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Motorradbatterie mit Entgasungsstutzen zischt

Themenstarteram 28. Mai 2015 um 21:05

Hallo,

ich habe eine neue nicht wartungsfreie Starterbatterie 12V / 30Ah (mit Entgasungsstutzen) mit Säure gefüllt und anschliesend verschlossen. Die Verschlussstopfen fest zugedreht.

Am nächsten Tag habe ich einen Verschlussstopfen geöffnet. Dabei ist mit Zischen ein Überdruck entwichen!

Das wundert mich weil die Batterie doch einen seitlichen Entgasungsstutzen hat.

Ist es evtl. so, dass auch bei nicht wartungsfreien Batterien trotz Entlüftungsstutzen ein Überdruckventil eingebaut ist?

Bisher war ich der Meinung, dass nur wartungsfreie Batterien ein Überdruckventil haben???

Kann mich da jemand aufklären?

Gruß:

Eddy

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12 Antworten

Nicht wartungsfreie Batterien entlüften sich über die einzelnen Zellen selbst. Ein jeder Stopfen hat also ein winziges Entlüftungsloch - über das natürlich auch Batteriewasser verdunstet - das wir irgendwann nachfüllen müssen.

Dieses Entlüftungsloch muss schon deshalb vorhanden sein - weil sonst bei einem großen Höhenunterschied (Alpenfahrt)

die Batterie regelrecht explodieren würde. (Druckausgleich)

Bei wartungsfreien Batterien sind die Zellen über dem Säurespiegel miteinander verbunden und werden über einen gemeinsamen Ausgang/Schlauchanschluß seitlich außenentlüftet. Die Kunst der Entlüftung besteht nun darin, möglichst jegliche Verdunstung niederschlagen zu lassen und den Zellen zurückzuführen. Aber irgendwann ist auch eine solche wartungsfreie Batterie am Ende angelangt - allein schon durch die Bildung des Bleisumpfes. Eine jede Säurebatterie hält nur ca. 5 Jahre.

Du hast da ganz offensichtlich einen defekten Deckel, der keine Entlüftung ermöglicht. Deckel wechseln und gut. Oder mit einem 1 mm Bohrer den Deckel durchbohren - dann wird diese Zelle aber schneller Batteriewasser verdunsten. Öfters mal hinsehen ! Der seitliche Entlüftungsstutzen ist also nur für eine wartungsfreie Batterie vorgesehen - und der sorgt dann automatisch für einen Druckausgleich.

Was für eine Batterie Du da hast muss also draufstehen - Wartungsfrei !

Zitat:

@Edddyyy schrieb am 28. Mai 2015 um 21:05:29 Uhr:

Hallo,

ich habe eine neue nicht wartungsfreie Starterbatterie 12V / 30Ah (mit Entgasungsstutzen) mit Säure gefüllt und anschliesend verschlossen. Die Verschlussstopfen fest zugedreht.

Am nächsten Tag habe ich einen Verschlussstopfen geöffnet. Dabei ist mit Zischen ein Überdruck entwichen!

Das wundert mich weil die Batterie doch einen seitlichen Entgasungsstutzen hat.

Ist es evtl. so, dass auch bei nicht wartungsfreien Batterien trotz Entlüftungsstutzen ein Überdruckventil eingebaut ist?

Bisher war ich der Meinung, dass nur wartungsfreie Batterien ein Überdruckventil haben???

Kann mich da jemand aufklären?

Gruß:

Eddy

______________________________

Allerdings sollte man nach einer Neubefüllung die Batterie über Nacht stehen/ruhen lassen - weil es zu einer übermäßigen Blasen/Gasbildung kommt. Dein Problem ist eigentlich kein Problem.

Themenstarteram 28. Mai 2015 um 22:22

Hallo "duske":

vielen Dank, das hilft mir weiter!

Eddy

Hallo,

inzwischen habe ich mich nochmal mit der neuen Batterie beschäftigt.

Es ist übrigens eine EXIDE Y60-N30L-B Motorradbatterie 12V / 30Ah,

Conventional, also nicht wartungsfrei.

Auf der rechten Seite ist ein zentraler Entgasungsstutzen angebracht

Die einzelnen Stopfen haben keine Entgasungsbohrungen.

Was mich seit Tagen irritiert ist, dass nach längerem stehen des Akkus oder beim Laden kein Druckausgleich über den seitlichen Entgasungsstutzen erfolgt!

Stattdessen ist beim Öffnen eines der 6 Einfüllstopfen ein deutliches zischen hörbar!

Das heist, in der Batterie ist ein Überdruck vorhanden welcher sich nicht über den zentralen Entgasungsstutzen abbaut!

Ich frage mich:

Warum erfolgt über den Entgasungsstutzen kein Druckausgleich?

Zun Vergleich:

Die alte defekte Batterie (VARTA) zeigt dieses Verhalten nicht.

Wenn ich bei dieser Batterie (über einen Adapter) in einer Zelle einen leichten Überdruck aufbaue entweicht die Luft sofort über den seitlichen Entgasungsstutzen!

Das ist nach meiner Ansicht das normale Verhalten einer konventionellen Batterie mit Entasungsstutzen.

Ich denke die neue Batterie hat einen Defekt bei der Entgasung?

Eure Meinung dazu??

Eddy

 

Diese Batterien werden mittlerweile auch für die Drachenflieger und andere kleine Flieger produziert.

Viele haben Rotax-Schneeschlittenmotore oder BMW-Boxer eingebaut. Darum erfolgt die Entlüftung nur über den seitlichen Ausgang. Dieser muss auch mit einem Schlauch nach weit unten verlängert werden, da sonst die Dämpfe Deinen Lack zerfressen würden. Die Stopfen haben hier kein Entlüftungsloch, weil sonst im Flug der Fahrtwind die Säure

raussaugen würde. Du solltest in der D-Land Vertretung anrufen und fragen was da los ist. Ich vermute das Ding hat innen noch ein Überdruckventil verbaut - so dass Du Dir keine Sorgen machen musst. Aber man will es ja genau wissen. Allerdings, wenn alle Kammern einen Überdruck zeigen, dann hat die Batterie mit Sicherheit innen oder kurz vor dem Stutzen ein Überdruckventil verbaut.

Geh mal auf deren site - da muss ja die Batterie beschrieben sein. Allerdings ist ein Überdruckventil von Vorteil weil es auch einen Kondensator enthält der die niedergeschlagene Säure wieder zurückfließen lässt -

so wie jeder Stopfen.

Kann eine Neuentwicklung sein die nicht unbedingt Jedermann kennen muss. Ich weiß jedoch, dass da in den letzten Jahren einige Neuerungen eingeflossen sind. Sag mal an was da los ist.

 

Zun Vergleich:

Die alte defekte Batterie (VARTA) zeigt dieses Verhalten nicht.

Wenn ich bei dieser Batterie (über einen Adapter) in einer Zelle einen leichten Überdruck aufbaue entweicht die Luft sofort über den seitlichen Entgasungsstutzen!

Das ist nach meiner Ansicht das normale Verhalten einer konventionellen Batterie mit Entasungsstutzen.

Ich denke die neue Batterie hat einen Defekt bei der Entgasung?

Eure Meinung dazu??

Eddy

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Es kann auch durchaus sein, dass der Stutzen nur eine Auslaufsicherung enthält, die jedoch einen gewissen Überdruck zulässt. Motorräder werden ja mit oft großer Schräglage gefahren - also macht das Sinn. Die Entwicklung geht eben weiter.

Hallo duske,

an ein internes Überdruckventil habe ich auch schon gedacht, das würde alles erklären.

Aber solange ich das nicht sicher weis bin ich noch vorsichtig mit dem Einbauen.

Eine Batterie unterm Sitz mit dicken Backen ist nicht das was ich liebe!

Den Händler habe ich auch schon angeschrieben aber der hält sich bis jetzt noch bedeckt.

Das heist er hat noch nicht geantwortet.

Wäre schön wenn es eine plausible Erklärung geben würde.

Gruß:

Eddy

Zitat:

@edddyy schrieb am 29. Mai 2015 um 17:17:31 Uhr:

Hallo duske,

an ein internes Überdruckventil habe ich auch schon gedacht, das würde alles erklären.

Aber solange ich das nicht sicher weis bin ich noch vorsichtig mit dem Einbauen.

Eine Batterie unterm Sitz mit dicken Backen ist nicht das was ich liebe!

Den Händler habe ich auch schon angeschrieben aber der hält sich bis jetzt noch bedeckt.

Das heist er hat noch nicht geantwortet.

Wäre schön wenn es eine plausible Erklärung geben würde.

Gruß:

Eddy

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Wenn der bis morgen nicht antwortet kannst Du trotzdem fahren: Batterie einbauen, vorher alle Stopfen

etwas lösen. Dann über die Batterie mehrere Lagen Wisch und Wegtücher legen und darauf eine Holzplatte und irgendwie mit Gummibändern befestigen. So werden dann die Dämpfe aufgesaugt. Es verdunstet ja nur das Wasser und nicht die Säure.

Lade doch mal am Ladegerät bei 14,4V voll. Dann siehst du ja, was mit den Gasen passiert. Volle Deckung! :)

Hallo zusammen,

ich habe bei EXIDE direkt angefragt.

Bin gespannt auf die Antwort.

Zugunsten von EXIDE nehme ich an, dass ein Überdruckventil eingebaut ist.

Eddy

Zitat:

@edddyy schrieb am 30. Mai 2015 um 17:01:47 Uhr:

Hallo zusammen,

ich habe bei EXIDE direkt angefragt.

Bin gespannt auf die Antwort.

Zugunsten von EXIDE nehme ich an, dass ein Überdruckventil eingebaut ist.

Eddy

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Geh mal davon aus, dass es sich um eine Auslaufsicherung als Ventil handelt. Ein derartig kleines Ventil kann nur aus einem Stempel, einer Feder und einer Gummischeibe bestehen, das nur ab einem gewissen Überdruck öffnet. Wenn alle Kammern einen Überdruck zeigen, dann sind auch alle miteinander verbunden -

und nur über den seitlichen Überlauf entlüftet. Stell Dir vor, Du stellst das Krad auf den Seitenständer.

Wenn alle Kammern miteinander verbunden sind, was hier der Fall ist, dann würde viel Säure ausfließen wollen - was bei einzelnen geschlossenen Kammern nicht der Fall wäre.

Ja, so ist meine Vermutung auch, das wäre eine einleuchtende Erklärung!

Eddy

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