ForumFahrzeugtechnik
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Fahrzeugtechnik
  5. Kurzstreckenfahrten

Kurzstreckenfahrten

Themenstarteram 12. Juni 2016 um 10:38

Servus zusammen...

Warum genau sind Kurzstreckenfahrten eigentlich so "schädlich" für Motoren im allgemeinen?

Es ist ja so, das generell wenn ich den Motor starte wenn er kalt ist, wegen Ölkonsistenz und der unterschiedlichen Ausdehnung verschiedener Materialien beweglicher Teile etc. der Verschleiß etwas höher ist und man deshalb erstmal sachte fahren sollte bis eine gewisse Betriebstemperatur erreicht ist. Nur wenn ich die erste Zeit sanft fahre, warum spielt es dann eine Rolle ob ich den Motor wirklich auf Betriebstemperatur kommen lasse, oder ob ich z.B. nur 1Km fahre und ihn dann wieder ausmache?

Kann man also sagen das ein Fahrzeug das jeden Tag 2x gestartet wird und insgesamt nur 2Km bewegt wird einer höheren Belastung ausgesetzt ist als ein Fahrzeug das 2x/Tag gestartet wird und 20Km gefahren wird? ->Ich meine den Kaltstart habe ich ja in beiden Beispielen so oder so...

Danke schonmal für Erklärungen ;)

Beste Antwort im Thema

Wenn man sich die Funktionsweise eines Verbrennungsmotors ansieht wird man zb feststellen dass bei der Verbrennung Wasser entsteht. Das verbleibt bei nie richtig warm werdendem Motor im Öl, der Abgasanlage und im Ventildeckel. Wenn man den Deckel aufmacht fällt einem dann diese Margarine artige Substanz auf. Bei warmem Motor entfernt sich das Wasser als Dampf und schadet nicht weiter. Alleine dies schadet dem Kurzstreckenmotor extrem.

Auch kommt gerade in den Kaltstartphasen vermehrt Kraftstoff ins Öl (Kaltstartanfettung), das dann auch nicht mehr verdampfen kann. Stichwort Ölverdünnung.

55 weitere Antworten
Ähnliche Themen
55 Antworten

Zitat:

@Offends schrieb am 12. Juni 2016 um 11:06:47 Uhr:

Welches Auto unterliegt einem höherem Verschleiß und warum?

Diese Formulierung der Frage ist trügerisch. Ursprünglich hattest du noch wissen wollen, ob und wie Kurzstrecken dem Auto schaden, jetzt schaust du nur noch auf Verschleiß. Es gibt aber eben auch Schädigungs-Mechanismen, die sich nicht sinnvoll unter "Verschleiß" fassen lassen. Extreme Kurzstrecken (z.B. nie über 2 km) schaden dem Motor auf andere Weise als Langstreckenfahrten.

Insgesamt leidet ein Fahrzeug unter seiner Existenz und Nutzung auf verschiedenste Weise. Ein Teil dieses Leidens hängt direkt vom Alter ab; ein anderer wächst einfach mit den Kilometern. Dazu kommt noch ein Anteil, der von der Anzahl der Kaltstarts abhängt, und einer, der von der insgesamt überfahrenen Menge an Straßen-Unebenheiten beigesteuert wird. Und neben diesen, mehr oder weniger offensichtlichen gibt es dann die kaum zu fassenden kleinen Gremlins, die man im Nachhinein kaum noch zu fassen kriegt. Zu denen zählt der Schädigungseffekt, der vom Abstellen eines noch gar nicht wirklich warmgefahrenen Motors entstehen kann.

Beim PKW-Diesel ist dieser letzte Beitrag inzwischen deutlich stärker geworden, weil die Abgasnachbehandlung auf halbwegs regelmäßig auftretende, ordentliche Motortemperaturen über einige Zeiten angewiesen ist. Davon geht zwar nicht der Motor selbst direkt kaputt, aber die Wartungskosten für AGR und Partikelfilter-Anlage können leicht außer Kontrolle geraten.

Themenstarteram 13. Juni 2016 um 9:23

Zitat:

@Timmerings Jan schrieb am 12. Juni 2016 um 18:13:13 Uhr:

Zitat:

@Offends schrieb am 12. Juni 2016 um 11:06:47 Uhr:

Welches Auto unterliegt einem höherem Verschleiß und warum?

Diese Formulierung der Frage ist trügerisch. Ursprünglich hattest du noch wissen wollen, ob und wie Kurzstrecken dem Auto schaden, jetzt schaust du nur noch auf Verschleiß. Es gibt aber eben auch Schädigungs-Mechanismen, die sich nicht sinnvoll unter "Verschleiß" fassen lassen. Extreme Kurzstrecken (z.B. nie über 2 km) schaden dem Motor auf andere Weise als Langstreckenfahrten.

Insgesamt leidet ein Fahrzeug unter seiner Existenz und Nutzung auf verschiedenste Weise. Ein Teil dieses Leidens hängt direkt vom Alter ab; ein anderer wächst einfach mit den Kilometern. Dazu kommt noch ein Anteil, der von der Anzahl der Kaltstarts abhängt, und einer, der von der insgesamt überfahrenen Menge an Straßen-Unebenheiten beigesteuert wird. Und neben diesen, mehr oder weniger offensichtlichen gibt es dann die kaum zu fassenden kleinen Gremlins, die man im Nachhinein kaum noch zu fassen kriegt. Zu denen zählt der Schädigungseffekt, der vom Abstellen eines noch gar nicht wirklich warmgefahrenen Motors entstehen kann.

Beim PKW-Diesel ist dieser letzte Beitrag inzwischen deutlich stärker geworden, weil die Abgasnachbehandlung auf halbwegs regelmäßig auftretende, ordentliche Motortemperaturen über einige Zeiten angewiesen ist. Davon geht zwar nicht der Motor selbst direkt kaputt, aber die Wartungskosten für AGR und Partikelfilter-Anlage können leicht außer Kontrolle geraten.

Nun, eigentlich würde ich alle von dir aufgeführten Schädigungen als Verschleiß bezeichnen, ich habe die Frage ganz bewusst nochmal so formuliert weil wieder jemand wissen wollte wie hoch denn hohe Drehzahlen für mich sind und das mit meiner Frage absolut nichts zu tun hatte ;)

aber ich denke 99% derer die meine Frage beantwortet haben, haben schon gecheckt wie die Frage zu verstehen war, zumindest waren die Antworten für mich gut nachvollziehbar...

Du hast natürlich recht das der Verschleiß wie ich es nenne, nicht nur auf den Kurzstrecken beruht sondern es noch 1000 andere Parameter gibt die einem Auto zusetzen. Primär ging es mir aber wirklich um den Nachteil den man sich durch einen nicht ganz warm gefahrenen Motor einhandelt.

Nachtrag:

desweiteren ist es naturgemäß ja auch so das die anderen von dir aufgeführten Ursachen für Verschleiß sich ja sogar positiv auf Kurzstreckenfahrzeuge auswirken, weil ein Fahrzeug das häufig auf Kurzstrecke bewegt wurde natürlich auch notwendigerweise weniger Km auf schlechten Straßen bewegt wurde und nach sagen wir mal 8 Jahren auch weniger gefahrene Km auf dem Zähler hat. Mein letztes Auto z.B. war 6 Jahre alt als ich es gekauft habe und hatte nur 40 Tkm auf der Uhr. Da war mir klar das es sich um ein Kurzstreckenfahrzeug handelt, nur war ich der Meinung das der Vorteil von wenigen gefahrenen Kilometern den Nachteil von vielen Kurzstreckenfahrten überwiegt.

Um ein Beispiel zu nennen dass das ganze noch auf die Spitze treibt: Du möchtest ein gebrauchtes Auto kaufen und hast 2 in der engeren Auswahl. Eines ist 8 Jahre alt und hat 30 Tkm gelaufen und das andere hat in der gleichen Zeit 130 Tkm gelaufen. Beide Fahrzeuge sind vom Pflegezustand gleich und wurden Scheckheftgepflegt. Für welches würdest du dich entscheiden?

Kommt drauf an, ob das Auto mit 30tkm die meiste Zeit rumstand oder täglich 1km gefahren ist.

Wenn zweiteres der Fall ist, würde ich den mit 130tkm nehmen. ;)

Grundsätzlich sagt der Kilometerstand viel weniger über den Zustand des Autos aus, als viele Meinen.

Themenstarteram 13. Juni 2016 um 14:51

Stimmt natürlich auch, nur hätte ich erwartet zur Antwort zu bekommen das der mit weniger Km die Fahwerkskomponenten, Bremsscheiben, Kupplung und Getriebe etwas weniger belastet waren während der mit mehr Km wahrscheinlich Motorseitig etwas vernünftiger genutzt wurde ;)

Wenn der mit 130tsd viel auf der AB war und der andere in der Stadt dauernd im Getriebe "gerührt" hat, dann muss die Kupplung da nicht unbedingt besser sein.

Bremsbeläge härten auch irgendwann aus, wenn man Sie gar nicht verwendet. Dann ist noch viel Belag aber bremsen tut dann nix mehr richtig gut.

Der eine Fahrer ist Geschäftsmann oder Pendler und fährt einen 70er Schnitt täglich hunderte von Kilometern weit nur über aalglatte Autobahnen, hat demnach bei 100.000 km die genau gleiche Anzahl an Betriebsstunden wie ein extremes Kurzstreckenfahrzeug, welches 30.000 km nur vom Bäcker zur Kita zur Bank und zum Supermarkt gewuchtet wurde. Zusätzlich noch mit dem Unterschied, dass ersteres Fahrzeug weniger Kaltstarts, weniger Kupplungs, - Brems, - und Synchronringverschleiß hat. Der techische (und meist auch optische) Zustand des Fahrzeuges mit dem höheren Kilometerstand wird also deutlich besser sein. Das ist der Grund, weshalb es Fahrzeuge mit 300.000 km gibt, die optisch und technisch wie ein Jahreswagen wirken. Die waren meist rund um die Uhr im Einsatz. Und genau deswegen gehört diese ewige Fokusierei auf den Kilometerstand endlich abgeschafft und durch eine Betriebsstundenrechnung ersetzt, denn die sind "echt" und verschleißmäßig relevant(er).

Das sind natürlich extreme Beispiele, i.d.R. hinterlassen 100.000km schon ihre Spuren, bis hin zum sichtbar abgenutzten Fahrersitz.

Der höchste Gang bei einem Kurzstreckenfahrzeug ist oft noch fast im Neuzustand.:p

Zitat:

@Offends schrieb am 13. Juni 2016 um 09:23:58 Uhr:

Zitat:

@Timmerings Jan schrieb am 12. Juni 2016 um 18:13:13 Uhr:

Diese Formulierung der Frage ist trügerisch. Ursprünglich hattest du noch wissen wollen, ob und wie Kurzstrecken dem Auto schaden, jetzt schaust du nur noch auf Verschleiß. Es gibt aber eben auch Schädigungs-Mechanismen, die sich nicht sinnvoll unter "Verschleiß" fassen lassen.

Nun, eigentlich würde ich alle von dir aufgeführten Schädigungen als Verschleiß bezeichnen,

Damit würdest du den Begriff allerdings deutlich überdehnen. Gerade die Auswirkungen von Kurzstrecken-Fahrten auf moderne Diesel haben mit Verschleiß im eigentlichen Sinne rein gar nichts zu tun. Ein mangels Regenerations-Möglichkeiten zugesetzter DPF ist nicht verschlissen, sondern verstopft. Auch ein völlig versifftes AGR ist nicht verschlissen.

Zitat:

aber ich denke 99% derer die meine Frage beantwortet haben,

Du hast nicht annähernd genug Antworten bekommen, um eine solche Zahl belegen zu können. Aber wie es so schön heißt: 93,782 % aller Prozentangaben sind frei erfunden.

Zitat:

Du hast natürlich recht das der Verschleiß wie ich es nenne, nicht nur auf den Kurzstrecken beruht sondern es noch 1000 andere Parameter gibt die einem Auto zusetzen. Primär ging es mir aber wirklich um den Nachteil den man sich durch einen nicht ganz warm gefahrenen Motor einhandelt.

Da man sich den unweigerlich bei jedem Losfahren nach längerer Standzeit einhandelt, bringt dir diese Erkenntnis aber wenig bis gar nichts.

Der einzige Schluss, den man hieraus ziehen kann, ist der, dass es sich immer lohnt die Anzahl Kaltstarts für die anzufahrenden Ziele zu reduzieren, wenn das möglich ist. Wenn es also an einem Tag 10 Kurzstrecken-Ziele anzufahren gilt, ist es besser, das als konzentrierte Rundreise durchzuführen, statt 10 mal kalt von zu Hause los- und direkt dorthin wieder zurück zu fahren.

Zitat:

desweiteren ist es naturgemäß ja auch so das die anderen von dir aufgeführten Ursachen für Verschleiß sich ja sogar positiv auf Kurzstreckenfahrzeuge auswirken,

Das täuscht. Gar keine Verschleiß-Ursache wirkt sich jemals positiv aus. Sie kann sich höchstens weniger negativ auswirken als eine andere.

Der ganze Vergleichs-Versuch hier krankt daran, dass überhaupt nicht klar ist, was denn beim Verleichen gleich gelassen werden soll: willst du Fahrzeuge mit gleicher Kilometerleistung vergleichen, welche gleichen Alters, oder welche, durch die insgesamt gleich viel Sprit geflossen ist (und wenn ja, gleicher Sorte)?

Zitat:

weil ein Fahrzeug das häufig auf Kurzstrecke bewegt wurde natürlich auch notwendigerweise weniger Km auf schlechten Straßen bewegt wurde und nach sagen wir mal 8 Jahren auch weniger gefahrene Km auf dem Zähler hat.

Das ist nicht mal ansatzweise eine notwendige Schlussfolgerung. Langstrecken sind oft in besserem Zustand als innerstädtischen Kurzstrecken-Straßen (Wohngebiete, Tempo-Schwellen, Kopfsteinpflaster, ...), und es ist auch keineswegs gesagt, dass bei Kurzstrecken-Verkehr automatisch weniger Kilometer im Ganzen zusammenkommen.

Zitat:

Mein letztes Auto z.B. war 6 Jahre alt als ich es gekauft habe und hatte nur 40 Tkm auf der Uhr. Da war mir klar das es sich um ein Kurzstreckenfahrzeug handelt,

Das ist nicht wirklich so klar, wie es dir war. Es gibt z.B. auch Fahrzeuge, die werden nur zwei mal im Monat bewegt, dann aber gleich 500 km auf einen Sitz.

Zitat:

Um ein Beispiel zu nennen dass das ganze noch auf die Spitze treibt: Du möchtest ein gebrauchtes Auto kaufen und hast 2 in der engeren Auswahl. Eines ist 8 Jahre alt und hat 30 Tkm gelaufen und das andere hat in der gleichen Zeit 130 Tkm gelaufen. Beide Fahrzeuge sind vom Pflegezustand gleich und wurden Scheckheftgepflegt. Für welches würdest du dich entscheiden?

Das kann man allein aus diesen Daten heraus nicht zuverlässig schließen.

Themenstarteram 14. Juni 2016 um 1:55

@Timmerings Jan

Leider fällt es mir schwer auf meinem Telefon so schön zu zitieren wie du es gemacht hast, aber ich denke ich kriegs auch so irgendwie hin... ;)

Also die 99% waren nicht exakt berechnet, auch die 1000 Ursachen können in Wahrheit nur 627 sein, wer weiß es genau...?

Selbstverständlich kann es sein das mein Ex Auto die 40Tkm auf 3 mal gefahren ist, jedoch scheint mir meine Theorie logischer das er einfach zum täglich kurzen Weg in die Arbeit und zum Bierkisten holen gebraucht wurde. Und wenn er am Tag 10 Ziele angefahren hat und nach dem 3. Ziel der Motor warm war, hatte er beim 4.- 10. Ziel keine Kaltstarts mehr, das ist nämlich genauso spekulativ wie meine Schlussfolgerungen.

Wenn die Reifen runter müssen, sind sie dann verschlissen oder abgenutzt?

Wenn ein Luftfilter getauscht wird war er dann verschlissen oder verstopft?

Ist doch nur Wortklauberei, die Ursache warum etwas verschleißt und wie es verschleißt ändert doch nichts an der Tatsache das es verschlissen ist, egal ob es ein DPF oder eine Zündkerze ist.

Meinen Ölfilter hab ich nicht gewechselt weil er verschlissen war, sondern er war verbraucht... :)

P.S. ich glaube die Anzahl derer die gecheckt haben was ich wissen wollte ist auf 97% gefallen...

@ TE

Habe mir letztes Jahr auch ein 6 Jahre alten Astra H Stufenheck gekauft mit 27000km auf der Uhr und dann etwa 600km BAB nach Übernahme gefahren, natürlich Piano, weil ich auch von einem Kurzstreckenprofil ausgegangen bin.

Vor der Übernahme wurde aber eine Inspektion mit Ölwechsel gemacht, deshalb bin ich dann doch mal mit 150km/h über eine längere Strecke gefahren.

Keine Probleme bekommen (Benzin Saugermotor).

3 Monate später habe ich ihn dann auf (Tacho) 190km/h gebracht und seit dem läuft er, wie er laufen soll.

Allerdings habe ich Benzin Speed von LM nach jedem Tanken (Super95) in den Tank geschüttet, da zu vermuten war, dass im Kraftstoffsystem Wasserablagerungen schlummern, die Einspritzdüsen und Ventile mit Ablagerungen versehen sind.

Demnächst geht er zur Inspektion, mal sehen, was es zu mäkeln gibt.

Den 4. Gang (von 5) ziehe ich auch manchmal bis 150Km/h durch, damit der Motor so richtig frei wird.

Themenstarteram 14. Juni 2016 um 10:45

Bei meinem Vorgänger war auch Ölschlamm am Deckel zu sehen und auch ich bin mit dem Auto, so wie auch der Vorbesitzer fast ausschließlich Kurzstrecke gefahren, nochmal ca. 4 Jahre lang. Ich hatte aber keine nennenswerten Defekte oder Leistungseinbußen dadurch, zumindest konnte ich nichts feststellen.

Das war eigentlich auch der Grund meiner Frage, weil ich garnicht drumherum komme Kurzstrecke zu fahren. Ich wohne in einer kleinen Stadt in der es alles gibt was man benötigt und ich arbeite dort auch.

Aber um nochmal auf die Eingangsfrage zurückzukommen wäre die Antwort folgende:

Kurzstrecken (wie der tägliche Weg in die Arbeit) sind nicht gut, wegen dem Sprit und Wassereintrag im Öl, das Quasi nicht ausgasen kann wenn der Motor nicht auf Betriebstemp. gebracht und dann auch noch eine gewisse Zeit betrieben wird.

Das klingt völlig plausibel, nur wie gesagt hatte ich dadurch noch bei keinem meiner Fahrzeuge irgendwelche probleme. Öfter mal 'nen Ölwechsel und keine weitere Sorge machen. Ich hab auch irgendwo mal gehört das man einmal im Jahr ein Schnapsglas Petrolium in den Tank kippen kann, weil es angeblich Wasser im Benzin bindet... -> zu dieser Aussage aber kein Gewähr.

Richtig, meine Mutter hat einen Fabia 2.0 MPI, der fährt hauptsächlich Kurzstrecke und wird nie richtig warm. Da wechsel ich halbjährlich halt das Öl und gut ist. Wenn man weiß wo, ist das so teuer wie normale Ölwechsel jährlich in der Werkstatt.

Zitat:

@Timmerings Jan schrieb am 12. Juni 2016 um 18:13:13 Uhr:

Davon geht zwar nicht der Motor selbst direkt kaputt, aber die Wartungskosten für AGR und Partikelfilter-Anlage können leicht außer Kontrolle geraten.

Leicht ist gut. Netto 2.040 Euro ohne Einbau wollte Toyota für einen Filter für unseren eigentlich guten D-CAT haben. Trotz Langstrecke und 295.000 km war der so dicht, dass nur ein Tausch in Frage kam.

Wir haben einen Aftermarket-Filter verbauen lassen und die Grundursache war ein beschädigter Injektor. Das Geld wollten wir allerdings nicht mehr investieren.

Jetzt fährt der Wagen ohne AGR und ohne Filter in Lettland weiter. Leider.

Wohlgemerkt, meine Frau war damit unterwegs im Außendienst quer durch Deutschland. Der Filter hat über 80 % seiner Zeit optimale Abgastemperaturen zur Regeneration gehabt.

Da bin ich ganz froh, privat meinen Gaser zu haben. Der hat höchstens einen Kat, und der funktioniert auch nach über 200.000 km immer noch tadellos.

Das Einzige ist, so einmal im Jahr oder 25.000 km mache ich die Drosselklappe frei, sprühe die leicht mit Reiniger ein und lasse den Motor an, dann geben wir bissl Gas und spritzen mit dem Reiniger noch die Ansaugspinne sauber und das war's. Weil der gerne Öldämpfe ansaugt und das Ganze gerne verkokt. AGR hat Opel bei meinem Modelljahr Gott sei Dank nicht mehr.

cheerio

Ich wäre dafür als Verschleißindiz die verbrauchte Kraftstoffnenge und die Betriebsstunden auszuwerten. Die gefahrenen Kilometer sind dafür recht ungeeignet.

Bei alten Nfz aus Russland wird nur nach verbrauchtem Krafrstoff in kg gefragt.

Vollgas ider Kurzstreckenprofile ließen sich deutlich besser erkennen. Weitere Indizien wären der Fahrwerkszustand, Verschleiß der Bedienelemente und Zustand der Inneneinrichtung.

In modernen Stgs läßt sich zum Glück viel mehr auslesen, als manchen lieb ist.

Zitat:

@Offends schrieb am 14. Juni 2016 um 01:55:41 Uhr:

Selbstverständlich kann es sein das mein Ex Auto die 40Tkm auf 3 mal gefahren ist,

Nicht wirklich. 13 Mm auf einen Sitz kann man getrost als utopisch bezeichnen ... das wären auf der Straße ca. 5 Tage Dauer-Fahrt. Das hält kein Sitzfleisch durch. Die von mir genannten 500 km hingegen sind realistisch. Sowas machen z.B. Leute, die eigentlich kein Auto brauchen würden (brauchbarer Nahverkehr, oder ein Fahrrad reicht ihnen), aber in einer Fernbeziehung leben.

Zitat:

jedoch scheint mir meine Theorie logischer das er einfach zum täglich kurzen Weg in die Arbeit und zum Bierkisten holen gebraucht wurde.

Wahrscheinlicher als so manch andere ist sie durchaus. Aber es ist eben beileibe nicht die einzige Möglichkeit, und daher auch nicht einfach so "klar".

Zitat:

Und wenn er am Tag 10 Ziele angefahren hat und nach dem 3. Ziel der Motor warm war, hatte er beim 4.- 10. Ziel keine Kaltstarts mehr,

Auch das weißt du nicht, sondern nimmst es blind an. Bloß weil die 4. Tour noch mit rest-warmem Motor begonnen hat, muss das für die 5., 6. oder 9. noch lange nicht gelten. Es kommt eben darauf an, wie lang die einzelnen Fahrten, und erst recht, wie lang die Pausen dazwischen sind.

Zitat:

Wenn die Reifen runter müssen, sind sie dann verschlissen oder abgenutzt?

Das kommt ganz darauf an, weshalb sie runter mussten. Verschleiß ist möglich, ebenso wie Unfall, Vandalismus oder Alterung.

Zitat:

Wenn ein Luftfilter getauscht wird war er dann verschlissen oder verstopft?

In der Regel ist er verstopft. Manchmal wird er auch einfach getauscht, weil im Service-Plan steht, dass er fällig ist, oder weil man eh' gerade dabei war.

Zitat:

@DocSnyder75 schrieb am 14. Juni 2016 um 12:38:26 Uhr:

Ich wäre dafür als Verschleißindiz die verbrauchte Kraftstoffnenge und die Betriebsstunden auszuwerten.

Grundsätzlich gerne. Nur kommt man bei PKW an diese Daten kaum bis gar nicht heran. Betriebsstundenzähler haben in der Regel nur Bau- und Landmaschinen.

Deine Antwort
Ähnliche Themen