im Partikelfilter verbleibt. Dabei ist es aber unerheblich, ob der Ruß durch die ursprüngliche Verbrennung von Diesel oder Motoröl zustande kam.
Durch das Verbrennen von Motoröl wird allerdings mehr Ruß eingetragen, was sich natürlich auch genauso auf die Regeneration und den letztendlichen Aschegehalt auswirkt.
Ruß wird im DPF zu Asche oxidiert. Diese verbleibt dann im Filter, wo soll sie auch sonst hin. Moderne Motoröle (Low-SAPS) erzeugen bei der Verbrennung max. 1% Asche. Der Rest lässt sich rechnen.
Guten Morgen,
hört mir bloß auf mit DPF usw 😁 Das hat mich meinen alten V50 gekostet... Danke an PSA 🙁
Mini-Update ohne technische Neuigkeiten (bin nur echt fassungslos):
Habe bei dem Händler bei dem ich den Elch gekauft habe angerufen und das Problem geschildert. Gleich noch gefragt wieso ich nicht darauf hingewiesen wurde, dass hier ja offensichtlich ein Problem vorlag. Denn ich habe extra vor dem Kauf noch Fragen zum Thema VEA Probleme gestellt. Da hieß es nur man melde sich zurück.
Diese Rückmeldung war dann eine Email in der mir der Geschäftsführer erklärt hat, dass er kein Problem sieht. 0,5 Liter auf 2500 km seien doch super und es würde an meiner Fahrweise liegen?! Ja spinn ich? Ich fahre das Auto im Durchschnitt mit fast nem halben Liter weniger wie bei Fahrzeugübernahme auf dem Tacho standen... Dann wurde ein Standardtext angehängt was "ungünstige Fahrweise" bedeuten würde. Huiuiui... Kurz um, die denken nicht mal daran sich das Auto innerhalb der Gewährleistung auch nur anzusehen.
Habe es inzwischen auch geschafft mit dem Vorbesitzer zu telefonieren. Der war total erstaunt, dass das Auto Öl verbrauchen würde. Meinte er hatte einen Leasingvertrag mit Wartungsvertrag und wurde immer alles gemacht was ihm für nötig erzählt wurde. Aber auch er wies darauf hin, dass die Ventildeckeldichtung getauscht wurde ohne ihm zu sagen warum. Aha 😕
Ich werde mich jetzt direkt an Volvo wenden. Bin mir zwar sicher da wird nix passieren aber das geht echt nicht.
Zudem kann ich morgen das Auto bei der Werkstatt meines Vertrauens (auch eine Volvo-Werkstatt, so kann keiner sagen ich war in ner freien und nix mehr mit Garantie / Gewährleistung Blödsinn) vorbeibringen und sie sehen ihn sich an.
@brainworx: Alles klar, dann teste ich das nochmal mit Vida, danke dir!
@MPolle @brainworx Ruß ist Kohlenstoff, dieser wird im Idealfall zu CO2, im schlechteren Fall zu CO oxidiert, wird damit gasförmig und in die Außenluft abgeblasen. Asche bleibt nur von anorganischen Verbindungen zurück, sprich Additiven in Motoröl und extrem begrenzt im Diesel (<0.001%). Deshalb sind Low und Mid SAPS Öle bei DPF und OPF vorgeschrieben, sie sind die Hauptverursacher der Asche. Natrium, Bor, Molybdän, Magnesium, Calcium, etc. bleiben als Asche zurück.
Somit gilt auch, dass Motoren mit hohem Ölverbrauch schneller einen vollen DPF haben, als solche mit nicht messbaren Ölverbrauch.
Zitat:
@ralfs1981 schrieb am 22. April 2021 um 07:40:35 Uhr:
Diese Rückmeldung war dann eine Email in der mir der Geschäftsführer erklärt hat, dass er kein Problem sieht. 0,5 Liter auf 2500 km seien doch super und es würde an meiner Fahrweise liegen?! Ja spinn ich? Ich fahre das Auto im Durchschnitt mit fast nem halben Liter weniger wie bei
Bin mir sicher mal gelesen zu haben, das man von einem Ölverbrauch von kleiner 0,05% ausgehen sollte. Der Maximalverbrauch darf 0,5% nicht überschreiten. Wenn ich von 7 Litern Diesel auf 100Km ausgehe, komme ich auf einen normalen Motorölverbrauch von besser 0,035 Liter und maximal 0,35 Liter auf 1.000Km. Du liegst mit Deinem Verbrauch zwar 5x so hoch wie die Norm, aber noch nicht am Limit. Das ein Motor kein Öl-Verbrauch hat, halte ich übrigens für ein Gerücht. Vermutlich wird bei vielen der Verbrauch durch den Dieseleintrag im Öl geschönt?!
Das dürfte sicher der Fall sein, zumindest mit Diesel, der FAME enthält. Beispiel für keinen messbaren Ölverbrauch und geringen Dieseleintrag ohne FAME Anteil folgend. Langstreckenfahrzeug mit zuletzt 220.000km mit 18% DPF Füllstand, kein aschearmes Öl.
Hab schon welche mit 20% Diesel gesehen. Wer da noch absaugen lässt anstatt zu wechseln...