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Bmw 7er G11 vs Mercedes S-Klasse W222

Themenstarteram 29. April 2020 um 0:59

Hallo zusammen,

Mich würde interessieren wo sich die beiden Fahrzeuge besonders unterscheiden. Gibt es jemanden der beide Fahrzeuge schon gefahren ist und eine Erfahrung abgeben kann?

Z.b. Kann der 7er mit dem typischen S-Klasse Komfort mithalten?

Wirkt die ganze verarbeitung von beiden Identisch?

Preislich bewegen sie sich ja ca. in der gleichen Liga. Oft höre ich "am Ende ist es eine Geschmackssache"

Wäre froh um ein paar Erfahrungen, besonders bezüglich dem Komfort.

S-Klasse W222
Bmw 7er G11
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5 Antworten

da würde ich eher in den beiden Unterforen diese Frage stellen, wahrscheinlich heben die Besitzer / Nutzer / Fahrer des jeweils einen den anderen Wagen probe gefahren, bevor es zur Entscheidung kam. Hier im allgemeinen Forum ist ein 7er oder ne S-Klasse eher nicht das täglich Brot.

Hallo,

habe gerade meinen 2014er S 500 W222 verkauft.

Damals habe ich mir auch den BMW, den Lexus und den Tesla angesehen.

Der Mercedes war und ist für mich das rundeste Angebot.

Wie erwartet lief er die 6 Jahre bestens, kein Ausfall außer der Reihe auf 130.000 Km.

Verkauft habe ich das Auto, weil ich kaum noch fahre und in den nächsten Jahren dann die teuren Reparaturen (Fahrwerk, s.u.) kommen werden. Das möchte ich nicht investieren, wenn ich den Wagen ohnehin kaum noch nutze.

Das Infotainment ist bei Mercedes immer eine Stufe hinter der Konkurrenz zurück. Interessiert mich persönlich jedoch nicht so sehr.

Der V8 Biturbo ist über jeden Zweifel erhaben. Das mit Abstand beste Triebwerk in dieser Klasse.

Die Klimatisierung ist traditionell Benchmark bei Mercedes.

Das Getriebe ist bei BMW einen Ticken sanfter und harmonischer.

Das Interieur ist Geschmackssache.

Die Servicekosten sind bei MB am günstigsten.

Geld kosten sie natürlich alle.

Eine gebrauchte S-Klasse ist im Service nicht billiger als eine neue und man sollte bei normaler bis intensiver Nutzung mindestens 2.000 Eur p.a. für Reparaturen, Service und Verschleißteile einrechnen.

Zumindest wenn das Auto längerfristig erhalten werden soll, was bei einem Einstand von 45.000 Eur aufwärts sinnvoll ist.

Und das ist das abolute Minimum. Ein defekter LED-Scheinwerfer liegt bei locker 2.000 Eur zzgl. Einbau. Und die Dinger gehen, entgegen der Aussagen der Hersteller, durchaus kaputt. Bei einem A und bei diesem S war jeweils einer nach weniger als 2 Jahren defekt. Beide Male glücklicherweise auf Garantie getauscht.

Bedenke auch, dass diese Autos alle Hydro-Fahrwerke besitzen, deren Dämpfer nicht ewig halten.

Alle 120.000 - 180.000 Km muss mit einem Austausch für 3-10.000 Eur gerechnet werden. Die Summe variiert je nach Marke und Eigenleistung. Bei einem 7er in den USA lag das Angebot bei 12.000 USD. Durch Intervention bei BMW München ließ sich das dann für 5.000 USD regeln. Seither haben wir auch drüben Mercedes gehabt. Die tauschen in den USA an S Klassen fast alles kostenfrei, um die Kunden zu halten. In Deutschland zahlt der Kunde diesen großzügigen Service für US-Kunden natürlich mit.

Eigentlich muss man sagen, dass man am Besten nur dann ein Oberklasseauto fährt, wenn man es sich auch neu leisten kann.

So unwahrscheinlich das zumindest bei Mercedes ist, kann einen doch ein Motorschaden ereilen. Ein neuer M278 dürfte bei locker 25.000 Eur liegen

Defekte Turbos oder Getriebe kosten ebenfalls richtig Geld.

Die Zeiten des W126, den man auch mit 250.000 Km für 6.000 D-Mark kaufen und noch 10 Jahre fahren konnte, sind lange vorbei.

Das nur am Rande.

Kaufe nicht allzu alt ein. Der Käufer meines tip-top checkheftgepflegten Autos wird trotzdem in den nächsten Jahren tief in die Tasche greifen müssen, da 130.000 Km und 6 Jahre für eine gebrauchte S-Klasse, mit der man den Alltag bestreiten möchte, schon recht viel sind.

Bei BMW ist das noch schlimmer. Ein Bekannter hat gerade seinen X7 mit 110.000 Km in Zahlung gegeben. Einer der ersten, 13 Monate alt. In dieser Zeit kostete das Auto in der Werkstatt 18.000 Eur. 12.000 davon nahm BMW.

Wertverlust: 70.000 Eur.

Also bitte nicht beleidigt sein, ich will Dir nicht zu Nahe treten. Es ist nur wichtig, solche Infos zu verbreiten, so dass sich ein Ahnungsloser nicht verschätzt. Ich kenne Dich ja nicht.

Gruß,

ZK

Mal ganz grundsätzlich: Generell, insbesondere in dieser Preisklasse bringen dir subjektive Einschätzungen anderer doch garnichts.

Beide Autos haben ihre Anhänger, der empfundene Komfort hängt am Ende ja auch maßgeblich von dem eigenen Geschmack ab. Man kann evtl. generell sagen, dass Mercedes einen Tick mehr auf Komfort und BMW auf Fahrverhalten getrimmt werden, in dieser Klasse verschwimmen die Unterschiede. Ich kenne nur den G11 und natürlich ist das ein sehr komfortables Fahrzeug. Etwaige Unterschiede zur S-Klasse dürften da vielmehr auf der eigenen Anatomie und der gewünschten Sitzposition als auf tatsächlich objektiven Faktoren beruhen.

Wenn ich mich zwischen beiden Fahrzeugen entscheiden müsste, bzw. dürfte, wäre allein auf Grund der Optik der G11 ganz weit vorne.

Da beide Autos um den selben Markt konkurrieren, sind sie natürlich auch in vielen Punkten sehr ähnlich ausgestattet und entwickelt. Dazu kommt noch, dass beide Fahrzeuge durch die individuelle Konfiguration ja auch mehr in die eine oder andere Richtung geschoben werden konnten. Der 730i mit Hinterradantrieb ist mit Sicherheit ein ganz anderes Tierchen als der 760 mit Allrad oder gar ein 745 LE

Wenn hier jetzt 7 von 10 Leuten für die S-Klasse votieren, ist deine Entscheidung damit doch nicht ernsthaft getroffen, oder?

Wer bereit ist, so viel Geld fürs Autofahren auszugeben, will doch wirklich das für ihn passende Fahrzeug haben. Warum sind eigentlich nur BMW und Mercedes im Pool?

Zitat:

@ZiKla schrieb am 29. April 2020 um 08:04:34 Uhr:

 

Bei BMW ist das noch schlimmer. Ein Bekannter hat gerade seinen X7 mit 110.000 Km in Zahlung gegeben. Einer der ersten, 13 Monate alt. In dieser Zeit kostete das Auto in der Werkstatt 18.000 Eur. 12.000 davon nahm BMW.

Wertverlust: 70.000 Eur.

mal ganz OT: Auch wenn das Einkommen desjenigen es hergibt und man im Regelfall ja auch noch steuerliche Abschreibungen hat, die die Kosten wieder im Rahmen halten: Ich habe immer noch ernste Schwierigkeit mir vorzustellen, "nur" für ein Jahr Autofahren ein gehobenes Mittelstands-Brutto-Gehalt zu verbrennen. Ganz ohne jeden Neidfaktor fehlen mir da einfach die Relation zwischen dem tatsächlichen Nutz- und Unterhaltungswert und den Kosten. So ein wenig geht es da doch mehr darum dass man es halt kann und weniger darum, dass man wirklich einen relevanten Mehrwert für sich daraus zieht. So ein X7 als Jahreswagen fahren zu "müssen", ist ja nun ganz nüchtern betrachtet auch Leiden auf sehr hohem Niveau :)

Zikla, du behautest schon des öfteren das ein Benz in der Wartung günstiger wäre. Gibt es dafür Belege oder Argumente.

Leider finde ich da wenig offizielles in den Vergleichstests. Außer das der g11 5 Jahre Wartung frei hat.

Leider aber kein Kostenvergleich.

TE: Vergleichstest gibt es aber ansonsten zu genüge im www. Vielleicht solltest dich da damit mal beschäftigen.

Zitat:

@ZiKla schrieb am 29. April 2020 um 08:04:34 Uhr:

 

Eigentlich muss man sagen, dass man am Besten nur dann ein Oberklasseauto fährt, wenn man es sich auch neu leisten kann.

Ich wollte schon zaghaft widersprechen und darauf hinweisen, dass einige alte Oberklasse-Fahrzeuge durchaus auch mit vertretbaren Budget gefahren werden können, aber der Hinweis

Zitat:

@ZiKla schrieb am 29. April 2020 um 08:04:34 Uhr:

 

Die Zeiten des W126, den man auch mit 250.000 Km für 6.000 D-Mark kaufen und noch 10 Jahre fahren konnte, sind lange vorbei.

kam dann ja noch nach von dir selbst. Damals war die Oberklasse von den Ersatzteilen nicht so abgehoben wie heute.

Die aktuellen Oberklasse Fahrzeuge sind halt mit Technik und speziellen Ersatzteilen so vollgestopft, dass ich mir einen wirtschaftlich sparsamen Betrieb auch nicht vorstellen kann.

Da ist eben kaum etwas mit günstigen Ersatzteilen zu machen und auch die Möglichkeit selber Reparaturen auszuführen ist zunehmend eingeschränkt. Solche Autos fährt man m.E. am Besten ab Jahreswagenalter bis 5-6 Jahre. Da sind die Kosten hoch, aber erträglich und insgesamt noch gut kalkulierbar.

Oder später dann als runtergeritten 10-Jahres Wagen mit einem ständigen Gebet auf den Lippen, dass ja nicht kaputt gehen möge :)

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