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Unfall durch Abkommen von der Fahrbahn aufgrund geplatzten Reifens

Themenstarteram 25. Juni 2008 um 21:54

Hallo.

Mein Bruder hatte heute einen Unfall. Seiner Schilderung nach ist beim in die Kurve fahren plötzlich Luft aus dem Reifen entwichen und das Auto geriet unlenkbar in die Leitplanke. Wir haben uns das Ventil angeschaut das am unteren Ende wohl gerissen ist.

 

Ordnungsgemäß wurde die Polizei benachrichtigt und die verhängte eine Ordnungswidrigkeit in Höhe von 35 € (abkommen von der Fahrbahn o. Ä.). Das Argument dass es kein Fahrfehler oder überhöhte Geschwindigkeit war, ließ der Beamte nicht gelten.

 

Ist es also egal aufgrund welcher Ursache man von der Fahrbahn abkommt und muss die Ordnungswidrigkeit akzeptieren?

Beste Antwort im Thema
am 26. Juni 2008 um 16:28

Zitat:

Original geschrieben von VentoRenner

Man zahlt, wenn man eigenverantwortlich einen Unfall gebaut hat. Ein geplatzter Reifen gehört dazu, denn wer außer dem Fahrer kann da was dran machen? Vielleicht ist ja der Reifen vorher beschädigt gewesen und dein Bruder hat nicht, wie bei der STVO vor der Fahrt die Fahrsicherheit seines Autos festgestellt...

Eben... vielleicht. Vielleicht war es aber auch höhere Gewalt, Zufall, nicht sichtbare Materialermüdung usw.

Jedenfalls peinlich, wie hier streng nach Lehrbuch Verwarngelder verteilt werden, ohne einmal darüber nachzudenken, ob hier überhaupt jemand Schuld hat.

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Zitat:

Original geschrieben von starpom

klingt das nicht nach Unfallflucht?

Bei geringem Sachschaden und wenn kein Personenschaden vorliegt reicht es doch wenn man sich binnen 24 Stunden an die nächste Polizeidienststelle wendet. Bei einigen Bagatellunfällen hört man sogar immer wieder man soll das ohne Cops regeln da die wichtigeres zu tun haben.

Zum Thema:

Was bitteschön kann ICH dafür, wenn der Reifen fehlerhaft ist, und der Mangel von außen nicht zu sehen ist? Hab ich den Reifen produziert? Schonmal dran gedacht dass nicht immer eine "Person" schuld haben muss, sondern auch ein Verschulden durch fehlerhaftes Material vorkommen kann?

Aber da es natürlich viel einfacher ist den armen Jungen zu bestrafen (als ob der das mit der kaputten Karre nicht schon genug ist!!) als einzusehen dass im Endeffekt niemand was dafür kann, wird der Junge belangt.

Verstehen könnte ich das Verwarngeld wenn er wie ein irrer gerast wäre und deswegen in die Leitplanke geknallt wäre.

Wenn ich auf der Autobahn fahre und von einem Stein getroffen werd der von einer Brücke "fällt", und ich daraufhin in die Leitplanke knall, muss ich natürlich auch 35 Euro bezahlen, denn was fahre ich auch da lang, hätt mir ja klar sein müssen dass ein Unfall passieren kann :rolleyes: (und mit fallen mein ich fallen, es kann nicht geklärt werden ob der Stein geworfen wurd oder ob er von der maroden Brücke gefallen ist)

am 27. Juni 2008 um 20:00

Es ist nun mal Gesetz.

am 27. Juni 2008 um 21:10

Es geht hier nicht um die Schuldfrage! Lediglich darum wer den Unfall verursacht hat! Das sind zwei Paar Schuhe!

am 28. Juni 2008 um 17:27

Zitat:

Original geschrieben von TimHendrik

Es ist nun mal Gesetz.

Papperlapapp.

Ein Kumpel ist schonmal auf Laub mit dem Auto in ein Taxi gerutscht. Im wurde nichts aufgedrückt, da er schließlich so nett war, die Polizei überhaupt zu rufen statt einfach abzuhauen.

Zitat:

Original geschrieben von Housil

Zitat:

Original geschrieben von där kapitän

Manchmal versteh ich das nicht. Aber ich bin auch kein Jurist,

Aber genau da liegt ja meistens das Problem.

Nicht-Juristen disskutieren sich an juristischen Sachen die Köpfe heiß und scheitern schon an den grundlegensten Definitionen. Nicht umsonst muß man Jura studieren um es zu verstehen

Ich hab mich persönlich ja nicht heissgeredet. Ich habe nur wie jeder andere Mensch ein (hoffentlich) gesundes Unrechtsbewusstsein.

Und ich habe manchem Zeitgenossen etwas voraus:

-ich weiss, was ich nicht kann

und

-ich weiss, was ich nicht will

Zitat:

Original geschrieben von Housil

Oder wollte Ihr euch in eurem erlerntem Beruf von jedem "Forumsmitleser" belehren lassen wollen ?! :rolleyes:

Naja, als fast fertiger E-Technik Diplomer mit einschlägiger Berufsausbildung und -erfahrung wird das hier bei MT nicht so häufig auftreten wie bei einem Juristen ;)

cheerio

Zitat:

Original geschrieben von patti106

Zitat:

Original geschrieben von TimHendrik

Es ist nun mal Gesetz.

Papperlapapp.

Ein Kumpel ist schonmal auf Laub mit dem Auto in ein Taxi gerutscht. Im wurde nichts aufgedrückt, da er schließlich so nett war, die Polizei überhaupt zu rufen statt einfach abzuhauen.

Gibt ja auch noch zum Glück nette und vernünftige Menschen die sagen wir mal vorsichtig überarbeitungsfähige Gesetze nicht anwenden, man stelle sich ja auch vor alle wären so kleinlich. Wenn man ja unbedingt wollte, könnte man ja täglich 20 Anzeigen erstatten, ich bin heute 10 km gefahren und könnte es ja auch, Anlässe gab es genug, aber man lässt es ja weil man ja selbst durch "Zurückstecken" ein Teil dazu beiträgt nicht in einer §-Roboter-Gesellschaft zu leben wo alles reguliert und geahndet wird.

Verstehe auch ehrlich nicht gesagt wie man alles mögliche was geht anwenden muss, das grenzt doch an pathologische Zustände wenn Leute durch die Gegend laufen und mit 80 000 § und Verordnungen im Hinterkopf die besten Möglichkeiten suchen andere zu ärgern.

Es gibt Sanktionen auf die man bestehen muss um eine Grundordnung aufrecht zu erhalten, aber welche Lenkungswirkung man sich denn von Bestrafung nicht selbstverursachter Reifenplatzer erhofft, wird schwer zu beantworten sein. Ich kann allerdings ganz genau sagen welche Lenkungswirkung die 35€ haben werden, so manch einer der hier mitliest wird sich noch überlegen ob er die Polizei ruft. U.U. heißt das auch eine nicht genug abgesicherte Gefahrenstelle etc. Aber das will man ja offensichtlich.

Tja...was hier "zur Verteidigung" der 35 Euro geschrieben wurde, ist schon richtig, das Verwarnungsgeld ist m. E. auch nicht zu beanstanden.

Allerdings haben die Beamten hier eindeutig vergessen, mit Fingerspitzengefühl vorzugehen. Wenn die am Unfallort gesehen haben, dass das Ventil kaputt war und ursächlich für den Unfall war, dann hätten sie ihre Vorschriften großzügig auslegen und auf ein Verwarnungsgeld verzichten können.

Allerdings kenn ich nicht die internen Dienstanweisungen der Polizei. Wie ich unsere heutige Regulierungswut kenne, kann ich mir durchaus vorstellen, dass es da eine Anweisung gibt, in solchen Fällen gnadenlos zuzuschlagen. Da gibt's wenige, die da die E..er in der Hose haben und dem Vorgesetzten gegenüber erklären, dass sie in der vorliegenden Situation aus diesen und jenen Gründen auf die Verhängung eines Verwarnungsgeldes verzichtet haben.

Zitat:

Original geschrieben von pappen

Allerdings haben die Beamten hier eindeutig vergessen, mit Fingerspitzengefühl vorzugehen. Wenn die am Unfallort gesehen haben, dass das Ventil kaputt war und ursächlich für den Unfall war, dann hätten sie ihre Vorschriften großzügig auslegen und auf ein Verwarnungsgeld verzichten können.

Wurde bei mir netterweise ja auch gemacht mit der Begründung

... na sie haben das Auto ja gleich stehenlassen, ist nix Grosses passiert, und sie haben es uns sofort gemeldet, da sehen wir von dem Verwarnungsgeld ab. Die meisten würden bei so was abhauen und da wäre es unfair, ihnen das jetzt noch aufzubrummen ...

Polizei in Leipzig. Nette Leute, auch wenn immer eingedroschen wird auf die Damen und Herren Beamten, aber das fand ich gut :) und nicht nur, weil es mich bzw. meine Geldbörse hätte treffen können ;)

War übrigens ein Schaden < 50 Euro (ja, sah man eindeutig auch ohne das BKA oder die Nasa mit Satellitenfotos und Laservermessungen von Gutachtern :D ist ja auch in Deutschland so usus :rolleyes:) und der Halter des angeditschten Autos beim Ausparken hat sich nie wieder gezuckt. Also, immer anhalten. Ist die Sache nicht wert.

cheerio

am 29. Juni 2008 um 6:07

Moin Moin,

diese Debatte,um Recht haben,aber nicht bekommen ist typisch deutsch.

Fakt ist ,jeder Fahrer,ist für die Verkehrssicherheit seines Fahrzeugs selber Verantwortlich.

 

Das bedeutet,jeder Fahrer muß vor Antritt des Fahrt,durch Kontrolle des Fahrzeugs

sicherstellen,das es verkehrssicher ist.

 

Das machen nur die wenigsten-Tanken und Feuer frei,evntl.noch Ölstand,das ist es gewesen.

Luftdruck im Reifen,hat die Werkstatt doch vor vier Wochen bei der letzten

Inspektion geprüft,und die Werkstatt ist nun für meine Sicherheit verantwortlich=

Gewährleistung ,für meine Dummheit ist nun Inklusive.

 

Und nun zu dem Thema eingeschnittenes Ventil.

Selbst wenn der Reifen plötzlich Druck verliert,wird bei --angepasster Geschwindigkeit -- so leicht kein Unfall daraus endstehen,wenn es um die Vorderachse geht.Es setzt aber voraus das man das Lenkrad in der Hand hält,und nicht nur mit

zwei Fingern berührt.

Plötzlicher Druckverlust an einem Hinterreifen(z.B.durch platzen des Reifens) ist viel gefährlicher,als bei einem Vorderreifen.

Möchte damit sagen, das der erste Anschein gegen Dich spricht.

Ich gebe aber zu,das nichts Unmöglich ist.

Und nun kommen die Beamten dazu,die immer nur angelogen und verarscht werden,wenn wir sie nicht gebrauchen können.

Wenn uns Unrecht angetan wird,dann sollen die gleichen Beamten sofort unsere

Freunde und Helfer sein.

Dieses ist mal,zum nachdenken gedacht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

-------------35,-€ dafür das Du nicht alleine auf dem Acker stehst.-----------------------------

--------------Ich wünsche allen,das niemand größere Sorgen hat,und niemals--------------

--------------der Reifen in einer Kurve plötzlich seine Lüft verliert ,an welcher eine---------

--------------Bushaltestelle,mit z. B.wartenden Kindern steht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

--------------MfG.alrock01--------------------------------------------------------------------------------

 

Themenstarteram 30. Juni 2008 um 20:11

Die Vergleiche mit "Sei froh dass es nur 35 Euro sind, es könnte ja auch einer gestorben sein..." etc. find ich persönlich unpassend. Wenn ich ein Leben retten kann, wären mir auch 1.000 Euro egal. Ich finde diese Art von Sprüche einfach unnütz.  Es ist wie es ist und mal hat man Glück und, mal hat man Pech. So ist das eben.

 

Mein Bruder hatte halt einfach Pech.

 

Drei Situationen die mir persönlich passiert sind:

 

Einmal beim Rückwärtsfahren in der Stadt aus einer Parklücke ne Laterne hinter der C-Säule übersehen: Rumsss!!! Metallschutzbogen weggedrückt. Habe nicht die Polizei gerufen sondern mich direkt an den Geschädtigten (Die Stadt) gewandt. Ende der Geschichte: Der Metallbügel wurde repariert und ich hab die Rechnung bezahlt, ganz ohne Polizei.

 

Das zweite Mal im Stadtverkehr im Minikreisel nach Straßennamen geschaut, zu stark eingelenkt und nen Metallbogen auf dem Kreisel erwischt. Wieder superdoof. Auto vorne kaputt und nicht mehr fahrbereit, 2 Metallbögen "zerstört" und Auto nicht mehr fahrbereit.

 

Abschlepper gerufen, der wollte nicht abschleppen ohne dass die Polizei den Unfall aufgenommen hat. Also Polizei gerufen und geschlagene 2,5 Stunden gewartet um mir mein Knöllchen in Höhe von 75 Mark (damals noch) abzuholen.

 

Die dritte Situation war auf einer Autobahn, nach einer Auffahrt die Spur gewechselt, rückwärtigen Verkehr beobachtet, nicht im richtigen Moment nach vorne geschaut und zu spät gebremst. Rummss! Draufgefahren. Wäre vielleicht nicht passiert wenn die neuen Bremsscheiben schon ein paar Kilometer mehr draufgehabt und eingeschliffen gewesen wären, aber hätte wäre wenn usw. Also ausgestiegen, mit dem Unfallbeteiligten gesprochen und den Einfall gehabt die eine von beiden Spuren frei zu machen. Wollt er auf gar keinen Fall, erst solle sich das die Polizei ansehen. Ich gedacht: "Ok, wenn du meinst." aber ich wusste dass man die Spur frei machen soll wenns nicht zum Personenschaden gekommen ist damit der Verkehr weiterfliessen kann.

 

So nach 10 min kam schon die Polizei die fragte was passiert ist, und nach der Schilderung dann sagte: "Was wir jetzt machen können ist nur den Unfall schriftlich aufzunehmen und Ihnen (also mir) 35 Euro abzunehmen." Wir haben uns dann geeinigt, dass die Polizei zu Ihrem nächsten Einsatz fahren solle, da wir nicht die einzigen waren, bei denen es gekracht hat.

 

So kann man mal sehen wie unterschiedlich ähnliche Situationen behandelt werden.

Manchmal ist der Ehrliche einfach nur der Dumme.

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