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Haarsträubende Geschichte

Themenstarteram 28. Oktober 2007 um 21:30

Hab heute von nem Bekannten eine Geschichte gehört die sich für mich recht unglaubwürdig anhörte und würde dazu gern mal eure meinung hören.

Jemand hat ein FZG (in diesem Fall einen gebrauchten LKW) finanziert. Er ist als Halter in den Papieren, der Brief geht zur Bank oder zum Autohaus die Finanzieren. Nun geht dieser jemand zum Strassenverkehrsamt und beantragt einen Ersatzbrief. Angeblich wurde dieser auch ausgestellt und das Fzg wurde mit diesem Ersatzbrief verkauft.

Der Typ setzt sich mit dem Geld ab. Als beim Autohaus keine Raten mehr eingehen macht es sich auf die Suche nach dem Fahrzeug und findet es bei einem anderen Händler auf dem Hof. Dort legt das Autohaus den Originalen Brief auf den Tisch und nimmt angeblich mit Hilfe der Polizei seinen LKW wieder mit?

Kann das theoretisch überhaupt sein? Es müsste doch beim Strassenverkehrsamt registriert sein wenn der Brief noch bei einer Bank oder so liegt, sodass kein neuer ausgestellt werden darf?

Wenn das nicht der Fall ist gibt es keinen Schutz auf solche spielchen hereinzufallen ausser Ersatzbriefen kategorisch abzulehnen?

wäre mal interessant was zu hören

gruss can

10 Antworten

so einen fall haben die auch letztens mit einem MB autohaus gezeigt , der gute mann muste am ende das auto abgeben und hat kein geld mehr. das autohaus hat den wagen wieder bekommen. der betrüger ist natürlich auf und davon.

Zitat:

Original geschrieben von Cancank

Wenn das nicht der Fall ist gibt es keinen Schutz auf solche spielchen hereinzufallen ausser Ersatzbriefen kategorisch abzulehnen?

Fahrzeuge, bei denen der Originalbrief nicht vorgelegt werden kann, sollte man grundsätzlich ablehnen. Gehört eigentlich zu den Grundsätzen jedes Autohändlers.

Zitat:

Original geschrieben von Cancank

Dort legt das Autohaus den Originalen Brief auf den Tisch und nimmt angeblich mit Hilfe der Polizei seinen LKW wieder mit?

An dieser Stelle ist die Story nicht glaubwürdig. Es besteht möglicherweise ein zivilrechtlicher Anspruch auf Herausgabe des Fahrzeugs gegenüber dem aufkaufenden Händler - oder auch nicht. Stichworte: gutgläubiger Erwerb; Fahrzeug ist durch Unterschlagung abhanden gekommen und nicht durch Diebstahl.

Aber: Die Polizei regelt derartige Ansprüche in der Regel nicht als Service für den Bürger. Der Geschädigte muß schon selbst auf dem Rechtsweg gegen den neuen Besitzer vorgehen.

Oliver

 

Themenstarteram 29. Oktober 2007 um 20:29

Na das hätte ich ja nu nicht gedacht. Ich war immer der meinung das so was irgendwo hinterlegt ist, wenn der Wagen noch nicht bezahlt ist. Das wäre doch eigentlich kein problem in Zeiten von moderner EDV irgendwo einen Vermerk zu der Fahrgestellnummer XY liegen noch Ansprüche eines Dritten vor. Naja dann ist bei Ersatzbriefen wohl vorsicht geboten.

gruss can

Zitat:

Original geschrieben von Cancank

Na das hätte ich ja nu nicht gedacht. Ich war immer der meinung das so was irgendwo hinterlegt ist, wenn der Wagen noch nicht bezahlt ist. Das wäre doch eigentlich kein problem in Zeiten von moderner EDV irgendwo einen Vermerk zu der Fahrgestellnummer XY liegen noch Ansprüche eines Dritten vor. Naja dann ist bei Ersatzbriefen wohl vorsicht geboten.

gruss can

Sollte eigentlich so sein! War auch deiner Meinung, aber man lernt ja nie aus!

Zitat:

Original geschrieben von Cancank

Na das hätte ich ja nu nicht gedacht. Ich war immer der meinung das so was irgendwo hinterlegt ist, wenn der Wagen noch nicht bezahlt ist. Das wäre doch eigentlich kein problem in Zeiten von moderner EDV irgendwo einen Vermerk zu der Fahrgestellnummer XY liegen noch Ansprüche eines Dritten vor. Naja dann ist bei Ersatzbriefen wohl vorsicht geboten.

gruss can

Irgendwie verstehe ich das nicht. Was soll da wo in der EDV gespeichert sein?

Offensichtlich hat ja der Typ, auf den der LKW zugelassen war (und der den Originalbrief nicht hatte, weil der im Banktresor lag) einen Ersatzbrief beantragt, wahrscheinlich mit der Behauptung, dass der Brief verloren gegangen sei. Die Zulassungsstelle kann nur nachprüfen, dass der LKW tatsächlich auf den Typen zugelassen ist, von Dritten wissen die nichts und haben auch nichts im Computer. Und wenn der Typ nun behauptet, er hätte den Brief verloren (hier dürfte eine eidesstattliche Versicherung notwendig sein), dann bekommt er halt einen Ersatzbrief.

Im übrigen ist der Kfz-Brief allenfalls ein Hinweis auf die Eigentumsverhältnisse, beweisen tut er aber grundsätzlich nichts.

Viele Grüße,

Cephalotus

Zitat:

Original geschrieben von Cephalotus

Offensichtlich hat ja der Typ, auf den der LKW zugelassen war (und der den Originalbrief nicht hatte, weil der im Banktresor lag) einen Ersatzbrief beantragt, wahrscheinlich mit der Behauptung, dass der Brief verloren gegangen sei.

Und wenn der Typ nun behauptet, er hätte den Brief verloren (hier dürfte eine eidesstattliche Versicherung notwendig sein), dann bekommt er halt einen Ersatzbrief.

Mit einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Falschabgabe einer eidesstattlichen Versicherung ließe sich das Ganze klären.

Themenstarteram 31. Oktober 2007 um 19:08

@cepahalotus:

Ich meine nur wenn die beim strassenverkehrsamt einen Vermerk hätten das für das Fahrzeug noch eine Schuld besteht, sollte es für die bedeuten das nicht ohne weiteres (einwilligung des Gläubigers) ein Ersatzbrief herausgegeben darf. Damit wäre doch solchen Betrügereien ein Riegel vorgeschoben. Das Wäre doch ein geringer Mehraufwand für die Ämter.

 

@Drahke

Ermittlungsferfahren ist ja schön und gut. Nur wenn der Typ weg ist dann ist ja auch dein Geld weg und das Auto geht an den ursprünglichen Eigentümer (Besitzer des ersten briefs).

War mir dessen nicht so bewusst und hab wie weiter oben schon erwähnt für unglaubwürdig gehalten, da ich selbst schon mal einen PKW mit ersatzbrief gekauft habe und daran damals keinen Gedanken verschwendet hab. ( War auch zum glück alles OK)

gruss can

Zitat:

Original geschrieben von Cancank

.........

Ermittlungsferfahren ist ja schön und gut. Nur wenn der Typ weg ist dann ist ja auch dein Geld weg und das Auto geht an den ursprünglichen Eigentümer (Besitzer des ersten briefs).

.........

Hallo,

warum sollte die Bank ein Recht auf Rückgabe des Fahrzeugs haben? So wie man hier immer liest, ist die Bank nicht Eigentümer eines finanzierten Fahrzeugs, sondern der Fahrzeughalter. Und der Eigentümer darf mit seinem Fahrzeug machen, was er will (einschließlich Verschrottung, Verkauf oder Schenkung).

Der neue Käufer ist damit rechtmäßiger Eigentümer des Fahrzeugs (er hat ja kein gestohlenes Fahrzeug erworben) und die Bank muss sich das Geld bei Ihrem Kunden wiederholen. Und wenn der über alle Berge ist, dann kann die Bank nur noch Strafanzeige stellen.

Oder ist derjenige, der sein Fahrzeug über einen Kredit finanziert, doch nicht der Eigentümer sondern nur der Besitzer??

Michael

Dummerweise sind die Banken blöd und lassen den Käufer als Eigentümer im Brief eintragen anstatt sich selbst. Dann würden solche Probleme nicht auftauchen. Nur ist es auch so, dass jeder Halter (also nach dem Kauf auf Pump) ja im Fahrzeugbrief vermerkt ist. Und je mehr Halter ein Auto hatte, desto wertloser wird es.

 

 

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