ForumVerkehr & Sicherheit
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Ich brauche Psychobeistand als Neuanfaenger

Ich brauche Psychobeistand als Neuanfaenger

Themenstarteram 12. April 2012 um 22:59

Hallo,

nach fast 6 Jahren Autoabstinenz mit wenigen Ausnahmen habe ich mir ein Auto zulegen muessen, da ich in einer laendlichen Gegend wohne und arbeite. Davor hatte ich fast 9 Jahre Fahrerfahrung und auch keine Probleme - Autofahren war fuer mich wie Spazierengehen.

Ich merke, obwohl ich mir extra zu trainingszwecken ein Lenkrad fuer den PC gekauft hatte, dass ich nach mehreren zig Kilometern, vor allem wenn ich auch in unbekannten Staedten herumgefahren bin, in meiner fahrerischen Qualitaet abbaue. Ich will irgendwann nur noch heim. Ich merke auch Anfaengerschnitzer in meiner Fahrweise.

Nun bin ich auch ein ziemlich defensiver Fahrer, so defensiv, dass ich mit meinem 2L turbo Verbrauchswerte von nur knapp ueber 8 Liter schaffe. Ich werde hin und wieder von Raudis und kleineren Verkehrssuendern oder Genervten ueberholt (dabei halte ich mich an limits und fahre lt Tacho immer ein paar km/h schneller) und lasse sie ziehen. Heute war es ganz genauso, iuch fuhr also MOebel holen und wurde auf der Landstrasse oefter mal ueberholt, ueberholte selbst mal einen LKW. Dann fuhr ich ins Moebelhaus, kaufte billig ein und musste etwas durch eine mir unbekannte Stadt fahren, mit einem Navi, das manchmal entweder dauernd von der Scheibe faellt oder kein Signal bekommt.

Und dann, mit der steigendern Ermuedung, kamen sie wieder, die Zweifel aus der Anfaengerzeit: "oh weia, hoffentlich bin ich ueber die Ampel da bei Gruen gefahren" (ganz besonders wenn ich nach einer Ampel der "einzige" bin) oder "ui, da war ich zu schnell, hoffentlich wurde ich nicht geblitzt ohne es zu merken" (das einzige mal an dem ich geblitzt wurde, habe ich erst mit der Post mitbekommen).

Nun kommt das, was mich fuchst und fertig macht. Nun bin ich aktiv defensiv und zuvorkommend. Aber auf dem Heimweg wurde ich mal wieder trotz Einhaltung der Geschwindigkeiten mehrfach ueberholt. An einer Stelle fuhr ich, weil ich ziemlich alleine auf der Landstrasse war, 90. Das sah ich, als sich allmaehlich ein alter Mercedes naeherte. Also gab ich Stoff, fuhr lt Tacho zwischen 100 und 110, lt. Navi also ca 5..6km/h weniger. Das passte dem Fahrer offenbar, denn der Abstand hielt. Irgendwann kam er aber naeher und fuhr eine Weile relativ dicht auf. Mein psychologischer "Fahrakku" war dann aber wohl nur noch bei ca. 10% oder weniger, weswegen ich seinen Ueberholvorgang mit einem kurzen Tritt aufs Gas vereitelte. Dabei empfand ich weder Freude noch Ueberlegenheit. Es war ein instinktives Abreagieren, primitivstes Verhalten, das was mein Genervtheitsgrad offenbar von mir wollte. Der Wagen konnte nur nach links scheren und gleich wieder nach rechts - es dauerte absolut nicht lang und beide uebertragen wir auf einem freien Stueck die Geschwindigkeitsbegrenzung. Ich ging vom Gas und fuhr wieder 110 und ueberlegte an langsameren Stuecken weiter rechts zu fahren, doch der Fahrer vermutete wohl ein Spielchen, weswegen ich dies unterliess.

Nun ist mir klar: das Verhalten = Straftatbestand und ich hoffe instaendig, dass der Fahrer mich nicht anzeigt. Ich wuerde meinen Lappen sogar freiwillig einen Monat abgeben, wenn mir dadurch nichts bluehen wuerde. Aber das gibts ja nicht.

Meine Frage daher: gibt es Seminare gegen Autofahrereistress? Ich brauche das Auto oefter wirklich und will meiner defensiven Absicht gemaess konsequent fahren koennen. Ich habe kein Autofahrernervengeflecht mehr. Es erschreckt mich sogar immer, wenn meine Freundin faehrt und deutlich naeher an Radfahrer heranfaehrt als ich und hoffe dass keine Post kommt (ich war nun einige Jahre freiwillig Radfahrer und kann diese daher besser verstehen als frueher, ich empfehle Radfahrern auch mittig in der rechten Spur zu fahren und nicht am Rand, auch wenn Autofahrer mich evtl. lynchen wollen :D).

Hoffe auf "Trost" im Forum.

unilev

Beste Antwort im Thema

Du brauchst keinen Psychobeistand sondern vielleicht mal ein Seminar für Fahranfänger.

Das bieten total viele Fahrschulen an. Wie schon mein Vorredner geschrieben hat, hilft hier Tante Google gerne weiter.

Noch ein guter Rat: Verkaufe das Lenkrad für den PC oder schmeiß es gleich in die Tonne.

Das hat mit realem Autofahren ungefähr so viel gemeinsam wie Dieter Bohlen mit niveauvoller Unterhaltung.

Gutes Gelingen und allzeit stressfreie Fahrt!

Nur mal so nebenbei:

Warum hast Du dich bei deiner Liebe zum Aufofahren für einen 2L Turbo entschieden?

7 weitere Antworten
7 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von unilev

Meine Frage daher: gibt es Seminare gegen Autofahrereistress?

Ja, die gibt es. Alternativ auch Selbsthilfe-Gruppen. Einfach mal danach googeln.

Du brauchst keinen Psychobeistand sondern vielleicht mal ein Seminar für Fahranfänger.

Das bieten total viele Fahrschulen an. Wie schon mein Vorredner geschrieben hat, hilft hier Tante Google gerne weiter.

Noch ein guter Rat: Verkaufe das Lenkrad für den PC oder schmeiß es gleich in die Tonne.

Das hat mit realem Autofahren ungefähr so viel gemeinsam wie Dieter Bohlen mit niveauvoller Unterhaltung.

Gutes Gelingen und allzeit stressfreie Fahrt!

Nur mal so nebenbei:

Warum hast Du dich bei deiner Liebe zum Aufofahren für einen 2L Turbo entschieden?

Nabend,

Ja das ist ein ernstes Thema, wie Drahkke schon sagte, es gibt Seminare.

Es ist nicht immer einfach auf der Landstraße, ich fahre selbst wöchentlich 160km reine Landstraße, dabei werde ich bei Tempo 100 km/h eigentlich nie überholt. Leider gibt es viele Fahrer die meinen sie müssten einfach mal so dicht auffahren, in dem Fall werde auch ich genervt, da sie überholen oder das dichte Auffahren unterlassen sollen. Nun gibt es Fahrer die gehen mit der Situation gelassen um, mich nervt und ich werde langsamer, da ich mich von dem Auffahrer genötigt fühle schneller zu fahren. Andere werden wirklich viel schneller und da liegt das Problem, bei Fahrern die schon nicht gerne 100 km/h fahren ist es nicht sinnvoll sie zu bedrängen 150 km/h zu fahren, gerade auf der Landstraße.

Eine Möglichkeit wäre vielleicht bei langen Schlangen hinter dir im nächsten Dorf kurz an zu halten um die anderen passieren zu lassen.

Alles Gute!!

Gruß

Mondi

Oftmals helfen hier schon regelmäßige Entspannungsübung (Yoga), um diesen inneren Druck zu überwinden.

Themenstarteram 12. April 2012 um 23:23

Wenn ich fahre, fahre ich gerne Auto, solange ich noch nicht erschoepft bin. Ich suchte einen Kombi in der Groessenordnung Golf/Focus. Preislich interessant waren die Golf 4er, aber der vom Schwiegervater hat echt staendig was. Der ein oder andere Focus war mir als Kombi in meiner Region zu teuer und die gesichteten Mondeos (ja, etwas groesser...) entpuppten sich teilweise sogar fuer mich als Laien als verdaechtig verzogen. Da fiel mir der V40 auf, wo mir waermstens 2L und 2L turbo empfohlen wurden. 2L gab es dann um Koblenz kaum, nur die turbovarianten (wollte an sich keinen turbo, weil das noch ein Teil ist, das kaputtgehen kann...) und einer machte einen sehr soliden Eindruck. Der wurde es dann. Leider nur mit einem Satz Winterreifen, lt. TÜV-Gutachter koennte ich die auch durch den Sommer fahren, also wird eh nix aus mehr als 190km/h ;)

Grund fuer meine Autosuche ist, dass ich leider den topgepflegten, 21 Jahre alten PAssat 35i eines Bekannten (hat uebrigens nur 90PS) doch nicht bekam, da er wieder Geld in das Auto steckte und es noch etwas weiter fahren will. Der V40 ist von der Versicherung her auch ertraeglich. Es kann jedoch sein, dass ich umsteige.

p.s.: das PC-Lenkrad mit ffb, 3 Pedalen und H-Schaltung half mir die Handgriffe einzuueben um sie sicher wieder blind zu beherrschen.

Zum Thema "Streßbewältigung":

 

Es ist ein Irrglaube, daß man nur mit einer bestimmten Sache Streß hat, sei es dem Autofahren, dem Chef, den Kindern, dem Nachbarn, was auch immer. Die meisten Menschen meinen das und denken, daß man das Problem mit Änderung der spezifischen Umstände auch beseitigen kann.

 

Irrtum !

 

Ich habe mal auf einer Tagung eine Lektion zum Thema "Streß im Berufsleben und dessen Bewältigung" erlebt. Die erste Frage des Psychologen am morgen lautete; wann man denn zuletzt Streß hatte. Klar, jeder berichtete von den Erlebnissen der vergangenen Monate, Wochen und Tage im Job. Nein, wollte der Leiter wissen, "wann hatten sie ganz konkret zuletzt Streß ?"  Es stellte sich heraus, daß 90 % der Anwesenden (inklusive mir ;)) noch am Tage der Veranstaltung zwischen Aufstehen und Tagungsbeginn zuletzt Streß hatten. Mit der Familie, der Anreise, womit auch immer.

 

Fazit: Wer zu Streß neigt, tut dieses immer. Nicht nur beim Autofahren. Du wirst also ganz allgemein ein Problem mit Gelassenheit, Entspannung und Selbstsicherheit haben. Das muß grundsätzlich angegangen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Du außerhalb des Autofahrens ruhig und souverän bist.

Moin,

deine Frage wurde bereits von einigen Usern beantwortet.

Da der Rest wie zB das:

Zitat:

Original geschrieben von unilev

ich empfehle Radfahrern auch mittig in der rechten Spur zu fahren und nicht am Rand, auch wenn Autofahrer mich evtl. lynchen wollen

keinerlei Diskussionsgrundlage bietet, ist hier auch gleich wieder zu.

 

***geschlossen***

 

MfG

invisible_ghost

MOD

  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Ich brauche Psychobeistand als Neuanfaenger