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Motorrad für Handicap

Themenstarteram 26. November 2008 um 7:40

Hallo Leute!

Ich bewege mich ja nicht so oft in Harley -Kreise... obwohl wir in unserem Betrieb seit 2007 auffällig viele Umbauten auf Harley-Base für behinderte Menschen gemacht haben.

Das hier:

http://www.youtube.com/watch?v=YG9vZ7yTeUs

möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Das Bike haben wir für einen sehr prominenter Rennfahrer (Tourenwagen, Formel 3000, Porsche-Cup, Seat-Cup),

der nach (s)einem Unfall im Rollstuhl sitzt, konstruiert.

Ich bin mal auf die Reaktionen gespannt!

 

Es grüßt verneigend

Willi K.

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13 Antworten
am 26. November 2008 um 8:12

Das hat auf jeden Fall etwas - auch wenn ich nicht gerade Harley-Fan bin und eher von einem japanischen Motorrad träume :)

am 26. November 2008 um 15:31

Kannst meine CBF 600 PC43 kaufen und auf deine Bedürfnisse umbauen lassen, will mir im Frühjahr eh auf etwas mehr Bums upgraden :).

Hallo Willi,

so ein paar Fragen hätte ich dazu gehabt, die wurden aber schon nebenan im Biker-Treff gestellt und beantwortet, da lese ich auch regelmäßig mit.

Irgendwo war ich im Internet schon mal auf eine Seite gestoßen, da wurde auch dein Stütz-System vorgestellt, war glaube ich an einer BMW verbaut und es wurde erwähnt, dass es sich sogar um ein Patent von dir handelt.

Um damit zu fahren, ist bestimmt auch eine Portion Vertrauen in die Technik nötig, denn würde das System mal ausfallen, wenn man als querschnittsgelähmter Fahrer oder meinetwegen ohne Beine unterwegs ist... aua.

Ich selbst würde in der Situation wahrscheinlich lieber auf ein Quad zurückgreifen, aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

Ansonsten kann ich nur sagen: Super Sache! :)

Viele Grüße,

Spy

Es ist klar Vertrauen in die Technik sollte man schon haben. Bei Willi Költgen habe ich das Vertrauen. Das ist ein Fachmann auf diesem Gebiet der seines gleichen sucht. Der Mann hat für alles ein Lösung

Vertrauen hin, Vertrauen her - shit happens. Ein Risiko besteht immer, und sei es auch noch so klein. Manche gehen es ein, andere nicht. Selbst Space Shuttles stürzen ab, und die werden garantiert auch von den Besten der Besten gebaut.

So weit das Wort zum Sonntag. :D

Viele Grüße,

Spy

Zitat:

Original geschrieben von SpyGe

Vertrauen hin, Vertrauen her - shit happens. Ein Risiko besteht immer, und sei es auch noch so klein. Manche gehen es ein, andere nicht. Selbst Space Shuttles stürzen ab, und die werden garantiert auch von den Besten der Besten gebaut.

So weit das Wort zum Sonntag. :D

Viele Grüße,

Spy

Ist egal was du kaufst ob Auto oder Motorrad. Bei einem nichtumgebauten Motorrad z. B. kannst du auch einen Gabelbruch haben oder das Rad verlieren usw. Fehler können immer auftreten, dass bringt die Technik mit sich. Aber du zählst scheinbar zu den Leute zu gehören das behinderte Menschen nicht selbst entscheiden können ob sie das Risiko eingehen Motorrad zu fahren. Viellfach glauben einige Pseudofachleute behinderte Menschen können nicht selbst entscheiden, das müssen andere für sie tun weil einige glauben eine Behinderung bedeutet = doof . Einige Gutachter sind sogar der Meinung das behinderte Menschen laufen können muß um überhaupt Auto bzw. Motorrad fahren zu können. Sie der Meinung zum Fahren eines Fahrzeuges gehören besondere motorrische Fähigkeiten. Sie sind der Meinung eine körperliche Behinderung schließt das Führen eines Fahrzeuges aus.

Gerade mit solchen Aussagen die du hier von dir gibst bestätigst du hier die merkwürdigen Ansichten dieser Pseudofachleute. Diese Fachleute sind der Meinung behinderte Menschen gehören nicht ans Steuer bzw. an den Lenker. Sie sind der Meinung das ein entsprechender Umbau eine Gefahr im Straßenverkehr mit sich bringt, der behinderte Mensch hat nicht die Fähigkeit zum Führen eines Fahrzeuges glauben diese sogenaanten Fachleute

@ teddybehindert: Deinen Beitrag kann ich so unterschreiben.

Ob jemand körperliche Einschränkungen hat oder nicht sagt wenig über die Eignung als Fahrzeugführer aus. Es kommt eher darauf an, welche Behinderung. Einen sehbehinderten menschen würde ich z.B. nicht so gern an ein Lenkrad lassen.

Hier geht es allerdings um Leute, die ihre Beine nicht mehr voll einsetzen können und da spricht eigentlich nichts gegen, daß diese fahren.

Um den Kreis zum Eingangsbeitrag von wkoeltgen und dem vorgestellten System zu schließen: Man stelle sich mal vor, man ist querschnittsgelähmt und das System fällt aus. Was passiert schlimmstenfalls? Richtig, das Motorrad kippt im Stand um. Daraus resultiert mMn keine ernsthafte Gefährdung des Straßenverkehrs. In aller Regel wird noch nicht einmal der Fahrzeugführer selbst nennenswert verletzt und allenfalls der Verkehr behindert, da das Krad nebst Fahrer im Weg liegt. Und? Ein technischer Defekt, der jede Weiterfahrt verhindert, kann immer mal passieren. Ich denke da gerade an einen gewissen Ford, der noch imer hier steht und der auf einer größeren Kreuzung im Feierabendverkehr einfach ausgegangen ist und sich nicht weiter gerührt hat. Ich bin mir sicher, der war mehr im Weg...

P.S. @ fruchtzwerg: An Deinem Motorrad bin ich nicht so interessiert. Das Ding dreht mir zu hoch ;)

Da hast du mich glaube ich falsch verstanden, @ teddybehindert. Es ist ja gerade die eigene Entscheidung dann, ob man so ein gewisses Risiko eingeht oder nicht. Es gibt eben etwas ängstlichere und weniger ängstliche Naturen, ganz unabhängig davon, ob man behindert ist oder nicht. Nimm das Fliegen: Alle Welt fliegt durch die Gegend, einige von uns Zeitgenossen wirst du aber nie dazu kriegen, in ein Flugzeug zu steigen... könnte ja sein, dass man abstürzt.

Grüße,

Spy

SpyGe: Jetzt habe auch ich Dich verstanden :)

Mich bekommst Du übrigens auch nicht in ein Flugzeug - es sei denn ich kenne den Piloten und vertraue ihm sehr...

Zitat:

Original geschrieben von SpyGe

Da hast du mich glaube ich falsch verstanden, @ teddybehindert. Es ist ja gerade die eigene Entscheidung dann, ob man so ein gewisses Risiko eingeht oder nicht. Es gibt eben etwas ängstlichere und weniger ängstliche Naturen, ganz unabhängig davon, ob man behindert ist oder nicht. Nimm das Fliegen: Alle Welt fliegt durch die Gegend, einige von uns Zeitgenossen wirst du aber nie dazu kriegen, in ein Flugzeug zu steigen... könnte ja sein, dass man abstürzt.

Grüße,

Spy

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Ich wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass es sogenannte Fachleute gibt, die glauben körperlich behinderte können kein Auto fahren. nur mal ein Beispiel: Ein Gutachter sagte mir mal um überhaupt ein Fahrzeug steuern zu können bedarf es besondere motorische Fähigkeiten besonders wenn man an den Armen eine Behinderung hat ist es unmöglich ein Fahrzeug zu fahren. Sowas bezeichnet sich dann selbst in einem Gerichtsverfahren selbst als Fachmann (Rechtsmediziner) im Schwerbehindertenrecht, wobei ein auf den Rollstuhl angewiesener Mann auf ein Mann zugelaufen sein und dann ihn mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen haben. Er war der Meinung wer in der Lage ist ein Fahrzeug zu steuern, kann auch jemanden ins Gesicht schlagen, gerade beim Lenken eines Fahzeuges bedarf es besonderer motorischer Fähigkeiten, und des weiteren braucht man eine gewisse Kraft um überhaupt ein Fahrzeug zu lenken. Fazit: Für mich persönlich ist jemand der solche Aussage macht ein Fachidiot Sorry für den Ausdruck aber für solche Leute fällt mir leider kei n besserer Ausdruck ein.

Ah okay, @ teddybehindert, verstehe. Sehe ich grundsätzlich eigentlich auch nicht anders.

Was das Fliegen angeht, @ meehster, bin ich der Typ, der bei Start, Landung, Turbulenzen und Luftlöchern nach außen hin cool und entspannt die Zeitung liest, als wenn nix wäre, sich innerlich aber fast in die Hose macht.

Zum Feetless-Biking-System von Willi steht auch --> da noch was. Schöner Artikel, wie ich finde.

Gerade habe ich mir nochmal das Video angeschaut. Dass, dank Willi, jemand ohne Beinfunktion so ein herrliches Geschoss überhaupt fahren kann, wenn er es denn möchte, das ist doch sowieso allererste Sahne, keine Frage.

Grüße,

Spy

Zitat:

Original geschrieben von SpyGe

Da hast du mich glaube ich falsch verstanden, @ teddybehindert. Es ist ja gerade die eigene Entscheidung dann, ob man so ein gewisses Risiko eingeht oder nicht. Es gibt eben etwas ängstlichere und weniger ängstliche Naturen, ganz unabhängig davon, ob man behindert ist oder nicht. Nimm das Fliegen: Alle Welt fliegt durch die Gegend, einige von uns Zeitgenossen wirst du aber nie dazu kriegen, in ein Flugzeug zu steigen... könnte ja sein, dass man abstürzt.

Grüße,

Spy

Scheinbar habe dich wirklich FALSCH VERSTANDEN . Ich habe schon öfters die Erfahrung gerade durch sogenannte Fachidioten die mir klarmachen wollen das nur sie wissen was für mich als behinderten Menschen gut ist. Da kommen dann so Sätze ich wäre zum Wohle der Gesellschaft verpflichtet mich regemäßig untersuchen zu lassen, man muß auch an sämtlichen Therapien teilnehmen, der behinderte sei schließlich zum Wohle der Allgemeinheit teilzunehmen. Selbst kann der behinderte Mensch überhaupt nicht beurteilen was gut für ihn ist, dass wissen nur wir Fachleute die sich mit Behinderungen auskennen. Wer sich also nicht zu Therapien und Untersuchungen bereit ist, auch wenn sie Schmerzen verursachen hat man zum Wohle der Gesellschaft das hinzunehmen, da man schließlich dem Staat eine Menge Geld kostet, hat man Schmerzen gerade bei UIntersuchungen sowie Therapien gefälligst hinzunehmen, wenn man dazu nicht bereit ist handelt man gegenüber der Gesellschaft verantwortungslos. Schmerzen hat man zum Wohle der Gesellschaft gefälligst auszuhalten. Der jenige der solche Aussagen von sich gibt ist die Bezeichnung Fachidiot angebracht, oder hat hier jemand einen anderen Ausdruck. (?????)

Ich habe Willi Költgen vor ein paar Jahren auf der Reha in Düsseldorf kennengelernt. Ich war begeistert von den Umbaumöglichkeiten die er schon damals anbot. Für manche Motorradfahrer geht die Welt unter wenn sie hören sie sind querschnittsgelähmt. Sie denken jetzt werde ich niemals mehr Motorrad fahren können. Das dem nicht so ist beweist ja Willi eindrucksvoller Weise. Der Name Költgen sollte für jeden Motorrad-Fahrer ein Bergriff sein, dass es bis auf wenige Ausnahmen immer noch möglich Motorrad nach einem schweren Unfall mit einem anschließenden Handicap zu fahren. Die Worte "geht nicht " scheinen für Willi Fremdworte zu sein.

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