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Traum LKW-Fahrer: Pro und Contra?

Themenstarteram 22. Juni 2007 um 20:56

Bin neu in dem Forum und möchte LKW-Fahrer (Fernfahrer) werden.

Soll mein erster Beruf sein. Habe gehört, dass man viel verdient und das herumfahren in andere Städte viel Spaß machen kann, aber auch oft eine Belastung darstellt.

 

Habe dazu einige wichtige Fragen:

1)Was braucht man für eine Ausbildung/Führerschein(->was kostet der)?

2)Wie viel verdient man als Fahrer?

3)Wie viel Freizeit/Urlaub hat man?

4)Wie stressig ist der Job?

5)Kann so ein Job Spaß machen?

6)Hat der Job Zukunft?

 

 

Tagelang nicht zu Hause zu sein. -> macht mir nichts aus.

 

MFG Exxorzist

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181 Antworten

Moin.

zu 1). Fahrerlaubnis CE. BKF-Ausbildung so gut wie unmöglich (als Erstausbildung), da die Betriebe kaum ausbilden,

zu 2) zwischen 1400 und 2400 Euro pauschal pro Monat brutte. Im Werkverkehr mehr, dort meist Tarifstundenlohn,

zu 3) im Fernverkehr Freizeit kaum planbar, man braucht die Zeit eh zum Ausschlafen und Klamotten für die Folgewoche organisieren,

zu 4) sehr, nach dem Beruf Bauarbeiter der Beruf mit den höchsten Unfallraten,

zu 5) ja, würde aber nicht bei einem deutschen Unternehmen arbeiten, eher B, DK und NL,

zu 6) nein, weil keine Aufstiegsmöglichkeiten, Konkurrenz durch Fahrer aus anderen Billiglohnländern, in Deutschland zudem besonders mieses Image der Fahrer in der Öffentlichkeit, hiesige BKF-Ausbildung(Facharbeiter) wird demnächst durch EU-Billigausbildung ersetzt (kein Facharbeiter). Kosten der Fahrerlaubnis (wenn Selbstzahler) amortisieren sich nicht, weil die tatsächlich gezahlten Löhne weit unter den Tariflöhnen liegen. Zum Nachlesen

www.bag.bund.de Publikation Fahrermangel.

gruß f

früher sagte man:" wer nichts wird, wird wirt!"

heute kannst anstelle des wirt den kraftfahrer einsetzen.

ich bin selber fahrer, weil ich leider das falsche gelernt habe und sonst nichts besonderes kann. aber als lehre bkf, nein danke. und zwar in keinem zweig der branche. weder werksverkehr, noch fernverkehr und schon gleich gar nicht nahverkehr. ok, den fahre ich seit einigen jahren, aber bei nächster gelegenheit bin ich weg.

wenn man die richtige firma hat, macht es auch spass.

habe geregelte anfangszeiten und arbeite selten über 10 stunden. mit dem stundenlohn bin ich zufrieden.

fahre ein neuwertiges auto. meine touren sind nur tagestouren, trotz megaspace (meiner meinung nach nur ein showkauf, aber mir ist es recht so :D). meistens sind es nur touren um den block, wenn es weiter hinaus geht dann gehts nach belgien, holland oder richtung norden. die regel (85%) ist aber der nahbereich, im schnitt so 180km täglich.

 

bin gelernter maurer, aber der bau ist für mich nichts gewesen...

anfangs bin ich bei drecks firman untergekommen, naja innerhalb von 3 jahren 6 mal die firma gewechelt :rolleyes: :D

bei meiner jetzigen firma bin ich seit 4 jahre und durchaus zufrieden. kann mir zur zeit kein wechsel vorstellen, da ich weiss was bei anderen firmen so abgeht.

Hallo Exxorzist,

erstmal willkommen bei Motortalk.

Ich glaube in dem Beruf des Fahrers arbeiten prozentual die meisten Leute, die ihren Job scheiße finden.

Für mich ist es nach 15 Jahren immer noch ein Traumjob. Wichtig ist, das die Sozialvorschriften eingehalten werden.

Ein Job mit Zukunft ist es auch. Gute Fahrer werden immer gesucht. Schlechte gibt es wie Sand am Meer.

Dein Problem wird sein, das du erstmal richtig Kohle investieren mußt und dann wahrscheinlich an einen unseriösen Arbeitgeber gerätst.

Vielleicht möchtest du natürlich auch 20Stunden am Tag fahren, weil du fett Kohle verdienen möchtest. Davon gibt es auch genug. So wäscht eine Hand die Andere. Der LKW rollt und der Fahrer verdient gut.

Beruf kommt von Berufung. Wenn du dich berufen fühlst, mach es. Sonst werd Staplerfahrer. Kommste auch rum.

Gruß

Frank

Themenstarteram 22. Juni 2007 um 23:52

Zitat:

Original geschrieben von trailerman

Moin.

zu 1). Fahrerlaubnis CE. BKF-Ausbildung so gut wie unmöglich (als Erstausbildung), da die Betriebe kaum ausbilden,

Dann bin ich dafür ungeeignet.

 

Zitat:

zu 2) zwischen 1400 und 2400 Euro pauschal pro Monat brutte.

Ich hab im Forum gelesen, dass manche aber 2800 NETTO verdienen.

Zitat:

Original geschrieben von Exxorzist

Ich hab im Forum gelesen, dass manche aber 2800 NETTO verdienen.

LKW fährt man, weil es Spaß macht und nicht weil man reich werden will.

Moin.

Nirgends wird so viel gelogen wie beim Fahrerlohn. Sonst müssten sich die Leute ständig fragen lassen, warum jemand für die drei Kröten arbeitet. Sieh´Dir mal beim der Agentur die angebotenen Löhne unter Berufskennziffer 7144 an. Die meisten sind "nach Vereinbarung", denn keiner traut sich die zu nennen, weil sich dann erst recht kein vernünftiger Fahrer sich bewirbt. Die Auskunft Tariflohn sagt fast keiner. Keiner sagt auch, ob Du nicht Tariflohn nach MeckPomm-Niveau bekommst bei 4 Euro, obwohl die Firma in NRW ist. Wirst eben in der Billig-Filiale angestellt.

Lerne lieber, wenn Du Interesse an Technik hast, einen ordentlichen Metallberuf. Fahren kannst Du hinterher immer noch. Aber eine Möglichkeit, sofort aufhören zu können mit dem Fahren sollte jeder Fahrer haben und der Chef sollte das auch wissen, damit er nicht übermütig wird.

gruß f

www.mijnders-transport.nl

Wir suchen immer Fahrer, auch Anfänger.

Und ich verdiene monatlich ca. 2500 Netto bei 60 Stunden pro Woche. Allerdings bin ich auch schon 6 Jahre bei der Firma und bekomme mittlerweile Lohn nach "D5". Angefangen habe ich bei "D2".

Letzten Monat gabs Urlaubsgeld und mein Chef hat mir exakt 3498,87 EUR überwiesen. Und zwar NETTO!!!! Und wers nicht glaubt, dem schicke ich gerne meinen Kontoauszug per PN.

Es geht mir langsam auf den Sack, daß immer und überall der Beruf des Kraftfahrers schlecht geredet wird. Auch in dieser Branche kann man noch RICHTIG GUTES GELD verdienen, wenn man motiviert ist, sich weiterbildet und vernünftige Arbeit abliefert.

Der Beruf des Kraftfahrers umfasst weit mehr, als nur einen LKW von A nach B zu bewegen.

Gruß Christian

einige argumente kann ich schon bestätigen:

es ist grundsätzlich schon ein traumjob, sofern man trucker aus fleisch und blut ist. man muss es lieben oder hassen. was dazwischen gibt es nicht.

ich gehe jeden tag nach der arbeit mit dem gedanken heim, dass ich morgen kündige, am morgen dann starte ich meinen bock mit der gleichen guten laune, wie jeden tag und stürze mich ins gewühl.

man kommt rum, lernt jede menge leute kennen, man hat immer das gefühl, dass man ein aktives glied in der kette der wirtschaft ist, da ohne einen truck kein betrieb mehr funktioniert.

aber jetzt die andere seite:

ohne bkf-ausbildung fährt in zukunft keiner mehr, ist gesetzlich. also erst noch was anderes lernen und dann einfach umsatteln ist nicht. nur mit ausbildung. diese bezahlt dir die nächsten 50 jahre kaum einer, da es noch genug fahrer gibt, die diese bkf-ausbildung noch nicht brauchen.

als neuer fängst du kaum in einer firma an, die gemütlich ihre trucks innerhalb aller vorschriften von a nach b fahren. die haben ihr personal und die haben volle listen von eventuellen nachfolgern. das sind meisst firmen mit eigenem werksverkehr. diese jobs werden vererbt. da kommt man kaum rein.

wo man von heute auf morgen anfangen kann sind speditionen, egal ob nah- oder fernverkehr. in der spedition musst du meisst deinen lkw selber laden. ist mit dreck und schweiss verbunden. in der spedi sitzt dir der disponennt ständig im nacken. meisst sieht er per gps auch, wo du gerade pause machst. im nahverkehr der spedi sind 30 stopps am tag keine seltenheit. wir haben ca 80 nahverkehrsfahrer. alle fahren zwischen 8 uhr und 9 uhr los, haben davor aber seit 6 uhr geladen. die ersten kommen nicht vor 17 uhr zurück, die letzten meisst erst gegen 21 uhr.

urlaub oder freie tage gibts kaum, da die speditionen selten noch selber fahren mit genug personal sondern die fuhren an subunternehmer abgeben, die pro lkw einen fahrer haben. für ausfalltage werden irgendwelche vertretugsfahrer angagiert, die dann 200 euro am tag und mehr kosten. da der subunternehmer aber jeden cent umdrehen muss, wirst du kaum mehr als 5 tage im sommer urlaub haben.

auch wird dein lkw kaum dem heutigen standard entsprechen. ebenfalls dein lohn. weit unter niveau, erst recht in bezug auf die stunden. bei uns liegt der durchschnittslohn bei ca 1700 brutto pauschal. keine spesen, da nahverkehr. macht dann netto bei steuerklasse 1 1200 euro. bei ca 14 stunden durchschnittlich am tag, kannst dir deinen stundenlohn ausrechnen.

du kannst dich kaum an deine fahrzeiten halten, du kannst dich kaum an deine zuladung halten und ladungssicherung im stückgut ist auch so eine sache.

aus erfahrung kann ich sagen: von 10 neuen fharern bleibt auf dauer einer übrig, der nach 3 bis 5 monaten noch da ist. 50% hören in den ersten 2 wochen wieder auf.

 

dies alles bezieht sich auf den normalen einstieg in die branche, denn nur in solchen firmen werden ständig leute auch ohne erfahrung sofort genommen.

alles andere ist glücksache. wenn man glück hat, erwischt man eine tolle firma und kann meine worte nur belächeln.

ganz anders sieht es allerdings in der baubranche aus. kipperfahrer können da ein ganz anderes lied singen, aber, siehe oben, solche jobs werden vererbt

Wer für die paar Kröten arbeiten geht, ist selbers schuld.

Bei uns hat vor 6 Wochen ein Fahrer angefangen, der absoluter Anfänger war.

Auf seinem Lohnzettel hatte er inkl. Spesen 2.300 Netto stehen (bei 60 Std pro Woche).

Gruß Christian

Ich denke mal,den Job muss jeder für sich selber beurteilen;für den einen ist es der "traum"schlechthin,der andere sagt sich,nee-den Stress usw,nicht mit mir...

Ich pers.würde es auf der Schiene eines Praktikums probieren,da kann man reinschnuppern und selber entscheiden.

Die finanz.Seite,da ist sich doch jeder selbst der nächste-ich muss doch für mich entscheiden,für wieviel ich meine Arbeitskraft wem zur verfügung stelle und wie ich das dem Unternehmer verkaufe.

Ich pers.habe den Job gerne gemacht (bis vor 10 Jahren);nach 2-3 nicht so tollen Firmen hab ich ne super Bude mit tollem Chef und angemessenem Gehalt gefunden.Mir machte es nichts aus 4 Wochen am Stück irgendwo rumzufahren-man hat ja viel gesehen ,erlebt und viele Leute kennengelernt-einfach spassig-kennengelernt hab ich dann meinen "Kündigungsgrund",frisch geschieden mit 2 kleinen Kiddis und von da an ging es mir auf den Geist nicht zu wissen wann ich zu Hause sein werde usw.Kann mir heute leider nicht mehr vorstellen diesen ehemaligen Traumjob auszuüben.

Auch das sollte nen Aspekt sein,wie Alt bin ich,was hab ich für ein privates Umfeld und wer oder was könnte in mein Leben treten und das "jetzt"verändern...

Zitat:

Original geschrieben von xl420

Hallo Exxorzist,

 

Vielleicht möchtest du natürlich auch 20Stunden am Tag fahren, weil du fett Kohle verdienen möchtest. Davon gibt es auch genug. So wäscht eine Hand die Andere. Der LKW rollt und der Fahrer verdient gut.

Beruf kommt von Berufung. Wenn du dich berufen fühlst, mach es. Sonst werd Staplerfahrer. Kommste auch rum.

Gruß

Frank

Ja und dann nach 19 Std mit sturen Blick mitten ins Stauende wenn da gerade eine Rentnergruppe im Bus schon steht.............

Nein solche Kamikatztrucker brauchen wir nicht.

Sorry Doppelposting

hey,

es kann immer mal vorkommen das was passiert, sonst wären wir doch keine menschen oder?? fehler machen ist menschlich und wird auch immer so bleibe.

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